CBDonnerstag KW40/2020: CBD bei Antibiotikaresistenz

Antibiotikaresistenz: Antibiotika – manche verteufeln sie, manche wollen ohne die Arztpraxis nicht verlassen und die wortwörtliche Übersetzung klingt nicht gerade charmant (anti = gegen, bios = Leben). Aber gegen welches Leben ist das Antibiotikum, gegen unseres? Keine Sorge, damit sollen Mikroorganismen abgetötet werden, die in unserem Körper nichts verloren haben. Klingt nach einer feinen Sache – was spricht also dagegen? Sagen wir einmal, vernünftig eingesetzt, nicht viel, wenn man von den Nebenwirkungen absieht. Und was versteht man nun unter vernünftigen Einsatz? Dazu plaudere ich mal wieder ein wenig aus meinem Nähkästchen….

Ein Beispiel, wie Antibiotika nicht eingesetzt werden sollten

CBDonnerstag KW40/2020: CBD bei Antibiotikaresistenz
CBDonnerstag KW40/2020: CBD bei Antibiotikaresistenz

Ein Antibiotikum wird üblicherweise zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten eingesetzt. Ich betone: Bakteriell. Komme ich mit einer üblen Erkältung zum Arzt, leide ich allerdings üblicherweise an einer von Rhinoviren verursachten Erkrankung. Klar kann sich daraus eine bakterielle Erkrankung entwickeln, Angina, Nebenhöhlenentzündung u.s.w… Aber den Beginn der Erkrankung machen Viren aus. Und diese mit einem Antibiotikum niederzuknüppeln ist sinnlos, um nicht zu sagen fahrlässig. Ich hatte bereits als Kind große Probleme mit meiner Pollenallergie, welche allerdings erst in der Pubertät als solche erkannt wurde. Zuvor wurde ich leider mit allen möglichen Antibiotika behandelt, welche üblicherweise wirkungslos (Antibiotikaresistenz?) blieben (wenn man von 14 Tagen Durchfall und Bauchschmerzen einmal absieht).



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Allerdings führte das nicht zu einer Therapieänderung, sondern nur zu einer Änderung des verordneten Antibiotikums. Die Seele aus dem Leib gehustet habe ich mir trotzdem (was retrospektiv mit dem Wissen, an einer Allergie zu leiden, auch nicht weiter verwunderlich war). Ob ich nun eine Antibiotikaresistenz entwickelt habe? Ich weiß es nicht. Seit meiner Volljährigkeit habe ich nämlich nur noch zwei Mal einen wirklichen Grund gesehen, Antibiotika einzunehmen, und zwar eine Zahnoperation und eine Nierenbeckenentzündung. Hier hat es augenscheinlich auch geholfen. Aber wenn bei einer Erkältungskrankheit ein Arzt als erstes mit einem Antibiotikum winkt, bin ich schneller aus der Praxis draußen, als er blinzeln kann. Das soll jetzt für niemanden eine Aufforderung sein, es mir gleich zu tun, nur für mich ist es tatsächlich der beste Weg, weil ich einfach schon viel zu viel unnötigerweise von dem Zeug verabreicht bekam.

Antibiotikaresistenz: Was sind Antibiotika eigentlich?

Wir wissen bereits, sie töten Leben. Dabei bestehen Antibiotika selbst aus Leben, und zwar als Stoffwechselprodukt von Pilzen oder Bakterien. Das bekannteste natürliche Antibiotikum stammt aus dem Schimmelpilz und heißt Penicillin. Antibiotika können aber auch künstlich hergestellt werden.

Man unterscheidet weiters zwischen einem Antibiotikum mit großem Wirkspektrum (Breitbandantibiotikum), sowie einem mit schmalem Wirkspektrum. Bei letzterem ist der Sinn, dass nur eine bestimmte Erregerart abgetötet und die körpereigene Flora geschont werden soll. Das Problem ist, dass Antibiotika eben auch „gute“ Bakterien vernichten, wie zum Beispiel unsere Darmbakterien. Das hat eben dann Bauchschmerzen, Durchfall und/oder Übelkeit zur Folge. Weitere häufige Nebenwirkungen sind Hautprobleme oder Pilzerkrankungen.

Antibiotika wirken, indem sie entweder die Zellwand der Bakterien zerstören und sie damit töten, die Eiweiße hemmen, welche für das Bakterienwachstum benötigt werden oder die Bildung von Folsäure bzw. eines Enzyms hemmen, welches für die Bakterienbildung notwendig ist.

Antibiotikaresistenz: Wann ist ein Antibiotikaeinsatz sinnvoll?

Wie schon gesagt, bei viralen Erkrankungen helfen Antibiotika nicht. Das gilt übrigens auch für den Coronavirus und den Verursacher der echten Influenza. Hingegen bei folgenden Erkrankungen ist ein Antibiotikaeinsatz völlig gerechtfertigt:

• Hirnhautentzündung,
• Blasen-, Nierenbeckenentzündung,
• Lungenentzündung,
• Blutvergiftung,
• bei Organtransplantationen,
• Tuberkulose,
• entzündeten Wunden…

Wie kann ich Antibiotikaresistenz vermeiden?

Wenn du dein Eindruck hast, dass dein Arzt sehr „großzügig“ bei der Verschreibung ist, solltest du die Indikation genauer hinterfragen. Oft gibt es eine andere, verträglichere Lösung – oder schlimmstenfalls einen anderen Arzt. Wenn der Einsatz eines Antibiotikums notwendig ist, solltest du dich unbedingt an die vom Arzt verschriebene Einnahmedauer halten. Antibiotika lassen uns oftmals sehr rasch viel besser fühlen, es entsteht der Eindruck, „gesund“ zu sein und das Medikament nicht mehr zu brauchen. Das täuscht! Wird das Medikament zu früh abgesetzt, vermehren sich die Bakterien wieder, die Infektion kommt zurück und ist dann deutlich schwieriger zu behandeln. Für Kleinkinder, ältere Menschen und Menschen mit schwachem Immunsystem kann das ein großes Problem für ihre Gesundheit darstellen!

CBDonnerstag KW40/2020: CBD bei Antibiotikaresistenz
CBDonnerstag KW40/2020: CBD bei Antibiotikaresistenz

CBD kann die Wirksamkeit von Antibiotika erhöhen

Und diese Behauptung stammt nicht von mir, sondern von einem internationalen Forscherteam in Kooperation mit der Universität von Westminster. CBD…. Müssen/sollen wir kurz…? Ich sag mal ja, falls du gerade zum ersten Mal am CBDonnerstag dabei bist. Cannabidiol ist ein nicht psychoaktiv wirksamer Pflanzenstoff des weiblichen Hanfs. Cannabinoide, wie diese Gruppe allgemein genannt wird, werden allerdings nicht nur von außen zugeführt, sondern auch von unserem Körper in unserem Endocannabinoid-System gebildet. Es handelt sich dabei also um einen absolut natürlichen Stoff und um keine Erfindung von Hanffreaks.

Für die besagte Studie war von Bedeutung, wie sich CBD auf die Freisetzung sogenannter Membranvesikel auswirkt. Letztere sind für die Interaktion und Kommunikation zwischen Bakterien und Antibiotikum zuständig, und beeinflussen solchermaßen die Wirksamkeit. Kombinierte man nun also die Einnahme von Antibiotika mit CBD, so veränderte sich die Anzahl und die Struktur der Membranvesikel. Besonders bei dünnwandigen Bakterien zeigte sich eine besonders hohe Wirksamkeit. Das Antibiotikum konnte also in Verbindung mit CBD definitiv mehr Bakterien abtöten als ohne. Daraus ergibt sich, dass CBD das Antibiotikum nicht nur wirksamer macht, sondern auch dafür sorgt, dass sich weniger schnell Resistenzen bilden, da das Medikament sparsamer eingesetzt werden kann.


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In Italien wurde auch mit multiresistenten Keimen geforscht, die also gegen Antibiotika bereits resistent sind. Durch die Zugabe von CBD wurden die Erreger auch wieder für Antibiotika empfänglich und konnten so abgetötet werden. Bei multiresistenten Keimen, auch MRSA genannt, handelt es sich meistens um Staphylokukkus aureus, welche vor allem in Krankenhäusern und Pflegeheimen ein ernst zu nehmendes Problem darstellen.

CBD bietet den großen Vorteil, daß es auch in hohen Dosen bedenkenlos eingenommen werden kann, da es gut verträglich ist. Wenn dir dein Arzt also ein Antibiotikum verordnet, informiere ihn dennoch, wenn du vorhast, es mit CBD zu kombinieren.

Inwieweit die antibiotische Wirkung von CBD selbst ausreicht, um es mit diversen Bakterien aufzunehmen, wurde noch zu wenig erforscht. Auf jeden Fall kann die Einnahme aber prophylaktisch sinnvoll sein, damit sich aus einer einfachen Erkältungskrankheit nicht doch in den Nebenhöhlen oder im Hals eine bakterielle Erkrankung entwickelt.

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Autorin: CBDoris

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