Wertung: 5 von 10

Breach The Void bringen mit The Monochromatic Era eine absolut amtliche Scheibe auf den Markt! Das schweizer Quartett, rund um den ehemaligen SYBREED-Drummer Alex Anxionna, lässt sich bei ihrem Debüt nicht lumpen und holt sich für das Mastering den Dänen Tue Madsen ins Boot, der u.a. bereits mit Bands wie MNEMIC, EKTOMORF oder BORN FROM PAIN zusammengearbeitet hat. Soundlich erste Sahne!


Beim ersten Hören hauen einen die Unisono-Schlachten zwischen Drums und Gitarre echt aus den Socken! Was hier (insebesondere vom Schlagzeug) technisch geboten wird ist definitiv für Fortgeschrittene und sucht seinesgleichen. Untermalt wird das Ganze von einer ständig präsenten Synth-Wand und Vocals, die angenehm viel Hass aufweisen. Die fast schon poppigen Refrains stiften zum Mitsingen an und bleiben gerne auch etwas länger im Ohr. Das sind so ziemlich die wichtigsten Elemente, die man von modernem Metal erwartet und hier vollends bedient werden.

Ist es deswegen klischeehaft, was Breach The Void da machen? Leider: JA!

Nahezu jeder Song stellt dern Hörer vor dieselbe Songstruktur, wobei der Synthesizer eigenartigerweise durch einen Solo-Part als richtiges Instrument etabliert wird und nicht ausschließlich zur Unterstützung dient. Der Synthesizer scheint im Allgemeinen eine große Rolle bei den Schweizern zu spielen, da er im Mix sehr weit vorne steht und den Gitarren den Kampf ansagt.

Wobei wir beim treffendsten Wort für dieses Album angelangt sind: synthetisch. Teils gute Melodien werden in den Refrains durch einen hochglanzpolierten Clean-Gesang zerstört. Warum? Weil sich das zu vermeidende Element Autotune als ein ständiger Begleiter herausstellt. Dadruch ist zwar jeder Ton an der richtigen Stelle, aber wer steht schon auf einen Gesang ohne jeglichen Charakter?

Eine andere Sache, die ich vermisst habe ist definitiv der Bass! Beim stöbern auf ihrer myspace-Seite war ich fast schon verwundert, dass auch ein Basser dabei ist, denn seine Parts sind einfach nicht hörbar. Totgemixt oder den Studiotermin verpennt. Daher kommen von dieser Seite keine Überraschungen, welche ich ebenfalls von der Gitarre vermisse. Keine frechen Akkorde, Melodien, Solos oder ausgescheckte Riffs. Hier wird zu 100% die Bassdrum gedoppelt, was darauf schließen lässt, dass der Gründer ebenfalls Kopf und Songwriter der Band ist. Da geht noch einiges!!!

Insgesamt ist die Platte nichtsdestrotrotz kein Reinfall. Was die Jungs da machen klingt schon sehr ausgetüftelt und ist hörbar. Wenn man auf dieser Grundlage aufbaut, mit mehr kreativen Elementen, überraschenden Wendungen und abwechslugnsreichen Songstrukturen würde ein erfolgsversprechendes Produkt entstehen.

Tracklist:

  • 01. Propagate
  • 02. Subversive Mind
  • 03. Retribution Engine
  • 04. Customized Genotype
  • 05. Falling
  • 06. Digital Structure
  • 07. EC-10
  • 08. Ruins
  • 09. Spirals
  • 10. System Failure

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