Wertung: 5 von 10

Die israelische Band Dagor Dagorath veröffentlicht mit „Yetzer Ha’Ra“ ihr Debütalbum. Sie spielen symphonischen Black Metal in der Tradition von Dimmu Borgir.


Dagor Dagorath ist ein, der Tolkienwelt entnommener, Ausdruck in der Sprache der Grauelben (Sindarin), die an das Walisische angelehnt ist und bedeutet „Schlacht der Schlachten“. Mit „Dagor Dagorath“ ist aber nicht die Endschlacht um Mittelerde gemeint, sondern die Schlacht nach der Rückkehr der Elben nach Valinor und nach der Niederwerfung Morgoths. Entsprechend diesem Fantasy-Hintergrund drehen sich die Themen der Musik um Kampf, heidnische Mystik, Fantasy. Umgesetzt wird dies hauptsächlich von Vorog (Rhythmus Gitarre, Lead Vocals), Getman Azach (Synthesiser, Background Vocals), Mizgir (Bass), Larion (Background Vocals) in teilweise symphonisch bombastisch-anmutenden Arrangements. Hierbei entsteht Black Metal mit Pagan-Einschlag. Die Black Metal-Vocals von Vorog werden hierbei teilweise vom weiblichen Klargesang von Larion untermalt, was aber leider oft mangelhaft umgesetzt ist, da ihre tonale Treffsicherheit zu wünschen übrig lässt, was den Stücken dann einen amateurhaften Touch verleiht.

Insgesamt kommt mir die Debütscheibe ein bisschen vor, als ob sich die Band zu viel vorgenommen hätte, so verkommen interessante musikalische Ideen, in einem dünnen symphonischen Synthie-Theater, zur Mittelmäßigkeit. Nein, nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut. So fehlen mir die Highlights, die Stücke sind von der Machart her ähnlich und auch von der Stimmung her kann mich die Scheibe einfach nicht mitreißen. Trotzdem sehe ich für die Band allerlei Entwicklungsmöglichkeiten – dafür wäre es schön, wenn sie die durchaus vorhandenen musikalischen Ideen ausarbeiten und nicht im symphonischen Einheitsbrei untergehen lassen würden.

Meine Anspielempfehlung ist Nr. 3. „Heaven In Hell“, weil hier die Band ihre gesamte Bandbreite an musikalischem und symphonischen Sounds präsentiert, die weibliche Gesangsuntermalung im Gegensatz zu anderen Stücken ganz gelungen ist und die Leadvocals zwischendurch einen Death Metal artigen Einschlag haben.

Insgesamt ist Dagor Dagorath mit „Yetzer Ha’Ra“ ein Debüt gelungen, in das Fans des symphonischen Metal einmal reinhören sollten. Auch lohnt es sich, die Band im Auge zu behalten.

Trackliste

  • 1. The Hell In Heaven
  • 2. The Devil On The Chain
  • 3. Heaven In Hell
  • 4. The Maze Of Madness
  • 5. Vicious Circle
  • 6. The Call
  • 7. Wind Cry

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