Wertung: 6 von 10

„Der nächste Schritt auf dem Weg nach oben.“

Die noch recht junge, deutsche Band Crusher, welche bereits 2002 mit ihrer Erstveröffentlichung vielerorts positive Kritiken bekam, hat nun ihre zweite Demo-CD heraus gebracht.


Auf ihr enthalten sind drei neue Eigenkompositionen, sowie eine Neuaufnahme von „Bad Civilination“, welches noch ihrem ersten Werk enstammt.

Der erste Song namens „Existence“ hat einen sehr thrashigen Gesamtcharakter mit klischeegetreuem „Dudelriff“, welches durchaus Ohrwurmpotenzial besitzt. Die Selbsteinordnung der Band in den rohen

Trash- bis melodiösem Heavybereich wurde hiermit zumindest bis zur ersten Aussagenhälfte bestätigt. Doch anstatt beim nächsten Titel

„Bioethik“ heaviger zu werden, legt die Band noch einmal an Tempo zu.

Schon das Drumintro zu Beginn lässt mich aufhorchen, doch dann kommt eine Überraschung: die Lyrics sind deutschsprachig! Nach einer kurzen Verwirrung fügt sich diese Tatsache jedoch harmonsich in den Gesamtsong ein und gibt der inhaltlichen Gesellschaftskritik besonderen Nachdruck.

Nicht zuletzt wegen seiner durch Doublebasses unterstrichenen Geschwindigkeit wird dieser Song mein Favorit.

„The Curse of the Unicorn“ kann mich dagegen nicht so überzeugen. Der

midtempo gehaltene und recht lange Song ist tatsächlich eher im Heavy Metal zu Hause, was nicht zuletzt die mehrstimmigen Chorals unterstützen. Jedoch lässt der Sänger während des Refrains ein wenig nach, wenn er sein kratziges Thrashgekreische durch, für ihn teilweise zu hohen, melodiösen Gesang zu ersetzen versucht.

Das Schlusslicht, der erwähnte Bonus-Track „Bad Cicilination“. Der Schlachtruf zu Beginn des Liedes kündigt eine ähnlich spritzige Komposition, wie beim Opener, an; welcher zwischendurch auf Grund einer Art Sprechgesang auch Einordnungen in den New Thrash zulässt und einiges wieder wett machen kann.

Insgesamt kann man an dieser Demo durchaus das Potenzial von Crusher erkennen, welches, wenn sie beim nächsten Mal auf gesangliche Ausflüchte in höhere Sphären á la „Saxon“ verzichten, auf jeen Fall eine Tendenz zu Größerem erkennen lässt.

Wer ebenfalls einmal Probe hören möchte, so ist das auf der Band-Homepage möglich.

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