Doch diese Stücke haben es in sich. Mit einer Laufzeit von jeweils über 20 Minuten schuf man ein Konzeptalbum, welches sich thematisch mit dem Untergang des „realen Atlantis“ beschäftigt. Gemeint ist die antike griechische Stadt Helike, die im Jahre 373 v. Chr. durch ein Erdbeben erst teils und mit der Zeit vollständig versank. Alles in allem also ein Stoff, aus dem sich hervorragend ein Konzeptalbum erstellen lässt.

Musikalisch wird hier alles aufgeboten, was der 70ties-Prog-Rock zu bieten hatte. Neben typischen Rockinstrumenten kommen auch immer wieder kleine klassische Elemente hinzu. Auch der Gebrauch eines nicht selten verwendeten Melotrons ist bezeichnend. Vorbilder der Norweger sind nicht nur im vollmundigen Begleitschreiben klar erkennbar. So sind die ruhigeren Passagen, die über die ganze Spielzeit verteilt sind schon im Stile der Heroen von Genesis zu „Trespass“-Zeiten gehalten. Ab und an blitzt gerade in den durch starke Atmosphäre geprägten Teilen eine Hommage an Pink Floyd durch.

Gerade im zweiten Stück geht es dann richtig zur Sache. Spätestens dann, wenn mehrstimmig das vom Himmel fallende „Fire“ ertönt, werden das Tempo und der Härtegrad deutlich angezogen, was leicht, aber nie ganz so brilliant an King Crimsons Debüt erinnert. Diese Härte hält aber nie an. Schon kurze Zeit später erlebt man wieder einen dieser Pink Floyd-artigen Momente, der in einen tollen Bluespart überwechselt.

Zusammengefasst sicherlich kein schlechtes Album, was aber die ganz großen Höhen etwas vermissen lässt. Für Fans der Band aber ein Muss und für Fans der Musikrichtung ein Ohr wert.

Tracklist:

  • 01. Part I
  • 02. Part II