CBDonnerstag KW1/2020: Entspannung aus der Pipette – kann man den CBD-Marketing-Versprechen trauen?

Von „einer Welle der Entspannung“ ist da in der Werbung zu lesen, die den Körper eine halbe Stunde nach Einnahme durchströmen soll. Man fühle sich locker, ohne high zu sein. Tierhaltern wird nahegelegt, den Haustieren rechtzeitig vor der Böllerei in der Silvesternacht CBD-Öl zu verabreichen, und sie überstehen gechillt den Abend. Kann man diesen Versprechen trauen? Und wenn ja, kann so etwas legal sein?

Cannabidiol – einer von 489 Bestandteilen des Hanfs

Nehmen wir das CBD noch einmal genauer in Augenschein. Wer sich nur ein bisschen eingehender damit befasst hat, der wird ziemlich bald auf den Hinweis gestossen sein, dass CBD nicht psychoaktiv wirksam ist. Nun, aber wie denn dann? Cannabidiol ist einer von den 489 Bestandteilen des Hanfs, die bekannt sind. THC, Tetrahydrocannabinol, ist auch einer davon und der einzige bisher identifizierte, der psychoaktiv wirkt. Richtig gelesen – einer von 489, und trotzdem denkt praktisch jeder beim Begriff „Cannabis“ an dicke Joints, qualmende Wasserpfeifen und mehr oder weniger schräge Halluzinationen. Genau von diesem Denken wollen wir am CBDonnerstag ein wenig ablenken und darüber informieren, was der stets mit ein wenig hochgezogenenen Augenbrauen betrachtete Hanf eigentlich alles kann – selbstverständlich ohne dabei ein Wunder- oder Allheilmittel zu sein. Denn dass der Hype ein wenig übertrieben werden kann, wenn plötzlich scheinbar jedes Lebensmittel, jede Creme oder simple Alltagsgegenstände mit Hanf versetzt werden, ist auch klar.

CBD wird aus der weiblichen Nutzhanfpflanze durch unterschiedliche Extraktionsverfahren gewonnen. Diese Hanfpflanzen dürfen EU-weit einen THC-Gehalt von 0,2 % nicht überschreiten und sind somit legal. Wer sich also für berauschenden Marihuana-Anbau interessiert, der wird am Nutzhanf keine Freude haben, sondern wird Hanfpflanzen mit hohem THC-Gehalt züchten. Damit landet man allerdings auch in der illegalen Zone. Jedenfalls ist der gewonnene CBD-Extrakt der Grundstoff für die Produktion verschiedenster CBD-Produkte, CBD-Öl wird am häufigsten hergestellt. Auch Kapseln und Liquids erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.



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Anandamid – der körpereigene Stoff zur Glückseligkeit

Nun kommen wir zu einem weiteren erstaunlichen Punkt, welcher oftmals für Irritation sorgt, wenn jemand alles in Zusammenhang mit Cannabis vehement ablehnt: Auch unser eigener Körper produziert Cannabinoide. Ein Teil unseres Nervensystems ist das Endocannabinoid-System, welches unter anderem verantwortlich ist für das Immunsystem, die Schmerzwahrnehmung, die Appetitregulierung und weitere Vorgänge. Wir wissen inzwischen, dass wir CB-Rezeptoren nicht nur im Gehirn, sondern überall in unserem Körper haben. Die bekanntesten davon sind CB1 und CB2, mit denen auch das eingenommene CBD interagiert. Noch nicht vollständig wissenschaftlich geklärt wurde, ob das CBD eine direkte Wirkung auf die Rezeptoren hat, oder ob es die körpereigene Cannabinoid-Produktion beeinflusst. Das körpereigene Cannabinoid trägt übrigens den klangvollen Namen Anandamid, was vom Sanskrit-Begriff Ananda abgeleitet ist, es steht für Glückseligkeit. Wie man sich aufgrund der Namensgebung vorstellen kann, ist ein Mangel an diesem Stoff nicht förderlich für unseres seelisches Wohlbefinden. Tatsächlich spielt bei der Entstehung einer Depression nicht nur ein Mangel an Serotonin und Dopamin eine Rolle, sondern ganz massgeblich auch das Fehlen von Anandamid.

Zu sagen, man soll CBD einnehmen, um einer Depression vorzubeugen, wäre übertrieben, zumal Anandamid auch anderweitig produziert werden kann, beispielsweise durch Training, dem massvollen Verzehr von Schokolade oder in Situationen besonderer Konzentration. Wer allerdings mit depressiver Verstimmung zu kämpfen hat, kann von der Einnahme von CBD zur Stimmungsaufhellung möglicherweise gut profitieren.



CBD Öl von chemps.de als zertifiziertes Medizinprodukt


CHEMPS unterscheidet sich in einem Aspekt von allen anderen Marken, welche CBD-Produkte vertreiben: Die hier angebotenen CBD-Produkte sind nicht Nahrungsergänzungsmittel, sondern Medizinprodukte. Diese entsprechen nämlich der Klasse 1 der EU-Klassifizierung.

Das Produktsortiment von Chemps.de bezieht sich aktuell ausschließlich auf CBD-Öle, da diese sich aufgrund ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der größten Beliebtheit erfreuen. Dadurch konzentriert sich CHEMPS zwar auf ein etwas kleineres Produktsortiment als andere Online-Shops, allerdings fällt dieses hier sehr hochwertig aus und zeichnet sich durch seine herausragende Qualität aus. Noch im ersten Quartal 2020 soll das Sortiment stark erweitert werden und auch CBD Tabletten, Kapseln und Kosmetik enthalten.

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Was bringt es, CBD einzunehmen?

Am häufigsten erforscht wurde inzwischen die antientzündliche und schmerzlindernde Wirkung von CBD. Auch in der Krebstherapie wird CBD öfters erwähnt, aber, und das muss ganz deutlich erwähnt werden, stets als Unterstützung, und nicht, weil dadurch Heilung versprochen wird.

Der typische Einsatz für CBD sind kleinere Alltagsbeschwerden:
• Ein- und Durchschlafprobleme,
• chronische Schmerzzustände,
• Kopfschmerzen und Migräne,
• Verdauungsprobleme,
• Nervosität, Stress und Unruhe,
• depressive Verstimmung, „Winterblues“

Wie bereits angesprochen, ist CBD nicht nur für Menschen anwendbar, sondern auch für Tiere, wobei es am häufigsten bei Hunden, Katzen und Pferden angewendet wird. Tatsächlich werden bei Stresssituation wie Feuerwerkslärm, Umzüge oder Tierarztbesuche sehr gute Erfolge berichtet, aber auch Schmerzzustände können wirksam gelindert werden. Diesem Thema werden wir aber einen eigenen CBDonnerstag widmen.

Entspannung aus der Pipette – kann man den CBD-Marketing-Versprechen trauen?
Entspannung aus der Pipette – kann man den CBD-Marketing-Versprechen trauen?

Wann und wie lange wirkt CBD?

Womit man Vorsicht walten lassen soll, sind Werbeversprechen à la „5 Tropfen CBD-Öl unter die Zunge und Zack – Entspannung und glückliches Grinsen stellt sich ein“. Zuerst muss die passende Dosierung gefunden werden, und das kann pauschal nicht gesagt werden, zumal jeder Mensch unterschiedlich empfänglich auf CBD reagiert. Natürlich spielt auch die Einnahmeform eine Rolle. Es kann sein, dass eine Weile probiert werden muss, bis man seine persönliche Wohlfühldosis gefunden hat. Auch dazu werden wir noch Genaueres berichten.

Grundsätzlich ist die schnellste Wirkung mittels Verdampfen zu erreichen, die zweitschnellste mittels CBD-Öl unter die Zunge träufeln. Für den medizinischen Zweck bei schmerzhaften Muskelspastiken wie z.B. bei Multipler Sklerose ist inzwischen auch ein Spray zugelassen, der unter dem Handelsnamen Sativex vertrieben wird (dafür benötigt man selbstverständlich ein ärztliches Rezept).

Wie lange das CBD wirkt, hängt ebenfalls von vielen Faktoren ab, unter anderem dem Einsatzgebiet. Pauschal kann man von einer Wirkungsdauer von vier bis acht Stunden sprechen. Leidet jemand an starken Schmerzzuständen, kann es sein, dass die Wirkung auch nur ein bis zwei Stunden spürbar ist. Auch hier heisst es mit Konzentration des CBD-Öls und Dosierung zu experimentieren, bis die bestmöglichen Erfolgre erreicht werden.

Die Wirkung von CBD kann auch dahingehend beeinflusst werden, als dass beim Kauf auf Qualität geachtet wird. Dabei gilt es, nicht blind das günstigste im Internet angebotene Produkt zu kaufen, sondern sich über die Seriosität des Herstellers, Herkunft und Anbau des Hanfs, Extraktionsverfahren und sonstige Inhaltsstoffe etc. zu informieren. Unser Tipp: Mit den CBD-Produkten von Nordic Oil kaufen Sie hochwertige Produkte, die bereits aus einer Vielzahl von Tests als Sieger hervorgingen.

Fazit:

Es gilt zu unterscheiden, ob man CBD als Lifestyle-Produkt konsumiert, oder sich wirklich medizinischen Nutzen davon erhofft. Bei ersterem ist bei Konsum der vielen am Markt angeboteten Lebensmittel und Kosmetika nur ein Placebo-Effekt zu erwarten. Wer von CBD-Öl wirklich profitieren möchte, sollte sich ein wenig eingehender mit Wirkung, Dosis und Qualität der angebotenen Produktpalette befassen, und so das Bestmögliche für den persönlichen Bedarf herauszufinden. Pauschale Ablehnung und Vorverurteilung ist aber sicherlich völlig fehl am Platz.

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Autorin: CBDoris

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