Als ich „For The Free“ gehört habe, befürchtete ich zuerst, es handle sich bei Chasing For Glory schlicht um einen Rise Against Klon, da die Stimme Sängers sehr an die des Rise Against-Frontmannes Timm Mcllrath erinnert. Nach einigen Hördurchgängen muss man aber sagen, dass die Band deutlich mehr ist als das. Spielerisch einwandfrei und mit genügend Druck produziert, pendelt sich „Rookie“ irgendwo zwischen Strike Anywhere und Anti-Flag ein. Anspieltipps sind das energiegeladene „Thrill Of The Hunt“ sowie das hymnische „Ghosts Of Music“. Auch der letzte deutschsprachige Song kann überzeugen. Beim nächsten Album bitte mehr davon!

Textlich befassen sich Chasing For Glory fast durchgängig mit politischen Themen und scheuen auch nicht davor zurück, unbequeme Themen anzusprechen. Was ich bei Chasing For Glory jedoch noch vermisse, ist eine gewisse Aggressivität, die meiner Meinung nach gut zu den kämpferischen Texten passen würde. Wenn die Jungs schon Propaghandi-Shirts tragen, dürfen sie sich in dieser Hinsicht auch gerne an ihnen orientieren.

Fazit: Wer immer noch sehnsüchtig auf eine ZSK Reunion wartet, kann Chasing For Glory durchaus als Übergangslösung hören. Hier und da fehlt noch etwas Tiefgang, die Jungs aus Bayern sind aber auf einem guten Weg.

Tracklist:

  • 01. Fade In
  • 02. For The Free
  • 03. Ghosts Of Music
  • 04. You´re My Home
  • 05. Under Lights
  • 06. Borderline
  • 07. At All
  • 08. Rookie
  • 09. Thrill Of The Hunt
  • 10. Second Best
  • 11. Chasing For Glory vs. Indiana Jones
  • 12.Anti-Fa