Als der Ort Steben noch nicht den Königlich Bayerischen Titel „Staatsbad“ verliehen bekommen hatte, war er im Frankenwald ein wichtiges Zentrum des Bergbaus. Als Kurort wurde der knapp 26 Quadratkilometer große Markt im Jahr 1832 „geadelt“, seitdem heißt er Bad Steben und ist das am höchsten gelegene Staatsbad des Freistaates Bayern. Der Kurort gehört zum Landkreis Hof, hat eine Fläche von 25,84 Quadratkilometern und zählt etwa 4000 Einwohner.

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Bad Steben – Geschichte der Stadt

Im Jahr 1374 ist die erste Erwähnung des Ortes Steben urkundlich nachgewiesen. Lange war Steben dem hohenzollerschen Markgrafentum Bayreuth zugehörig, dann dem Fränkischen Reichskreis und ab 1792 war es preußisch. Dann gehörte Steben durch den Frieden von Tilsit zu Frankreich und seit dem Jahr 1810 hat es nach seiner wechselvollen Geschichte endlich seine bayerische Zugehörigkeit bekommen.

Im Gebiet um Steben geht die Bergbaugeschichte zurück bis ins 8. Jahrhundert. Im Jahr 1444 wurde dann erstmals über Quellen berichtet. Über die heutige Max-Marien-Quelle, die damals Geroldsgrüner Trinkquelle benannt wurde, schrieb im Jahr 1687 der Hofprediger und Geschichtsprofessor aus Bayreuth, Johann Georg Layritz. Eine wissenschaftliche Abhandlung darüber folgte im Jahr 1690. Verfasst hatte sie Dr. Gottfried Stein zu Bayreuth, der als Hof- und Stadtmedikus den Stebener Sauerbrunnen und dessen medizinische Wirkung analysierte. Im Laufe der Jahre wurden weitere Quellen entdeckt und beschrieben. Sieben unterschiedliche Quellen konnten 1855 genutzt werden. Steben war zu jenem Zeitpunkt schon ein mit Kuranlagen und stilvollen Gebäuden ausgestatteter Ort. Die Quellen und deren Nutzung hatten begonnen, den Bergbau als Wirtschaftsfaktor zurückzudrängen. Als das Königreich Bayern die Quellen übernommen hatte, erlebte Bad Steben vor allem in der Zeit von 1886 bis 1912 unter der Regentschaft von Prinzregent Luitpold einen gewaltigen Aufschwung als Heilbad.

Humboldt in Steben

Bad Steben

Bad Steben

In Stebens preußischer Zeit war Alexander von Humboldt als Bergassessor beauftragt worden, eine Bestandsaufnahme der Gruben und Hütten vorzunehmen. Er bezog ein Haus in Steben, das als Humboldt-Haus heute noch existiert. Humboldt hatte einen detaillierten Bericht über die reichen Bodenvorkommen nach Berlin geschickt, über den man dort höchst erfreut war. Humboldts Wirkung in Steben war beispielhaft und bezeugte viel soziales Engagement. Er sorgte mit eigenen Mitteln dafür, dass eine königlich-preußische Bergbauschule errichtet wurde und dass den Bergleuten kostenfrei elementare Kenntnisse vermittelt wurden. Als ihm seine Auslagen vergütet werden sollten, zeigte sich seine liberale Gesinnung auf besondere Weise in einem sozialen Akt. Es wurde auf sein Geheiß hin eine Krankenkasse errichtet und die Versorgung der Witwen geregelt. Die Bergwerkserträge vergrößerten sich unter seiner Anleitung. Umso mehr bedauerte man es, dass Humboldt seinem Drang, die Natur zu erforschen und sich der Wissenschaft zu widmen, den Vorrang gab und deswegen den Staatsdienst in Steben aufgab und 1795 ausschied. Sein Haus ist heute in privatem Besitz.

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Das 20. Jahrhundert

Die einstige Gemeinde Untersteben wurde 1909 amtlich in Steben umbenannt. Im Jahr 1925 erfolgte eine erneute Namensänderung, die dem Ort mit seinen Quellen und als Staatsbad besser gerecht wurde – die Gemeinde hieß von nun an Bad Steben.

Im April 1952 erhob man Bad Steben von einer Gemeinde zum Markt. In den Jahren von 1971 bis 1978 führte die Gemeindegebietsreform dazu, dass die selbständigen Gemeinden, die 1818 entstanden waren (Obersteben, Thierbach, Carlsgrün und Bobengrün) eingemeindet wurden.

Freizeit in Bad Steben

Mordlau

Mordlau

Eine besondere Attraktion, die Bad Steben außer seinen Quellen bietet, ist die Bayerische Spielbank. Sie ist im Jahr 2001 als neuntes Casino in Bayern eingeweiht worden. Besondere Erlebnisse werden neben den Spielen im CasinoLive geboten. In diesem Eventraum, der als Kunst- und Kulturfoyer genutzt wird, sind Lesungen, musikalische Events und Auftritte namhafter Kabarettisten zu sehen. Mit dem Bau der Spielbank hielt in Bad Steben architektonisch die Moderne Einzug. Die Atmosphäre der schönen Kurstadt, die in die Ursprünglichkeit der Landschaft eingebettet ist, gewann an Flair und hat sich für Einwohner und Besucher zu einer echten Perle gemausert. Dazu trägt auch die „Neue Therme Bad Steben“ im Kurpark bei, die im Jahr 2004 ihre Pforten öffnete. Der Kurpark selbst mit seinen Kolonnaden, dem Klenzebau und der Humboldt-Büste ist weitläufig und besticht mit seinen gepflegten Anlagen. Waren es bei der Eröffnung des ersten Badehauses im Jahr 1838 noch etwa 600 Kurgäste, so hatte sich die Besucherzahl bereits in nicht einmal einhundert Jahren versechsfacht. Heute kommen Zehntausende nach Bad Steben, das seinen offiziellen Betrieb als „Staatsbad Bad Steben“ 1997 aufnahm.

Ein Spaziergang durch den Ort führt zur 1910 erbauten Lutherkirche, einem Jugendstilbau, zur Alten Wehrkirche St. Walburga, die um 1500 entstand und die als Mutterkirche anderer Gotteshäuser im Frankenwald gilt. Das Grafik-Museum Stiftung Schreiner befindet sich im Kurhaus.

Für aktive Radwanderer sei betont, dass Bad Steben auf dem Radfernweg Euregio Egrenis liegt. Dessen ungeachtet kann man auf unterschiedlichen Wegen radeln und wandern, die u. a. durch das Höllental und bis zum Rennsteig führen.

Die Kirchweihfeste, die zwei Mal im Jahr stattfinden, ziehen überregional Besucher im Frühjahr und im Herbst an. Da musste sich selbst die Deutsche Bahn etwas einfallen lassen. Zu den Festtagen kommen deshalb nun Doppeltriebwagen zum Einsatz.

Eine echte Sommerattraktion war bis zum Jahr 2012 das Heißluftballon-Festival, das es leider nicht mehr gibt. Vielleicht kann das Sommerfest der Spielbank darüber hinwegtrösten.

Die Quellen

Die Kurstadt Bad Steben hat drei Heilwasserquellen. Radonhaltiges Wasser findet sich in der Tempel-Quelle. Die Wiesen-Quelle enthält Calcium-Hydrogencarbonat und die Max-Marien-Quelle ebenfalls. Alle drei Heilwasserquellen gehören dem Freistaat Bayern.

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Autor: SCHMETTERling


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