Wertung: 7 von 10

Wenn man den Namen Crekko hört, denkt man zuerst allerhöchstens an einen schmackhaften Mischgetreidecräcker von „Nestlé“ oder etwas ähnliches.

Das sich hinter diesem Synonym aber eine durchaus innovative New-Metal Band verbirgt, dürfte erst beim Genuss des Debüts „essence“ mehr als deutlich werden.


Einfache, aber druckvolle Riffs à la „Static-X“ und „godsmack“verfehlen ihre Wirkung nicht und rufen beim Hörer unweigerlich Verwunderung und Verblüffung hervor, wenn anhand des Booklets klar wird, dass die Band nur aus 3 (drei) Recken besteht, die sich anscheinend darauf spezialisiert haben, mit möglichst wenig Aufwand viel zu erreichen. Ein potenter Favourite für alle deutschen Schüler und Studenten quasi. Und erreicht haben sie schon ordentlich viel:

Seit ihrer erst 2(zwei) Jahre zurückliegenden Gründung 2003 können Marco Selter, Klaus Asbach und Philip Wolff schon zwei erste Plätze bei nationalen Contests aufweisen.

Ihre Erstlingsscheibe ist der Beleg, die Quittung und gleichzeitig die Erläuterung ihres Erfolgs: Ihre Songs beginnen stets mit simplen aber gleichzeitig intelligent eingesetzten Licks, die sich in plötzlicher, nicht geahnter Extase erschreckend präzise und „auf-den-Punkt“ entladen, um zum Refrain in ihrer Intensivität weiter anzusteigen. Dass allerdings 6 der 9 Songs im Spektrum von Thrashcore-Brechern wie „All I need“ bis zu epischen Balladen wie „Paras!te“ nach besagtem Schema laufen, ist ein deutliches Minus. Erhebenere Momente auf „essence“ entschädigen diesen kleinen Nachteil: den schon ziemlich ausgereiften „Eternally“, sowie vom eher poppigen „Fallin“ à la „Creed“ wird sich der geneigte Hörer nicht entziehen können.

Reif und entschlossen wirken Creeko auch im Zusammenspiel. Einer hört auf den Andern, alles hört sich an, wie es auch zu sein hat: Eine Einheit, ordentlich nach vorne.

Produziert wurde das ganze von der Band selbst, und das Resultat kann sich durchaus sehen lassen.

Der Wehrmutstropfen ist wohl eher ein typischer: Mangelnde Varietät innerhalb der Songs. So ein Ärger aber auch. Soviel Potential in nur drei Recken, so geil die Fills und Licks in jedem Song, aber nahezu jeder Song ist verschwägert, verbrüdert oder sonst irgendwie blutsverwandt mit den anderen.

Sehr Schade, aber immer noch ein feines, in sich eigenständiges Album von einer Band aus dem selbstdefinierten „crosscore“ Bereich mit Druck, Geschrei, Gesang. Gut. Mehr nicht.

Anspieltipps:

Eternally

Fallin’

Insecure

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen