Wertung: 8 von 10

Das aus den Niederlanden wirklich gute Musik kommt, ist spätestens seit Legion Of The Damned kein Geheimnis mehr. Doch auch im extremen Bereich des Metals lassen sich hochkarätige Exporte finden. Cliteater ist so eine Band, die es geschafft hat, auch bei uns zu einer Bekanntheit zu kommen.


Wer sie noch nicht kennt: Cliteater sind nunmehr seit neun Jahren in den Gefilden unterwegs und präsentieren auf ihren drei bisherigen Alben Goregrind der besten Schule. Hier sei nun ihr viertes Album, „The Great Southern Clitkill“ besprochen. Der Tradition folgend mussten für dieses Album Pantera als Pate für den Titel herhalten.

Gleich der erste Song zeigt perfekt, was in der folgenden halben Stunde Spielzeit zu erwarten ist. „Where I Lay Me Down To Cheat“ präsentiert groovigen, rockenden Grindcore mit infernalisch tiefen Growls und hohen Pigsqueals. Nichts besonderes im Bereich des Grind, aber bei Cliteater irgendwie besonders stimmig.

Auch mit Humor geizen Cliteater nicht, Titel wie das gerade angesprochene „Where I Lay Me Down To Cheat“, „Saturday Night Beaver“ oder auch „In-Diana Jones“ sprechen für sich. Dafür sind Cliteater bekannt und daran hat sich auch auf „The Great Southern Clitkill“ nichts geändert.

Es ist allerdings Vorsicht geboten. Wer dazu tendiert, Cliteater ausschließlich in die lustige Ecke zu schieben, wird auf dem Album schnell eines besseren belehrt. Hier wird mit viel musikalischem Verständnis gearbeitet. Das merkt man schnell und das hebt Cliteater von den vielen anderen Bands des Sektors ab.

Auch der Sound ist herausragend gut. Wie derzeit viele Bands quartierten sich Cliteater in den Soundlodge Studios um Jörg Uken ein. Das beschert ihnen einen Sound, der nicht nur besser ist als der Sound der letzten Alben, sondern sich auch klar vom Durchschnitt ihrer Genrekollegen abhebt.

Letztlich verfahren alle Songs nach Schema F, aber das ist auch das, was von Cliteater zu erwarten ist. Viele Fans wären sicherlich enttäuscht, wenn dem nicht so wäre. Und das, was sie machen, machen sie besser als viele andere. Neben Partymusik vom feinsten wird goriger Humor und am Ende des Albums noch eine kleine Überraschung geboten, aber wir wollen ja nicht zu viel verraten. Dank dem gelungenen Sound ein wirklicher Pflichtkauf für Freunde des Genres.

Tracklist:

  • 01. Now I Lay Me Down To Cheat
  • 02. Crime Scene Cleaner
  • 03. Daryl Rhea
  • 04. F. F. Fuckin‘ Faggot
  • 05. I Hypochondriac
  • 06. The Great Southern Clitkill
  • 07. Cellar Dweller
  • 08. La Bestia
  • 09. Fred Shipman (A Sick Man)
  • 10. Saturday Night Beaver
  • 11. GRUNTlichkeit
  • 12. Glory Hole
  • 13. In-Diana Jones
  • 14. Family Tears
  • 15. Positive Aspects Of Collective Chaos (Part IV)
  • 16. Knoxville Horror Mutilations
  • 17. BTS (Biomedical Tissue Services)

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen