Hoppla, bereits der erste Song geht gewaltig ins Bombastische. Dies wird auch das ganze Album so bleiben. Die ersten beiden Hördurchläufe stellten für mich dann auch erst einmal eine gewaltige Reizüberflutung dar. Ständig und stetig verändert sich die Musik; Gitarrensoli folgen auf sehr getragene, epische Passagen, nur um dann wieder ins Midtempo hinüberzugleiten. Es braucht schon so einige Durchläufe, bis man sich die Musik erschlossen hat, was ich nicht als negative Kritik verstanden haben will.

Die Band besteht aus durchaus fähigen Musikern und sogar einer Musikerin, die ihre Instrumente allesamt gut spielen können. Auch der Sänger legt eine verdammt gute Leistung hin, auch wenn er für meinen Geschmack schon zu sehr in die Eierkneifer-Gefilde vordringt.

Ich selbst höre normalerweise diese Art der Musik nicht, muss allerdings zugeben, dass es viele Passagen auf „The Stars Of Never Seen“ gibt, die mir wirklich gefallen. Jeder Epic, Power oder Heavy Metal-Maniac wird mit der vorliegenden Scheibe sicherlich einiges anfangen können. Empfehlen kann ich auf jeden Fall das etwas thrashigere „My Anger“ sowie das hymnische folkangehauchte „The Bellman“.

Tracklist:

  • 01. Under Cover of Shadows
  • 02 The Grand Horizon
  • 03 Tides of Fire
  • 04 10,000 Midnights Ago
  • 05 Template of the Empty
  • 06 My Anger
  • 07 The Bellman
  • 08 The Endurance
  • 09 Lifespan