“Waves Of Visual Decay“ tönt zwar deutlich heftiger und komplexer aus den Boxen als noch das Debüt “Conspiracy In Mind“, aber wieder einmal wurden alle Register gezogen und 7 Exquisite Songs auf CD gebannt. Die Stücke sind wieder alle über 6 Minuten lang und enthalten alle Elemente die man sich von Communic wünscht. Schnelle, trashige Riffs ebenso wie die obergeilen langsamen und atmosphärischen Teile. Wundervoll demonstriert durch „Watching It All Disapear“. Der Gesang von Mastermind Oddleif Stensland lässt einem die ein oder andere Gänsehaut über den Rücken laufen und was die Jungs an ihren Instrumenten drauf haben sollte nicht mehr erwähnt werden müssen. Da stimmt irgendwie alles. Alles? Na gut, ich gebe es zu. Die CD ist schwer zu fassen. Man muss sich Songs wie „Waves Of Visual Decay“ oder „At Dewy Prime“ schon häufiger mal anhören, damit sie hängen bleiben. Aber soll das bei Progplatten nicht genau so sein?Jedenfalls steht fest, das sich Communic mit dieser Scheibe den Weg zum Olymp geebnet haben und sich von ihren „Vätern“ wie Nevermore und Candlemass abgenabelt haben. Es sind diesmal schon eher die Einflüsse der Nachbarn aus Göteborg zu hören. Macht aber nichts, die Platte wird sicherlich, genau wie das Debüt 2005, zu den Platten des Jahres 2006 gerechnet werden. Also Proggies, rein in die Läden und Internetportale und kauft die Scheibe. Wer sich noch nicht sicher ist und reinhören will, dem leg ich mal mit „Froozen Asleep In The Park“, den Hit der Scheibe, wärmstens ans Ohr. Aber eigentlich ist da jeder Song geeignet. Viel Spaß also damit.