Leicht balladesk, dabei aber doch druckvoll, durchzogen von langsamen und „speedigen“ Elementen mit Wechseln von Scream-Passagen und ruhigen Clean Vocals kommen die Songs total geil rüber.

Coarse Coding – III

Coarse Coding -  III

Coarse Coding – III

Um es in einem Satz vorweg zu nehmen: Ich liebe diese Band- auch wenn sie eher nicht so den Genres entspricht die ich sonst höre.

Zuerst aufmerksam wurde ich auf einem Konzert im heimischen Osnabrücker Ziegenbrink und nun halte ich die neue EP der vier Jungs aus Osnabrück und Bochum in den Händen.

Und ich muss sagen was Eingängigkeit, Überzeugungskraft und Stärke angeht müssen die Indiecorer sich nicht hinter anderen Bands verstecken. Untermalt wird die direkte Musik mit klarer Linie von einem eben so klaren Artwork das die Musik und ihre Qualität gekonnt unterstreicht.

Auch die Produktion hört sich sehr Authentisch an, so dass man die Scheibe so gut wie nicht aus den Ohren bekommt. Midtempo Riffs, treibende Parts, melancholie, Funk, und ultimativer Rock in gekonnter Kombination macht diese EP aus, verspielte Melodien und tragende Vocals die Fronter Tom gekonnt umsetzt sind weitere Schmankerl. „I don’t give up“ als letzter Song der EP zeigt, dass das Quartett es auch härter drauf hat- Corelastiger, härtere Riffs, proggige Elemente und erhöhtes Tempo machen diesen Song zu einem Zeichen des Abwechselungsreichtums der Band.

Da fragt man sich warum die Jungs von Coarse Coding noch immer kein Label haben, so ein Talent sollte echt entdeckt werden, sie hätten es auf jeden Fall verdient! Beziehen kann man die Scheibe übrigens über die Homepage der Band- ihr solltet euch das echt mal `reinzeihen.

So und was kann ich bei so einem Gesamteindruck anderes machen als die volle Punktzahl zu vergeben? Richtig- nichts! In diesem Sinne 5 von 5 Gitarren für Coarse Coding mit „III“.

———-

Label: Eigenproduktion
Genre: Indiecore
Releasedate: —–
Web: http://www.coarsecoding.de
Punkte: 10

Autor: Mandra

Coarse Coding – Cutting Corners

Coarse Coding - Cutting Corners

Coarse Coding – Cutting Corners

Was sagt man dazu? Nach einer wirklich sehr guten ersten Platte und überzeugenden Liveauftritten veröffentlichen Coarse Coding nach nur einem Jahr ihre zweite Demo-Scheibe.

Solide Gitarrenarbeit, ausgereiftes Songwriting und eine verdammt gute Eigenproduktion haben die smarten Jungs schon beim letzten Demo bewiesen. Auf „Cutting Corners“ wird der Hörer zunächst von einem Insrtrumental-Intro begrüßt, das dann etwas unvermittelt in den Song „Sweet Misery“, der anscheinend von einem Genuss-Depressiven erzählen möchte, mündet.

Die Songs wechseln gekonnt von entspannt-melancholischer Stimmung zu Partylaune und umgekehrt. „By myself“ könnte an die eine oder andere Stelle von „Offspring“ erinnern. Insgesamt werden Coarse Coding rockiger und selbstbewusster. Nach zwei guten Demos könnte nun eigentlich ein Album folgen.

Wünschenswert wäre ein Label. Verdient hätten Coarse Coding das allemal!

Fazit: Unbedingt reinhören!!!

———-

Label: Eigenproduktion
Genre: Indiecore
Releasedate: 2004-00-00
Web: http://www.coarsecoding.de
Punkte: 9

Autor: IT

Coarse Coding – One

Coarse Coding - One

Coarse Coding – One

Alternative Rock? Independent? Diese Genres sind mittlerweile so ausgelutscht, dass ich missmutig die Demo von Coarse Coding in den Player schmeiße.

Und dann rotzt mir doch ein richtig geiles Teil aus den Boxen?!Während Gitarren, Drums und Bass sich an alte „Peppers“ anlehnen, sind die coolen Leads durch die Anleihen aus 70ies und 80ies von Sänger Tom schwerer einzuordnen.

Der perfekte Sound im schnelleren Mid-Tempo begeistert vor allem durch verspielte und ausgereifte Melodien. Mit dem richtigen Sinn für Groove und geile Melodien schaffen Coarse Coding es, Songs zu basteln, die einem sofort in Ohr und Gebein gehen. Bestes Beispiel für Ohrwurm-Qualität ist durch seinen extrem eingängigen Rock-Refrain das Stück „Moving out“.

Nach ordentlich Ohrenputzen sollte sich gleich jeder „Isofrequency“ reinpfeifen. Ein Song mit Eiern, einem ordentlichen Schuss Kyuss und die Einladung zu meiner nächsten „Tüte“. Gut gemacht Jungs!

Fazit: Für 100% Rock auf die Ohren gibt es auch hundert Prozent Punkte von mir:

———-

Label: Eigenproduktion
Genre: Indiecore
Releasedate: 2003-00-00
Web: http://www.coarsecoding.de
Punkte: 10

Autor: IT

Core-Nacht mit: Proud Addiction, And Embers Rise, Rusticate und Coarse Coding

Eine besinnliche Core- Nacht zu Vorweihnachtszeit? Was ist denn das?, werden sich einige Leser nun fragen- hat da einer das “h” vergessen? Und seit wann präsentiert OsnaMetal.de denn Chöre?

Bei einer heißen Suppe aus der Mikrowelle (ja ich bin zu faul zum Kochen), lasse ich mir also die Ereignisse des gestrigen Abends nochmal durch den Kopf gehen:

Nach einigen Problemen zu Beginn mit dem Schlagzeug, die jedoch schnell und gut behoben waren, legten Proud Addiction, die Highschool- Punkemocorer aus Bramsche pünktlich um 20 Uhr los. Für alle die nicht so genau wissen was sie mit der Bezeichnung Highschool- Punkemocore anfangen sollen hier ein Hinweis: Verdammt rockiger Stoff, der so richtig ins Gehör geht und einen mitreisst. Dazu lieferten die drei eine bewegungsreiche Performace ab- zumindest die beiden, die nicht wie Steffen ans Schlagzeug gefesselt waren. Vor allem Songwriter und Hauptsänger Koki war gut am Abgehen.

Es war nicht zu bemerken, dass das Trio normalerweise im Quartett daherkommt und Bassist Patrick ausgefallen war. Souverän regelte die Band das Problem, da sie offensichtlich Bass und Gitarre gleichermaßen beherrschten, so übernahm Koki den verwaisten Bass und machte seine Sache auch ausgesprochen gut.

Die Highschool- Elemente im Gesang, die teilweise an „Teenage Dirtback“ der US-Rocker Wheatus erinnerten, wurden geschickt und an gut gewählten Stellen durch Core- Geshoute durchbrochen. Ausbaufähig waren die Ansprachen zwischen den Songs, aber dieses zog sich durch den ganzen Abend und nicht nur durch das eine Set…

Interessant war, dass Koki und Peter zwischendurch die Instrumente hin und her tauschten, was sehr für die Musikalität der Jungs spricht! Auf Aufforderung geben sie noch zwei Zugaben, die den bisherigen Songs in nichts nachstanden.

Insgesamt ein geiler Auftritt mit echt Hammer-Sounds und -Songs! Das Stageacting war auch nicht zu verachten, man beachte die geilen Sprünge. Immer weiter so!

Coarse Coding aus Osnabrück mit entspannt-melancholischer Stimmung und Partylaune

Coarse Coding aus Osnabrück mit entspannt-melancholischer Stimmung und Partylaune

Dann spielten mit And Embers Rise, pünktlich um 20.50 Uhr, einige ambitionierte Jungmusiker aus Lengerich und Umgebung auf. Damit erfolgte ein großer Bruch der Musikrichtung zu Proud Addiction, die mehr Rock als Core waren. Eingeleitet wurde mit einem stimmungsvollen Intro, das die Fans, die noch nicht vor der Bühne standen, nun auch mit nach vorne lockte.

Gespielt wurde knüppelharter Metalcore, der vor allem die mitgebrachten Fans mitriss, welche auch fleißig am Moshen und Bangen waren. Von viel Stageacting bis auf geschüttelte Haare war nichts zu sehen, was ob der Größe der Bühne und der Anzahl der Musiker aber auch nicht weiter verwunderlich war.

Zeitweise brachten die Fans sogar einen CirclePit zustande, was mich zur Flucht aus der Menge veranlasste. Aufgrund einiger Poger war an Fotografieren die meiste Zeit über sowieso nicht zu denken. In einem Song fanden sich sogar einige Ska-Anleihen.

Als letzen Song gab´s den Titeltack zur Kult-Serie „Powerangers“! Hier wurde dann versucht, einen richtigen Circle Pit aufzubauen was zum Teil auch gelang, aber ob des Gepoge der Teilnehmer nicht lange hielt. Die zweite Zugabe „I Want Out“ von Helloween war dann schon eher was für meine Ohren und so klang dann And Embers Rise aus.

Nach einer etwas längeren Umbaupause, da das Drumkit ausgetauscht werden musste, legten dann die vier Quarkenbrücker von Rusticate los. Was kann man von einer Band erwarten, die schon 3 Alben `rausgebracht haben (warum hab ich keins zum Reviewen? Haben will!!) und schon über 130 Liveshows in Deutschland, Österreich, Slowenien, Holland und in der Schweiz hingelegt haben?

Viel! Denn an Professionalität mangelte es dem Quartett nicht! Die Songs bewegten sich zwischen Postcore und Punkrock, wobei der Core Teil überwog und somit eher von Noisecore gesprochen werden kann, der gefiel. So sah es auch das Publikum, welches sehr angetan war. Während Gitarrist Andreas umstimmte mimte Fronter Manuel dann Lückenfüller, indem er ab und an ein paar Stories `raushaute- ich sag nur Frau und Pferd, den Rest kennt ihr selber ;).

Die noch knapp 40 Leutchen im Saal waren auch fleißig am Nicken und wäre die Musik etwas druckvoller und treibender gewesen, wären sie mit Sicherheit abgegangen – aber so sollte die Musik ja gar nicht sein. Musikalisch und technisch war der Vierer sehr hochwertig und anspruchsvoll; Punkrock mischt sich mit Postcore-Härte (sogar progressive Anleihen waren auszumachen) und hält dabei stringent ein Level.

Rusticate sind definitiv eine ehrliche Liveband, die auch auf das Publikum einzugehen weiß, so warf Carsten einfach seinen Drumstick auf einen Zuhörer, der frecher weise immer in den Ansagpausen tanzte aber dann damit aufhörte sobald es weiterging- der Bezug zum Publik stimmte also auch.

Untermalt wurde das Ganze durch ab und an auftretende progressive Gitarrenwände und einen leicht doomigen Einschlag der Drums; Bassser Dennis schuf einen gelungenen Rhythmusteppich.

Gegen Ende nahmen die Songs dann etwas an Elan zu und bewegten sich von Core mehr in Richtung Punk/ Highschool Rock, so erinnerte mich der Beginn zu „Imoarcial“ etwa an Greenday. Nachdem das Publikum viel Applaus gespendet hatte verließen die vier die Bühne und – es folgten die Indiecorer Coarse Coding aus Osnabrück, die sofort sehr melodievoll und eingängig loslegten und die Leute praktisch sofort zum Tanzen anregten. Zu Beginn waren die Songs etwas langsamer, legten dann aber an Fahrt zu. So wurde ein Song zum Beispiel in der „wahnsinnigen speed- Version“ gespielt – sehr geil!

Die Songs gingen sofort ins Ohr und blieben da auch, man konnte sich ihrer praktisch nicht entziehen. Und es ist nicht einfach, beim Tanzen zu fotografieren 😉

Leicht balladesk, dabei aber doch druckvoll, durchzogen von langsamen und „speedigen“ Elementen mit Wechseln von Scream-Passagen und ruhigen Clean Vocals kamen die Songs total geil rüber.

Gespielt wurde auch viele Stücke vom neuen Album „III“, das ich mir wohl auf jeden Fall besorgen werde. Interessant war auch der Delay-Effekt bei den Ansagen…

Mit „Sunnyboy“ kündigte Fronter Tom dann „das letzte Stück- bevor ihr Zugabe ruft“ an und so war es denn auch. Das Quartett legte noch drei Zugaben hin und beschlossen den Abend so rockig und melodiös mit einer Spur von Melancholie und einigen Ohrwürmern.

Abschließend lässt sich sagen: Es war es geiler Abend mit viel überzeugenden Bands, die es echt in sich hatten und die allesamt, obwohl im Core verwurzelt, Musik machten, die teilweise unterschiedlicher nicht sein konnte. So war für alle was dabei und alle waren zufrieden!

Setlist Proud Addiction:
01 Intro
02 No One’s Happy
03 Boring
04 Summertime
05 Give Up
06 And there we go
07 This Aspiration
08 Burning Letters
——————–
Dammit
Dumbass

Setlist And Embers Rise:
01 Terror Will Reign
02 The Cocoon
03 One Way Street
04 Rose Of Sharyn
05 “Der Neue”
——————-
Powerrangers
I Want Out (Helloween- Cover)

Setlist Rusticate:
01 One personal confession
02 The education thing
03 Intoxicated
04 Reason to help you
05 Emergency exit friendship society
06 Consider all the demons of your past
07 Crimson letters
08 Better give me …
09 Imparcial song
——————-
10 Reinventing Axl Rose (Against me Cover)

Setlist Coarse Coding
01 Monkey Race
02 Indecisive Man
03 Empty Head
04 Moving Out
05 Isofrequencely
06 Spider
07 Fragile
08 100
09 I don’t give up
10 Sunny Boy
——————–
Drift Away
Sweet Misery
Save My Darling

—————————————

Location: GZ Ziegenbrink
Datum: 2006-12-08
Autor: Mandra


Wie hat Dir der Artikel auf metaller.de gefallen?

Coarse Coding aus Osnabrück mit entspannt-melancholischer Stimmung und Partylaune: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne5,00von 5 Punkten, basieren auf 1abgegebenen Stimmen.
Loading...