Wertung: 8 von 10

” Es war, ist und wird nie unsere Intention sein, etwas Massentaugliches zu machen. Unsere Songs sind auch keine Werke. Sie sind lediglich Mittel zum Ausdruck. Ganz einfache Statements mit Rhythmus und Leidenschaft.”

Diese präzisen Worte stammen von Sänger Alexander Weigel, der dreiköpfigen Band Central Sacrament aus Pirmasens (Rheinland-Pfalz). Zu Beginn ihrer jungen Bandbiographie wollten die Herren noch sprirituellen Metal in Richtung Soulfly, Sepultura oder Ektomorf machen. Gute zwei Jahre und einem Drummerwechsel später, hört man auf der erste Demo der Band, von den anfänglichen Absichten rein gar nichts mehr. Und auch mit der “Demo 2009” wird bewusst, fern von jeglichem Schubladendenken, kein Genre angeben. Lediglich eine interessante Aussage, die besagt Central Sacrament vereinen Elemente des Hardrock, Grunge, Hardcore, modernen Metal sowie Thrash Metal. Immerhin etwas. Und das klingt interessant.

Bei vier Tracks auf der Demo bietet es sich also perfekt an, jedes “Werk” näher zu beleuchten.

“FU2”: Der Songtitel lässt jeden wissen, was hierbei das Statement sein soll. Begleitet von einem coolen Riff nach dem anderen, kriecht bei mir der Begriff Stoner Rock aus dem Unterbewusstsein hervor. Der Sound der Gitarre erinnert an Down. Und das ist doch schonmal ein großes Stück Lob. Passend zum Teaserzitat brüllt Sänger Weigel “This is not a song, this is a statement!” Mission erfüllt. “Fuck You”

“Hate Us Now”: Ähnlich nur wesentlich schneller geht es weiter mit “Hate Us Now”. Immer noch dominieren groovige Riffs, werden aber von misslungenen Bridgeparts verdrängt, die einfach nicht passen wollen. Ich kann hier jetzt schlecht vorsingen, was ich meine, aber beim Hören sticht der Störfaktor deutlich heraus. Nun aber zum Gesang. Rotzig, rauh, aber stellenweise zu sehr herausgepresst hört sich das Ganze an. Vor allem die Shouts hören sich an wie gequältes Gekreische. Eine tiefere Stimme würde besser ins Gesamtbild passen.

“D-Low Hotzone”: Hier wird ein etwas anderer Gesangsstil eingesetzt, zumindest stellenweise. Weniger schreien, mehr singen. Steht dem Ganzen recht gut, ist nur leider etwas zu leise und in den Hintergrund gedrängt.

“My Calm Before You Storm”: Diesmal wurde ein ruhigerer, besinnlicher Anfang gewählt. Das letzte Lied entpuppt sich zum wahren Highlight. Hier wird nochmal alles gegeben, was zu bieten ist. Allein die sauberen Gesangslinien klingen etwas zu soft für diesen Song.

Fazit: Für das erste Mal haben sich Central Sacrament schon ziemlich souverän und selbstbewusst präsentiert. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Band live richtig Spaß macht. Abgesehen vom Gesang, der noch nicht wirklich überzeugt, geht die Musik streng voraus und setzt ihre Statements. Großes Potential winkt uns zu.

Tracklist

  • 01. FU2
  • 02. Hate Us Now
  • 03. D-Low Hotzone
  • 04. My Calm Before You Storm
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