Wertung: 6 von 10

Zusammen mit den Crushing Caspars haben COR dieses Album eingespielt, das nach „viva la homosapiens“ (2002), „Flüstern und Schreien“ (2003) und „Respekt“ (2004) das Erste auf einem Label veröffentlichte ist.


Der erste Part des Albums, Track 1 – 6, gehört den Crushing Caspars, der zweite Teil COR und für „BSFL“ haben sie sich zusammengesetzt.

Seit dem Frühjahr ´02 sind die vier Rügener von COR mit ihrer Mischung aus Punkrock, Thrashmetal und Hardcore unterwegs, die in der Tat etwas sehr Eigenes hat. Definiert wird sie durch harte Gitarrensounds, einen aggressiven, groovenden Rhythmus und den prägnanten Gesang von Friedemann, der deutliche Ansagen macht und textlich Arsch tritt. Das ergibt eine musikalische Dichte, die mich manchmal fast schon an die alten Sachen von „Type O’Negative“ denken ließ. Natürlich nur fast ;o). Aber „Tötet die aufrechten Menschen“ klingt mir sehr nach „Kill all the white people“. COR geben sich kämpferisch und machen Dampf, mit einer Aggressivität, die manchmal auch durch Langsamkeit erzeugt wird.

Crushing Caspars klingen dagegen etwas hardcore-lastiger, mit rotzigen Sounds, einem punkigen Gesang und durchgängig zügigem Tempo, weniger ausgefeilt und subtil als COR, dafür offensiver vorangehend. Die Caspars rocken sich durch das Album und man hört ihnen an, dass sie Spaß hatten (ich sag nur „Strychnine“ – weniger zur Nachahmung empfohlen, aber lustig). Diese Mischung aus der Ungeschliffenheit der Caspars und der kontrollierten Aggressivität von COR macht das Album so interessant. Und deshalb kommt „BSFL“, auf dem sie gemeinsam ihre Heimat besingen, so gut. Ahoi!

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