Die Band klingt wie eine etwas rohere und ebenso sympathische Version der deutschen Hardcore-Institution Baffdecks. Wobei die Texte ausschließlich in Schwäbisch gehalten sind. Klingt komisch? Funktioniert aber verdammt gut, auch wenn ich als Norddeutscher kaum zwei Worte verstehe, die der Sänger namens Herr Wolf (!) da herausschreit oder – im Fall der Songs „Schdeffala“ und „Seiferts Fritz“ – allen Ernstes rappt. Es klingt total lässig, in diesem süddeutschen Dialekt angebrüllt zu werden – vor allem dann, wenn man diesen eigentlich überhaupt nicht mag.

Überhaupt geht diese Band experimenteller und weniger dogmatisch zu Werke als zunächst erwartet. In den Mid-Tempo-Songs regieren Zackigkeit und Groove, und das bringt das Bein gehörig zum Zappeln. Die Mucke geht verdammt gut ins Ohr, kommt schnell zur Sache und besitzt eine gewisse Eingängigkeit. Gute Untermalung für die Feierabendfahrt (im Zug darf man dazu ein gepflegtes Schwaben Bräu genießen).

Fans von Bands wie Spermbirds, alte Schweisser, Rinderwahnsinn oder eben Baffdecks sollten um Breschdleng bitte keinen Bogen machen. Und Leute, die beispielsweise Austrian Death Machine mögen, werden auch das hier cool finden.

Tracklist:

  • 01. Roschdich
  • 02. Schdeffala
  • 03. Bis Oins Heild
  • 04. Breschdleng
  • 05. Roschdbrohda
  • 06. Seiferts Fritz