Nach über zwei Jahren, in denen sich viel getan hat, wurde das aber auch wirklich Zeit. Die Band konnte sich in Sachen Qualität der Aufnahmen und professionelles Auftreten ein ganzes Stück verbessern und überzeugt noch vor dem ersten Hören mit dem interessant gestalteten Cover und einem gut gemachten Inlay, bestehend aus zwei Seiten.

Aber auch musikalisch hat sich einiges getan. Der Sound ist um längen Grungiger, gleichzeitig sind die acht neuen Tracks so gestaltet worden, dass man praktisch zum hinhören gezwungen wird. Dabei ist nicht eine übertriebene Härte ausschlaggebend, sondern eben überlegte Arbeit mit schnellem Tempo und gebremsten Passagen. Dass das natürlich positive Auswirkungen auf die Kreativität hat ist klar, denn jeder Song wirkt individuell und hat seine eigenen markanten Stellen, an dem man ihn immer von den anderen unterscheiden kann.

candy trip down haben mit „Synopsis, Cast And Crew“ keine hirnlose Brachialmusik auf den Markt gebracht, im Gegenteil. Wer ungestümes Gepresche erwartet, wie es leider zu oft der Fall ist, der wird sich wundern. Das Quartett baut auf ein solides Konzept von Abwechslung und Planung.

Letzten Endes kann man erneut nur zu einer äußerst positiven Bewertung kommen, in diesem Fall sind das, auch um das vorhergegangene Album nicht zu disqualifizieren, erneut vier Gitarren. Glückwunsch, weiter so!