Das Album, dass Anfang September den Weg in die deutschen Plattenläden gefunden hat, ist die nunmehr vierte Scheibe, die unter dem Namen der fünf Musiker erschienen ist. Bisher blieb es jedoch verhältnismäßig ruhig um die Gruppe, die sich 2001 zusammen gefunden hat. Zwar sind schon Auftritte auf dem Rock Hard Festival (2007) und anderen namenhaften Events in Deutschland zu verzeichnen und auch in den schwedischen Charts sind sie nicht mehr ganz unbekannt, aber alles in allem fehlte es noch ein wenig an Durchsetzungsvermögen. Das könnte sich aber jetzt ändern.

Schließlich beinhaltet „Bite the Bullet“ alles, was der geneigte Heavy Metal Fan von einer auf dieser Weise bearbeiteten CD erwartet. Interessante, nicht immer zu komplizierte Riffs, ein ordentliches Tempo und auch die typische Metal-Stimme, wie man sie schon aus vergangenen Jahrzehnten kennt.

Andererseits hadern Bullet scheinbar auch ein wenig in Sachen Kreativität. Dem ersten Hören zu Folge scheinen sich die Songs nämlich nicht sonderlich von einander zu unterscheiden. Lediglich die Texte sind definitiv anders.

Wenn man das nun hört wundert es sicherlich ein bisschen, dass ich jetzt behaupte, es sei dennoch kein Problem das Album auch ein paar mal mehr am Stück zu hören. Aber dem ist so, was dann auch meinen Anfangssatz verifiziert. Je öfter man die CD abspielt, desto mehr verliert man sich in dem Sound, findet immer neue Details und identifiziert sich mehr und mehr mit den Texten. Kurz: Irgendwann macht einem die Scheibe richtig Spaß!

Eigentlich ist das einzige, was noch von der vollen Punktzahl abhält der erste Eindruck. Und auf den kommt es leider manchmal an. Darum gibt es hier nur vier Gitarren und an potentielle Interessenten die Empfehlung: Lasst euch nicht gleich abschrecken, hört mehrmals und genau hin.