Kommen wir aber nun zum wichtigsten dieses Reviews, nämlich meiner Meinung, äh, ich meine natürlich zu der CD. Burial Hordes, so erklingt der anheimelnde Name der Griechen aus der Nähe von Athen. Mit „Devotion To Unholy Creed“ bringen die Musiker bereits ihr Zweitwerk unter die Leute. Nachdem man schon vor einiger Zeit bei dem renomierten Extrem-Metal-Label Pulverised Records ein Zuhause gefunden hatte, ließ man sich zwischen Debüt und dieser CD satte drei Jahre Zeit. Ob sich diese lange Zeit gelohnt hat, ist größter Streitpunkt zwischen den oben genannten Lagern.

Geboten wird richtig rotzig klingender Alte-Schule-Black Metal. Die Gitarren sägen leicht übersteuert, das Schlagzeug klingt – sagen wir mal – organisch und der Bass ist, bis auf den doomigen Teil von „Stench Of Immortal Doom“, faktisch nicht vorhanden. Zusätzlich wird fast bei jedem Song ordentlich aufs Gaspedal gedrückt, sodass Stücke im schnelleren Midtempo-Bereich im Verständnis von Burial Hordes schon als langsame Balladen durchgehen.

Wem bei dieser Beschreibung schon die Augen leuchten und das dunkle (nicht vorhandene) Herz aufgeht, dem sei guten Gewissens geraten, hier zuzuschlagen. Außerdem wird demjenigen, der nicht zu verstehende Keifgesang von Fronter Cthonos, die Tränen in die Augen treiben. Wer aber auf einen der folgenden Punkte Wert legt – gute Produktion, Abwechslung, Melodie, Innovation – dem sei schleunigst abgeraten, auch nur ein Ohr zu riskieren.

Genauso zwiespältig wie diese CD muss auch die Punktzahl ausfallen. Sprechen die einen von einem potentiellen Klassiker, verteufeln (im negativen Sinne) die anderen diese CD. Treffen wir uns also in der Mitte und vergeben 2,5 Gitarren.