Die Beherrschung ihrer Instrumente kann man Cynic nicht absprechen, das wissen sie pausenlos, freilich ohne zündende Ideen, zu beweisen. Seelenloses Dahinplätschern mit ganz viel Gefrickel, Gefrickel um des Frickelns Willen. Jegliche Spannung und Innovation (progressive?) bleibt auf der Strecke. Was bei den späten Death (zwei Cynic-Trantüten beflügelten bekanntlich das Interesse an der eigenen Combo mit ihrem Death-Gastspiel) oder Opeth wunderbar funktioniert, wird hier zur Farce.

Bedenkt man das selbstauferlegte Ziel „…expression of emotion…“, können die vier einem schon fast leid tun ob ihrer Gefühllosigkeit. Fehlt der Musik schon jegliches Gefühl, stehen die mit uninspirierten Death-Grunts im Zwiegespräch stehenden, mit Vocoder verzerrten Clean-Vocals dem in nichts nach, sorgen aber immerhin temporär für einen gewissen Unterhaltungswert, mit ihrem irgendwo zwischen robotischer Einschlafhilfe und einem für die Erdinvasion zu harmlosen Marsbewohner oszillierenden Klang. Ganz unverschämt wird es bei der Einbeziehung von Fusion Jazz Einflüssen, welche sie scheinbar ausschließlich aus Notenblättern beziehen.

Das angeblich total abgefahrene Muckermaterial für anspruchsvolle Ohren, ist letztendlich doch nur Haferklatsch mit Anlauf für pseudo-intellektuelle Sudoku-Rätsler.

Tracklist:

  • 01. Veil Of Maya
  • 02. Celestial Voyage
  • 03. The Eagle Nature
  • 04. Sentiment
  • 05. I’m But A Wave To…
  • 06. Uroboric Forms
  • 07. Textures
  • 08. How Could I