Wertung: 7 von 10

Ván Records: Diese Plattenfirma steht seit ein paar Jahren für nix anderes als höchste Qualität im Bereich der harten Untergrundmusik. Als Beispiele seien hier nur so unterschiedliche Bands genannt wie The Devil’s Blood, The Ruins Of Beverast oder Vanderbuyst. Das neueste Signing sind nun also Castle, welche mit “In Witch Order” ihre Debütscheibe über das deutsche Undergroundlabel veröffentlichen.


Die Band ist ein klassisches Threepiece mit einer Frau (namentlich: Elizabeth Blackwell) an Gesang und Bass. Castle spielen Doom, der stark von den 70er Outputs von Black Sabbath beeinflusst ist.

Seit ich vor 2 Wochen auf YouToube das geniale Promovideo zu dem Song “Total Betrayal” gesehen habe, bin ich total angefixt und heiß auf das Album gewesen und habe mir dieses bei dem Onlinehändler meines Vertrauens prompt vorgeordert. Seit Freitag ist es also nun in meinem Besitz und nachdem ich Gelegenheit hatte, mir das Werk intensiv zu Gemüte zu führen, folgt hier die Bewertung.

Vorweg kann ich Euch schon mal mitteilen, dass es leider nicht der von mir erhoffte Überhammer geworden ist. Dafür fehlt es dem Album in seiner Gesamtheit ein wenig an Abwechslungsreichtum, um die Neugier des Hörers über die gesamte Spieldauer aufrecht zu erhalten. Was aber nicht heißen soll, dass es sich um ein schlechtes Stück Musik handeln würde. Das Oeuvre hat durchaus seine Momente. Dies liegt neben der perfekt zu dieser Musik passenden Produktion (bass-lastig und ein wenig verwaschen) auch an der Stimme von Frontfrau Elizabeth. Diese ist zwar nicht besonders variabel, sondern eher heiser-krächzend, verursacht aber grade dadurch eine Art von Beschwörungsatmosphäre, die mich in ihren Bann zu ziehen vermag.

Die Gitarren braten schön crustig-doomig und verursachen so eine zur Musik passende Atmosphäre und die Drums scheppern dazu passend vor sich hin.

Ich bin geneigt, meine Hoffnung auf die Entwicklungsfähigkeit der beteiligten Musiker zu legen und zu wünschen, dass beim nächsten oder übernächsten Album das Songwriting sich soweit verbessert, dass Castle in der Lage sind, die Spannung über die gesamte Spieldauer zu halten.

“In Witch Order” ist aber auf jeden Fall ein Album, bei dem der geneigte Doomrock-Fan ein Ohr riskieren sollte.

Songs, die man gehört haben muss: Wie gesagt, einige Lieder haben durchaus Hitpotenzial und können als kleine Doomrock-Perlen bezeichnet werden. Neben dem von mir bereits angesprochenen “Total Betrayal”, welches eins der schnelleren Lieder auf dem Album ist und mit einer sogartigen Wirkung den Hörer in seinen Bann zieht, wären hier noch “Decent Of Man” und “Shaman Wars” zu nennen. Vor allem “Shaman Wars” hat einen unwiderstehlichen Rhythmus und auch die Stimme von Frau Blackwell hat hier eine von den anderen Liedern leicht abweichende Färbung, was diesen Song vom Rest des Albums abhebt.

Trackliste:

  • 01. Descent Of Man
  • 02. Fire In The Sky
  • 03. Slaves To The Pharao
  • 04. Knife In The Temple
  • 05. Total Betrayal
  • 06. Spellbinder
  • 07. Lost Queen
  • 08. Shaman Wars
  • 09. Sleeping Giant
  • 10. Butcher Of Los Angeles
  • 11. Devils Castle
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