Wertung: 7 von 10

Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren Review aus der Kategorie „Früher war alles besser!“. Trend? Aber sowas von! Female-fronted, Seventies-inspirierter, melodiöser Metal: Also genau das Ding, auf dem im Moment anscheinend immer mehr Leute abfahren.


Christian Mistress heißt die hier zur Besprechung stehende Band aus dem Bundesstaat Washington in den US of A. Ihr aktuelles Album „Possession“ wandelt (wie schon erwähnt) auf den Pfaden des Retro-Kultes. Bedeutet also im Klartext: Analoge Produktion, okkulte Texte, ne Frau am Gesang und die männlichen Bandmitglieder sehen alle aus wie Geezer Butler im Jahr 1972.

Innovativ ist das Ganze natürlich nicht, aber das verlangt ja auch keiner. Was zählt, sind gute Songs und davon sind auf „Possession“ mehr als genug vertreten. Was Christian Mistress auszeichnet, sind die verstärkt zum Ausdruck gebrachten Reminiszenzen an die NWOBHM und auch das ein oder andere von Thin Lizzy beeinflusste Gitarrenduell wird zum Vortrage gebracht.

Madame Christine Davis kann zwar nicht singen im eigentlichen Sinne, aber ihre Stimme verfügt über genügend Eigenständigkeit und Charakter, um diesen Umstand nicht wirklich ins Gewicht fallen zu lassen. Den Rest erledigen die teilweise grandiosen Melodiebögen und Riffs, die einen in die Zeitmaschine verfrachten und direkt ins goldene Zeitalter der harten Gitarrenmusik katapultieren. Authentizität ist auch hier das Zauberwort und davon gibt es satt und reichlich.

Ein Song wie „Conviction“ versprüht dermaßen viel Flair und verfügt über eine so ausgezeichnete Hookline, dass man ihn in einer Galerie neben Großtaten von Witchfynde oder Pentagramm auflisten kann. Auch super kommt „Here Is Nowhere“, wo einen das nach knapp zwei Minuten einsetzende Break einfach nur umhaut!

Abwechslungsreich komponiert ist die gesamte Platte auch noch, sodass man von einer wirklich runden Sache für alle Fans der aktuellen Retro-Rock-Welle sprechen kann. Insbesondere natürlich dann, wenn man sich den Tonträger in der schicken Vinyl-Version zulegt: Alleine schon deswegen, um alle Einzelheiten des grandiosen Covers genau studieren zu können.

Tracklist:

  • 01. Over & Over
  • 02. Pentagram and Crucifix
  • 03. Conviction
  • 04. The Way Beyond
  • 05. Possession
  • 06. Black To Gold
  • 07. There is Nowhere
  • 08. Haunted Hunted
  • 09. All Abandon

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