In der Welt des Cannabis-Anbaus gibt es viele Gefahren, die sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Züchter lauern.
Wie man Cannabis-Krankheiten und Pilzbefall vermeidet und behandelt
Eine solche Gefahr sind verschiedene Pilze und Krankheiten, die sich schnell auf die Pflanzen ausbreiten und ihre Gesundheit und Produktivität beeinträchtigen können. In diesem Blogpost werden wir uns eingehender mit einigen dieser Krankheiten und Pilzbefälle befassen und erklären, wie man sie verhindern und behandeln kann.
Falscher Mehltau: Verbreitet und gefährlich
Der falsche Mehltau ist eine weit verbreitete Krankheit bei Cannabis, insbesondere im Innenbereich. Er zeichnet sich durch einen grau-bläulichen „Rasen“ auf der Unterseite der Blätter aus. Die Sporen des Pilzes nisten sich in das Wirtsgewebe ein und beginnen, das Pilzgeflecht auszuweiten. Dadurch werden der Pflanze wichtige Nährstoffe entzogen, was zu Kümmerwuchs oder sogar zum Absterben der Pflanze führen kann.
Echter Mehltau: Rasche Ausbreitung
Der echte Mehltau bildet im Gegensatz zum falschen Mehltau keinen Pilzrasen auf der Unterseite der Blätter, breitet sich aber ebenso schnell aus. Begünstigt wird die Ausbreitung durch hohe Luftfeuchtigkeit und starke Temperaturschwankungen. Hat man bereits weiße Flecken auf den Pflanzen entdeckt, sind diese schon seit mehreren Wochen befallen. Der Schadensverlauf ähnelt dem des falschen Mehltaus, und auch diese Krankheit kann die Pflanzen schnell zerstören.
Fusarien: Gefährlich für Pflanzen und Menschen
Fusarien sind Pilzerreger, die hauptsächlich Getreide und Mais befallen. Im Innenbereich werden sie vor allem für Stecklinge gefährlich. Sie können auch den Blütenbestand vollständig zerstören und das Cannabis ungenießbar und giftig machen. Diese Krankheit ist auch für den Menschen gefährlich.
Schlechte Luftumwälzung und zu hohe Luftfeuchtigkeit können zu faulenden Stellen am Stamm und an den Stängeln führen. Fusarien bilden zudem Mykotoxine in den Blüten, die sie giftig und unrauchbar machen. Wer trotzdem befallenes Cannabis raucht, kann Erbrechen und in akuten Fällen Unfruchtbarkeit erleiden. Beläge auf den Blättern sollten entfernt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
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Rostfleckenkrankheit: Selten, aber zerstörerisch
Die Rostfleckenkrankheit ist eine der selteneren Cannabis-Krankheiten, gehört aber ebenfalls zur Familie der Fusarien. Sie äußert sich durch rot-braune bis rostige Flecken auf den Blättern, die bei starkem Befall zu einer vollständigen Durchlöcherung der Blätter führen können. Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, kann ein kompletter Pflanzenbestand befallen und somit vernichtet werden.
Vorbeugende Maßnahmen gegen Cannabis-Krankheiten
Ein sauberer und gut gepflegter Anbaubereich ist entscheidend, um das Risiko von Krankheiten und Pilzbefall zu minimieren. Achten Sie darauf, den Anbaubereich regelmäßig zu reinigen und vermeiden Sie das Betreten mit Straßenkleidung. Kontrollieren Sie außerdem die Luftfeuchtigkeit und Temperatur, um ein optimales Wachstumsumfeld zu schaffen.
Behandlungsmethoden bei Befall
Sobald Sie Anzeichen von Krankheiten oder Pilzbefall bemerken, ist es wichtig, schnell zu handeln. Entfernen Sie betroffene Blätter und Pflanzenteile, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Es gibt verschiedene biologische und chemische Behandlungsmöglichkeiten, die je nach Art der Krankheit oder des Pilzes eingesetzt werden können. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an einen Experten, um die beste Vorgehensweise für Ihre Situation zu ermitteln.
Interessante Entwicklungen in der Cannabis-Forschung
Seit über einem Jahrzehnt forscht die US-Regierung an einem Pilz, der speziell für die Schädigung von Cannabis gezüchtet wird. Erste Versuche in Gewächshäusern haben bereits gezeigt, dass der Pilz und seine Sporen unkontrollierbar sind. Sollten diese synthetisch manipulierten Sporen freigesetzt werden, könnten die Folgen verheerend sein. Pilzsporen können über Jahre hinweg im Boden verbleiben und sich über große Distanzen ausbreiten. Geplante Freilandversuche wurden zwar nach starken internationalen Protesten zunächst gestoppt, doch die Forschung geht weiter.
Insgesamt zeigt sich, dass das Verständnis und die Bekämpfung von Cannabis-Krankheiten und Pilzbefall entscheidend sind, um einen erfolgreichen Anbau zu gewährleisten. Durch vorbeugende Maßnahmen und schnelles Handeln bei Befall können Sie Ihre Pflanzen gesund halten und eine reiche Ernte genießen.
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Gast-Autor: Canna-Chad Grow Paul Thiele
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