CBDonnerstag KW28/2020: CBD bei Heuschnupfen

Hatschi, schnief! Nein, kein Corona, es ist meine Allergie. Wer kennts? Also ich habe heuer im April einige böse Blicke geerntet, als ich während der Birkenblüte niesend und schniefend einkaufen ging. Da mich diese unliebsame Erscheinung namens Pollenallergie schon sehr lange begleitet, habe ich natürlich auch schon so ziemlich jedes am Markt befindliche Antihistaminikum probiert. Klar kenne ich auch langwierige Therapien wie Desensibilisierung. Und trotz des Bewusstseins, dass der Heuschnupfen behandelt gehört, da sonst ein „Etagenwechsel“ zum Asthma auftreten kann, ist mir auch genau das passiert. So bin ich also stets für neue Tipps und Hinweise zum Thema dankbar, denn meinen heiligen Gral habe ich noch nicht gefunden. Eine Runde Mitleid für mich, bitte. OK, und was hat das Ganze am CBDonnerstag zu bedeuten? Natürlich wieder Lobgesänge auf den Hanf, glaubt ihr. Und das ist… Richtig! Und bevor ich richtig darauf eingehen kann, sehen wir uns eine Allergie noch ein wenig aus medizinischer Sicht an.

Allergische Reaktionen wie Heuschnupfen – wie entstehen sie?

CBDonnerstag KW28/2020: CBD bei Heuschnupfen
CBDonnerstag KW28/2020: CBD bei Heuschnupfen

Eine allergische Reaktion unseres Körpers geht auf eine Fehlfunktion unseres Immunsystems zurück. Manchmal ist unser Immunsystem leider ein wenig übereifrig und detektiert Feinde, wo keine sind. In schweren Fällen richtet sich ein übereifriges Immunsystem gegen den eigenen Körper und verursacht eine autoimmune Krankheit, wie zum Beispiel Multiple Sklerose. Aber das ist ein eigenes und gänzlich anderes Thema und hat nichts mit allergischen Reaktionen zu tun. Jedenfalls kann das Immunsystem zum Angriff blasen, obwohl es sich um an sich harmlose Stoffe wie Pollen, Tierhaare etc. handelt. Warum macht es das bloß?

Genau genommen haben wir zwei Immunsysteme, die eng miteinander kooperieren. Das angeborene Immunsystem bekämpft mit Fress- und Killerzellen Schadstoffe und schädliche Keime, die über die Haut und die Verdauung in unseren Körper gelangen. Das erworbene Immunsystem lernt durch jeden Infekt, den wir durchmachen, und bildet Antikörper gegen diese Erreger.

Bei einer allergischen Reaktion passiert in unserem Körper nun Folgendes: Wenn Allergene wie Pollen auf unsere Haut oder Schleimhaut treffen, lösen sich Peptide, das sind Mini-Eiweißverbindungen. Diese Peptide können unsere Haut durchdringen und docken an lgE-Antikörper an. Gesunde Menschen haben nur sehr wenige davon, bei Allergikern kommt aber ein deutlicher Überschuss an lgE-Antikörper vor. Die lgE-Antikörper wiederum docken an eine andere Zelle, häufig eine Mastzelle, an. Mastzellen enthalten den Botenstoff Histamin, der bei entzündlichen Reaktionen eine bedeutende Rolle spielt. Bei der Verbindung mit dem lgE-Antikörper schüttet die Mastzelle nun dieses Histamin samt anderen Entzündungsbotenstoffen aus. Diese bewirken die allergischen Symptome wie laufende Nase, juckende Augen oder Haut, Schwellungen, verengte Atemwege etc.



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Wie kann CBD bei Allergien (z.B. Heuschnupfen) helfen?

Wie schon öfters erwähnt, wirkt Cannabidiol antientzündlich. Und zwar beruht die Wirksamkeit darauf, dass der Zwischenschritt der vorhin erwähnten Histaminfreisetzung unterbunden werden kann. Somit fallen auch etwaige entzündliche Reaktionen, wenn sie denn überhaupt auftreten, deutlich milder aus.

Viele Allergiker haben auch Probleme mit gereizter, juckender Haut. Hier kann CBD-haltige Kosmetik dabei helfen, die natürliche Balance wiederherzustellen. Wer zu diesem Thema mehr erfahren will, der findet in unserem CBDonnerstag-Archiv noch eigene Artikel zum Thema Haut, Kosmetik und CBD.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Tatsache, dass Allergien auf die Psyche schlagen können. Allergien sorgen dafür, dass man sich beim schönsten Frühlingswetter schlapp, müde, leistungsunfähig und krank fühlen kann. Während andere die Picknickdecke im Grünen ausrollen, die ersten Radtouren unternehmen und jeden Sonnenstrahl genießen, sitzt der Allergiker in seiner Wohnung und schaut mit triefender Nase und geschwollenen Augen zum Fenster hinaus. An manchen Tagen ist man kaum arbeitsfähig, was aber durchaus nicht überall anerkannt wird („was, das bisschen Heuschnupfen, jetzt reiss dich mal zusammen…“). All das kann durchaus dazu führen, dass es zu depressiver Verstimmung kommt. Wie wir aber schon mehrmals gehört haben, hilft CBD erwiesenermaßen dabei, den Serotoninspiegel zu heben. Dann verändert sich auch die gedrückte Stimmung wieder zum Besseren.

Zudem sorgt CBD für allgemeine Entspannung und hilft dabei, eine ruhige Nacht zu verbringen. Wobei, wenn es nach vielen Allergikern geht, ist Schlafen oftmals das Einzige, was problemlos funktioniert, und zwar 24 Stunden täglich und 7 Tage die Woche. Dieser Zustand tritt vor allem bei hohen Dosen Antihistaminika auf oder in Kombination mit Kortison. Wenn man durch die CBD-Einnahme nun weniger häufig oder zu niedrig dosierten Antihistaminika greifen kann, wirkt sich das auch positiv auf die ständige Müdigkeit aus.

CBDonnerstag KW28/2020: CBD bei Heuschnupfen
CBDonnerstag KW28/2020: CBD bei Heuschnupfen

Wie behandle ich meinen Heuschnupfen mit CBD?

Es hat sich gezeigt, dass zur Behandlung von Allergien kein Isolat eingesetzt werden sollte, sondern auf das Zusammenspiel der verschiedenen Terpene, Flavonoide etc. gesetzt wird. Also solltet ihr euch ein Vollspektrum-Öl besorgen, welches diese Stoffe enthält.

Viele Allergiker kennen das Gefühl, wenn die Pollen ein furchtbar juckendes Gefühl in Mund- und Rachenraum verursachen und man am liebsten sein Gaumenzäpfchen mit einer Flaschenbürste polieren möchte. Ich habe einige positive Erfahrungsberichte über CBD-Öl unter der Zunge gelesen, was diese Symptome deutlich verbessern kann. Zusätzlich kann man die Wirkung noch durch das Trinken von Hanftee verstärken (auch zu diesem Thema findet ihr bereits einen informativen Artikel in unserem Archiv).

Am besten startet man mit 3 bis 5 Tropfen zwei Mal täglich, welche unter die Zunge gegeben werden. Dort sollten sie 60 Sekunden verbleiben, bevor sie geschluckt werden. Eine Überdosierung ist praktisch unmöglich. Wer allerdings noch keine Erfahrung mit CBD hat, sollte den ersten Versuch besser nicht am Morgen vor einem langen Arbeitstag starten. Eine zu hohe Dosierung kann zu Müdigkeit führen, was in Kombination mit den ohnehin vorhandenen Beschwerden fatal sein kann, besonders im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen oder sonstigen Aufgaben mit Verantwortung. Am besten probiert ihr also am Wochenende zu Hause aus, welche Dosis für euch geeignet ist.


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Zum Schluss sei nur noch eines erwähnt: Wenn ihr unter vielfältigen Allergien leidet, lasst euch beim Austesten eurer Allergien auch den Hanf mitbestimmen. Allergien gegen Cannabis sind zwar selten, aber möglich. Auch wenn ihr durch die Einnahme von Cannabis-Öl eine Verschlechterung der allergischen Symptome bemerkt, setzt es umgehend wieder ab.

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Autorin: CBDoris

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