Black Metal. Für die einen Musik, die aus der Seele spricht, für die anderen total langweiliger Humbug. Cataplexy sagen von sich, dass sie „Fast Depressive Black Metal“ spielen. Das „schnell“ hat sich auch ebenso „schnell“ erledigt, es hält sich in genreüblichen Grenzen und die Panzerdivision ist allemal davongefahren. Das „Depressive“ der Musik will sich auch nicht so ganz erschließen. Dass Black Metal kein Kindergarten ist, sollte klar sein, aber das Depressiv-Hilflose kriegen andere Bands besser hin. Bleiben wir lieber einfach bei „Black Metal“. Hier scheint was bei den Japanern (und auch bei manch Skandinaviern) nicht ganz angekommen zu sein: Was 1995 neu und gut war, lockt 2009 keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Hier wird leider Standartkost geboten, sei es der äußerst schlechte Schlagzeugsound (das „flap flap flap“ der Bassdrum nötigt schon fast zum Ausstellen), die tausendmal gehörten Melodien und Riffs, das Würge ins Mikrofon. Aber so was will der „Underground“ ja angeblich haben. Aber das Kind ist nicht ganz in den Brunnen gefallen: Mag das Album auch objektiv „schlecht“ sein, subjektiv „kann“ es auch gefallen. Nur weil es etwas schon hundertmal gibt, muss ja ausgerechnet dieses Exemplar nicht grottig sein.

Insofern muss eigentlich jeder für sich selber entscheiden, wie er dieses Album wirklich findet. Ich vergebe einfach mal die Mitte, 2,5 Punkte. Diese dürfen aber nach persönlichem Geschmack gerne um zwei Punkte nach oben oder unten korrigiert werden.