Wertung: 7.5 von 10

ctulu-sarkomandWieso mir hier das Zweitwerk „Sarkomand“ aus dem Jahr 2011 vorgelegt wird, wobei die Jungs bereits schon seit 2013 mit einem Nachfolger am Start sind ist mir zwar nicht wirklich klar, aber lassen wir, ungeachtet eventueller Planungspannen, die Rezi-Mühle einfach trotzdem mal anlaufen.

Also kurz zur Einführung: CTULU (und zwar nicht „Cthulhu“, wie die Schreibweise gemäß Lovecrafts Cthulhu-Mythos wäre, wonach aber bereits zahllose andere Bands benannt wurden) bestehen mehr oder weniger aus Konglomeraten der im Jahre 2011 in die Brüche gegangenen LUNAR ECLIPSE. Mittlerweilen ist auch der alte Drummer der (un-)seligen AEBA mit am Start. Der Vierer aus Delmenhorst spielt schnellen und kompromisslosen Black Metal, der allerdings stets mit sehr viel, teils mehrstimmigen Melodien aus den Sechsseitern garniert wird.

Das musikalische Ganze wankt dabei eher zu den schwedischen als zu norwegischen Black Metal Ikonen, was mal eine recht erfreuliche Abwechslung im Veröffentlichungs-Dschungel dieser Tage ist. Die überwiegend schnellen Lieder lassen hin und wieder auch einmal eine thrashige Seite durchschimmern, wobei sie mich ein wenig an die guten alten ATANATOS erinnern (gibt’s die eigentlich noch?). Insgesamt dürfte aber DISSECTION der gemeinsame Nenner der Jungs sein. „Sarkomand“ macht wirklich Spaß, da das von Beginn an eingeschlagene Niveau bis zum Schluss konsequent durchgehalten wird. Die Drums poltern angemessen wuchtig, der hauptamtliche Sänger gibt seine in deutscher Sprache vorgetragenen Litaneien glaubwürdig und verständlich wieder und sogar die seltenen Klargesang-Passagen machen eine passable Figur.

Wenn man jetzt noch nach Gründen zum Meckern suchen würde (abgesehen von dem etwas überflüssigen Akustik-Bonustrack), dann vielleicht, dass es doch noch etwas an Eigenständigkeit oder einzelnen wirklich herausragenden Stücken mangelt. Doch als Gesamtkunstwerk betrachtet kann CTULU auf ihr Zweitwerk „Sarkomand“ schon ordentlich stolz sein!

Tracklist:
1. Arckanum der Tiefen
2. Sarkomand
3. Nachtwind
4. Traumturm
5. Gezeitenstürme
6. Windschreiter
7. Blindes Chaos
8. Mondsucht
9. Nachtwind (Akustik Version 2013, Bonustrack)

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