Das Wave-Gotik-Treffen (WGT) findet seit 1992 jedes Jahr am Pfingstwochenende in Leipzig statt und lädt Tausende Schwarzen Seelen, Anhänger von Elektro, Neofolk sowie BDSM- und Fetischanhängern ein. Auch Punks, Metaller sowie Interessenten der Mittelalterszene und weitere finden sich hier jährlich und aus der ganzen Welt ein.

Die Geschichte des Wave-Gotik-Treffen

Das Wave-Gothic-Treffen wurde zum ersten Mal offiziell im Jahr 1992 im heutigen „Conne Island“ in Leipzig veranstaltet. Schon damals kamen etwa 1.500 Anhänger der Schwarzen Szene. In den Jahren darauf wuchs das Wave-Gothic-Treffen immer mehr: Mehr Besucher und auch zahlreiche Bands traten auf, auch das Programm wurde um zahlreiche Punkte, wie Vorlesungen und Kinoprogramm, erweitert. Doch im Jahr 2000 drohte beinahe das Aus für das beliebte Festival. Der Betreiber ging Bankrott, doch wurde die Leitung im Jahr darauf von jemand Neuem übernommen. Auch der Name wurde in Wave-Gotik-Treffen umgeändert, denn längst waren hier nicht mehr nur Gothics zu sehen. Seit 2001 wird das Festival von der Stadt Leipzig auch offiziell unterstützt und auch in Touristenführern erwähnt. Mehr als 20.000 Besucher kommen jedes Jahr nach Leipzig, um Gleichgesinnte zu treffen.

Aktivitäten am Wave-Gotik-Treffen

Die Besonderheit des Festivals liegt darin, dass das WGT nicht nur an einem Platz stattfindet, sondern in der ganzen Stadt Leipzig. Das WGT besteht nicht nur aus Konzerten, sondern aus verschiedenen Kulturprogrammen, die in den vier Tagen des Festivals stattfinden. Hauptzentrum der Veranstaltung ist das Agra-Messegelände, ehemals ein Messepark. Hier befinden sich mehrere Hallen, die für große Konzerte und Szenenmessen benutzt werden. In den restlichen Hallen finden abends Discoveranstaltungen mit bekannten DJs statt. Jedes Jahr wird hinter den Hallen das „Heidnische Dorf“ aufgebaut, eine Art Mittelaltermarkt, auf dem Mittelalter-Fans auf ihre Kosten kommen. Auf dem Messegelände gibt es zudem einen Zeltplatz, auf dem Gäste ihre Zelte aufschlagen und übernachten können. Im Cine Star, einem Kino, finden Autogrammstunden und Vorlesungen statt.

Auch werden hier Kinofilme und DVDs von Bandauftritten abgespielt. Im Clara-Zetkin-Park werden nicht nur Open-Air-Veranstaltungen auf der Parkbühne veranstaltet, sondern auch das viktorianische Picknick findet im Park statt. In der alten Befestigungsanlage „Moritzbastei“ gibt es einen großen Mittelaltermarkt „Wonnemond“ sowie „Tonnengewölbe“. Zudem werden hier kleinere Konzerte und Tanzflächen geboten. Auch öffnen zahlreiche Museen in der ganzen Stadt mit interessanten Themen und die Oper ihre Pforten für die Besucher des Festivals. Neben dem Szenengottesdienst in der Peterskirche kann auch eine Friedhofsbesichtigung oder eine andere Führung auf der Tagesordnung stehen. Über 40 Veranstaltungsorte werden für dieses einzigartige Festspiel zur Verfügung gestellt. Fast mehr als 200 Bands treten jedes Jahr auf dem WTF auf. Welche Bands kommen, kann auf der offiziellen Seite des Betreibers eingesehen werden. So sind oftmals bekannte Bands aus der Gothic Szene, wie klassischer Wave, EBM und Elektro sowie mittelalterliche und klassische Bands vertreten.

Übernachtung und Anreise

Die Besucher des WGT können in Pensionen, Hotels und auch auf dem Agrar-Zeltplatz übernachten. Zudem bieten einige Leipziger an diesen besonderen Tagen Zimmer an. Es wird empfohlen bereits einen Tag vor den Festlichkeiten anzureisen und vor allem frühzeitig Zimmer zu buchen, denn meist sind diese schon recht früh ausgebucht. Angereist werden kann mit dem Bus oder Bahn. Die Straßenbahn und das öffentliche Verkehrsnetz sind während der Dauer der Veranstaltung für die Besucher mit Eintrittskarte kostenlos.

Tickets

Die Tickets erhält man offiziell auf der Seite des Betreibers oder auch an verschiedenen Verkaufsstellen in der Stadt Leipzig. Erwerben kann man dies während der Festlichkeiten oder auch davor schon. Zu beachten gibt es allerdings, dass Eintrittskarten verkauft werden, die den Zutritt zu den Veranstaltungen und auch Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln möglich machen. Wer allerdings auf dem Zeltplatz campieren möchte, benötigt eine Obsorgekarte zusätzlich. Nach Entwertung der Eintrittskarte erhält man ein Armbändchen, in zwei verschiedenen Farben, das zum Betreten der Veranstaltungen sowie des Zeltplatzes nötig ist. Wer nur einzelne Veranstaltungen, wie ein Konzert besuchen möchte, kann dies nur tun, wenn er die Eintrittskarte für das ganze Festival kauft. Außer für das „Heidnische Dorf“ kann kein Ticket einzeln erworben werden

Das diesjährige Wave-Gotik-Treffen findet vom 25. bis 28. Mai 2012 statt. Schon über 100 Künstler haben bestätigt, dabei zu sein. Als Programmhighlights dieses Jahr gelten Theateraufführungen, Rollenspiele, Besichtigungen und das in über mehr als 40 Veranstaltungsorten in der ganzen Stadt verteilt. Vor allem soll es dieses Jahr wieder vermehrt klassische Musik geben.

Mittlerweile feierte das Wave-Gotik-Treffen sein 20-jähriges Jubiläum und es erinnert an ein Familientreffen der schwarzen Seelen. Hier, an diesen 4 Tagen, an denen das besondere und einmalige Festival stattfindet, sind nicht nur Schwarze Seelen, sondern auch alle, die sich gerne schrill und mittelalterlich kleiden anzutreffen. Wer gerne in eine andere, fremde Welt eintaucht, ist am Pfingstwochenende in Leipzig genau richtig.

M’era Luna Festival

Das seit dem Jahre 2000 bestehende M’era Luna Festival ist ein Musikfestival, das jedes Jahr im August für zwei Tage auf dem Flugplatz in Hildesheim stattfindet und neben dem Wave-Gothic-Treffen in Leipzig zu den bekanntesten und beliebtesten Veranstaltungen der Schwarzen Szene gehört.

Jedes Jahr pilgern über 20.000 Menschen nach Hildesheim, um dem Festival, das zu den größen Europas gehört, beizuwohnen. 2010 brach das Festival mit über 24.000 Besuchern den Besucherrekord. Veranstaltet wird es von der Firma FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH in Kooperation mit der Musikzeitschrift Sonic Seducer. Nachdem in den Jahren zuvor das Zillo-Festival auf dem Flughafengelände stattfand, bis Zillo und der Veranstalter sich schließlich voneinander trennten, rief dieser im Jahre 2000 das M’era Luna Festival ins Leben, das nun jedes Jahr dort stattfindet.

Tagsüber spielen auf zwei Bühnen verschiedene Bands der Genres Gothic, Elektro (EBM), Synth- und Alternative-Rock, Mittelalter-Rock und Metal. Nachts findet für die Besucher ein Disko-Programm statt. Die Grünflächen des Flughafengeländes dienen den Besuchern als Camping- und Zeltplatz.

Beim ersten M’era Luna Festival, das am 12. und 13. August 2000 stattfand, spielten unter anderem Bands wie L’âme Immortelle, HIM, The 69 Eyes, Letzte Instanz, Estampie, Diary of Dreams, Fields of the Nephilim, And One, Aenima, Funker Vogt, Illuminate, Anathema, Evils Toy, Lithium, The Sisters of Mercy, Phillip Boa & The Vodooclub, Haggard, Anne Clark, Marc Almond, Oomph!, Velvet Acid Christ, Project Pitchfork, VNV Nation usw.

In den Jahren darauf folgten die Bands Blutengel, Placebo, Unheilig, Subway to Sally, Terminal Choice, After Forever, Zeraphine, Therion, Within Temptation, Nightwish, In Extremo, Lacrimosa, Wolfsheim, Umbra et Imago, Combichrist, Negative, Apoptygma Berzerk, Cultus Ferox, Deine Lakaien, ASP, Moonspell, Schelmish, The Prodigy, Skinny Puppy, Qntal, Leaves’ Eyes, Equilibrium u.v.a.

Für das Jahr 2012 haben sich bereits die Bands Welle: Erdball, Eisbrecher, In Extremo, KMFDM, Schandmaul, Diary Of Dreams, Placebo, Rotersand, Lacrimas Profundere, Subway to Sally, Letzte Instanz, Suicide Commando und einige andere angekündigt.

Beim M’era Luna Festival 2011 fanden neben den Bandauftritten zum ersten Mal Lesungen bekannter Autoren statt. Mit dabei waren Markus Heitz („Die Zwerge“, „Ulldart: Die Dunkle Zeit“, „Die Legenden der Albae“), Christoph Hardebusch („Die Trolle“, „Sturmwelten“) und Christian von Aster („StirnhirnhinterZimmer“, „Apocalypse Au Chocolat“, „Der letzte Schattenschnitzer“). Auch für 2012 sind wieder solche Lesungen geplant.

Neben der großen Bühneshow gab es in den letzten Jahren unter anderem auch die „Gothic Fashion Show“, in der extravagante Kleidung vorgestellt wurde, und den „M’era Luna Newcomer Wettbewerb“. Dem Gewinner winkt eine offizielle Vorstellung im Zillo-Magazin und die Veröffentlichung eines Songs in der Oktober-Ausgabe des Zillo-Magazins. Voraussetzung: man steht bei keinem Label unter Vertrag, man sendet ein aktuelles Livevideo ein, das die Band bei der Performance zeigt, und man spielt ausschließlich eigene Songs. Eine ausgewählte Jury wird über die Top5 abstimmen, die dann auf der Webseite des M’era Luna Festivals zur Abstimmung veröffentlicht werden.

Über die Webseite des M’era Luna Festivals können im Voraus Tickets gekauft werden. Die Tickets kosten 79,00 Euro. Darin enthalten sind sämtliche Auftritte der zweitätigen Shows, das Campen (Zelte und Wohnwagen/Wohnmobile sind gleichermaßen erlaubt) und 5,00 Euro Müllpfand. Außerdem befinden sich auf dem gesamten Gelände mehrere kleine „Supermärkte“, in denen man neben Getränken und Nahrungsmitteln auch Dinge wie Hygieneartikel ergattern kann.

Amphi Gothic Festival

Vor Jahren noch ein Gedanke, ist er nun seit langem lebendig geworden und seine Flügel schweben rauschend über das endlose Meer von Köpfen hin. Einst über die Menschentraube des Amphitheaters und nun über die Masse derer, die sich auf dem Gelände des Kölner Tanzbrunnen befinden.

Ein großes Ereignis wirft seine schwarzen Schatten voraus. Erneut herbei gesehnt wie schon vor Jahren immer wieder, kündigt sich das heiß geliebte Amphi Gothic Festival am 21.-22.07 2012 auf dem Areal Tanzbrunnen Köln an.

Was macht die Gothic Szene so geheimnisvoll, so faszinierend interessant? Es ist ihr Erscheinungsbild. Sie malen schwarz. Sie malen Bilder aus anderen Welten. Toleranz und Friedfertigkeit sind ihre Motive. Wir lassen uns gerne von ihrem Credo bezaubern. Nur Menschen ohne Fantasie mögen solche Kreativität nicht.

Nicht nur Akteure sind hier die anerkannten Stars. Nein, auch das Publikum ist, was man hier auf diesem “ geweihtem Orte “ überall bewundern kann. Eine fesselde Robe wird von Menschen getragen, die tief unter ihrer Haut genau solch fesselnde Philosophie bergen. Schwarz ist der Gegenpol auf dieser Welt, der ihnen Halt gibt. die Farbe Schwarz, in sich ruhend, fest und unerschütterlich ruft sie auf. Diese Farbe rundet das blitzende Hell ab. Gibt der Erde ihr Gleichgewicht zurück. Und gleiche Ansichten spiegeln sich wider und legen den Gleichgesinnten allen einen Hauch von Frieden, Langmütigkeit und erstaunliche Überlegenheit auf ihre Gesichter. Man möchte glauben, sie grüßen aus einem goldenen Jenseits heraus, in welchem es keine Hast und keinen Stress mehr gibt, sondern eine erstrebenswerte Harmonie regiert. Vieles, so denkt sich der Gast sicher im Geheimen, vieles wäre anders, wenn solch ein Regime die Macht auf diesen, unseren Planeten zu ergreifen, in der Lage wäre.

Und auch das Mittelalterliche Fluidum trägt auf zauberhafte Weise dazu bei, für eine Zeitlang die Gegenwart vergessen zu lassen.

Und wenn dann die Konzerte beginnen, die schwarze Szene inne hält, um neue Kraft zu schöpfen, dann scheint es, als wenn der schwarze Gott der Herzen seine Hand über sie hält. Er schwingt den Taktstock über sie, bis in ihre Sphäre der Unendlichkeit hinein. Ein Bann legt sich über alles. Ein Bann der Faszination. Zieht sie an und zieht hinab in andre Reiche, die zu entdecken, vielleicht die Sehnsucht eines jeden Menschen einmal ist.

Gehen wir weiter hin, auf dem Gelände des Kölner Tanzbrunnen. Schöne Urlausinseln rufen an lauschigen Orten zur Erholung auf. Das ist der Sinn auf diesem naturbelassenen Festsaal. Das Herz wird aufgerufen, zu verweilen. Hier spricht die Gegenwart ganz neue Worte. Ein sinnliches, exotisches Echo wird vernommen, was Lust zum Entdecken macht. Man begibt sich auf die Suche, um sein Idol zu finden. Die Welt in Harmonie liegt versteckt in den Ecken.

Und die Kinder finden ihr Paradies auf einer großen Spielwiese. Auf geschickte Weise werden die Gothic Kinder in ihre schwarze, ruhige Welt hinein geführt. Miteinander spielen, Streit vermeiden, singen und lachen … wahrhaftig paradiesische Muster bei der Kindererziehung. Und die Kleinen haben ihre Wickelräume und Heißwasserstellen, damit das Fläschchen in Ruhe getrunken werden kann.

Eine Reihe Händler ruft uns auf den Wegen zu. Ganz wie im Mittelalter halten sie ihre Ware feil. Geschätzt und begehrt sind sie, die Boten der zum Teil recht antik anzusehenden, ausgewählten Auslagen. Aber auch der ganz einfach knurrende, hungrige Magen kommt auf sein Recht. Es dampft recht lecker hier und da aus einer manchen Bratpfanne heraus und verlockt, was Wunder zum Verweilen und Essen auf. Die kauflustigen Gäste haben ja Zeit, einen ganzen Tag lang. Ehe sie in Scharen weiter ziehen, hier im Lande der unbegrenzten, lockenden regen Fantasie.

An anderem Orte müssen sie wieder inne halten. Lesungen runden das riesige Programm auf geschmackvolle Art kulturell ab. Autoren erzählen über ihre Protagonisten. Sie kommen aus schillernder Vergangenheit oder geheimnisvoll werdender Zukunft. Alles ist möglich. Das Herz darf träumen. Das hat es nötig, in unsrer schreienden Zeit.

Und der Abend wird zur Krönung. Musik erschallt wie aus Engelsposaunen geblasen. Das Meer der Menschen singt und tanzt mit ihren Sängern auf den Bühnen mit, wie all die Jahre vorher auch. Man schätzt die familiäre Athmosphäre beim Amphi Gotic Festival. Sie treffen sich noch live an ihren großen Tagen. Welch fernschriftlich geführter Chat kann da noch mithalten?

So wird der Tanzbrunnen in Köln zu einem großen Wundergarten inmitten Deutschlands am schönen Ufer des Rheins. Er bürgt schon immer für zauberhafte Ereignisse, dieser Fluss. Wen wunderts, dass er auch hier, bei diesem großartigen Geschehen gerne Pate steht.

Die Entwicklung der Gothic-Kultur

Wer einen Blick in die Gothic-Szene wirft, wird oberflächlich auf schwarze Kleidung, düstere und geschminkte Gesichter, melancholische Musik treffen. Doch hinter dem Begriff „Gothic“ steht wesentlich mehr.

Gothic ist eine kulturelle Richtung, die sich hauptsächlich in den Achtzigern und Neunzigern gefestigt hat. Sie ging aus Bewegungen wie Punk und New Wave hervor. Bald bildete sich die Dark-Wave-Szene und die sogenannte „schwarze Szene“, deren Anhänger sich durch schwarze Kleidung und düstere Lebensansichten ausdrückten. Der Tod und die Vergänglichkeit bildeten eines der wichtigsten Interessen und Merkmale, aus deren Gedankentiefen sich die Selbstdarstellung eines Gothic-Anhänger prägt. Bis heute hat sich die Gothic-Szene allerdings in ihrem Erscheinungsbild stark verändert und offenbart vielfältige Varianten an Auftreten, Ansichten und Musikgeschmack.

Gothic ist in erster Linie die eigene Inszenierung, die Darstellung der Gedankentiefen, die von innen nach außen gekehrt werden und Ausdruck in Kleidung, Schminke, Musikrichtung und Auftreten finden. Gothic leitet sich von dem Wort „gotisch“ ab, bedeutet „düster“, hat nichts mit der Epoche der Gotik zu tun, sondern wurde durch einen zunächst vorwiegend in England entstehenden Musikstil geprägt, der sich durch dunkle Stimmungsklänge auszeichnete und das Blut zum Gefrieren brachte. Bald breitete sich „Gothic“ auch über die Grenzen Englands hinaus aus, fand Anhänger in Amerika, Deutschland und anderen Ländern. Gerade durch das Internet ist es mittlerweile einfacher, die Interessen und Musikgeschmäcker zu teilen. Plattformen wie „Youtube“ oder „Myspace“ waren dabei nicht unwichtig.

Ein Anhänger der Gothic-Szene ist keineswegs depressiv, eher introvertiert und unnahbar. Unter Gothic-Leuten geht es immer friedlich zu. Das Auftreten ist dabei auch eine Kritik an der Oberflächlichkeit gesellschaftlicher Moden und Normen, die mittels übertriebener Darstellung an Kleidung und Stil in Frage gestellt und in ihren Grundmauern gesprengt werden sollen. Ein Schrei gegen das Konservative, den Konsum, die Intoleranz, die sich gerade im Nichtverständnis für die Szene ausdrückt, muss notgedrungen als eine Demonstration gegen die Gesellschaft gelten und soll die Distanz auch offen zur Schau stellen.

Da die eigene Sichtweise nach außen gekehrt wird, gibt es kaum eine typische Lebenseinstellung oder Gleichheit unter den Gothic-Anhängern, die lediglich durch Missverständnis Beurteilungen wie „weltfremd, schwarz und depressiv“ finden und damit in eine Schublade gesteckt werden. Gothic-Anhänger sind sehr individuell, haben verschiedene philosophische, politische oder religiöse Ansichten, teilen höchstens die Farbe oder den Musikgeschmack miteinander. Jeder ist bedacht darauf, dass Leben nach eigenen Erkenntnissen zu bestimmen.

Dass diese Form an Sinnsuche auch einen Rückzug von der Welt erfordert, zumindest, bis sich einige der Fragen geklärt haben, ist darum nicht verwunderlich. Einsamkeit ermöglicht Besinnung. Traurigkeit, Tod, Leid sind gleichberechtigte Attribute der Gedanken wie Frieden und das Leben an sich. All diese Dinge sind eng miteinander verknüpft und werden daher nicht verdrängt oder abgelehnt, wie es in der westlichen Gesellschaft häufig der Fall ist. Im Gegenteil wird sich mit diesen Themen ausführlich auseinandergesetzt, sowohl ironisch als auch im ernsten Sinne. Ebenso sind die Wiedergeburt, die Vergänglichkeit, der Sinn des Seins immer wieder Hinterfragungen, die sich der Gothic-Anhänger stellt.

Daher ist Gothic also keine Bewegung des Todes oder eine Welt düsterer Schatten. Mystik und Okkultismus sind weitere Interessen der Gothic-Kultur, gleichfalls vergangene Epochen und die daraus hervorgegangene Kunst und Literatur. Große Einflüsse waren hier die „Schwarze Romantik“, Schauerromane und Gothic-Novellen.

Friedhöfe waren in den Anfangszeiten gerne und häufig aufgesuchte Plätze des Zusammentreffens, werden aber mittlerweile auch gemieden und als zu alltäglich empfunden. Das Interesse an solchen Orten war nicht nur der Tod, sondern auch häufig die Bewunderung für alte Grabstätten.

Eine wesentliche Rolle in der Gothic-Szene spielt natürlich die Musik. Festivals, Partys, jährliche Treffen, Events, spezielle Läden und Clubs für „Gothic“ bieten den Anhängern die Möglichkeit, über die Musik innere Gefühle auszuleben, wobei sowohl das Hören als auch Tanzen gelebt wird. Veranstaltungen wie das „Bizarre-Festival“ oder das „M‘era Luna“ sind dabei auch Treffen von unterschiedlichen Szenen und Bewegungen. „Gothic“ ermöglicht das Herauslassen von Wut, Trauer, Ängste, ist auch Fluchtmöglichkeit oder Verinnerlichen bestimmter geistiger oder emotionaler Zustände.
Gothic bildete sich aus „Gothic-Punk“ und „Gothic-Rock“. „Cold- oder Dark-Wave“, „Post-Punk“, „Ethereal“, „Neoklassik“ oder „Death-Rock“ sind bevorzugte Musikrichtungen.

Getanzt wird zumeist für sich und alleine. Während der Entwicklung der Gothic-Kultur war „Pogo“ verbreitet, ein Tanzstil, der der Punk-Szene entsprang. Gruftis prägten dann ihren ganz eigenen Stil und „Totengräbertanz“. Auch einfaches Stehen ist Tanz und wird von düsteren Klängen inspiriert, als ein Selbstversunkensein und In-sich-Hineinkriechen. Das Tanzen ist daher also nicht immer reine Bewegung, gleichfalls haben Melodie und Takt eine nebensächliche Bedeutung.

Ein weiteres Merkmal ist das aufwendige Styling, welches sowohl Ausdruck der inneren Einstellung als auch der Zugehörigkeit ist. Die zentrale Farbe ist natürlich Schwarz, da sie das Ernste, Nachdenkliche, Okkultische verkörpert. Daneben spielen auch Blau- und Lila-Töne, dunkles Bordeauxrot und Weiß eine wichtige, akzentuierende Rolle. Da Gothic dem Punk entspringt, ähnelt der Kleidungsstil dieser Bewegung. Löcher und Risse, Netzstrumpfhosen oder Rüschenhemden sind sehr beliebt, gleichfalls geht es auch aufwendiger und für die Kleidung wird Samt, Seide, Satin und Leder benutzt. Ferner sind die Frisuren ganz „Punk“, werden hochgekämmt, zum Irokesenschnitt gestaltet, aber auch rasiert, toupiert, aufwendig frisiert, mit viel Haarspray versehen und in verschiedenen Strähnen gefärbt. Hier drückt sich die Ablehnung gegen gesellschaftliche Richtlinien aus, das Hässliche wird hervorgekehrt und mit Glamour verbunden. Eine Kombination von Glanz, Eleganz, Hässlichkeit, Jugendstil, Rokoko, Zerstörung und Verfall bildet häufig einen Effekt des Edlen mit einem bewussten Schimmer des Todes und grenzt sich damit vom eigentlichen Erscheinungsbild der Punk-Richtung ab. Zudem werden, um Leichenblässe oder Porzellan zu imitieren, die Gesichter häufig sehr blass geschminkt und mit dunklen Akzentuierungen um die Augen hervorgehoben.

Die Gothic-Szene lässt sich in verschiedene Typen einteilen. Es gibt den Batcaver, den Grufti, Schwarz- oder Endzeitromantiker. Diese unterscheiden sich dann nach Musikgeschmack und Kleidung. Bezeichnend für Gothic ist auch das Alter der Anhänger. Gothic wird nicht nur in der Jugend gelebt, sondern ist eine Grundlebenseinstellung und wird auch häufig noch in reiferen Jahren beibehalten.

Gothic hat wenig mit Religion zu tun. Natürlich ist das Interesse an religiösen Richtungen vorhanden, dennoch bedarf es keines Glaubens, um „Gothic“ zu sein. Ganz im Gegenteil gibt es etliche Atheisten, die die Kirche und Entwicklung religiöser Richtungen ablehnen und für verfehlt halten. Vielmehr wird der Ursprung der Religionen hinterfragt: Was ist Glaube? Woran kann man glauben? Woraus ist der Glaube entstanden? Wie drückt er sich aus?

Satanismus ist in der Gothic-Szene eher unbeliebt, die meisten Anhänger distanzieren sich davon, da sie ein anderes Lebensgefühl verkörpern. Durch die schwarz düstere Bekleidung kommt allerdings häufig das Vorurteil auf, Gothic-Leute wären Satanisten. Natürlich gibt es seit den Achtzigern in der Grufti-Szene Menschen, die sich mit dem Thema beschäftigen, allerdings geht es hier eher um Nihilismus und Tod.

Auch Schmuck und Symbole haben in der Gothic-Szene ihren Platz. Okkulte Zeichen wie das Pentagramm werden besonders gerne gegen die Vorurteile vermehrt zur Provokation getragen. Schmuck aus Silber oder Titan, Piercings, Ketten, die auch quer über das Gesicht reichen, vom Ohr zum Mund, sind ebenfalls Ausdruck von Gothic.

Events, die das Herz eines Gothics berühren

Die schwarze Szene (oder auch Gothic-Szene) ist bekannt für ihre außerordentliche Liebe zur Musik und zu allem, was das ausgefallene Styling angeht. Viele Gothic-Festivals kombinieren diese beiden Anliegen. Da ist also auf der einen Seite das große musikalische Angebot, auf der anderen Seite stehen Stände, Händler- und Flaniermeilen. Hier geht es um „Sehen und gesehen werden“, die neusten Styling-Ideen, Fetisch-Mode, Models und schöne Fotos. Für Fotografen sind Gothic-Festivals ein Paradies, was die Motive angeht. Schriller, ausgefallener, morbider geht es kaum. Die Gothics legen viel wert auf ihr Äußeres. Aber auch jene, die tatsächlich nur wegen der Musik auf Gothic-Festivals gehen, sollen hier Erwähnung finden. Meist ist das Repertoire auf den Festivals sehr vielseitig.

Von Gothic-Rock über Elektro, Industrial, Punk bis hin zu mittelalterlicher Musik ist dort die komplette Bandbreite zu finden.

Das größte und bekannteste Gothic-Festival ist das Wave-Gotik-Treffen (kurz: WGT) in Leipzig. Jedes Jahr strömen an Pfingsten tausende von Besuchern in die Stadt, um hunderte von Bands und Künstlern zu sehen. Seit 1992 steht das Festival in den Terminkalendern der Gothic-Fans und darf in deren Veranstaltungskalendern nicht fehlen. An den fünf Veranstaltungstagen ist Leipzig schwarz und selbst die Einwohner stellen sich darauf ein. Viele bieten zu dieser Zeit Privatunterkünfte für die Gäste an, die mittlerweile aus der ganzen Welt anreisen.

Das Programm ist sehr vielfältig. Neben Konzerten werden auch Filme vorgeführt, Lesungen angeboten, Mittelaltermärkte organisiert. Die örtlichen Museen bieten passende Ausstellungen an, es sind Live-Rollenspiele geplant und vieles mehr.
Im Gegensatz zu anderen Festivals gibt es hier nicht nur ein Veranstaltungsort, sondern die Bühnen sind in der ganzen Stadt verteilt (zum Beispiel AGRA-Gelände, Moritzbastei, Torhaus Dölitz, Parkbühne, Cine Star und viele andere.) Ein großer Campingplatz ist ebenfalls auf dem AGRA-Gelände zu finden.

Flanieren und Schaulaufen und einfach nur „zuschauen“ ist beim WGT inklusive. Die auftretenden Künstler umfassen das gesamte Spektrum der Gothic Musik. Hier feiern und tanzen Punks neben Cybergoths und Mittelalter-Fans neben Elektro- und Neofolk-Anhängern. Die Besucherzahlen liegen inzwischen bei über 20.000.

Aber es gibt noch viele andere musikalische Gelegenheiten (Festivals und Open Airs), die speziell auf die Gothic-Szene ausgerichtet sind.

Als nächstes soll hier das M´era Luna Festival erwähnt werden, das neben dem Leipziger WGT als eines der größten Gothic-Festivals gilt.

Jedes Jahr im August findet das M´era Luna Festival auf dem Flugplatz in Hildesheim-Drispenstedt statt. Im Jahr 2000 wurde es zum ersten Mal ausgerichtet, inzwischen liegen die Besucherzahlen bei etwa 23.000 Personen. Veranstalter ist die Hamburger Firma FKP Scorpio Konzertproduktionen, das auch Festivals wie das Southside organisiert. An zwei Tagen spielen Bands verschiedenster Genres auf einer Open Air Bühne und im angrenzenden Flugzeug-Hangar. Nachts ist Disko-Betrieb mit wechselnden DJs im Hangar.

Dass die Szene viel Wert auf Styling und Mode legt, wird auch auf diesem Festival deutlich. Die Händlermeile ist groß – von der gewöhnlichen Musik-CD bis hin zu individuell gefertigten Vampirzähnen erhält der Gothic Fan hier alles, was man sich nur vorstellen kann. 2010 wurde hier sogar erstmals eine festivaleigene Modenschau mit Designern der Szene gezeigt, die so erfolgreich war, dass sie 2011 fortgesetzt wurde. Korsagen, Lack und Leder, viel Haut, Tattoos, Piercings sind nur einige Schlagworte, die man in diesem Zusammenhang nennen kann.

Das Amphi Festival in Köln hat seine Wurzeln im Jahr 2005. Damals wurde es im Amphitheater in Gelsenkirchen ausgerichtet. Der Veranstaltungsort wurde geändert, der Name blieb. Heute feiern die Gothic Fans ihre Lieblingsbands beim Kölner Tanzbrunnen auf der überdachten Open Air Bühne. Auch dieses Festival ist zweitägig und findet im Juli statt. Für 2012 konnte die Szenegröße „Sisters of Mercy“ für einen Auftritt verpflichtet werden.

Ein Indoor-Festival, das in der Szene inzwischen sehr bekannt und beliebt ist, ist das süddeutsche Darkdance-Treffen in Lahr. Zu jedem Event der Veranstaltungsreihe, ausgerichtet in der Diskothek „Universal Dog“ kommen inzwischen etwa 2000 Besucher. Das Festival startete im Jahr 2000 als reine Diskotheken-Veranstaltung mit wechselnden DJs und verschiedenen Floors. Seit 2004 treten nun aber auch dort Live-Bands auf. Der Fokus wurde zunächst auf Newcomer Bands gelegt, doch inzwischen sind dort auch echte Szene-Größen wie beispielsweise „Diary of Dreams“, „And one“, „Project Pitchfork“ oder „Welle Erdball“ live auf der Bühne zu sehen. Veranstaltet wird das Festival von einem Team, das die anfallenden organisatorischen Aufgaben nebenberuflich bewältigt.

Beim Zita Rock Festival in Berlin steht 2012 ASP als Headliner auf der Bühne. Seit 2007 zieht es jedes Jahr hunderte von Fans zur Zitadelle in Berlin Spandau. War es 2010 und 2011 zweitägig, wurde es für 2012 wieder als eintägiges Festival konzipiert.

Hier sind nun also die größten Festivals in Deutschland erwähnt. Doch auch die kleineren Gothic-Festivals, die zum Teil auch auf alten Burgen ausgerichtet werden, haben durchaus großen Reiz und haben meist eine ganz besondere Atmosphäre.

Und auch auf anderen Rockfestivals kommen Gothic Fans häufig in den Genuss, ihre Bands live auf der Bühne zu erleben. Größen wie beispielsweise Marilyn Manson spielen meist auch auf anderen großen Rock-Festivals.

Gothic – Splitterkulturen

Obwohl die Grenzen oft fließend sind, lassen sich innerhalb der aus der Punk-Bewegung hervor gegangene Gothic-Szene verschiedene Unterströmungen ausmachen. Die Mitglieder dieser Splitterkulturen teilen zwar den selben Grundtenor, unterscheiden sich in elementaren Facetten aber deutlich.

Steampunk

Der Begriff Steampunk stammt eigentlich aus einer literarischen Strömung aus den 80er Jahren, er weitete sich jedoch in der folgenden Zeit zu einer Subkultur aus. Anhänger des Steampunk können auch als Vertreter des New Romance bezeichnet werden. Der Steampunk gilt als Retro-Futurismus, das viktorianische England wird romantisiert und verklärt dargestellt. Als Vorläufer des Steampunk gelten Jules Verne und H.G. Wells, welche die technischen Möglichkeiten ihrer Zeit in die Zukunft übertrugen, in der sich dann dampfgetriebene Maschinenmonster tummelten.

Diese Verklärung des viktorianischen Zeitalters triffft den Nerv der Steampunks voll und ganz. Schließlich ist ihr Erkennungszeichen nicht zu übersehen: Phantasievolle Kostüme im Retro-Look, teilweise kombiniert mit Uniformteilen, die realen Vorbildern aus dem 18. und 19. Jahrhundert nachempfunden sind. Das Gesicht ist sehr hell bis leichenblass geschminkt, wobei Augen- und Mundpartie mit Kajal extrem betont werden. Dieser blasse Teint ist dem Schönheitsideal des viktorianischen Englands nachempfunden.

Die Anhänger lassen sich ihr Outfit einiges Kosten, denn ein echtes Steampunk-Kostüm ist oft per Hand geschneidert. Perfektioniert wird das Aussehen mit Accessoires, die natürlcih ebenfalls im Steampunk-Design gehalten sind. Das Outfit für Frauen besteht meistens aus einem Rock oder einem Kleid mit Unterrock, einem Korsett und eleganten Handschuhen. Reit- oder Fliegerjacken machen das Outfit perfekt.

Musikalisch stehen die Steampunks wie alle Anhänger der Gothic-Bewegung dem New Wave nahe. Als typische Bands für diese Richtung gelten Visage, Culture Club, Duran Duran, Adam & The Ants und Spandau Ballet. Den musikalischen Höhepunkt erlebte diese Richtung Anfang der 80er. Die Musiker arbeiteten nicht unter künstlerischen Gesichtspunkten, sondern eher chartorientiert. Statt auf musikalische Neuerungen setzten sie auf die Optik. Dass diese Strategie aufging, verdankten sie nicht zuletzt den Musikvideos, die etwa zeitgleich von der Musikindustrie als Marketinginstrument entdeckt wurden.
Die musikalischen Wurzeln des Steampunk wie der gesamten Gothic-Bewegung finden sich in London. Als ein Begründer dieser Richtung gilt der Kunststudent Steve Strange. Er hatte, gelangweilt vom Punk, Ende der 70er begonnen, im Billy´s Club regelmäßig David Bowie- und Roxy Music-Nächte zu veranstalten. Diese wurden ein so großer Erfolg, dass er 1979 in den größeren Club Blitz wechseln musste. Dort war er auch Türsteher und begründete den Kult dadurch, dass er nur Gäste mit einem möglichst extremen und auffälligen Outfit einließ. Der Club avancierte schnell zu einem Schmelztiegel von Glam Rock, New Wave und Punk. Diese Mischung war die Wiege für die später erfolgreichen New Romance-Bands. Ein Revival erlebte der Steampunk Mitte der 90er Jahre.

Mit ein Grund für den überragenden Erfolg dieser neuen Richtung dürfte natürlich auch die Tatsache sein, dass die englische Presse die jungen Steampunks bald als neues Feindbild entdeckt hatte und dadurch unfreiwillig Werbung für sie machte. Diese Subkultur polarisierte, weil sie sich von der Realität, die von hoher Jugendarbeitslosigkeit geprägt war, bewußt abkehrte und wurde vielfach als elitär und dekadent empfunden. Die Protagonisten hatten ihr Ziel erreicht: Sie grenzten sich von der breiten Masse sehr deutlich ab.

Batcaver

Die Batcaver können als die Urväter des Gothic gelten. Sie wurden erst in späteren Jahren nach einem Szene-Club in Soho, London, benannt. Dort öffnete das Batcave am 21. Juli 1982 seine Pforten. Seine Existenz verdankte der Club der Glam-Goth-Band Specimen, die zur Eröffnung auch live spielte. Eigentlich war der Club als interdisziplinärer Künstlertreff mit dem musikalischen Schwerpunkt auf Glam Rock, Avantgarde und Post Punk konzipert. Doch der Club entwickelte sich rasch zum Zentrum für Gothic-Rock und zum angesagtesten Treffpunkt der englischen Gothic-Szene.

Der Begriff Batcaver wurde erst später geprägt, um die frühe Gothic-Szene von späteren Splittergruppen abgrenzen zu können. Denn die Ursprünge waren noch sehr stark vom Punk beeinflusst, sei es in Sachen Mode, Frisur oder Ideologie. Hier grenzen sich die Batcaver auch sehr deutlich vom Rest der Gothic-Szene ab: Während für die meisten Anhänger Weltschmerz, Besinnlichkeit und eine gewisse Trauermentalität charakteristisch ist, steht für den Batcaver eher der Spaß am Schaurigen und Morbiden im Vordergrund.

Musikalisch entwickelte sich der Gothic-Rock aus dem späten Punk, der Ende der 70er Jahre auch gern noch als Darkpunk bezeichnet wurde. Die Fans des Gothic-Punks wollten sich nicht von den Punks abgrenzen, sondern fühlten sich sowohl im Punk als auch im Gothic beheimatet.

Gothic Rock, Post-Punk und Death Metal gelten als die bevorzugten Stilrichtungen des Batcavers. Als typische Bands gelten Bauhaus, Siouxie and the Banshees, The Damned, Sex Gang Children oder Alien Sex Fiend, die im Club Batcave aus der Taufe gehoben wurden. Die Band eroberte sich mit ihrem harten Sound und stark verzerrtem Gesang rasch eine große Fangemeinde im Batcave und in der prosperierenden Gothic-Szene.

Einen kleinen Gag am Rande erlaubten sich die Batcave-Inhaber mit Alien Sex Fiend: In den Anfangszeiten des Kinos wurden Szenen aus Stummfilmen, in der Regel mit einem Klavier, live im Kinosaal begleitet. Die Karriere der Alien Sex Fiends begann nämlich genau so: Ihre Musik lief anfangs als Begleitung bei Vorführungen von Stummfilmen im Batcave. Am 1. Dezember 1982 standen sie dann schließlich live auf der Bühne des Clubs. Die Band erspielte sich in Independent-Kreisen bereits eine stabile Fangemeinde, bevor ihr 1986 der Durchbruch gelang: Im Vorprogramm von Alice Cooper erreichten sie bei dessen Tournee durch das Vereinte Königreich die breitere Masse.

Ein Revival erlebten die Batcaver um die Jahrtausendwende dank der amerikanischen Death-Rock-Szene. Diese Bewegung entstand in den 70er Jahren in den USA. Beeinflusst wurde der Death-Rock vom britischen Goth-Rock, US-Punk, Hardcore-Punk, Glam Rock, Hard Rock und Heavy Metal. Die wohl bekanntesten Vertreter der ersten Stunde dürften die frühen Misfits sein. In den USA sorgten Bands wie The Deep Eynde und Cinema Strange für ein Revival, das auch Europa erreichte.

Grufti

Während in England die Gothic-Bewegung auf dem Vormarsch war, entwickelte sich parallel dazu in Mitteleuropa eine ähnliche Jugendkultur, nämlich die Gruftis. Die Wurzeln waren im Endeffekt die selben, dennoch unterschieden sich beide Szenen in wesentlichen Elementen, auch im musikalischen Geschmack und vom Outfit her. So waren die Gruftis sehr viel stärker vom New Wave beeinflusst. Kennzeichnend war auch ein sehr ausgeprägter Hang zum Weltschmerz und zur Realitätsflucht. Ein Grund könnte möglicherweise sein, dass auf dem Kontinent die atomare Bedrohung während des Kalten Krieges sehr viel stärker wahrgenommen wurde als in England. Bevorzugte Musikrichtungen waren Gothic Rock, Cold Wave und Electro Wave, typische Bands aus dieser Zeit sind The Cure, Joy Division, Bauhaus, aber auch die frühe Anne Clark und The Sisters of Mercy.
Die starke Verwurzelung in der Punk-Szene zeigt sich auch am Begriff New Wave. Dieser wurde in der zweiten Hälfte der 70er Jahre nämlich ausschließlich für die Punk-Szene verwendet. Erst in den 80er Jahren wurde der Begriff erweitert auf Bands und Stile, die sich im Umfeld des Punk entwickelt haben.

Die Bezeichnung New Wave geht auf Malcolm McLaren zurück, der diesen Begriff für seine Band Sex Pistols prägte. Fanzines und etablierte Presse griffen diese Bezeichnung auf und setzten sie gleich mit Punk. Diese Bewegung stellte damals mit ihren Extremen als Reaktion auf die verstaubten Epigonen der Rockmusik etwas völlig Neues dar. Dass der Punk nachhaltig erfolgreich sein könnte, glaubte damals aber niemand, weshalb sich die Welle als Begriff etablierte. Dies sollte eine nur kurzlebige Erscheinung charakterisieren.

Auch die musikalischen Wurzeln liegen in dieser Zeit. Erste Bands, die sich dem New Wave zuordnen lassen, waren etwa die Talking Heads, The Cars, die Stranglers, aber auch die Ramones.

Ein Wandel in der Bedeutung ergab sich Anfang der 80er. Führende Punks aus der Gründerzeit wechselten zu großen Plattenlabels. Die eingefleischten Fans fassten dies als Korruption „ihrer Musik von der Straße“ auf. Sowohl aus dem Hardcore-Punk als auch aus der neuen Welle splitterten sich weitere Subkulturen ab. Der New Wave ließ sich allerdings nicht genau abgrenzen. Schließlich wurde alles, was irgendwie punkähnlich war als New Wave bezeichnet.
Die Grufti-Bewegung entwickelte sich von introvertierten Stilen dadurch weiter, dass ein stark romantischer Aspekt in die Musik eingebaut wurde. Spandau Ballet oder Duran Duran sind hier die bekanntesten Protagonisten. Modisch entwickelte sich das Outfit weiter zu sehr phantasievollen, perfektionistisch arrangierten Kostümen. Hier folgten die Fans ebenfalls der Entwicklung ihrer favorisierten Bands. Während The Cure beispielsweise anfangs auf schlichte Eleganz in schwarz setzten, arbeiteten Duran Duran und The Sisters of Mercy mit sehr aufwändigen Kostümen.

Endzeitromantiker

Das Faible für Tod und Vergänglichkeit ist bei den Endzeitromantikern sehr viel stärker ausgeprägt als im großen Rest der Gothik-Bewegung. Eine breitere Akzeptanz innerhalb der Szene erreichte die Endzeitromantik ab Anfang der 90er Jahre. Diese Subkultur entwickelte sich langsam aus dem Gothic. Typische Erkennungsmerkmale wie ausrasierte und toupierte Haare. Die Endzeitromantiker legen aber anders als die Masse der Fans, sehr großen Wert auf ein sehr sorgfältig und mit Liebe zum Detail gefertigtes Outfit. Samt, Brokat, Seide und Chiffon sind die bevorzugten Materialien. Als Accessoires werden oft Kruzifixe, Diademe, Broschen, samtene Halsbänder und reich verzierte Fächer sowie Handschuhe gewählt. Auch die Schminke fällt für einen Enzeitromantiker aufwändiger aus: Das weiß geschminkte Gesicht wird oft von filigranen Ornamenten verziert.
Diese Strömung dürfte wohl auch dem Zeitgeist der Mainstreamkultur geschuldet sein. Die Themen Weltungergang, Armageddon, Endzeit wurden angesichts der bevor stehenden Jahrtausendwende auch vom Mainstream aufgegriffen. Diese Tendenzen haben zweifellos auch Eingang in die Gothic-Szene gefunden.

Auch in den sonstigen Vorlieben gelten die Endzeitromantiker als extremer als die Grufti-Szene der 80er. So gilt eine große Vorliebe für Philosophie, Literatur, Malerei, Friedhöfe und alte Bauten als kennzeichnend. Musikalisch grenzt sich diese Subkultur ebenfalls stärker ab als andere Unterströmungen. Musik aus den Bereichen Neoklassik und Neue Deutsche Todeskunst wird hier am liebsten gehört.

Die Neoklassik schöpft ihre Einflüsse aus verschiedensten Epochen, bis hin zu mittelalterlicher Musik. wesentliche Einflüsse stammen auch aus Renaissance und Barock. Neoklassik-Bands wie In the Nursey, Schattenkinder oder Die Verbannten Kinder Evas greifen diese Einflüsse auf. Allerdings interprätieren sie keine alten Werke neu, sondern komponieren eigene Songs mit diesen stilistischen Vorgaben. Ein absolutes Markenzeichen der Neoklassik: Die Musik wird oft von opernhaftem, weiblichem Gesang begleitet. Die Ursprünge reichen zurück bis Anfang der 80er, als Bands aus dem Punk-Umfeld begannen, ihre Songs mit klassischen Arrangements zu untermalen. Als erstes komplett in diesem Stil gehaltenes Album gilt „Stormhorse“ aus dem Jahr 1984. In den 90ern wurde dieses Konzept mit Synthesizern fortgeführt.

Eine musikalische Besonderheit aus dem Bereich der Enzeitromanitk ist die Neue Deutsche Todeskunst, die allerdings nur eine kurze Hochphase erlebte. Gruppen aus dem süddeutschen Raum setzten sich musikalisch mit den Themen Tod, Vergänglichkeit, Ängste, Isolation, Wahnsinn, Nihilismus und ähnlichen auseinander. Als typische Vertreter gelten „Das Ich“, „Goethes Erben“ oder „Lacrimosa“. Obwohl es schon vorher deutschsprachige Bands aus dem Gothic-Umfeld gab, wird der Neuen Deutschen Todeskunst maßgeblicher Einflussung auf die „Eindeutschung“ des Gothic zugeschrieben. Markantes Kennzeichen ist der relativ einfach erscheinende Sprechgesang zu den teilweise sehr komplizierten Musikarrangements sowie sehr aufwändige Bühnenshows. Die Hochphase dieser musikalischen Stilrichtung dauerte von Ende der 80er bis Mitte der 90er Jahre, als die Hauptvertreter stilistisch neue Wege gingen.

Schwarzromantiker

Etwa zeitgleich mit den Endzeitromantikern entstand die Strömung der Schwarzromantiker. Die Dark Romantics oder Romantic Goths, wie die Anhänger dieser Subkultur auch genannt wurden, setzten sich in der zweiten Hälfte der 90er Jahre als führende Splittergruppe in der Gothic-Szene durch. Die offensichtlichsten Unterschiede zu anderen Splitterkulturen waren Äußerlichkeiten geschuldet. Schwarzromantiker verzichteten auf rasierrte oder toupierte Haare, ebenso auf Piercings oder totenähnliche Schminke. In Bezug auf Interessen und Kleidung überschneidet sich die Strömung der Schwarzromantiker allerdings mit anderen Splittergruppen. Diese Strömung war international allerdings die erfolgreichste. Schwarzromantiker sind unter anderem auch in Frankreich, Italien und Brasilien zu finden.

Der Begriff Schwarze Romantik leitet sich aus einer literarischen Subkultur ab, die zur Zeit der Romantik etwa um 1793 entstand. Die literarischen Werke schwarzromantischer Künstler zeichnen sich durch Irrationalität, Melancholie und einer besonderen Faszination des Bösen aus. Zusammen mit der Schauerliteratur (Gothic Novel), die ihre erste Blüte Ende des 18. Jahrhunderts in Englad erlebte, verschmolz diese Richtung im Laufe des 19. Jahrhunderts zur modernen Horrorliteratur, die von der Gothic-Szene allgemein sehr geschätzt wird. Nacht, das Böse, Tod, Wahnsinn, Besessenheit und Suizid sind einige Themen, mit welchen sich schwarzromantische Schriftsteller beschäftigen. Als Vertreter dieser Gattung gelten Werke von Edgar Allan Poe, ETA Hoffmann, aber auch Marquis de Sade.

Die musikalischen Vorlieben der Schwarzromantiker gehen in erster Linie in die Richtungen Neoklassik, Ethernal Wave, aber auch Pangan Folk, besser bekannt als Neofolk. Letztere Richtung entstand Mitte der 80er Jahre, als folkloristische Musik mit Akustikinstrumenten mit Punk verschmolzen wurde. Thematisch beschäftigen sich die Bands aus dieser Richtung mit Heidentum, Naturmysthik, Chaosmagie und Mittelalter. Ob diese Szene noch den Schwarzromantikern zugerechnet werden kann oder schon eine eigene Subkultur bildet, ist strittig. Viele Schwarzromantiker grenzen sich trotz vieler thematischer Überschneidungen bewußt von der Neofolk-Strömung ab, da zahlreiche Protagonisten aus dieser Richtung der rechten bis rechtsextremen Szene zugerechnet werden.

Gothic – Musikformen

Wie alle Musikformen und Musikrichtungen dieser Welt bestechen natürlich auch oder sogar vor allem Rock und Metal durch seine verschiedenen Sounds, ein unterschiedliches Publikum und eine Vielfalt an Genres. Diese Genres lassen sich selber ebenfalls in viele verschiedene Unterkategorien ordnen. Eine bekannte und oft diskutierte Form des Rocks ist der sogenannte Gothic Rock, der sich selber ebenfalls nochmal in viele verschiedene Bereiche unterteilen lässt. Diese Bereiche sind sich trotz ihrer Vielseitigkeit sehr ähnlich und haben darüber hinaus eine gleiche Vergangenheit oder Entstehungsgeschichte. Manchmal unterscheiden sie sich nur aufgrund eines geringen Details wie einer anderen Thematik oder eines leicht modifizierten oder spezialisierten Sounds.

In diesem Text werden der Gothic Rock, der Post-Punk, der Death Rock, Electro Wave und Minimal Electro, der Depro-Punk, der Horrorpunk, Gothabilly, Cold Wave, Ethereal, die Neoklassik, die Neue Deutsche Todeskunst und Gothic Industrial vorgestellt und miteinander verglichen. Dabei wird bereits schnell deutlich, dass sie sehr viele Gemeinsamkeiten haben und manchmal fast gar nicht voneinander zu unterscheiden sind.

Gothic Rock

Der Gothic Rock ist der mehr oder weniger allgemeine Begriff für alle Musikrichtungen, die in das Umfeld des Gothic passen. Musik und Anhänger werden gerne vereinfacht und zusammengefasst als „Gothic“ bezeichnet.

Dieser mittlerweile sehr bekannte Stil der Rockmusik ging Ende der 1970er aus dem Post-Punk hervor und wurde durch viele ähnliche Bewegungen sehr populär. Bis Anfang der 1990er Jahre war der Gothic Rock eher eine allgemeine Bezeichnung für bis dato eher unbekannte Arten des Rocks, aber die Fangemeinden und Anhänger wuchsen mit der Zeit um ein Vielfaches.

Der Gothic Rock ist mit sehr vielen anderen Arten des Rocks verwurzelt und besticht vor allem durch seinen teilweise sehr schmutzigen und düsteren Sound, der so vorher nicht zu finden gewesen ist. Die Bassgitarren sind in dieser Hinsicht ein sehr wichtiger Faktor, da sie so tief heruntergestimmt werden, dass ihr Sound einen sehr schweren und schleppenden Sound annimmt. Außerdem werden sie so oft und gezielt eingesetzt, dass sie als der E-Gitarre gleichwertig angesehen werden.

Dadurch, dass der Gothic Rock einige Wurzeln des Punks in sich verinnerlicht hatte, war sein Sound anfangs noch sehr stark mit diesem Stil verwandt. Erst in den 1980er Jahren versuchten die Bands, dem Gothic Rock einen eigenen Klang zu geben und diesen immer weiter zu perfektionieren.

Die Bands, die Gothic Rock praktizieren, sind in ihrer Besetzung meist sehr einfach gehalten. Sie beschränken sich auf den allgemeinen Standard, der aus Gesang, Bassgitarre, E-Gitarre und einem Schlagzeug besteht. Da die Bassgitarre beim Gothic Rock als sehr wichtiges Instrument gilt und der E-Gitarre damit ebenbürtig ist, verzichten die meisten Bands darauf, einen zweiten Gitarristen zu integrieren.

Bekannte Bands, die Gothic Rock praktizieren oder praktiziert haben, sind zum Beispiel „The Cure“, „Dead or Alive“, „Alien Sex Fiend“ oder „Fields of the Nephilim“. Allerdings ist der Sound dieser Bands dermaßen vielseitig, dass sie auch in einige Unterkategorien des Gothic Rock passen.

Anfangs wurden alle Arten des Rocks, die sich am Gothic Rock orientiert haben, noch als eine Unterkategorie des Punks angesehen, da der Sound sehr ähnlich war. Erst Mitte der 1980er Jahre hat sich der Sound spezifisch entwickelt und den Gothic Rock geprägt.

Der Gothic Rock zeigt sich allerdings nicht nur in der Musik, sondern auch in der Mode und Kleidung. Anhänger des Gothic Rock ziehen sich gerne sehr auffällig an, vorzugsweise schwarz, um ihre Ideale in der Öffentlichkeit deutlich machen und verbreiten zu können. Auch die Themen, über die sie sprechen, sind ein Teil des Gothic Rock. Die sogenannten Gothics bezeichnen sich gerne als „schwarze Philosophen“ und reden über den Tod und über ein mögliches Leben nach dem Tod.

Post-Punk

Der Post-Punk ist die hauptsächliche Quelle des Gothic Rock und entstand aus der großen Bewegung des Punkrock, weswegen er anfangs vor allem in Großbritannien vorzufinden gewesen ist. Dieser Trend zeichnete sich Ende der 1970er Jahre und Anfang der 1980er Jahre aus. Deswegen bezeichnet sich dieses Genre auch als „Post-Punk“, was so viel heißt wie „später Punk“. Hierbei handelt es sich um eine Bezeichnung, die auch viele andere Genres beschreibt.

Beim Post-Punk handelt es sich um einen eher kleinen Zweig der Punkmusik, der vor allem durch Bands wie „Gang of Four“, „The Birthday Party“, „Death in June“, „The Sisters of Mercy“ oder „Foetus“ bekannt geworden ist. Heutzutage wird der Post-Punk für einige bekannte Bands wie „Franz Ferdinand“ oder „Arctic Monkeys“ gebraucht und für ein breites Publikum zugänglich gemacht.

Der Sound des Post-Punk gilt in erster Linie als sehr dunkel und rau, was im Volksmund gerne und oft als „schmutziger“ Sound tituliert wird. Allerdings gab und gibt es auch relativ poppige Sounds, die dem Post-Punk angehören, weswegen sich eine genaue Einordnung ziemlich schwierig gestaltet.

Der Post-Punk ist in erster Linie mit vielen bekannten anderen Genres, wie zum Beispiel dem Punkrock, verwandt und hat zur Bildung weiterer Sounds und Genres beigetragen. So weisen Genres wie der Alternative Rock, Independent, New Wave oder sogar Pop ebenfalls einige Parallelen zum Post-Punk auf, weswegen sie auch heute noch sehr geläufig sind und mit einigen bekannten Bands assoziiert werden. Der Alternative Rock wird stellenweise sogar als „Wiedergeburt des Post-Punk“ bezeichnet, da er diesem Genre wohl am ehesten und meisten ähnelt.

Das wohl bekannteste mit dem Post-Punk verwandte Genre dürfte der Grunge sein, der vor allem durch Kurt Cobain und seine Band „Nirvana“ bekannt geworden ist. Der ehemalige Schlagzeuger der Band „Nirvana“, Dave Grohl, hat diese hohen Wiedererkennungswerte verinnerlicht und bei den „Foo Fighters“, eine von ihm gegründete Band, in der er selber als Gitarrist tätig ist, wieder aufleben lassen. Ansonsten wird der Begriff des Post-Punk fast nur noch für die Beschreibung der alten Zeiten gebraucht, zumal der Punkrock durch einige Bands modernisiert und reaktiviert wurde.

Death Rock

Der Death Rock ist praktisch zeitgleich mit dem Gothic Rock und dem Post-Punk, also in den späten 1970er Jahren, entstanden. Allerdings beschränkte sich dieses Genre fast ausschließlich auf die Vereinigten Staaten, wo die Sounds sich je nach Ort anders angehört hatten. So hatten Bands der Westküste eine vollkommen andere Auffassung von Death Rock als Bands der Ostküste, weswegen der Death Rock nicht gänzlich zu kategorisieren war. Dieser Umstand hat sich darüber hinaus bereits früh in den verschiedenen Sounds der ersten Künstler gezeigt.

Bei dem sogenannten Death Rock handelt es sich ebenfalls um eine Musikrichtung, die nur schwer einzustufen und zu kategorisieren ist. Der Death Rock enthält sowohl Einflüsse aus dem Punkrock, weswegen er des Öfteren auch Death Punk genannt wird, als auch Einflüsse aus dem Gothic Rock und Metal. Obwohl die Namen stark miteinander verwandt sind, hat der Death Rock jedoch nichts mit dem Death Metal zu tun oder gemeinsam. Der Death Rock trägt diesen Namen eher aufgrund seiner Einflüsse aus und Verbindungen zu Hardcore Punk, Heavy Metal, Gothic Rock und Hard Rock. Ein weiterer Grund ist, dass die Songtexte, die in diese Musikrichtung eingestuft werden können, des Öfteren über Horrorfilme oder Grausamkeiten handeln und damit ziemlich schwarze Themen behandeln. Deswegen wird der Death Rock des Öfteren auch scherzhaft als „Horrorpunk“ bezeichnet.

Der Death Rock wurde vor allem von Künstlern wie „Black Sabbath“, „Led Zeppelin“ (beide Hard Rock), „Alice Cooper“ (Metal) oder „The Velvet Underground“ (Punkrock) inspiriert, bildete aber relativ schnell einen eigenen Sound, der alle Einflüsse in sich verinnerlicht, der allerdings mal mehr und mal weniger stark ausgeprägt wurde.

Obwohl der Death Rock anfangs fast nur in den Vereinigten Staaten existierte, wanderte der Sound schon relativ bald über den großen Teich nach Europa. Vor allem in Deutschland und Großbritannien wurde der Sound, der im allgemeinen Volksmund als „American Gothic“ bezeichnet wurde, kurz darauf schon relativ bekannt. Trotzdem hielt sich die Popularität in Grenzen, weshalb nur wenige Bands aus Großbritannien und Deutschland versuchten, diesen Sound zu verinnerlichen, zu perfektionieren, nachzuahmen oder zu verbreiten. Deswegen stammen die bekanntesten Vertreter des Death Rock – unter ihnen Bands und Künstler wie „Cinema Strange“, „The Deep Eynde“ oder „The Naked and the Dead“ – allesamt aus den Vereinigten Staaten.

Electro Wave und Minimal Electro

Da der Gothic Rock über einige Wege mit der New Wave verwandt ist und ein paar Elemente aus dieser enthält, gilt die sogenannte Electro Wave, die vollständig Electro(nic) Wave heißt, ebenfalls als eine Unterordnung des Gothic Rock.

Die Electro Wave bildete sich Mitte der 1980er Jahre hauptsächlich im mittleren Teil von Europa und bezeichnete dabei bereits bestehende Sounds der New Wave, die sich vor allem aufgrund ihres basslastigen Sounds und ihrer düsteren und dunklen Klänge eher in die Richtung des Gothic Rock bewegten. Trotz dieses faktischen Umstandes gehört die Electro Wave eher in die Kategorie de Genres Techno oder Dance.

Die Electro Wave hat zwar durchaus einige Erkennungsmerkmale und umfasst eine breite Palette von Künstlern und Bands, aber dennoch gab es nur wenige Musiker, die sich voll und ganz auf dieses Genre konzentriert haben. Deswegen gilt die Electro Wave weniger als eigenständiges Genre, sondern eher als eine Art Subgenre, dessen Sound in vielen anderen Genres zu finden und wiederzuerkennen ist.

Ein weiteres Subgenre der elektronischen Musik ist das sogenannte Minimal Electro – ein Subgenre, welches sich ebenfalls Mitte der 1980er Jahre herausgebildet hat und manchmal auch unter dem Namen „Flexipop“ zu finden ist. Wie der Name dieses Subgenres schon sagt, werden elektronische Einflüsse hier so minimal wie möglich gehalten. Im Gegensatz zur basslastigen und düsteren Electro Wave klingen diese Einflüsse allerdings viel heller und heiterer.

Wie die Electro Wave ist auch Minimal Electro kein Genre, auf das sich Bands, Musiker oder Künstler spezialisiert haben, sondern lediglich ein Ableger, der einige andere Bereiche umfasst oder nach seinen eigenen Vorstellungen ergänzt. Beispiele hierfür sind der Post-Punk, der mittels der elektronischen Einflüsse zum Electro Punk wird oder auch die New Wave, die durch die elektronischen Einflüsse zur bereits erwähnten Electro Wave mutiert. Ein paar Merkmale der Electro Wave oder des Minimal Electro sind allerdings auch im heutigen Pop oder der Neuen Deutschen Welle zu finden.

Depro-Punk

Der Depro-Punk ist ein Subgenre des Punkrocks, der seine Wurzeln fast ausschließlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz, also im kompletten deutschsprachigen Raum, besitzt. Er entstand Anfang der 1980er Jahre und gilt als musikalische Besonderheit. Der Depro-Punk taucht unter einigen weiteren Namen auf, so wurde er in seltenen Fällen zum Beispiel schon als Düster-Punk, Doom-Punk oder Depri-Punk bezeichnet. Da er trotz allem kein prägendes Genre entwickelt hat, wird der Depro-Punk heutzutage fast nur noch als Bindeglied zwischen Gothic Rock und Punkrock erwähnt.

Wie man an dem Namen des Genres und an dessen Abwandlungen erkennen kann, werden in den Songs, die dem Depro-Punk angehören, meist negative Themen wie Tod, Trauer, vergebliche Liebe oder Depressionen behandelt, was durch eine deutliche, negative, brutale, traurige und nicht selten aggressive Sprache deutlich gemacht und ausgedrückt werden soll.

Um allerdings auch dem Punkrock gerecht zu werden, wurden auf der anderen Seite natürlich auch viele sozialkritische und politische Themen in die Songs aufgenommen. Deswegen ist es kein Wunder, dass sich einige Bands dieses Genres in der DDR gefunden haben, von denen die meisten damals allerdings verboten worden sind oder gar nicht erst zugelassen wurden. Deswegen bildete sich bei einigen Bands eine durch Rhetorik und Metaphern geprägte Bildersprache, in der die wirkliche Welt als negativ und die ideale Welt als Utopie beschrieben wird. Diese Sprache sollte die Seitenhiebe auf die DDR und ihre Politik verschleiern und das Denken der Zuhörer sogar teilweise in eine andere Richtung lenken.

Der Sound des Depro-Punk orientiert sich stark an dem des Gothic Rocks und teilweise auch an elektronischer Musik. Er ist sehr basslastig, wobei die Bassgitarren allerdings des Öfteren sehr monotone Melodien spielen. Die Bassgitarre wird der E-Gitarre hier also nicht gleichgesetzt, sondern dient fast ausschließlich dazu, die drückende und teilweise depressive Stimmung der jeweiligen Songs zu unterstreichen. Um diese Stimmung hervorzuheben, werden manchmal auch sehr ungewöhnliche Instrumente wie Geigen, Klarinetten, Saxophone oder Synthesizer benutzt, die für dieses Genre im Allgemeinen eher untypisch sind. Deswegen besitzt der Depro-Punk auch ein paar Parallelen zu elektronischer Musik.

Horrorpunk

Der Horrorpunk ist eine eher scherzhafte Bezeichnung für Musik, in der Figuren oder Szenen aus Horrorfilmen oder Horrorfilme allgemein behandelt werden. Die Songtexte behandeln in dieser Folge eher ziemlich düstere, grausame und schwarze Themen, auf die ab und zu aber auch augenzwinkernd hingewiesen wird. Meist werden in den Lyrics die Grausamkeiten behandelt, die den Protagonisten in den Filmen zustoßen. Dabei wird die jeweilige Situation entweder aus der Sicht eines neutralen Beobachters, aus der Sicht des Opfers oder aus der Sicht des Täters beschrieben. Dabei orientieren sich die Bands, die den sogenannten Horrorpunk praktizieren, allerdings weniger an bekannten Horrorstreifen, sondern viel eher auf sogenannte B-Movies, Monsterfilme, Trash-Filme oder Splatter. Hierbei waren vor allem Streifen mit Boris Karloff sehr beliebt.

Dabei wird der vorgetragene Song nicht gerade selten durch eine Bühnenshow oder durch das äußere Erscheinungsbild der Band unterstrichen. So werden hier zerrissene Kleidung, künstliches Blut und Waffen benutzt, während die Band nicht gerade selten eine Szene aus einem der Filme nachspielt. Oftmals tragen die Bandmitglieder hierbei noch Masken, um ihre Rolle deutlich zu machen. Das ein oder andere Mal wird hierbei auch noch von Pyrotechnik und sonstigen Effekten Gebrauch gemacht.

Da sich der Horrorpunk in der Folge eher durch seine Songtexte definiert, ist eine kategorische Einstufung des Sounds eher schwierig bis gar nicht möglich. Er entstand parallel zu den behandelten Filmen, also Ende der 1970er Jahre und Anfang der 1980er Jahre.

Die Band, die als Gründer des Horrorpunks gilt, heißt „The Misfits“. Durch diesen Namen wollten sie ihre gesellschaftliche Stellung unterstreichen und deutlich machen, dass ihre Themen nicht für die normale Gesellschaft geeignet sind. Ihre Idee, Horrorfilme in einem Song zu behandeln, wurde mit der Zeit dermaßen populär, dass auch Bands anderer Genres sich dieser ungewöhnlichen Methode annahmen. Mittlerweile ist sie ziemlich beliebt geworden und wird auch bei Festivals relativ frei und oft vorgetragen. Ein zeitnahes und aktuelles Beispiel ist hierbei „Rob Zombie“, der sich zwar durch ein anderes Genre, aber durch ähnliche Themen auszeichnet. Auch Bands wie „Megadeth“ nahmen sich dieser Methode an und behandelten Horrorfilme in ihren Texten, wobei sie ihrem Genre allerdings treu geblieben sind.

Obwohl die Idee als revolutionär und innovativ angesehen wurde, gab es außer „The Misfits“ keine andere Band, die sich ausschließlich auf dieses Genre spezialisiert hat. Deswegen gilt die Band „The Misfits“ bis heute als Urheber des Horrorpunks.

Gothabilly

Bei Gothabilly handelt es sich, genau wie beim allgemeinen Gothic Rock, nicht nur um einen Musikstil, sondern auch um eine Art der Mode und eine spezielle Ausrichtung der Kleidung.

Wie man am Namen bereits erkennen kann, ist Gothabilly eine Mischung aus Gothic Rock und Rockabilly, eines Subgenres des Rock ’n‘ Roll. Diese Vermischung kann man auch gut bei Psychobilly, einer Mischung aus Punkrock und Rockabilly, erkennen.

Die US-Band „The Cramps“ verwendete den Begriff „Gothabilly“ einst, um einen passenden Ausdruck für ihren eigenen Stil zu beschreiben. Seitdem wurden einige weitere Bands in dieser Kategorie untergebracht. Allerdings handelt es sich bei Gothabilly um ein eher unwichtiges und teilweise sogar in Fachkreisen ziemlich unbekanntes Genre, weswegen es kaum eine Band gibt, die komplett in diesem Stil eingestuft werden kann. Deswegen beschränkt sich die Gegend, in welcher Gothabilly zu Hause und anzutreffen ist, fast ausschließlich auf den Western der Vereinigten Staaten. Es gab zwar bereits einige Bewegungen, diese blieben aber größtenteils erfolglos und beschränkten sich damit auf relativ kleine Gebiete.

Cold Wave

Der Begriff Cold Wave beschreibt zwei verschiedene Genres, nämlich ein Subgenre der Dark Wave, eine Musikrichtung, die zehn Jahre lang vor allem in Frankreich sehr populär gewesen ist, und den sogenannten Industrial Rock, der in den 1980er Jahren im englischsprachigen Raum entstanden ist. Zwischen Dark Wave und Industrial Rock besteht allerdings keinerlei Zusammenhang.

Die Cold Wave ist verwandt mit Genres wie der Electro Wave, Minimal Electro oder dem Post-Punk. Es gab viele Musiker des Post-Punk, die ihre Lieder durch Keyboards, Pianos und Synthesizer ergänzt und dabei einen relativ kühlen Sound gewählt haben, wodurch der Name Cold Wave zustande gekommen ist. Dieser kühle Sound bezog sich dabei allerdings ausschließlich auf den Klang und nicht auf die persönliche Empfindung eines jeweiligen Zuhörers.

Der Begriff Cold Wave war allerdings nur in Frankreich ziemlich geläufig, in anderen Ländern wurde diese Art von Musik trotz des teilweise sehr ähnliches Klanges unter verschiedenen Namen veröffentlicht. So wurde das Genre meist unter „Dark Wave“ oder einfach nur unter „Wave“ zusammengefasst, was die Verwandtschaft mit dem Gothic Rock in den Vordergrund stellen sollte. In Deutschland wurde das Genre schlicht und einfach „Wave“ oder „Gitarren-Wave“ genannt. Deswegen hat sich der Begriff „Cold Wave“ nie über die französischen Grenzen bewegt oder durchsetzen können.

Der Industrial Rock hingegen hat mit Gothic Rock wenig bis überhaupt nichts gemein. Hier liegen die Ursprünge eher in Thrash Metal oder Hardcore Punk. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass auch beim Industrial Rock gerne mal Pianos, Keyboards oder Synthesizer zum Einsatz kommen.

Ethereal

Ähnlich wie Cold Wave ist auch Ethereal ein Subgenre der Dark Wave und überwiegend in den Vereinigten Staaten verbreitet. Wie man am Namen des Genres erkennen kann (ethereal = „ätherisch“), wird hier vor allem auf eine spezielle Atmosphäre eines jeweiligen Songs geachtet. Die Klänge der Gitarren werden durch Effektgeräte entfremdet, sodass sie eher sphärisch klingen und somit einen eher elektronischen Eindruck machen. In Verbindung zu diesen speziellen Klängen werden oft weibliche Stimmen genommen. Ein Beispiel ist der Song „Dalarna“ von der schwedischen Band „Mando Diao“. Hier kommt lediglich eine Gitarre zum Einsatz, die durch einige elektronische Klänge unterstützt wird. Hinzu kommt, dass bei diesem Song ausschließlich Frauenstimmen zu hören sind, obwohl die Bandbesatzung von Mando Diao nur Männer enthält.

Eigentlich ist auch das Ethereal ein Subgenre des Gothic Rock. Anders als bei seinen elektronischen Verwandten steht bei Ethereal allerdings das sphärische Klangbild und nicht der basslastige und düstere Sound im Vordergrund. Deswegen kann man sagen, dass Ethereal über einige Umwege mit dem Pop verwandt ist.

Ethereal war in den Vereinigten Staaten vor allem Ende der 1980er Jahre dermaßen beliebt, dass viele Bands sich ausschließlich auf dieses Genre spezialisiert hatten. Anders als bei ähnlichen Genres wurde hier also wirklich versucht, Ethereal zu einer komplett eigenständigen Musikrichtung zu formen. Anfangs schien dieses Vorhaben Früchte zu tragen und tatsächlich zu funktionieren, und mit der allseits bekannten Band „My Bloody Valentine“, deren Genre als „Shoegazing“ bezeichnet wurde, erlebte Ethereal Anfang der 1990er Jahre den Höhepunkt seiner Popularität. Dieser Höhepunkt hielt aber nur knapp zehn Jahre an. Am Ende der 1990er Jahre schon verschwand das Genre mehr oder weniger wieder und wurde seitdem nur noch von wenigen Bands praktiziert.

Neoklassik

Wie der Name dieses Subgenres bereits verrät, handelt es sich einmal mehr um eine Mischung zweier Musikrichtungen. Hier wird die Klassik auf den Gothic Rock bezogen, wodurch sich die Neoklassik, also die sogenannte „neue Klassik“ ergibt. Deswegen werden hier einige Elemente aus der klassischen Musik aufgegriffen und modernisiert vorgetragen. So macht sich die Neoklassik vor allem weiblichen Gesang zu Nutze, der dem einer Oper nachgebildet wurde. Auch die Themen sind nicht mehr düster und schwarzromantisch, sondern eher fröhlich und klassisch gehalten. Zwar wird auch in der Neoklassik des Öfteren über Liebe und Romantik gesungen, aber eher auf der normalen und klassischen Ebene. Ab und zu werden dabei sogar Elemente und ganze Themen der klassischen Musik nicht nur aufgegriffen, sondern komplett neu interpretiert und damit auf eine ganz neue Art und Weise ausgedrückt. Das heißt aber nicht, dass die Neoklassik frei von ernsten Themen ist. Ganz im Gegenteil, durch die klassischen Variationen werden des Öfteren auch bekannte Elemente aus der Epoche des Barock aufgegriffen.

Diese neuen Interpretationen alter Werke sind allerdings eher selten der Fall, meist handelt es sich bei den Songs der Neoklassik um eigenständige Werke, die sich einfach nur sehr stark an der klassischen Musik orientieren. Aufgrund dieser klassischen Orientierung werden bei Songs, die der Neoklassik angehören, des Öfteren auch Instrumente aus dem Orchester eingesetzt. Vor allem Geigen, Cellos, Oboen und Blechblasinstrumente wie Trompeten, Posaunen und Tubas sind in dieser Hinsicht sehr beliebt.

Der Sound der Neoklassik ist dabei einmal mehr elektronisch und irgendwo zwischen Gothic Rock und Post-Punk einzuordnen. Die Neoklassik entstand allerdings erst am Ende 1980er Jahre und damit im Gegensatz zu den anderen Genres eher spät, weswegen es nicht sonderlich viele Vertreter dieser Musikrichtung gegeben hat oder gibt.

Neue Deutsche Todeskunst

Die Neue Deutsche Todeskunst, abgekürzt NDT, ist ein Subgenre des Gothic Rock, dass sich, wie der Name schon sagt, ausschließlich auf Deutschland spezialisiert. Der Name lehnt sich stark an Bezeichnungen anderer deutscher Genres, wie die „Neue Deutsche Welle“ (NDW) oder die „Neue Deutsche Härte“ (NDH) an. Der Name dieses Subgenres wurde allerdings erst später gewählt.

Die Neue Deutsche Todeskunst entstand erst am Ende der 1980er Jahre bis zum Anfang der 1990er Jahre und kann damit als deutscher Gegensatz zur Bewegung der Cold Wave in Frankreich angesehen werden. Allerdings haben auch andere Subgenres zur Entstehung der Neuen Deutschen Todeskunst beigetragen, darunter die Neoklassik, der allgemeine Gothic Rock und die Electro Wave.

Die Neue Deutsche Todeskunst kann vor allem thematisch als Nachfolger des Depro-Punk angesehen werden, da die Intentionen der einzelnen Musiker und Bands hier stark vergleichbar oder zumindest ähnlich sind. So setzt sich auch die Neue Deutsche Todeskunst mit größtenteils negativen Themen auseinander, zu denen unter anderem bestimmte Mottos und die Symbolik aus der Epoche des Barock („Memento Mori“ – „Bedenke, dass du sterben wirst.“, Vanitas, Vergänglichkeit und Vergänglichkeitsbewusstsein, Todesangst) gehören. Außerdem werden auch hier ausschließlich die negativen Seiten der Welt dargestellt und beschrieben, zu denen zum Beispiel Tod, Krieg, Schmerz, Gewalt, Politik, Religion, Nihilismus und die Ohnmacht des einzelnen Menschen zählen. Dabei ist es auffällig, dass viele Bandnamen, Song- oder Albumtitel lateinische Namen tragen. In manchen Fällen wurden sogar ganze Verse eines Songtextes oder der komplette Songtext in der lateinischen Sprache geschrieben.

Um den Bezug der Neuen Deutschen Todeskunst zur Neoklassik noch weiter zu verdeutlichen, gaben sich viele Musiker, Bands und Künstler Namen berühmter Mottos, Dichter, Bilder, Werke oder Elemente.

Bekannte Vertreter der Neuen Deutschen Todeskunst waren unter anderem „Lacrimosa“, ein Name, der eine Verbindung zum Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart darstellt, „Das Ich“, „Gothes Erben“, „Mental Inquisition“, „Relatives Menschsein“, „Misantrophe“, „Endraum“, „Sanguis et Cinis“, „Leib und Seele“ oder „Leichenblass“. An den gewählten Namen kann man deutlich sehen, dass die Grundeinstellung zu den Menschen und ihren Funktionen in der Welt negativ gewesen ist.

Die Neue Deutsche Todeskunst hat die Besonderheit, dass sie nicht nur aus der Musik besteht, sondern auch andere Formen der Kunst in sich trägt und mit der Musik vereinigt. Dieser Umstand hat wahrscheinlich auch dazu beigetragen, dass der Begriff „Kunst“ im Namen vorkommt. Um bestimmte Mottos oder Themen der Neuen Deutschen Todeskunst besser und ansprechender ausdrücken zu können, wurden des Öfteren bekannte Bilder, Stillleben oder Vanitas-Symbole aus der Epoche des Barock genommen. Ein beliebtes Motiv ist in dieser Hinsicht die Vergänglichkeit der Schönheit, die nur eine Maske ist und vom Tod höchstpersönlich getragen und präsentiert wird.

Gothic Industrial

Gothic Industrial ist einmal mehr eine Verknüpfung von zwei verschiedenen Genres. Auf der einen Seite steht der Gothic Rock mit seinem düsteren und basslastigen Sound und auf der anderen Seite steht die Musikrichtung Industrial, die vor allem durch elektronische Klänge geprägt ist und dadurch auch Merkmale des Techno in sich vereint. Das Interessante bei Gothic Industrial ist, dass die Sprache keine Rolle spielt und ein Teil des Spiels ist. Dennoch werden vorzugsweise englische, deutsche, französische und manchmal sogar lateinische Klänge gewählt.

Die Anhänger dieses Subgenres haben ein hohes Vergänglichkeitsbewusstsein, sind den sogenannten „schwarzen Philosophen“ aber sehr ähnlich und beschäftigen sich gerne mit dem Sterben und mit einem möglichen Leben nach dem Tod. Deswegen interessieren sie sich auch für einige Figuren, Monster, Geschöpfe oder Gestalten, die sie aus der menschlichen Geschichte oder aus Fantasy-Romanen kennen. Die Anhänger dieser Musikrichtung veranstalten des Öfteren auch Treffen, die ausschließlich auf ihre Vorlieben und ihre Musikrichtung ausgerichtet sind. Treffen dieser Art zeichnen sich nicht nur durch ihre meist schwere, düstere und dunkle Atmosphäre aus, sondern auch durch die vielen verschiedenen Verkleidungen der Teilnehmer. Viele verkleiden sich in dunklen Anzügen und erinnern damit an Totengräber oder Vampire, andere hingegen übertragen Themen, Bilder und Figuren aus dem Mittelalter. Aus diesem Grund wird oft betont, dass der sogenannte Mittelalter-Rock mit dem Gothic Rock verwandt ist.

Der Gothic Rock ist also nicht nur eine Musikrichtung mit vielen Subgenres, sondern auch eine Jugendkultur, der aus dieser Musik hervorgegangen ist. Der Gothic Industrial bietet interessierten Jugendlichen die Möglichkeit, ihre düsteren Interessen mit Musik, Literatur und sonstiger Kultur zu verbinden und ihre Persönlichkeit in dieser Richtung zu entfalten.

Dark Wave Gothic

Vertreter des Dark Wave – auch unter der Bezeichnung Gothics (zuweilen auch etwas abwertend Gruftis) bekannt – tauchen sporadisch in Fußgängerzonen oder auf ausgewählten Partys auf. Sie ziehen auf Grund ihres dunkel bis düsteren Erscheinungsbilds die Aufmerksamkeit unweigerlich auf sich und manch ein Passant älteren Semesters nimmt erschreckt die kindliche Begleitung noch fester an die Hand. Doch wer sind sie eigentlich und warum erregt ihre Anwesenheit ein so großes irritierendes Interesse? Hervorgegangen sind die ersten Dark Waver aus der Post-Punk-Bewegung, die Mitte der 1970er ihren Ausklang fand und die zunächst unter dem Namen „New Wave“ bekannt wurde – auch wenn Bezeichnungen wie New Romantics oder Goths ebenfalls gebräuchlich sind oder waren.

Wandel der Stile
So sehr sich die „Dark Wave“ aus einer fest umrissenen musikalischen Haltung heraus definierte, so sehr hat sich das äußere Erscheinungsbild des Dark Wave gewandelt. Standen anfänglich solche Bands wie The Cure, die Sisters of Mercy oder Joy Division und insbesondere Bauhaus noch für die Optik und Ausrichtung Pate, haben sich die Grenzen der Dark Wave-Bewegung in einem schier unüberschaubarem Maß bis in unsere Tage verschoben. Allen Dark Wavern ist allerdings eine gewisse Insichgekehrtheit, ein diffuses Weltschmerzgefühl sowie ein besonderes Interesse für mystische Verklärung, Esoterik und eine ebenso melancholische Todessehnsucht gemein. Dark Waver sehen sich gewissermaßen als eine Bewegung, die einer von Konsum- und Vergnügungslust getriebenen Gesellschaft den Spiegel ihrer sozialen Entfremdung und Kälte entgegenhält. Wenngleich eine Vielzahl heutiger Dark Waver sicher nichts mehr mit der Trostlosigkeit zu Beginn der 1980er Jahre zu tun haben, bleiben aber einige gewisse Wiedererkennungskonstanten, die das äußere Erscheinungsbild von Dark Wavern in besonderer Weise prägen. Auch wenn hier modebedingte Veränderungen sowie die Verschiebung des jeweiligen Zeitgeistes für gewisse Entwicklungen und Veränderungen sorgen.

Düsterer Auftritt
Ein zentrales visuelles Merkmal ist sicher die betont dunkle Kleidung, die mit zum Teil starkem Make-Up-auftrag sowie entsprechend auffälligen Frisuren für eine gewisse Wiedererkennbarkeit sorgt. Doch Obacht! Ob sich ein Dark-Waver eher dem Neofolk, der Cold Wave, dem Gothic-Real oder dem Ethereal verbunden fühlt, kann zum Teil stark über entsprechend abweichende Details in der Kleidung ausgedrückt werden – hier sind die Grenzen teils fließend. Und hier zeigt sich auch die Schwierigkeit Dark Waver über einen „Kamm zu scheren“: Die Szene weist ein äußerst heterogenes Bild auf; die unglaublich große Anzahl unterschiedlicher Musikstile sowie der jeweils repräsentativen Bands macht eine kategorische Systematisierung schwer, wenn nicht sogar unmöglich. Diesen Umstand kann man übrigens als Anzeichen für eine äußerst kreative und dabei sich immer neu wandelnde Bewegung verstehen, die auch unter dem Sammelbegriff „Schwarze Szene“ kategorisiert wird.

Cybergothic

Die Abgrenzungen unter sich ähnelnden Kultur- und Musikszenen sind nicht immer einfach zu definieren. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Cybergoths nicht nur irrtümlich diesen Namen tragen, sonder außerdem fälschlicher der Gothicszene zugerechnet werden. Sind die Vertreter der eigentlichen Gothicszene für ihre eher melancholisch bis düstere Erscheinung bekannt, bildet der gemeinsame optische Bogen bei den Cybergoths wohl eine futuristische Anmutung, die sie in rein visueller Weise besonders von den als „Goths“ bekannten Dark Wave-Adepten abgrenzt. Insgesamt sind Cybergoths darüber hinaus um ein Vielfaches weniger anfällig gegenüber esoterischen Strömungen – vielmehr ist eine große Nähe zur Rave- und Technoszene erkennbar, groteske Accessoires wie Gasmasken oder künstliche Dreadloks siedeln sie fast näher zum Industrial-Rock an.

Industrial Goth?
Doch gerade die Unterscheidung in Hinblick auf die musikalischen Einflüsse ist hier von ausschlaggebender Bedeutung. Während viele Dark Waver in mehr oder minder direkter Weise auf Bands wie The Cure, Joy Division oder The sisters of Mercy verweisen, sind Cybergoths besonders der Techno- und Ravebewegung zugetan. Repräsentative Bandnamen innerhalb dieser Szene sind beispielsweise Angelspit, Esenfunk, Feindflug oder Chombichrist und Noisuf-X, um nur einige zu nennen – allesamt Bands, die sich durch einen ravenden und technoziden Charakter auszeichnen und kaum ein Massenpublikum außerdem der Cybergoth-Szene erreichen. Für den Auftritt in besonders unter Cybergoths bekannten Szenetreffs legen diese und ihre Fans aufwändige Ver-Kleidungen an, mit denen sie außerhalb dieser Szene kaum öffentlich in Erscheinung treten.

Futuristisches Stament
Darüber hinaus entleihen Cybergoths teilweise ihren Kleidungsstil der so genannten Visual-Kei-Mode – eine asiatische Ausprägung einer besonders bunten und auffälligen Modeerscheinung, die für Cybergoths in dieser extremen Form kaum relevant ist, auch wenn ihnen die Glam-Rock-Attitüde der siebziger Jahre und teils Manga-Charakter anhaftet. Wer im Auftreten von Cybergoths nach sozialkritischen Statements sucht, wie sie eher im Dark Wave zu finden ist, wird eher auf indirekte Art fündig. So lassen sich die teils sehr befremdenden und entrückten Outfits durchaus als trüber Ausblick in eine mechanisierte Zukunft deuten, in der der sich der Mensch der nuklearen Bedrohung ausgesetzt sehen wird. Die Musik betont diese Zukunftsausrichtung ebenfalls durch eine aggressive Grundspannung, die sich teilweise aus Technobeats nähert aber sich auch mit befremdend-agressivem Gesang vermischt. Doch auch unter Cybergoths selbst lassen sich – jenseits der eigentlichen Outfits – undeutliche Position ausfindig machen: Während ein großer Teil von Cybergoths ihre Nähe zum Dark Wave schlichtweg bestreiten würde, fühlen sich wiederum andere der Gothicszene durchaus zugehörig.

Eine Auswahl an Gothicbands

Blitzkid

Blitzkid wurde 1997 von dem damals 20 jährigen Tracy Byrd und Wolfgang Christopher gegründet. Für das Demo Tape mit Namen „Songs For The Aesthetically Challenged“, wurden schnell ein paar Stücke eingespielt. Blitzkid war ursprünglich als Spaßprojekt geplant. Dies änderte sich aber mit Steve Matthews, der im Herbst 1998 als Bassist zur Band kam. Seitdem arbeiteten Byrd und Matthews an Texten und Songs.

Dem Namen der Band an sich wird keine Bedeutung zugeschrieben, allerdings verweist die Band aber auch auf Carrie, einer Figur aus Stephen Kings gleichnamigen Roman. Dies wurde durch Matthews auch in einem Interview mit einem Musikmagazin bestätigt, in dem Matthews sagte, dass sich der Name tatsächlich auf die Romanfigur bezieht.

Im Jahr 1999 wurde dann die EP Revisited veröffentlicht, auf der sieben Lieder zu hören waren. Hier sind musikalische Ähnlichkeiten mit einer anderen Band, den Misfits, nicht zu übersehen. Noch im gleichen Jahr nahm die Band ihr Debütalbum Terrifying Tales auf. Nach einigen Konzerten in ihrer Heimatstadt und dem näheren Umkreis wurde im Sommer desselben Jahres das Album mit dem Namen „Let Flowers Die“ produziert.

2003 wurde ein deutsches Horrorpunk-Label auf die Gruppe aufmerksam, veröffentlichte einen Song auf einem Festival und verpflichtete die Band vertraglich. Darauf folgte die Veröffentlichung des Albums Trace of a Stranger. Nach einigen Tourneen, auch in Europa im Herbst 2004, wurde im Mai 2005 von der Band Five Cellars Below als viertes Album aufgenommen. Hier klingt die Band reifer und die Produktion wirkt erstklassiger, weswegen es seitens der Kritiker viel Lob gab.

Hierauf folgten erneut Tourneen durch Europa und die Vereinigten Staaten. Nachdem der Schlagzeuger Jesco die Band verlassen hatte, wechselten sich zwei Schlagzeuger, Rhea M. und Dr. Chud, ständig ab, bis Rick Fleischer als neuer, fester Schlagzeuger der Band beitrat.

2008 veröffentlichte man Anatomy of Reanimation Vol. 1 als weiteres Album. Dieses ist einerseits ein Best-of-Album voriger Alben, andererseits dient es vor allem dazu, Klassiker neu aufgenommen und im aktuellen Klanggewand darzubieten. Das ist auch der Grund, weswegen auch keine Songs aus dem Album Five Cellars Below hierauf zu finden sind.

Aufgrund ihrer mittlerweile beachtlichen Popularität gilt Blitzkid momentan als das Maß aller Dinge des Horrorpunk in den USA. Allerdings ist ihr Schwergewicht mittlerweile eher in Europa und hier vor allen Dingen in Deutschland zu sehen.
Im Juli 2009 wurde bekannt, dass die Band das Fiend-Force-Label verlassen wird und bei dem amerikanischen Label Torque Records einen neuen Plattenvertrag unterzeichnet hat. Ein Jahr später wurde das Label erneut gewechselt, diesmal zu zwei Labels, dem Century Media Records und dem deutschen Label namens People Like You.

Theatre Of Tragedy

1995 veröffentlichte die Band ihr erstes, selbstbetiteltes Album. Sie gilt als Schöpferin der gesanglichen Verknüpfung von tiefen männlichen Grunts und unverkennbarem weiblichem Gesang.

Das Album Velvet Darkness They Fear, welches 1996 veröffentlicht wurde, beinhaltete den Hit Der Tanz der Schatten und wurde zu einem der erfolgreichsten Gothic-Metal-Alben damals.

Das 1998 veröffentlichte Album Aégis wies erstmals elektronische Elemente auf, die auf dem Nachfolger Musique noch weiter verstärkt auftraten. Trotzdem blieb Aégis weiter im Genre des Gothic Metal, während Musique einen starken Bruch im Stil der Band in Richtung Synth Rock und Electronica darstellte.
Der durch Musique eingeleitete Stilwechsel setzte sich mit Assembly im Jahre 2002 fort. Dieses Album war mit den stilistischen Anfängen der Band kaum noch zu vergleichen. Dadurch ging die Band den Weg der musikalischen Entwicklung unverblümt weiter, auch wenn diese Entwicklung von den früheren Fans kritisch aufgefasst wurde.

2003 trennte sich die Band von ihrer Sängerin Liv Kristine.

2006 veröffentlichte Theatre of Tragedy mit Nell Sigland, ihrer neuen Sängerin, das sechste Studioalbum Storm, das ein wenig die elektronischen Elemente wieder verminderte und musikalisch als fehlendes Bindeglied zwischen den Vorgängeralben zu sehen ist.

Im September 2009 erschien das siebte und letzte Studioalbum Forever Is the World. 2010 gab Theatre of Tragedy „große Veränderungen“ für das neue Jahr bekannt.

Am 1. März 2010 gab Theatre of Tragedy offiziell bekannt, dass sich die Band Oktober 2010 auflösen werde. Der Grund dafür waren Probleme, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Die letzte Tour wurde aber noch wie geplant durchgeführt. Nach einigen auf die Tournee folgenden Konzerten im Sommer 2010 löste sich die Band nach ihrem letzten Konzert am 2. Oktober 2010 in Stavanger auf.

Fields of the Nephilim

Fields of the Nephilim gründete sich 1983 und bestand von 1984 bis 1991 aus Carl McCoy (Gesang), Peter Yates (Gitarre), Paul Wright (Gitarre), Tony Pettitt (Bass) und Nod Wright (Schlagzeug). Modisch orientierte sich die Band seit der Mitte der 1980er Jahre an The Sisters of Mercy und wurde deswegen als deren Kopie betitelt. Faktisch wurden sämtliche Kleidungselemente von den Sisters of Mercy übernommen. Die Band entwickelte einen eigenen Stil, der stark vom Hard-Rock beeinflusst wurde, auf den sich viele Bands der 1990er und 2000er als Inspiration berufen. Auch einige Bands aus dem Death-Metal-Bereich gaben die Band als Ideengeber an.

Nachdem sich Sänger McCoy 1991 vom Rest der Band getrennt hatte und die verbliebenen Musiker zusammen mit Sänger Andy Delany ein neues Projekt namens Rubicon gründeten. Das löste sich allerdings nach zwei kaum beachteten Alben wieder auf.
Gegen Ende der 1990er Jahre fanden Gespräche bezüglich einer Wiedervereinigung der Originalbesetzung der Fields of the Nephilim statt, wahrlich brachten aber nur Sänger Carl McCoy und Bassist Tony Pettitt unter dem Projektnamen Fields of the Nephilim A.D. eine Single namens One More Nightmare (2000) heraus. Ein Album gab es allerdings nicht, und auch Carl McCoy und Tony Pettitt gingen anschließend musikalisch wieder getrennte Wege. Carl McCoy setzte das Projekt alleine fort. 2002 entschloss sich das Label das Album Fallen zu veröffentlichen, weil es nicht länger auf die endgültigen Album-Aufnahmen von McCoy zu warten. McCoy beendete daraufhin die Zusammenarbeit mit dem Label.

2005 erschien mit Mourning Sun ein neues Album unter dem Projektnamen Fields of the Nephilim von Carl McCoy. Die Musik dieses Albums stellt eine Kombination des alten Fields-of-the-Nephilim- und des metal-lastigen Nefilim-Stils dar.

The Mission

The Mission wurde 1985 von den ehemaligen Sisters Of Mercy Mitgliedern Wayne Hussey und Craig Adams gegründet, die die Band nach einem Streit mit Sänger Andrew Eldritch verlassen hatten. Anfangs tourten sie unter dem Namen The Sisterhood. Dieser Name wurde aber von Eldritch in Anspruch genommen, worauf hin sich die Band „The Mission“ nannte. Mit den folgenden Platten schaffte sie es rasch, an den Erfolg ihrer vorherigen Band The Sisters of Mercy anzuknüpfen.
Nach mehreren Umbesetzungen ließ der Erfolg nach. Das Teamwork gelang nicht mehr und die Plattenverkäufe waren nachlassend. 1996 löste sich The Mission wegen Erfolglosigkeit auf.

Im Jahr 1999 war eine Wiedervereinigung der Band und sie startete eine Welttournee, mit Konzerten unter anderem in Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko, Südafrika, USA und Griechenland (2000).

2001 veröffentlichten sie AurA, eines ihrer erfolgreichsten Alben, das sich acht Wochen auf Platz 1 der Deutschen Alternative Charts hielt. Kurz darauf folgte Aural Delight. The Mission waren auf Tour durch Deutschland, anschließend 2002 tourten sie sechs Wochen durch Europa, dann Südamerika, später wieder Europa. Hierauf folgte Jahr 2003 eine Pause. Zum 20-jährigen Band-Jubiläum erschien 2005 die DVD-Box Lighting The Candles mit einem neuen Song (Breathe Me In) und war somit auch wieder ein Grund für eine Tour.

2007 erschien ein neues Album mit dem Namen God Is A Bullet. Im Oktober 2007 kündigte Mitgründer Wayne Hussey das erneute Ende der Band an. Im Anschluss an eine Abschiedstournee durch Europa im Februar 2008 will er sich an andere Projekte heranbegeben. Pünktlich zur Abschiedstour erschien auch Waynes Soloalbum „Bare“, das anfangs nur bei den Konzerten und über die Band-Website vertrieben wurde. Neben Neuaufnahmen von alten The Mission-Stücken im Klang der Solo-Akustik-Shows von Wayne Hussey finden sich darauf auch Coverversionen, unter anderem von U2.

The Sisters Of Mercy

1980 wurden The Sisters of Mercy in Leeds von Andrew Eldritch und Gary Marx gegründet. Gary Marx war instrumental versiert, während Andrew Eldritch nach eigener Auskunft mehr schlecht als recht Schlagzeug spielen konnte. Beide aber wollten sich selber im Radio hören. So entstand mit kleinstmöglichem Equipment die erste Single Damage Done / Watch / Home of the Hit-Men. Gesanglich wechselten sich Eldritch und Marx ab. Gitarre und Bass wurden von Marx gespielt, während Eldritch am Schlagzeug saß. Auch das Merciful-Release-Logo entstand zu dieser Zeit. Überdies gründeten sie damals ihr eigenes Label, das bis heute besteht. Nachdem der völlig schockierte John Peel das Stück Damage Done in seiner Radiosendung mehrmals spielte, verkaufte sich die erste und einzige Auflage nahezu vollständig.

1981 trafen sich Eldritch und Marx nochmals, um „richtig anzufangen“. Marx blieb an der Gitarre und wurde durch Benn Gunn unterstützt. Craig Adams übernahm den Bass. Doktor Avalanche, ein Schlagzeugcomputer des Modells Boss DR 55, machte die Band vollständig. Eldritch war für den Gesang zuständig. Seitdem schrieb Eldritch auch alle Texte und einen Großteil der Kompositionen. 1981 fand das erste Konzert der Band am 16. Februar im Vanbrugh College in York statt.

1982/1983 veröffentlichten sie ihre ersten Songs, darunter Alice, Body Electric und Temple of Love. Die Band wurde ziemlich schnell bekannt und im August 1983 wurden die ersten Konzerte außerhalb Großbritanniens in Belgien, den Niederlanden, West-Deutschland und den USA gespielt.

1984 ersetzte Wayne Hussey den Gitarristen Gunn, der die Band verließ, weil diese sich selbst zu ernst genommen habe.
Die Band erhielt in diesem Jahr einen Plattenvertrag bei WEA Records. Die EP Body and Soul war das Debütstück bei dem neuen Label. Nach weiteren Auftritten machte sich die Band an ihre erste Langspielplatte, die 1985 mit dem Titel First and Last and Always veröffentlicht wurde. Etwa die Hälfte der Songs stammte von Gitarrist Wayne Hussey.

Gary Marx verließ die Band 1985 während einer laufenden Tournee und gründete Ghost Dance. Gleichzeitig zu den Aufnahmen zum Nachfolgealbum Left on Mission and Revenge verließen Adams und Hussey die Band. Grund hierfür war, dass beide ihre eigenen Songs nicht gegen den Widerstand von Eldritch durchsetzen konnten. Belastend kam hinzu, dass beide noch in England lebten, während Eldritch nach Hamburg verzogen war. Hussey und Adams gründeten The Mission und veröffentlichten die ursprünglich für die Sisters vorgesehenen Songs wie Garden of Delight und Dance on Glass auf ihrem Debütalbum, während die Sisters zu diesem Zeitpunkt nur aus Eldritch bestanden.

Eldritch schaffte es, zusammen mit Leuten wie James Ray und Patricia Morrison zuerst eine Single mit anschließendem Album zu veröffentlichen. Patricia Morrison blieb gleich bei der Band, die mit This Corrosion 1987 ein Comeback feierten. In Gemeinschaftsarbeit mit Studiomusikern wurde das zweite Album Floodland aufgenommen, das nicht schließlich wegen des rockigeren Sounds und der an Wagner erinnernden Chöre kommerziell ziemlich erfolgreich wurde. Eldritch komponierte sowohl die Texte als auch die komplette Musik dieses Albums. Aber auch diese Zusammenarbeit endete mit Streit. Eldritch bestritt sogar, dass Morrison irgendetwas zum Album beigesteuert habe. Auch ihr Name wird auf dem Plattencover nicht erwähnt, sie ist lediglich auf Fotos abgebildet.

Mit neuer Besetzung erschien 1990 das Album Vision Thing, mit dem die Sisters sich dem Hard Rock zuwandten. Singleauskopplungen waren More, Doctor Jeep und When You Don’t See Me. Den größten Hit hatte die Band mit einer Neuauflage von Temple of Love (1992), bei dem die israelische Sängerin Ofra Haza mitwirkte. 1993 ersetzte Adam Pearson Tim Bricheno und nahm zusammen mit Gastsängerin Terri Nunn die Single Under the Gun auf. Andreas Bruhn verschlug es mehr in die Musikproduktion, ferner häuften sich seine Gastauftritte bei deutschen Metal-Größen. Sein Ausstieg kurz war somit abzusehen. 1994 und 1995 war es still um die Sisters. Eldritch bestreikte seine Plattenfirma und weigerte sich, neues Material für ein Studioalbum zur Verfügung zu stellen. Dabei ging es auch über die Art und Weise, wie die Sisters von der Firma unterstützt werden, vor allem in Hinblick auf den Vertrieb in Amerika. Die Idee einer Tour gemeinsam mit Metallica wurde nicht in die Tat umgesetzt.

1996 bereicherte Gitarrist Chris Sheehan die Band, der von 1997 bis 1999 von Mike Varjak ersetzt wurde. Obwohl seit 1993 keine Platte mehr veröffentlicht wurde, spielt die Band regelmäßig Konzerte und Festivals in Europa. Einer der Höhepunkte war z. B. der Auftritt auf dem Roskilde-Festival 1998.

Eine neue schöpferische Phase begann, als die Band neue Songs in ihr Konzertprogramm aufnahm. Seit 1993 Come Together den Anfang machte, wurden ab 1997 vermehrt neue Stücke in das Programm eingebaut. Ende 1997 kaufte das Label ein von Eldritch produziertes Album einer Band, mit dem Titelt Go Figure, statt zweier vertraglich vereinbarter Studioalben der Sisters. Das Album ist von ausgesprochen schlechter Qualität und wurde nie offiziell veröffentlicht. Daraus resultierend kündigte EastWest den Vertrag mit Andrew Eldritch, der sich weigerte, unter diesem Label ein neues Sisters-Album zu veröffentlichen.
Seit 1999 tauchen ab und zu Meldungen auf, wonach die Sisters sich für die Aufnahmen zum neuen und Album im Studio befinden. Wirklich forderte Eldritch damals einen Vorschuss in Höhe von 3 Millionen US-Dollar. Reale Pläne für eine Veröffentlichung gibt es derzeit nicht. Nachdem 2004 eine Pause anstand, spielten die Sisters im Sommer 2005 wieder Konzerte und Festivals an verschiedenen Orten in Europa. Im selben Jahr schloss sich Adam Pearson den wiedergegründeten MC5 an. Parallel spielte er weiterhin für die Sisters, verließ die Band aber schließlich Ende 2005. Nachfolger wurde Ben Christo.

Ende 2005 veröffentlichten die Sisters Termine für eine Tournee, die sie im Februar und März 2006 durch die USA, Kanada und Mexiko führte. Mit über 20 Konzerten war diese Tournee überraschend groß angesetzt worden. Dies wurde aber nochmals gesteigert, als Ende Januar erste Termine für eine anschließende Europa-Tournee bekannt gegeben wurden. Im Anschluss spielten die Sisters bis Ende Juli 2006 bei diversen Open-Air-Konzerten. Zum zweiten Mal spielten die Sisters als Vorgruppe von Depeche Mode. Nach kurzer Pause spielte die Band im September in Istanbul. Am 7. Dezember 2006 wurde die Sisters Bite the Silver Bullet-Tour mit einem Konzert in Moskau abgeschlossen.

2009 waren die Sisters erneut auf Tour, diesmal durch Europa, Südamerika und den Nahen Osten.

New Model Army

Die Band wurde zum Ende der 70er Jahre in Bradford von Justin Sullivan (Gesang, Gitarre) und Stuart Morrow (Bass) gegründet. 1982 kam Robert Heaton (Schlagzeug) hinzu. Sullivan, Morrow und Heaton legten mit ihrer Musik anfangs der 80er Jahre den Grundstein für eine mittlerweile 30-jährige Bandzeit mit mehreren hundert Live-Auftritten in ganz Europa.
Am Anfang ihrer Karriere fühlte sich die Band als Sprachrohr der Arbeiterklasse unter Englands damaliger Premierministerin Margaret Thatcher. Die Band hat ihre Wurzeln im Bereich des Punk. Ihre Lieder sind textlich politisch geprägt. Sie beschäftigen sich vor allem mit Problemen Englands der 80er Jahre. Außerdem unterstützt die Band auch heute noch die Umweltbewegung und kritisiert die Politik der USA. Die Band schaffte Anfang der 1980er Jahre den Aufstieg zu einer international geachteten und erfolgreichen Band, ohne dabei ihre Wurzeln zu verlieren. Der große, internationale Durchbruch gelang 1986 mit dem Song 51st State.

Auffallend für die Songs der Band ist die gefühlvolle und kräftige Stimme Justin Sullivans.

Die Liedtexte sind sowohl poetisch gehalten, als auch mit eigenen Erfahrungen der Bandmitglieder oder anderer Menschen bestückt. Als Beispiel ist hier der Song Aimless Desire zu nennen, dessen Inhalt die Lebensgeschichte eines Mannes erzählt, den Sullivan in einer Kneipe kenenlernte und von der er sehr beeindruckt war.

Außerdem geht es in den Liedern immer wieder um Fairness, die Natur, dem Sinn des Lebens und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten. Die Musik und der Gesang Sullivans wecken dabei bestimmte Gefühle wie Traurigkeit, Liebe zum Leben oder Zorn.

Im Laufe der Zeit entwickelte die Band ihren Stil weiter. Insgesamt sind die Werke abwechslungsreicher und vielschichtiger geworden. Mit zu den wichtigsten Alben von New Model Army zählen die nachfolgenden Alben Ghost of Cain (1986) und Thunder and Consolation (1989).

Hierauf folgten mit Impurity (1990) und Love Of Hopeless Causes (1993) zwei weitere Alben. Letzteres enthält Lieder wie Here comes the war, einen Anti-Kriegs-Song, und White Light, das eine Nahtoderfahrung Sullivans beinhaltet. Diese Erfahrung resultiert aus einem Konzert der Band, bei dem Sullivan einen elektrischen Schlag erlitt und wiederbelebt werden musste.

Fast sechs Jahre ohne Studio-Album erschien 1998 dann Strange Brotherhood.

Im Jahr 2000 erschien mit Eight ein weiteres Studioalbum, das Dank der Mitarbeit von Michael Dean neue klangliche Wege beschritt.

Zum 20-jährigen Bandbestehen gab es 2000 in Nottingham und Köln zwei Doppelkonzerte der besonderen Art: die Band spielte über 40 Songs aus ihrer bisherigen Zeit – die Setlist wurde aber auf beide Abende verteilt und so wurde kein Song doppelt gespielt.

2004 gab es zwei Todesfälle im Umfeld der Band. Darryl Kempster starb im bei einem Überfall vor einem Hotel in Südafrika im Alter von 37 Jahren. Am 4. November starb Robert Heaton, langjähriger Schlagzeuger der Band, mit nur 43 Jahren an den Folgen eines Pankreastumors. Gleichzeitig arbeitete die Band weiter an einem neuen Studio-Album, welches im Herbst 2005 erschien. Kurz nach dem Erscheinen des Albums ging die Band von Oktober bis Dezember 2005 wieder auf Tour.

Im Frühjahr 2006 gab es ein weiteres Erlebnis für die Fans. In Bradfords Partnerstadt Hamm wurde im März die Ausstellung New Model Army – One Family One Tribe – Art and Artefacts eröffnet. Anwesend waren neben dem Oberbürgermeister auch Justin Sullivan und dessen Lebensgefährtin. Die Ausstellung zeigte bis zum 7. Mai 2006 unterschiedliche Sachen aus der mittlerweile 25-jährigen Bandgeschichte. Keine zwei Jahre nach der Veröffentlichung von Carnival erschien im August 2007 mit High das zehnte Studioalbum. Eine große Tournee folgte durch Nordamerika und Europa.

2008 verstarb unerwartet der langjährige Bandmanager Tommy Tee. Daher verzögerten sich die Studioarbeiten am elften Album. Today is a good day ist im September 2009 erschienen.

Zu Ihrem 30-jährigen Bühnenjubiläum spielte die Band 2010, wie bereits zehn Jahre zuvor, zahlreiche Doppelkonzerte.

Catherine’s Cathedral

Catherine`s Cathedral ist eine obskure schwedische Gothic-Rock-Band aus den frühen 90er Jahren. Ihre Musik ist sehr an Nephilim angelegt mit einem kleinen Einfluss von Punk-Rock und Metal-Elementen. Zu ihren Werken zählen die veröffentlichten Alben Flowerdust 1993, Intoxication 1994 und Equilibrium 1995.

Dead Can Dance

Dead Can Dance sind eine Musikgruppe aus Australien, die Eindrücke unterschiedlicher, ethnischer Musikstilen zu einem eigenen Stil zusammenführt.

Gerrard und Perry trafen sich 1980 in Melbourne. Beide traten als Musiker in Pubs auf. Das multi-kulturelle Umfeld in dem Viertel East Prahran, wo sie lebten, begann ihren musikalischen Stil zu prägen. Zusammen arbeiteten sie nebenbei in einem Restaurant, um Geld für eine Auswanderung nach London zu verdienen. 1981 gründeten sie dann gemeinsam mit Paul Erikson und Simon Monroe die Band Dead Can Dance. Motor dieser Gründung war Perry, der das Konzept eines Künstlerkollektivs mit wechselnden Musikern verfolgte. Die Gruppe reduzierte sich jedoch auf Perry und Gerrard. Das erste gemeinsame Stück mit Lead-Stimme von Gerrard war das improvisierte Frontier, das jedoch bereits alle Stilelemente der Gruppe vorwegnahm. 1982 zogen beide nach London. In den ersten Jahren lebten die Musiker erst einmal von Arbeitslosenhilfe, da der erhoffte Plattenvertrag ausblieb. In dieser Zeit nahmen sie mehrere Demobänder auf, um den erwünschten Plattenvertrag zu intensivieren. Nach zwei Jahren trafen sie auf Ivo Watts-Russel. Dieser bekam eines der Demobänder in die Hand, wobei er besonders von Frontier sofort begeistert war. Allerdings fehlte das Kapital für eine Zusammenarbeit. Im November 1983 nahm die Gruppe eine der John-Peel-Sessions bei der BBC auf. Im März 1984 erschien mit Hilfe verschiedener Gastmusiker das erste Album Dead Can Dance. Der Name des Werks soll das Beleben von toten oder vergessenen Gegenständen versinnbildlichen und ist eine Anspielung auf die im Mittelalter verwendeten Instrumente. Diese Konversion von Belebtheit in Unbelebtheit und umgekehrt sollte den Kern ihrer Musikerfahrung darstellen.

Die Musik von Dead Can Dance verarbeitet Elemente aus Rock, Neoklassik, mittelalterlicher Musik sowie Weltmusik, vor allem aus arabischen oder osteuropäischen Kulturen. Die Instrumentierung der Lieder umfasst ein weites Spektrum von Instrumenten unterschiedlicher Kultur und Herkunft. Bei der vokalen Besetzung divergiert Brendan Perrys weiche, tiefe Stimme mit dem hellen, lautmalenden Gesang von Lisa Gerrard.

Ataraxia

Ataraxia ist eine im November 1985 in Modena gegründete neoklassische Dark-Wave-Band, die anfangs in charakteristischer Dark-Wave-Besetzung mit E-Gitarre, Bass, Synthesizer und Schlagzeug auftrat. Der Bandname stammt von Ataraxie, einer Art Ideal der Seelenruhe, und bezieht sich auch darauf.

Die Demos Prophetia (1990) und Nosce te ipsum (1991) waren anfangs noch sehr von Gothic Rock und Cold Wave beseelt, Aber im Laufer der 90er-Jahre entwickelten Ataraxia einen folkloristisch-neoklassisch gelenkten und Stil, der moderne Technik und antike Instrumente vereint.

Ataraxia beschreiben ihre Musik selbst als Mischung zwischen heilig und unheilig, himmlisch und neo-klassisch, alter und neuer Musik. Außerdem verarbeiten sie in ihren Texten europäische Legenden bzw. die lateinischen und griechischen Sagen. Ihre Songtexte sind deswegen oft in antiken Sprachen. Ihre Auftritte finden meist an Orten statt, die aus der Sicht der Band besondere spirituelle Eigenschaften besitzen. Seit ihrer Gründung wurden etwa 20 LPs veröffentlicht.

Dargaard

Dargaard ist eine Formation aus Österreich, die ihre Wurzeln im neoklassischen Dark-Wave-Bereich hat. Ihre Musik ist klassisch inspiriert und wird vollständig mit Keyboards erzeugt. So veröffentlichten Dargaard bislang vier Alben.
Dargaard wurde im Jahr 1997 von Tharen gegründet. Dieser spielte bis dahin schon in verschiedenen Untergrund-Bands. Er war Keyboarder bei Abigor, allerdings sind die Projekte Amestigon, Dominion III und Dargaard vollständig unter seiner Führung. Dargaard resultierte aus Tharens Streben, sich vom Black Metal zu distanzieren und mehr Ausdruck durch klassische und umgebende Musik zu verleihen.

Später trat Elisabeth Toriser der Band als Sängerin bei.

Oktober 1998 wurde das Debütalbum Eternity Rites in den Hoernix Studios aufgenommen. Die Songs wurden von Tharen komponiert, während die Texte von Elisabeth geschrieben wurden. Das Album wurde von der Plattenfirma Napalm Records veröffentlicht. Hier war Tharen durch seine früheren Band-Aktivitäten vertraglich gebunden. Dies ist auch der Grund, weswegen keine Demos veröffentlicht wurden. Das Album wurde sehr positiv von den Metal- und Dark-Wave-Fans aufgenommen.
Im August 1999 wurde von der Band im Studio mit den Arbeiten am zweiten Album begonnen. Dieses wurde 3. Juni 2000 durch Napalm Records mit Namen In Nomine Aeternitatis veröffentlicht und erhielt wiederum großen Zuspruch. Im Juni 2001 veröffentlichten sie das Album Dissolution of Eternity. Im März 2004 erschien vorübergehend das letzte Werk Rise and Fall.
Trotzdem ist Dargaard weiterhin aktiv. Allerdings hatte die Band bislang keine Live-Auftritte. Auch ausgedehnte Tourneen werden laut Tharen nicht absolviert.

Faith and The Muse

Gegründet wurde die Band 1993 in Los Angeles Monica Richards und William Faith. Im Vorfeld zu dem Projekt Faith and the Muse hatten sowohl Richards als auch Faith Banderfahrungen in der Gothic-Rock- und Post-Punk-Szene der 80er-Jahre sammeln können. Richards hatte für die Band Strange Boutique gesungen, und Faith war unter anderem für diverse Szene-Größen wie Shadow Project oder Sex Gang Children aktiv.

Ihr Debütalbum Elyria, dem ersten von bislang sieben, wurde im Jahr 1994 veröffentlicht. Der Musikstil der Band ist nicht leicht zu erklären, da er sehr mannigfach ist und die abwechselndesten Einflüsse widerspiegelt. Mit diesem weit gefächerten Spektrum wird die Band ihrem Anspruch gerecht, eine im zeitlichen und kulturellen Sinne grenzüberschreitende Performance zu bieten. Die meisten Songs werden von Richards gesungen.

In den letzten 15 Jahren wurden ausgedehnte Touren in den USA und Europa gemacht. Mehrfach sind sie dabei auf großen alternativen Musikveranstaltungen aufgetreten. Die Live-Auftritte der Band sind bei den Fans wegen ihres Variantenreichtums beliebt. Sie wechseln von ruhigen Akustik-Sessions über theatralisch-orchestrale Inszenierungen bis hin zu einwandfreien Rock-Konzerten die Spur.

Love Is Colder Than Death

Love Is Colder Than Death stammt aus Deutschland. Die Band wurde zunächst dem Dark-Wave-Umfeld zugeordnet. Sie entwickelte sich mit der Zeit zu einer halb-akustischen Performance-Gruppe. Hierbei verknüpfte sie Bestandteile der Weltmusik mit einer eigen gewählten Freestyle-Attitüde.

1989 wurde die Gruppe in Leipzig, damals noch DDR, von Maik Hartung, Sven Mertens und Susann Heinrich unter dem Namen Six Bones in gegründet. Im Jahr 1990 trat Ralf Donis als viertes Mitglied der Gruppe bei. Der Name wurde später in Love Is Colder Than Death geändert und leitet sich von dem gleichnamigen Film ab.

1991 erschien mit Wild World die erste offizielle Veröffentlichung, die stilistisch noch stark im Bereich des Electro-Wave-Umfeldes anzusiedeln war, aber auch neoklassische Elemente aufwies. Diese traten auf späteren Werken dann deutlicher hervor und machten die Band international bekannt.

Hauptaugenmerk der Band lag anfangs auf der Vertonung von Versen englischer Romantiker. Aber kurze Zeit darauf begannen sie mit der Verfassung eigener Texte. Ende 1991 erschien das Debüt-Album Teignmouth.

1992 bewältigten Love Is Colder Than Death einen Auftritt auf der Documenta. Ebenfalls 1992 folgte das zweite Album Mental Traveller.

Artesia

Artesia begann als französisches weibliches Duett mit dem Spielen stimmungsvoller Musik. Die Band wurde 2001 von Agathe (Keyboards, Gesang) gegründet und eine erste Demo-Aufnahme mit dem Titel l’Eveil de l’Ame wurde im Juni 2003 (8 Songs / 38 Minuten) eingespielt, aber wegen mangelhafter Tonqualität wurde sie nicht veröffentlicht. Gaëlle trat der Band im September 2003 bei und dieser Moment ist der Beginn des Abenteuers.

Das zweite Demo „l’Aube Morne“ (5 Songs / 20 Minuten) wurde im September 2004 aufgenommen und ist nun komplett vergriffen!
Im Dezember 2005 unterzeichnete Artesia einen Vertrag mit Prikosnovenie, einem französischen Label der Nähe von Nantes, welches sich auf faerie und Weltmusik spezialisiert hat. Das erste Album „Hilvern“ ist im Februar 2006 veröffentlicht worden.

Im Juni 2007 wurde das zweite Album „Chants d’Automne“ veröffentlicht. Im Frühjahr 2008 verließ Gaelle die Band aus persönlichen Gründen. Agathe wurde auf dem dritten Album von Loïc (Belenos) und Coralie, einer neuen Geigerin, unterstützt. „Llydaw“ (8 Titel – 40 min) wurde im Februar 2009 wieder unter Prikosnovenie veröffentlicht. Nach der Veröffentlichung von Llydaw wollte Gaëlle wiederkommen und Coralie beschloss, die Band zu verlassen. Die Band arbeitet derzeit am vierten Album!

Bauhaus

Bauhaus ist eine britischeDark-Wave-Band, die gemeinsam mit Künstlern wie The Cure oder David Bowie das Fundament für die Musik legte, was später als Gothic Rock bekannt wurde. Die Band verknüpfte einen andauernden, experimentellen Musikstil mit trübsinnigen und dunklen Texten und einem Auftreten in geheimnisvoller Kleidung mit düsterem Make-up.

Gegründet wurde die Band 1978 im englischen Northampton. Die vier Kunststudenten Peter Murphy, Daniel Ash, David J und Kevin Haskins benannten sich nach der 1919 in Weimar gegründeten Kunst- und Designschule Bauhaus. Mit dem Lied „Bela Lugosi’s dead“ schufen sie 1979 einen Klassiker des Genres. Die Band veröffentlichte vier Studioalben und ein Livealbum. 1983 löste sich die Band nach einigen Meinungsverschiedenheiten auf.

Peter Murphy avancierte zum Idol der europäischen Gothic-Bewegung der 80er Jahre und diente James O’Barr als Vorbild für seine Comic-Figur „The Crow“. 1984 veröffentlichte er zusammen mit Mick Karn eine LP.

Der Rest der Band schloss sich zunächst unter den Namen Tones On Tail, und schließlich als Fast-Reunion als Love and Rockets sehr erfolgreich zusammen.

1998 gab es eine Wiedervereinigung von Bauhaus für eine Tournee.

Im Herbst 2005 sowie Winter 2006 gab es erneut eine Tour unter dem Titel Near the Atmosphere.

Im März 2008 erschien ein neues Album namens Go Away White. Aufgenommen wurde es innerhalb von 18 Tagen mit der Originalbesetzung. Dieses Album soll das letzte sein und die Bandmitglieder sähen es als „posthumen Schwanengesang“ an.

Siouxsie and the Banshees

Siouxsie and the Banshees wurden 1976 in London gegründet. Sie haben den Ruf, eine der wichtigsten Bands der Post-Punk- und Dark-Wave-Bewegung zu sein.

Obwohl sie kommerziell kaum erfolgreich war, erlangte sie den Status als Kultband.

In der Urformation der Band spielte Simon Ritchie die Schlagzeug. Später wurde er unter dem Namen Sid Vicious bekannt, der bei den Sex Pistols Bass spielte. Die Banshees warteten lange auf einen Plattenvertrag. Aber der Radio-DJ John Peel gab ihnen eine Chance. Im Juni 1978 machte Polydor den Weg für die Band frei. Mit der Single Hong Kong Garden erreichte die Band bereits im August Platz 7 der britischen Charts. Kurz darauf folgte die dazugehörige LP The Scream.

Umbesetzungen gab es immer wieder, gerade die Position des Gitarristen wurde oft neu besetzt. Als Kenny Morris und John McKay die Band während einer Autogrammstunde im schottischen Edinburgh 1979 nach einem Streit verließen, wurde Robert Smith neuer Gitarrist, der mit seiner Band The Cure im Vorprogramm spielte. Budgie kam ans Schlagzeug und gehörte der Band bis zur Auflösung an. Smith wurde später durch einen neuen, fest zur Band gehörenden Gitarristen ersetzt: So nahmen Siouxsie and the Banshees das Album Juju auf. Die Band spielte mit McGeoch an der Gitarre drei ihrer besten Alben ein. Sie galt als eine der besten Livebands dieser Zeit.

1982 spielte McGeoch von Alkohol und Valium beeinflusst während eines Konzerts in Spanien die falsche Melodie und wurde durch Robert Smith ersetzt. Smith blieb bis 1984, jedoch stimmte die Chemie zwischen ihm und Siouxsie nicht. Allerdings brachte er vorher aber noch zusammen mit dem Bassisten Severin ein beachtenswertes Album heraus. Carruthers war sein Nachfolger, dieser fügte sich jedoch nie richtig in die Band ein, außerdem ließ er die gewünschte Kreativität vermissen. 1987 trennte man sich von ihm und ersetzte ihn durch Jon Klein. Dabei erweiterte man die Band, da mittlerweile ein Keyboarder benötigt wurde. Dieser war das Multitalent Martin McCarrick, der schon früher mit der Band gearbeitet hatte.
Das erste Album wurde Peepshow im Jahre 1988. Dieses läutete eine neue musikalische Richtung ein, ohne jedoch den Ursprung zu verlieren.

The Damned

The Damned ist eine englische Band, die 1976 von Sänger Dave Vanian, dem Gitarristen Brian James, Captain Sensible und dem Schlagzeuger Rat Scabies, ursprünglich als Punkband gegründet wurde.

Beeinflusst von Bands wie den Ramones und den Sex Pistols spielte die Gruppe starken Punkrock. In den Texten ging um Sozialkritik, Lebensfreude und Spaß, und es gab auch keine Kleiderordnung. Es kleidete sich jeder so, wie er wollte. So kam es, dass Horrorfan Dave Vanian manchmal im Bela-Lugosi-Look auftrat, Captain Sensible hingegen im Krankenschwesternkittel oder Ballettkleid auftrat.

The Damned war die erste britische Punkband, die mit Der Single New Rose und dem Album Damned Damned Damned Studiomaterial veröffentlichte. Mit dem Gitarristen Lu Edmunds trieb die Gruppe in Richtung Rock, löste sich aber 1978 nach dem zweiten Album Music for Pleasure auf.

Ende des Jahres 1978 vereinigten Vanian, Sensible und Scabies zu „The Doomed“ , bald darauf nahmen sie aber wieder den alten Bandnamen The Damned an. Mit Algy Ward als Bassist feierte man mit Machine Gun Etiquette ein Comeback. Musikalisch hatte sich die Band weiterentwickelt, blieb dem Punk aber weiter treu. Neuer Bassist wurde Paul Gray, mit ihm entstand auch das Black Album.

Fortwährende Schwierigkeiten mit den Plattenfirmen standen einem größeren Erfolg der Gruppe im Weg. 1981 erschien die Maxi Friday the 13th.. Ernüchternd fiel das Album Strawberries aus, das trotz starker Titel nicht an die Wirkungsstärke des Black Albums heranreichte. Trotzdem war es das ersts Album der Band, welches den Sprung unter die Top 20 der UK-Charts schaffte.

1983 war eine neue Umbesetzung zu verzeichnen zur Band, Gray wurde durch Bryn Merrick ersetzt und Roman Jugg stieß als Keyboarder und Gitarrist hinzu. Letzterer war kein Unbekannter, da er schon seit 1981 bei Live- und Studioaufnahmen der Gruppe mit dabei war. Anfang 1985 verließ Captain Sensible die Gruppe wegen seiner immer erfolgreicher werdenden Solokarriere. Mit Phantasmagoria stieß die Band in Richtung Gothic Rock vor und hatte mit Eloise ihren einzigen Top-10-Hit. Mit dem Nachfolgealbum Anything wurde mehr in Richtung 1970er-Jahre-Rock gezielt. 1988 trennte man sich wegen fehlenden Erfolgs. Zum Abschluss gab The Damned ein letztes Konzert in Originalbesetzung mit ihren alten Hits von 1976 bis 1981.

Sex Gang Children

Die Sex Gang Children waren eine frühe Gothic-Rock-Band, die sich Anfang der 80er-Jahre in Großbritannien gründete.
Die von ihr gespielten Songs klangen aufgrund tiefer Bässe, der vielen Trommelklänge und der absonderlich hohen Stimme des Sängers vielmehr tragisch.

Zu ihren Alben gehören Song and Legend (1983), Blind (1992), Medea (1993) UND Bastard Art (2002). Der Name Sex Gang Children wurde von Malcolm McLaren gewählt und entstammt eines Buches William S. Burroughs.

Virgin Prunes

Die Virgin Prunes existierten als irische Post-Punk-Band von 1977 bis 1986.

Mitte der 1970er Jahre bestand in Dublin eine Clique namens Lypton Village. Die Gründer waren die Freunde Paul Hewson (besser bekannt als Bono), Fionán Martin Hanvey (Gavin Friday) und Derek Rowen (Guggi). Die Gruppierung schaffte sich ihre eine Phantasiewelt mit eigenen Bestimmungen. Infolge der Punkbewegung gingen zwei Musikbands aus dieser Clique hervor, U2 und die Virgin Prunes.

Gavin Friday, Guggi und Dave-id Busaras Scott (David Scott Watson) übernahmen den Gesang. Bass spielte Trevor Rowan, die Gitarre Dik (Richard Evans) und am Schlagzeug saß Pod (Anthony Murphy), und an den Keyboards in den ersten Jahren Haa-Lacka-Bintii (Daniel Figgis).

Ihre frühen Auftritte glichen eher einer Aufführung, die nicht selten den Geschmack des Publikums reizte. Der Grund hierfür lag am freigiebigen Spiel mit Sexualität und Geschlechterrollen. Somit gelang der Band ein kultstatus unter den Fans.

1981 kam die erste Single Twenty Tens. 1982 erschien das Album … If I Die, I Die. Ebenfalls 1982 wurde Pagan Lovesong veröffentlicht. Bereits hier nahmen die Virgin Prunes ausdrücklich Abstand von der neuenGothic-Bewegung. 1984 wurde The Moon Looked Down And Laughed aufgenommen und 1986 veröffentlicht. Auf diesem Album wurde eine neue musikalische Richtung eingeschlagen: Der Konfrontationsaspekt wurde durch r melodische Stücke und Balladen ersetzt. Durch den immensen Stress des permanenten Tourens kam es zu Unstimmigkeiten innerhalb der Band. Guggi verließ sie als erster, bald darauf ging auch Dik. Mit dem Fortgang Gavin Fridays 1987 war die baldige endgültige Auflösung der Virgin Prunes nur noch reine Formsache.

UK Decay

UK Decay entstammen einer früheren Luton Punkband namens The Resistors.

Die Urformation bestandaus Steven Abbot (Abbo) an der Gitarre, Steve Harle am Schlagzeug, Paul Wilson für den Gesang, und Martin (Segovia) Smith am Bass. Im Frühjahr 1979 änderte die Band ihren Namen in UK Decay und veröffentlichte das „Split Single ‚7“ zusammen mit der lokalen Band Pneumania. Es gab zwei Songs von jeder Band. Der Beitrag von UK Decay waren die Songs „UK Decay“ und „Car Crash“, Pneumania steuerte „Exhibition“ und „Coming Attack“ bei. Die „Split Single“ verkaufte sich sehr gut, vor allem wegen einer sehr schlechten Kritik in der NME, die sie als eine der schlechteren Punk-Bands aller Zeiten beschrieb. Bis 1981 kamen zwei weitere Singles, „Unexpected Guest“ und „Sexual“, auf den Markt. Diese beiden ebnen den Weg für UK Decay herrlichen Debüt-Album „For Madmen Only“.

Mit Martin ‚Segovia‘ Smith verließ Anfang 1981 die Band ein Bassist. Trotzdem begannen sie mit den Arbeiten an ihrem „Nur für Verrückte“- Album. Die Aufnahme wurde verzögert, um in die USA mit den Dead Kennedys zu spielen und in Europa auf Tour zu gehen. Die Suche nach einem festen Bassisten erwies sich für die Band als frustrierend.

Mit Rückkehr nach Großbritannien im Sommer 1981 war Creeton K-os am Bass.

Die Band hat so gut mit Creeton funktioniert, dass sie ihn wieder in das Vereinigte Königreich für ihre erste Headliner-Tour im Mai / Juni 1981, wo sie durch The Dark und Play Dead unterstützt wurden.

Danach kehrte Creeton nach Hause zurück und Eddie ‚Dutch‘ Branch (AKA ‚Twiggy‘) aus Northampton trat am Bass an, gerade rechtzeitig, um auf dem Album zu spielen.

In dreieinhalb Jahren zwischen 1979 und 1983 hatte UK Decay über 450 Konzerte gespielt, die meisten in Großbritannien, aber auch Tourneen durch Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich sowie die Westküste der USA und Kanada.
Darüber hinaus veröffentlicht sie sechs Singles und ein Album, ein Live-Album und nahm zwei Shows für die BBC John Peel Show auf.

Aber Ende 1982 löste die Band sich in dramatischem Stil auf.

The Cure

The Cure ist eine englische Pop- / Rock- / Wave-Band, die 1976 als Malice von Robert Smith und einigen Klassenkameraden gegründet wurde. Zunächst spielte Robert Smith nur Gitarre. Nach dem Ausstieg einiger Mitglieder nannte sich die Band 1977 vorerst in Easy Cure und 1978 schließlich in The Cure um. Seitdem ist Robert Smith Bandleader, Komponist und Sänger. Er ist außerdem das einzige ständige Mitglied.

1978 unterschrieb The Cure einen Vertrag bei dem neuen Label Fiction Records. Die erste Single Killing an Arab erschien im Dezember erst einmal nur auf dem kleinen Indie-Label Small Wonder und wurde 1979 von Fiction Records neu aufgelegt. Trotz des Titels teils hat das Stück keinerlei rassenfeindliche Tendenzen, sondern entstand nach einem Werk Albert Camus. Die Single wurde zur Single der Woche gekürt und so wurde BBC-DJ John Peel auf die Gruppe aufmerksam.

1979 folgte The Cure`s erste Album-Veröffentlichung Three Imaginary Boys. Auf das Album folgten die Singles Boys Don’t Cry und Jumping Someone Else’s Train. Boys Don’t Cry wurde in den USA zu einem kleineren Hit, so dass 1980 in den USA das Album Boys Don’t Cry herausgebracht wurde.

Für das Folgealbum hatte Robert Smith Pläne, die allerdings auf Widerstand trafen, worauf Dempsey die Band verließ. Für ihn kam Simon Gallup am Bass und Mathieu Hartley am Keyboard als neue Mitglieder in die Band. 1980 erschien das Album Seventeen Seconds. Dieses war bedeutender als Three Imaginary Boys und kletterte auf Platz 20 in den englischen Charts.
1981 erschien das dritte Album Faith. Auf diesem Album sind der Tod und der Glauben wiederkehrende Themen des Werks.
1982 wurde das Album Pornography veröffentlicht. Hier wird die depressive Stimmung besonders durch den Anfang des ersten Liedes One Hundred Years deutlich. Der pausenlose Drogenmissbrauch und das stressige Tourleben forderten in der Folge ihr Opfer: Es kam zum Streit. Gallup verließ die Band.

In der Zeitvon 1983 bis 1987 änderte sich der Sound von The Cure.

1984 kam das Album The Top. The Top laborierte mit einer Reihe von Stilmitteln wie arabisch beeinflussten Melodien und Marsch-Rhythmen. Ebenfalls 1984 erschien The Cure – Live in Concert.

Wieder änderte sich die Besetzung – Heraus kam die Zusammenstellung Smith, Porl Thompson (Gitarre), Gallup (wieder zurück am Bass), Boris Williams (Schlagzeug) und Tolhurst (Keyboards). 1985 veröffentlichten sie das Album The Head on the Door. Das darauf erschienene Album Standing on a Beach hat alle bis dahin erschienenen Singles vereint. Unter dem Namen Staring at the Sea erscheint auch eine Video-Zusammenstellung aller von 1978 bis 1986 erschienenen Singles.

1987 stößt Keyboarder Roger O’Donnell dazu und The Cure veröffentlichen das Doppel-Album Kiss Me Kiss Me Kiss Me. Im Jahr darauf heiratete Smith seine langjährige Freundin Mary Poole.

Im Jahr 1989 kam das Album Disintegration heraus. Es erreichte Platz 3 der britischen Album-Charts. Später verließen sowohl Tolhurst als auch O’Donnell die Band. Dafür kam der langjährige Roadie Perry Bamonte ans Keyboard. Später erschien das zunächst limitierte und für karitative Zwecke gedachte in der Wembley-Arena aufgenommene Live-Album Entreat.
1990 erschien Mixed Up, ein Doppel-Album mit Remixen verschiedener Cure-Singles und einer neuen Single, Never Enough.
Ein Jahr später veröffentlichte die Band das Wish-Album. Der Sommerhit Friday I’m in Love ist bis heute die meistverkaufte Single der Band.

1997 erschien die Compilation Galore auf der alle Singles von 1987–1997 enthalten sindAußerdem wurde das Video Galore – The Videos veröffentlicht, auf dem alle Clips zu den Singles zu sehen sind.

Im Jahr 2000 veröffentlichte die Band ein neues Album: Bloodflowers. Es gab zum ersten Mal weder eine Single-Auskopplung noch Video-Clips.

Ende 2001 beendete The Cure mit Greatest Hits den Plattenvertrag mit Fiction/Polydor.

Im November 2002 gab The Cure drei Trilogy-Konzerte – eines in Brüssel und zwei in Berlin. An allen drei Abenden spielte die Band die Alben Pornography (1982), Disintegration (1989) und Bloodflowers (2000) in voller Länge und chronologischer Reihenfolge durch, nur unterbrochen von 20-minütigen Pausen. Dabei wurden die Instrumente gespielt, die zum Einspielen der Originalaufnahmen genutzt wurden. Am letzten Trilogy-Abend in Berlin verließ die Band erst nach viereinhalb Stunden die Bühne. Zur gleichen Zeit unterschrieben The Cure einen Vertrag bei I AM Records, dem Label des Produzenten Ross Robinson.
Anfang 2004 begannen die Aufnahmen für das zwölfte Studioalbum in London, das ebenfalls von Ross Robinson produziert wurde. Das Album The Cure, erschienen im April 2004, wurde ein klassisches Cure-Album. Ende Mai 2005 trennten sich die Wege von Keyboarder Roger O’Donnell, Gitarrist Perry Bamonte und The Cure.

Am 16. November 2005 kündigte Robert Smith auf der offiziellen Homepage an, dass man im Januar 2006 wieder ins Studio gehen werde, um ein neues Album einzuspielen. Der 2005 angekündigte, bislang letzte Long-Player der Band mit dem Titel 4:13 Dream erschien am 24. Oktober 2008.

Joy Division

Joy Division war eine englische Rockband, die sich im Jahre 1977 unter dem Namen Warsaw in Manchester fgründete. Der Name geht auf einen Song von David Bowie zurück. Der spätere Name Joy Division leitete sich von einer angeblichen Prostituierten-Riege der deutschen Wehrmacht ab, die in einem Roman Yehiel Feiner beschrieben wird. Joy Division waren eine der wichtigsten Bands der Post-Punk-Szene und Pioniere der Dark-Wave-Bewegung.

Im Juli 1977 wurde die ersten Aufnahmen eingespielt. Diese sind auf verschiedenen Bootlegs sowie als Zugabe auf der 1995 erschienenen CD Warsaw zu hören.

Das erste Konzert fand noch unter dem alten Namen Warsaw im Mai 1977 in Manchester statt. Als erste Veröffentlichung erschien im Juni 1978 die EP An Ideal for Living, die dem Punkrock jener Zeit noch recht nahe stand. Die vier im Dezember 1977 aufgenommenen Tracks erschienen auf dem bandeigenen Label Enigma. Am Schlagzeug saß nun Stephen Morris, der wie zuvor Ian Curtis über eine Anzeige zur Band gestoßen war.

Um Verwechslungen mit der Londoner Band Warsaw Pakt zu vermeiden, benannte sich die Band im Januar 1978 in Joy Division um. Im Mai des Jahres wurden elf Stücke für ein Debütalbum aufgenommen, darunter frühere Versionen von Shadowplay und Transmission. Dieses Album wurde jedoch wegen Kontroversen zwischen Band und Produktionsteam, vor allem wegen der eingesetzten Synthesizer, nicht veröffentlicht. Auch diese Aufnahmen wurden erst auf der CD Warsaw (1995) offiziell veröffentlicht. Im Juni 1978 erschien mit At a Later Date das erste Stück unter dem Namen Joy Division. Im Januar 1979 folgten mit Digital und Glass zwei Lieder des neu gegründeten Factory-Labels.

Zwischen Mitte 1978 und Anfang 1979 hatte sich die Band zu regionaler Bekanntheit gespielt, einen Auftritt in London absolviert und die Titelseite des NME geziert. Außerdem wurden für ein Genetic Records vier Demo-Tracks eingespielt, die jedoch erst auf der Compilation Heart and Soul (1997) zu finden sind. Mit ihrem auf Factory Records erschienenen Album Unknown Pleasures, das im Juni 1979 veröffentlicht wurde, kehrten Joy Division musikalisch endgültig dem Punk den Rücken zu. Das Jahres 1979 verging mit gut 70 Konzerten, die mit einer einzigen Ausnahme in Großbritannien stattfanden. Im Januar 1980 brach die Band zu einer einmonatigen Europatour auf, mit Konzerten in den Niederlanden, Belgien und Deutschland.

Das Ende von Joy Division kam schlagartig, als sich Ian Curtis im Mai 1980, zwei Tage vor der geplanten ersten Amerika-Tour, in seinem Haus erhängte. Motive für diese Tat finden sich sowohl in seiner Krankheit als auch im persönlichen Umfeld begründet. Die Epilepsie war in den vergangenen Wochen verstärkt aufgetreten, die Anfälle wurden zudem bei Konzerten oft als besondere Einlage missgedeutet. Darüber hinaus hatte er private Probleme mit seiner Frau, mit der er eine damals einjährige Tochter (Natalie) hatte, und er hatte mit der Journalistin Annik Honoré eine sehr enge Beziehung, wollte sich aber unter keinen Umständen scheiden lassen.

Die Restmitglieder mit Albrecht als Sänger, der sich nun Sumner nannte, versuchten im Anschluss in der Neuformierung New Order noch kurze Zeit den für Curtis typischen tiefen Gesangsstil nachzuahmen, fanden aber schon bald ihren eigenen Stil.

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Christian Death

Christian Death ist eine Death-Rock-Band aus dem Westen der USA.

Sie wurden 1979 in Los Angeles von Roger Allen Painter gegründet. Der Bandname war als spöttische Anlehnung an Christian Dior gedacht. Allerdings löste sich die Band bereits 1981 wieder auf und reformierte sich noch im selben Jahr mit den neuen Mitgliedern James McGearty, George Belanger und Rikk Agnew. 1984 wurde Valor Kand von Pompeii 99 auf Christian Death aufmerksam, was dazu führte, dass dieser kurze Zeit später zusammen mit David Glass und Gitane Demone bei der Band einstieg.

Wegen interner Dispute und Problemen mit Williams‘ Drogensucht verließ er die Band, der nun Valor vorstand.
Valor hatte nach Williams’ Ausstieg die Namensrechte erworben. Trotzdem oder gerade deshalb ist das Album Invocations unter alten Christian-Death-Fans sehr beliebt, da es den Charme der Band zu den Anfängen, insbesondere den außergewöhnlichen, exaltierten Gesangsstil von Rozz Williams widerspiegelt, der teilweise gewollt die Texte nicht singt, sondern sie schreiend heraus klagt. Beachtung fand die Band nicht nur wegen ihrer Musik, sondern auch wegen damit verbundener – aggressiven – politischen und anti-religiösen Äußerungen.

Anne Clark

Anne Clark ist eine britische Songwriterin, Pianistin und Sängerin, die im Zuge der Post-Punk-Ära in Großbritannien Popularität erlangte und bis heute als Musikerin mit eigener Band aktiv ist.

Clarks erstes Album wurde 1982 veröffentlicht. In Europa sind ihre bekanntesten Songs Our Darkness und Sleeper in Metropolis (beide von 1984), in den USA Hope Road (Single von 1987). In Deutschland wurde das Lied Our Darkness außerdem dadurch bekannt, weil er als Titelmelodie des Politmagazins ZAK, das bis 1996 im Fernsehen ausgestrahlt worden ist.
Von musikalischer Seite her lassen sich ihre Werke fast ausschließlich in den Bereich Elektronischer Musik mit einordnen. Insgesamt wird ihr Schaffen der Gattung „Spoken Word“ zugerechnet, das heißt es wird nicht gesungen, sondern die meist sehr poetischen Songtexte werden vielmehr rhythmisch gesprochen. Inhaltlich setzen diese sich meist und anspruchsvoll mit den der Politik auseinander.

1982 kam das erste Album The Sitting Room heraus. Bei den folgenden Alben Changing Places (1983), Joined Up Writing (1984) und Hopeless Cases (1987), kam ihr eine Bekanntschaft aus dem Warehouse zugute. Daviid Harrow agierte als Co-Autor. Ein paar der von beiden kompositionierten und zumeist mit Sampler, Keyboards und Synthesizern geschaffenen Stücke wurden in den 80er Jahre zu Meilensteinen der elektronischen Musik dieser Zeit. 1985 brachte Anne Clark ihr viertes Album Pressure Points auf den Markt, bei dem sie mit John Foxx, dem Gründer der britischen New-Wave-Band Ultravox kooperierte.

1987 ging Clark für drei Jahre nach Norwegen, wo sie unter anderem mit den Musikern Toy Ramstad und Ida Baalsrund zusammenarbeitete.

Relatives Menschsein

Relatives Menschsein war eine deutsche Band aus dem Allgäu, die der Dark-Wave-Bewegung zugerechnet wird. Gegründet wurde sie 1990 aus dem Zusammenschluss der Musiker Amadeus, Lissy Mödl und Jörg Wolfgram (alias „Jogy“) und wurde vor allem wegen ihrer poetischen und stimmungsvollen Gesangsstücke in deutscher Sprache in der Schwarzen Szene bekannt.

Schon die ersten Singles der Band wurden durch ihre bis dahin einzigartige Mischung von Musik und Lyrik zu Hits in der Schwarzen Szene. Die Songs Tempel, Glaube und besonders Verflucht entwickelten sich zu Hits der Szene, die bis heute gespielt werden und ihnen einen Plattenvertrag bei der Produktionsfirma Danse Macabre bescherten. Unter dem Titel „Moritat“ erschien bei diesem Label eine Musikkassette mit nur vier Songs. Mit dem ersten größeren Konzert am 4. Januar 1992 in Ulm startete eine Tournee, die der Band in Deutschland, Belgien und der Schweiz zu

1992 erschien die EP „Gefallene Engel“, und im August fanden sie Unterstützung durch den Keyboarder Jörg Hüttner. Im Juni 1993 wurde das erste und einzige Album „Die Ewigkeit“ veröffentlicht, an dem Gitarrist „Thar“ mitarbeitete. Nachdem das Album veröffentlicht wurde, verließ Jörg Wolfgram die die Band. Nachfolger wurde Andy Age als Gitarrist der Band. 1999 spielte die Band ihren letzten Auftritt, bei dem die Bühnenkleidung Amadeus von diesem verschenkt wurde. So wurde die Band inoffiziell aufgelöst.

Goethes Erben

Goethes Erben stellt eine aus Deutschland stammende Band dar, die ihre Gründung 1989 Oswald Henke und Peter Seipt fand.

Die Gruppe war Anfang der 1990er Jahre zu den stilprägenden Gruppen der deutschen Gothic- und Dark-Wave-Bewegung zu zählen. Mitte der 90er wurde ein Stil- und Imagewechsel vollzogen. Die Band veröffentlichte seit diesem Zeitpunkt eher Werke, die rock- und avantgarde-inspiriert waren.

Es stand die Idee, deutsche gesprochene Texte zu intonieren, bei der Gründung der Band im Mittelpunkt, woher sich auch der Bandname ableiten lässt, der den Grundgedanken versinnbildlichen soll.

Im Mai 1990 fand das Bühnendebüt der Band statt. Am selben Tag gab dort ebenfalls die Band Das Ich ihr Bühnendebüt.
Seipt gab jedoch bereits im Vorfeld dieses ersten Konzerts von Goethes Erben bekannt, dass er die Formation verlassen wolle, da ihm die Besucher des Konzerts zu unheimlich waren. Henke arbeitete danach ausschließlich im Studio, wobei es im weiteren Verlauf auch zu einem Verwerfnis mit Danse Macabre Rec. kam. In einer Bayreuther Diskothek namens Etage machte Henke Bekanntschaft mit Mindy Kumbalek und Conny R. kennen, die beide Goethes Erben bewunderten und mit denen Henke die aufgelöste Band neu gründete. Der 31. August 1991 markiert das Datum, an dem Goethes Erben erstmals wieder live auf einer Bühne auftraten.

Die nicht den Erwartungen gerecht werdenden Verkaufszahlen des Albums Schach ist nicht das Leben gefährdeten lange Zeit den Fortbestand von Goethes Erben.

Im April 2004 wurden die Aktivitäten der Gruppe – nach dem Programm „Schattendenken“ – vorübergehend eingestellt, wobei die Band allerdings nicht aufgelöst wurde. Ab und zu folgten Auftritte auf Festivals.

Am 1. Oktober 2005 wurde mit (Da)zwischen Leben und Tod ein Teil des Musiktheaterstücks „Schattendenken“ auf CD veröffentlicht.

Im Juli 2006 kündigte die Band an, im Laufe des Jahres 2007 zwei Konzerte in Berlin zu spielen. Nachdem bekannt wurde, dass es sich bei diesen beiden Konzerten um die für lange Zeit letzten Auftritte handeln wird, waren diese rasend schnell ausverkauft. Am 15. Dezember des Jahres 2007 wurde von Mindy Kumbalek und Oswald Henke einen offenen Brief verfasst, der die Information beinhaltete, dass die Band für einen unbestimmten Zeitraum pausieren wird – sich aber definitiv nicht aufgelösen werde.

Das Ich

Das Ich stellt ein deutschsprachiges, elektronisch-sinfonisches Musikprojekt dar, das vor allem in der Schwarzen Szene breite Zustimmung findet.

Seine musikalischen Aktivitäten begann Bruno Kramm bereits 1984 unter dem Namen Decorated Style. Zwei Jahre später wurde die Formation Fahrenheit 451 von ihm gegründet. Durch Fahrenheit nahm der typische Sound für Das Ich langsam Gestalt an. Aus diesem Projekt ging später das Projekt Alva Novalis hervor, dessen Stücke bislang nur vereinzelt veröffentlicht wurden. 1986 lernte Bruno Kramm auch Stefan Ackermann kennen. Ein Jahr darauf gründeten die beiden Musiker das Projekt Dying Moments mit den beiden weiteren, jedoch wechselnden Mitstreitern Stefan Pickl und Peter Meier. Die Texte wurden in Deutsch, Englisch, Französisch oder auch in Latein vorgetragen. Das Ich wurde letzendlich 1989 in der Besetzung Bruno Kramm (Musik & Backvocals) und Stefan Ackermann (Texte & Vocals) m bayrischen Bayreuth gegründet und war Anfang der 1990er Jahre einer der wichtigsten Vertreter der so genannten Neuen Deutschen Todeskunst. Einzelne Titel dieses Projekts sind allerdings schon im Jahre 1988 in ihren Roh-Versionen entstanden. Als Plattenfirma dient Danse Macabre, das Label von Bruno Kramm.

1991 erschien das erste Album der Gruppe mit Namen „Die Propheten“, nachdem einige Tracks schon im Vorfeld veröffentlicht wurden. Auf dem Album sind noch viele Stücke im synthetischen Neoklassik-Stil gehalten, sowie die Songs „Gottes Tod“ und „Kain und Abel“ zu finden, die in der Schwarzen Szene zu den Everblacks gehören. Die Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Staub“ ließ bis 1994 auf sich warten. „Staub“ gilt bei vielen Fans als das nihilistischste und dunkelste Werk der Band. Das einzige Live-Album war 1995 „Feuer“. Das Album „Das Innere Ich“, welches 1996 erschien, war der Soundtrack zu dem experimentellen Film „Das Innere Licht“. Dieses Album beinhaltet außer „Bin ich es denn“ keine gesungenen rhythmischen Songs. 1998 erschien noch „Egodram“. „Destillat“ ist das bekannteste Lied der Band und wird zum Ende der Liveauftritte gespielt. Da das Album kommerziell nicht den hohen Erwartungen des Labels entsprach, wurde die Zusammenarbeit mit diesem nach diesem Album wieder beendet.

Stefan Ackermann erkrankte 2011 so schwer, dass sowohl das Eröffnungskonzert auf dem Leipziger Wave-Gothic-Treffen als auch der Auftritt beim Amphi Festival ohne ihn stattfinden mussten. Unterstützung wurde der Band hier durch befreundete Künstler zu Teil.

Sopor Aeternus

Die Formation Sopor Aeternus & The Ensemble of Shadows, kurz allerdings nur Sopor Aeternus genannt, ist ein Musikprojekt des Sängers Anna-Varney Cantodea, das seit 1989 Bestand hat. Neben Instrumental- und Vokalmusik sind Sopor Aeternus sehr vielseitig auf den unterschiedlichsten Gebieten tätig, zu denen unter anderem Fotogarfie, Choreografie und andere Artworks gehören. Bei allen dieser Tätigkeitsfelder sieht Anna-Varney Cantodea sich selbst dabei im Mittelpunkt seiner Werke.
Cantodea erstrebt mit Sopor Aeternus einen Prozess der Selbsttherapie und die künstlerische Auseinandersetzung mit sich selbst. Hierbei ist sein Ziel auf die Erleuchtung bzw. das Verlassen des Kreislaufs von Leben, Tod und Wiedergeburt, an den er glaubt, gerichtet. Er will in dieser Auseinandersetzung die Aufrichtigkeit und die Wahrhaftigkeit darstellen.
Sopor Aeternus sehen sich in einer philosophischen Verbundenheit mit den Anschauungen Arthur Schopenhauers, die eine Erlösung in der Form ähnlich der Cantodeas als Ziel sehen. Musiktheoretisch will Cantodea Vorstellungen von Richard Wagner umsetzen. Er sieht zwischen Richard Wagner und sich die Verbindung durch das Ideal eines Gesamtkunstwerks. Für ihn sind Text, Musik und Bild gleichwertig. Cantodea beginnt bei Schaffung seiner Werke meist mit dem Titel und glaubt an eine Verbindung von Text und Musik, da diese einander zugeordnet seien. Somit dürfen auch nur bestimmte Instrumente verwendet werden, damit das Werk wahrhaftig bleibt.

Einzelne aber auch mehrere Veröffentlichungen zusammen sind zwar inhaltlich in sich abgeschlossen, enthalten aber durchaus auch Querverweise auf andere Werke.

Letzte Instanz

Die Gruppe Letzte Instanz stammt aus Dresden und ist eine Rockband, die in ihren Werke Einflüsse aus Folk-Rock und Klassik miteinander verbindet.

Letzte Instanz gründete sich 1996. Hervorgegangen ist die Gruppe aus „Resistance“ , gegründet von Hörbi, Tin Whistle, Muttis Stolz, Kaspar Wichman, Holly D. und Markus G-Punkt. Ein Jahr darauf stieß Benni Cellini zur Band, dieser war zunächst nur Gastmusiker, kurze Zeit später allerdings fester Bestandteil der Band.

Die Band bemühte sich noch unter dem alten Namen und mit fünf selbst aufgenommenen Titeln um einen Plattenvertrag, der dann auch 1996 zustande kam. Diese Aufnahmen sind auch auf dem ersten Album wieder zu finden. Die Umbenennung in „Letzte Instanz“ fand etwa zur gleichen Zeit statt wie der Vertragsschluss. Bevor die Veröffentlichung des zweiten Albums Das Spiel stattfand, verließen Hörbi und Kaspar die Band. Als Ersatz für die beiden sind Sebastian Lohse unter dem Künstlernamen Robin Sohn am Mikrofon und Rasta F. am Bass gewonnenworden. Im Januar 2002 legte Letzte Instanz das Lied „Vision Thing“ der The Sisters Of Mercy neu auf. Nach einigen Touren der inzwischen acht Mitglieder zählenden Gruppe wurde ihre vierte Platte in Angriff genommen. Das Album Götter Auf Abruf wurde im September 2003 veröffentlicht und war in den deutschen Albumcharts zu finden.

Nach der Tour zu diesem Album verließen im März 2004 vollkommen unerwartet Robin (Gesang), Tin (Gitarre) und FX (Bass) die Formation. Im Dezember 2004 kam Michael Ende als Bassist zur Gruppe. Zwei Monate später wurde mit Holly auch ein neuer Sänger für die Letzte Instanz gefunden. Anfang Juni 2005 standen die ersten Auftritte mit der neuen Besetzung auf dem Programm. Nach gelungenen Auftritten auf verschiedenen Festivals im Sommer 2005 ging es Ende September erneut ins Tonstudio, um mit den Aufnahmen für das für 2006 geplante Album Ins Licht zu beginnen.

Die Veröffentlichung fand dann im Februar 2006 statt und eine Woche darauf folgte der Sprung auf Platz 53 der Deutschen Media-Control-Charts. Für den Titel „Das Stimmlein“ auf dem Album Ins Licht hatte sich die Letzte Instanz mehrere Gastsänger ins Studio geholt.

Das sechste Werk der Gruppe mit dem Titel Wir sind Gold erschien im März 2007. Die meisten Stücke dieses Albums wurden im Tourbus während der „Ins Licht-Tour“ geschrieben. Die Single Wir sind allein ist eine Coverversion des Titels „You chained me up“.
Auch im Jahr 2007 veröffentlichte die Gruppe im Dezember ein rein akustisches Album namens Das weiße Lied. Das Album Schuldig erschien im Februar 2009.

Im Mai 2010 gab der Schlagzeuger Specki T.D. nach acht Jahren Bandzugehörigkeit seinen Abschied bekannt und wechselte zu In Extremo. Seit Juni 2010 sitzt David Pätsch am Schlagzeug.

Tarja Turunen

Tarja Turunen, außerhalb ihres Heimatlandes auch nur als Tarja bekannt, ist eine aus Finnland stammende Sopranistin und Songwriterin. Zusammen mit Tuomas Holopainen und Emppu Vuorinen gründete Tarja 1996 die finnische Symphonic-Metal-Band Nightwish, bei der sie bis Ende 2005 als Sängerin mitwirkte. Turunen singt alle Metalstücke aufgrund ihrer Ausbildung als klassische Sängerin grundsätzlich im diesem Stil. Diese Einbeziehung von harten Metalgitarren und dem klassischen an die Oper erinnernden Gesang konnte Ende der 90er Jahre neben den Kritikern auch das Publikum schnell überzeugen. Dieser Stil wurde unter anderem mit dem Titel „Opera Metal“ belegt. Seit dem Ende der Zusammenarbeit mit Nightwish widmet Turunen sich ihrer Solokarriere im Bereich Symphonic Rock bzw Symphonic Metal mit klassischem Gesang sowie mit der Kooperation mit der Band Harus im Bereich klassischer Musik.

Im Jahr 1998 veröffentlichten Nightwish ihr zweites Album Ozeanborn. Dieses Album hatte fast keinen Bezug mehr zu Folk- oder akustischer Musik. Die Musik konzentrierte sich mehr auf Turunens faszinierenden Gesang sowie auf schnelle und melodische Keyboard- und Gitarrenlinien. Die Singleauskopplung „Sacrament of Wilderness“ war bis auf Platz 1 der finnischen Charts vorgestoßen und war dort mehrere Wochen zu finden. Aufgrund dieses Erfolges wurde das ursprünglich nur in Finnland veröffentlichte Album 1999 auch international vermarktet. Mit „Sleeping Sun (Four Ballads of the Eclipse)“ erreichte Nightwish zum ersten Mal auch in Deutschlandein wenig Bekanntheit. 1999 waren Nightwish als Vorband von Rage auf Europatournee zu sehen. Als Waltari, ebenfalls eine aus Finnland stammende Band, das Musik-Ballett Evankeliumi mit Tänzern, Chor, Orchester und zwei Einzelinterpreten an der Nationaloper Finnlands aufführte, wurde Tarja als Solistin eingestellt. Sie nahm in der Rolle eines Schutzengels seit Oktober 1999 an zehn ausverkauften Vorstellungen teil.
In den Jahren 2000 und 2001 folgten die Aufnahmen für das Album Wishmaster sowie der EP Over the Hills and Far Away und die daran anschließende Tournee. Im September 2001 schrieb sie sich zwecks einer Ausbildung zur Solistin an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe ein. Die Gründe, sich für die Hochschule in Karlsruhe zu entscheiden, lagen zum einen im guten Ruf der Hochschule, zum anderen aber auch in ihrem inzwischen großen Bekanntheitsgrad in Finnland und in der Tatsache, dass man sie an der finnischen Hochschule wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer Metal-Band nicht mehr als klassische Sängerin ernstnehmen würde. Im Jahr 2002 folgten die Aufnahmen für das Album Century Child der Band Nightwish. Wie bislang schrieb Keyboarder Tuomas Holopainen zunächst die Stücke und schickte Turunen die Liedtexte und eine Demoaufnahme mit den bereits aufgenommenen Instrumentalspuren per Post zu. Mit Hilfe des entsprechenden Demos formte Turunen dann ihre Gesangslinien und die Chorpassagen zur Melodie. Im Anschluss daran wurde ihr Gesang im Musikstudio in Helsinki aufgenommen. Dieses Album war der Wandel des musikalischen Stils der Band, aufgrund dessen Turunen auch ihre Gesangsweise änderte. Auf Bitten ihres späteren Ehemannes Marcelo Cabuli wirkte sie des Weiteren auch am Soloalbum des argentinischen Bassisten Beto Vázquez mit.

Ebenfalls im Jahr 2002 war Tarja Turunen zusammen mit einigen befreundeten Musikern in Südamerika unterwegs, um das Liedkonzert Noche Escandinava aufzuführen. Auf dem Programm standen unter anderem auch Kunstlieder von deutschen und skandinavischen Komponisten, die Turunen dem südamerikanischen Publikum näherbringen wollte. Mit ihrer Band Nightwish startete sie nach der Südamerikareise zu einer Welttournee zum weltweit erfolgreichen Album Century Child. Diese Tournee war der ausschlaggebende Punkt für die Band, sich erstmals in ihrer Geschichte eine längere Auszeit zu nehmen, die Turunen nutzte, um nach Karlsruhe zurückzukehren und ihr Studium zu beenden.

Anfang des Jahres 2003 heiratete sie Marcelo Cabuli, den Chef des auf Metal spezialisierten argentinischen Plattenlabels NEMS Enterprises.

Unheilig

Unheilig wurde 2000 durch den Grafen gemeinsam mit Grant Stevens und José Alvarez-Brill ins Leben gerufen. Noch im gleichen Jahr wurde die Single „Sage Ja!“ veröffentlicht, worauf im Februar des Folgejahres das Debütalbum „Phosphor“ mit einer musikalischen Mischung aus Elektronik und Rock veröffentlicht wurde.

2001 trat die Band auf mehreren großen Festivals und Open-Air-Konzerten wie dem Zillo Open Air, dem Wave-Gotik-Treffen, dem Doomsday Festival und dem Woodstage Summer Open Air auf. Im Oktober des Jahres 2002 erschien das Album „Frohes Fest“, auf dem klassische deutsche Weihnachtslieder in der typischen Unheilig-Art interpretiert wurden.

Ende dieses Jahres trennte sich Der Graf wegen allzu großer Differenzen sowohl von den anderen Bandmitgliedern, als auch dem Produzenten und der Plattenfirma. Der Graf entschloss sich, mit einer Solokarriere weiterzumachen. Zu Beginn dieser Ärä wurde die Musik von Unheilig durch den Grafen als Sänger, Texter und Produzent in einer Person, also unisolo, produziert. Nur für Live-Auftritte wurde durch den Grafen auf Gastmusiker zurückgegriffen. Das dritte Studioalbum „Das 2. Gebot“ wurde im April 2003 veröffentlicht. Den Fans war es möglich, im Internet darüber abzustimmen, welches Lied des Albums ausgekoppelt und in einer EP-Version produziert werden sollte. Das Ergebnis dieser Abstimmung war „Schutzengel“ mit vier weiteren bis dahin noch nicht veröffentlichten Liedern.

„Zelluloid“, das vierte Album von Unheilig, erschien Ende Februar 2004. Auf die Veröffentlichung folgte eine Deutschlandtournee zusammen mit der Band Terminal Choice im Anschluss. Mit „Freiheit“ wurde im Oktober 2004 wiederum eine EP nach einer Abstimmung der Fans im Internet veröffentlicht.

Aus Mitschnitten von unterschiedlichen Konzerten wurde am 31. Januar 2005 das Live-Doppelalbum „Gastspiel“ veröffentlicht. Im gleichen Jahr wurde den Fans auch eine DVD mit Konzertaufnahmen, Musikvideos und einigen Interviews geboten.

Am 20. Januar 2006 wurde das fünfte Studioalbum von Unheilig mit dem Titel „Moderne Zeiten“ veröffentlicht. Das Konzept der Liedtexte dieses Albums sind Träume und ihre Verwirklichung. Die EP „Astronaut“ wurde – wie bei den vorherigen Alben auch – als Ergebnis einer Umfrage im Juni des Jahres ausgekoppelt. Auf der EP ist auch das bis zu deisem Zeitpunkt unbekannte Lied „Der Himmel über mir“ veröffentlicht worden. In diesem Lied drückt Der Graf seine Religiosität und gleichzeitige Ablehnung der Kirche aus. Er benennt außerdem die Gründe für sein „Unheiligsein“.

Von Ende September bis Mitte Oktober 2006 war Unheilig zusammen mit der Formation Project Pitchfork auf Tournee. Am 13. Oktober 2006 veröffentlichten Unheilig in einer limitierten Auflage von 3.000 Stück die Live-Doppel-CD „Goldene Zeiten“. Hauptbestandteil dieses Albums ist ein Konzert aus dem Frühjahr 2006. Das Jahr 2007 nutzte der Graf aufgrund der geringen Konzertpräsenz für die Aufnahmen zum nächsten Album, das den Titel „Puppenspiel“ trägt.

2008 wurde durch die Firma rcntv unter dem Titel „Unheilig – Ein Leben für die Musik“ eine 30-minütige Dokumentation über die Band produziert. Diese Dokumentation wurde am 30. November 2008 zum ersten Mal auf dem Sender DMAX ausgestrahlt.
Am 19. Februar 2010 erschien das neue Album „Große Freiheit“. Darauf zu finden ist auch die erste Single-Auskopplung „Geboren um zu leben“. Das Album erreichte sofort Platz 1 der deutschen Verkaufcharts und wurde zum bislang größten Erfolg der Band Unheilig. Das Album verkaufte sich bis heute mehr als 1,4 Millionen mal. War Unheilig in den Jahren zuvor hauptsächlich in der „Schwarzen Szene“ ein Begriff, erreichte diese Produktion nun eine breiter gefächerte Käuferschicht.
Die große Präsenz in den Medien und der im Vergleich zu früher sehr poppige Charakter vieler neuer Lieder sorgten bei vielen langjährigen Fans aber auch für Kritik. Ausdrücke wie „Schlagertümmelei“ oder „Massenkompatiblität“ finden dabei häufig Anwendung, um dem Missmut über die neue Richtung Ausdruck zu verleihen.

„Es ist seltsam, jahrelang haben mir die Menschen vermittelt, wie wichtig ihnen meine Musik ist, und dann ändere ich ein wenig mein Äußeres, lasse den schwarzen Nagellack und diese weißen Vampirkontaktlinsen weg, und plötzlich zählt meine Musik nicht mehr. Plötzlich sagt man: Der singt jetzt kommerzielle Balladen. Der ist keiner mehr von uns. Ich verstehe das bis heute nicht. Wenn du die Akzeptanz der Leute nicht mehr hast, die du so lange kennst, dann tut das weh.“ so der Graf in einem Interview mit der Zeitschrift Der Stern.

Am 1. Oktober 2010 gewann Unheilig den Bundesvision Song Contest 2010 mit dem Song „Unter deiner Flagge“.

Auch gewannen Unheilig in diesem Jahr unter anderem den renomierten Musikpreis BAMBI in der Kategorie „Pop National“.
Stilistisch gesehen bewegt sich Unheilig in zahlreichen Genres. Zuordnungen zur Stilrichtung Neue Deutsche Härte weist „der Graf“ jedoch weit von sich: „Ich weiß bis heute nicht, was Neue Deutsche Härte heißt. Mir ist dieser Begriff zu martialisch. Ich habe mich nie an einem Stil oder an einer Richtung orientiert“, so der Sänger der Gruppe. Sind auf dem ersten Album Phosphor noch sowohl deutsche, als auch englische Texte zu hören, so findet man auf allen nachfolgenden Alben die Lieder ausschließlich auf Deutsch gehalten.

Project Pitchfork

Jede der drei Zinken soll sich tief eingraben in die Gedanken und Stimmungen der Zuhörer. Die Heugabel, das Logo der Band, ist das Symbol der Botschaft dieser Musik: Sie soll aufwühlen. In diesem Sinn haben sie ihre Musik konzipiert und sind diesem Grundsatz mit wechselnden Genres im Ausdruck treu geblieben. Project Pitchfork graben mit ihrer Musik, fordern Aufmerksamkeit ein und bewegen zum Nachdenken.

Die Band unter dem Dreizack besteht seit Gründung aus dem Duo Peter Spilles und Dirk Scheuber, die sich 1988 zum ersten Mal begegneten. Zunächst arbeiteten sie gemeinsam an dem von Spilles bis dahin allein betriebene Projekt Demoniac Puppets. 1989 ging daraus Project Pitchfork hervor.

Aktuell sind die beiden Gründungsmitglieder aktiv, Spilles’ Part dabei sind Gesang, Synthesizer, Sampling und Texte. Scheuber verantwortet die Arrangements, Gitarre und ebenfalls Texte. Ergänzt werden sie durch Jürgen Jansen am Synthesizer, der bereits als Produzent für Pitchfork tätig war.

Das “Project“ im Bandnamen steht von beginn an für die Bereitschaft, mit Gastmusikern zu arbeiten. Über die Jahre waren das Markus Giltjes, Jens Schrader, Achim Färber und Carsten Klatte. Vor allem aber die Sängerin Patricia Nigiani. Mit ihr zeigte Spilles, das Pitchfork als Projekt nicht in nur eine Richtung offen ist. Sie verwirklichten Anfang der neunziger Jahre gemeinsam ihr Projekt Aurora.

Der Gothic-Szene zugeordnet, haben sich Spilles und Scheuber gegen diese Art der Kategorisierung seit Gründung gewehrt. Bei ihrem Streifzug durch die Genres der Musik wie Dark Wave, Goth Wave, Electronica und Synth Rock, sahen sie persönlich ihre künstlerische Arbeit in Tradition von The Human League, Ultravox, OMD, Dead Can Dance und Jean Michelle Jarre.

In der Mitte der Neunziger spielte Spilles mit dem Gedanken, Pitchfork aufzulösen. Die Verehrung, die große Teile der Fangemeinde der Formation entgegenbrachten, war ihm zu viel. Sie wurden vergöttert, und das lehnte er ab. Er sah sich eher als ein „Gegenmessias“, als jemand, der dafür eintrat, dass herkömmliche, institutionalisierte Religionen in ihrer Macht beschränkt werden sollten. Das Individuum und seine freie Entfaltung stehen für ihn an erster Stelle.

1995 verließ Nigiani die Band, die bisher vielfach als Backgroundsängerin bei den Einspielungen gewirkt hatte.

Es setzte eine Zeit des Wandels ein. Pitchfork schaffte den Sprung über den großen Teich mit dem Album „IO“. Sie trennten sich von ihrem Label, um eine eigene Plattenfirma zu gründen mit ihrem Manager Kai Lotze. Auf ihrer im Oktober 1995 veröffentlichten Remix-EP „Ch‘i“ kamen erstmals Techno- und Electronica-Elemente zum Einsatz.

Das eigene Plattenlabel existiert bis heute zur Veröffentlichung der Pitchfork-Alben und zur Produktion gelegentlicher Nebenprojekte.

Die Schar der Hörer und Fans hatte sich gewandelt. Waren es zu beginn eher die Anhänger von Dark-Wave, erreichte die Band nun ein breit gefächertes Publikum von Grufti bis “Normalo“.

Pitchfork haben nie aufgehört, an ihrer Entwicklung zu arbeiten. Ende der Neunziger wurden zunehmend andere Musikstile in ihren Produktionen verarbeitet. Die Kritik aus den Reihen einstiger Fans aus der Wave-Szene wurde lauter, im Gegenzug wurden Major-Labels auf die Band aufmerksam. Bis 2004 veröffentlichte sie bei Warner.

Alle Formate wie Alben und EPs, Maxis und Singles, Kompilationen und Remixe, sowie Video und DVDs zusammengezählt, haben Pitchfork bisher mehr als 70 Medien veröffentlich. Hört man in das im vergangenen Jahr erschienene Album “Quantum Mechanics“ hinein, wird deutlich, dass sie ihr Handwerk immer noch verstehen. Eine Weile werden sie hoffentlich weiterhin Spaß haben mit dem, was sie tun. Die zahlreichen Fans wird das zu freuen.

Die Band hat eine Botschaft, und sie steht dazu. Mit großem Augenmerk auf ihre Texte fordern sie die Hörer zum Nachdenken auf, gehen an die tieferliegenden Schichten. Dorthin, wo eine “Pitchfork“ gebraucht wird.

ASP

Die Band ASP machte sich in der schwarzen Szene vor allem durch die musikalische Gothic Novel um den „Schwarzen Schmetterling“ und außergewöhnliche Veröffentlichungsformate wie Graphic-Novels und Comic-Album einen Namen. Die Musik der Band wird mit dem Begriff „Gothic Novel Rock“ gut umschrieben, wobei kein musikstilistischer Bezug zum Gothic Rock besteht. „Gothic Novel Rock“ bezieht sich vielmehr auf die Anlehnungen an die Schauerliteratur in Veröffentlichungen von ASP. Musikalisch bediente sich die Band in ihrer Anfangszeit an den typischen Stilelementen der sogenannten Neuen Deutsche Härte. Im Laufe der Jahre entwickelte ASP sich musikalisch weiter, Folkanklänge und Liedermacher-Elemente kamen zunehmend ins Spiel.

Gegründet wurde die Band 1999 in Frankfurt am Main von Alexander Spreng und dem Gitarristen Matthias Ambré. Der Spitzname von Sänger Alexander Spreng, Asp, wurde kurzerhand zum Bandnamen bestimmt, allerdings in Großbuchstaben geschrieben um zwischen Sänger und Band unterscheiden zu können. Das markante Bandlogo entwarf Alexander Speng bereits in dieser Gründungsphase. Nach Aufnahme einer ersten Demo-CD erhielt die die Band schließlich 2000 einen Plattenvertrag beim bekannten Szenelabel Trisol. Im November jenes Jahrs wurde das erste Album „Hast Du mich vermisst? (Der schwarze Schmetterling I)“ veröffentlicht. Die ursprüngliche Entscheidung, nicht live aufzutreten, verwarf ASP recht schnell nachdem einige Anfragen für Festivalauftritte an die Band herangetragen worden. Um als Band auch vor Publikum spielen zu können, wurden Schlagzeuger Oliver Himmighoffen und Bassist Andreas Gross als Bandmitglieder gewonnen.

Der erste Auftritt von ASP vor einem größeren Publikum fand 2001 beim Ostara-Festival statt. Im Oktober 2001 erschien bereits das zweite Album der Band, „Duett (Der schwarze Schmetterling II)“. Als Vorband von Umbra et Imago ging ASP 2002 das erste Mal auf Tournee. Die dritte Veröffentlichung der Band, „Zusammenkunft E.P.“ erschien im Juni 2002 und enthielt Remixe vom ASP-Stücken, Duette und Coverversionen. Das nächste Studioalbum „Weltunter (Der schwarze Schmetterling III)“ wurde erstmals in einem professionellen Tonstudio abgemixt und im August 2003 veröffentlicht.

Im Frühjahr 2003 supporteten ASP L’âme Immortelle und Unheilig, außerdem trat die Band bei verschiedene Festivals auf. Im Herbst ging ASP dann erstmals als Headliner auf Tour.

Im Jahr 2004 fanden die ersten Auftritte im Ausland statt und die Band spielte neben einigen anderen Festivals auch auf dem szenebekannten M’era Luna Festival. Von nun an kam es zu regelmäßigen Tourneen mit verschiedenen Vorbands. 2005 erschien das vierte Album aus dem Zyklus um den Schwarzen Schmetterling, „Aus der Tiefe“. Eigentlich sollte dies das letzte Album des Schmetterlingszyklus sein, doch das fünfte Album „Requiembryo “ führte ihn 2007 fort. Im Rahmen ihrer Alben schufen ASP verschiedene Charaktere wie die Figur Emma und das Varieté Obscur, auf die die Band auch später immer wieder zurückgriff. 2008 brachte ASP die Best-Of-Doppel-CD „Horror Vacui“ sowie ein gleichnamiges Buch mit Lied- und Begleittexten auf den Markt. Im gleichen Jahr erschien auch das Doppelalbum „Zaubererbruder – Der Krabat-Liederzyklus“, eine Interpretation des Krabat-Stoffes. Es erreichte eine Top 20-Platzierung in den deutschen Albumcharts. ASP absolvierte Tourneen und zahlreiche Festival-Auftritte, so dass in Folge zwei Live-Alben erschienen.

Auf Grund eines Burnout-Syndromes des Sängers musste die Band Auszeit einlegen. Es kam zu einigen Umbesetzungen und einer Neustrukturierung sämtlicher Bandaktivitäten. 2011 erschien das ASP-Album „fremd (fremder Zyklus Teil 1)“. Im März 2012 veröffentlichte ASP die Single „Eisige Wirklichkeit“, welche 13 Lieder enthält und in den deutschen Charts aufgrund dessen als Album geführt wurde.

Blutengel

Die Band Blutengel wurde 1998 von dem Musiker und Sänger Chris Pohl gegründet. Zuvor hatte jener das Musikprojekt Seelenkrank vertreten. Jedoch sah er sich dazu gezwungen, dieses aufzugeben.

Die Band hat einen großen Bekanntheitsgrad, besonders in der schwarzen Szene. Sie gilt als Gothic Band. Die Band selbst bezeichnet ihre Stilrichtung als „Dark Pop“. Musikalisch sind die Lieder mit elektronischen, oft technoid geprägten Klängen gemacht. Zum Teil auch mit Dance Einlagen. Die verschiedenen Keyboard Sequenzen verleihen den Liedern zusätzliche Kraft.

Die meisten Lieder von Blutengel sind in englischer Sprache geschrieben. Es gibt aber auch mittlerweile einige deutschsprachige Songs. Andere Songs hingegen, beinhalten weniger Lyrics. Vorwiegend die Lieder, welche eine Ballade darstellen sollen.

Der Frontsänger und Gründer der Band Blutengel, Chris Pohl, ist seit dem ersten Tag an fest dabei. Bis auf ihn, änderte sich des Öfteren die Besetzung. Vorwiegend die Positionen der Sängerinnen wurden in den vergangenen Jahren immer wieder neu vergeben und besetzt.

Es begann mit den beiden Hauptsängerinnen Kati Roloff und Nina Bendigkeit (welche mit Chris Pohl bereits schon am Musikprojekt Seelenschmerz gearbeitet hatte). Nachdem Nina Bendigkeit die Band bereits schon nach ihrer ersten Debütalbum „Child of Glass“ wieder verlassen hatte, trat Sängerin Gini Martin in ihre Fußstapfen.

Roloff und Martin blieben bis Ende 2001 die beiden Frontsängerinnen bei Blutengel. Dann verließen Sie die Band, um an ihrem eigenen, gemeinsamen Projekt „Tristesse de la Lune“ zu arbeiten. Daraufhin engagierte Chris Pohl die Sängerin Eva Poelzing. Seit Mitte des Jahres 2001 war zudem noch die Sängerin Constance Rudert zu Blutengel gekommen und somit waren wieder zwei Sängerinnen im Boot.

Eva Poelzing blieb gut vier Jahre bei Blutengel, bis sie die Band im Jahre 2005 wieder verließ. Ihre Nachfolgerin Ulrike Goldmann, hatte bereits schon vor ihrem Eintritt bei Blutengel einen Bekanntheitsgrad, da sie vorher bei der Band Say Y war.

Bis 2010 blieb Constance Rudert. Sie war somit am längsten als Sängerin bei Blutengel aktiv gewesen. Im selben Jahr wurde Anja Milow von Chris engagiert. Jedoch verließ sie die Band bereits im Jahre 2012 auch wieder.
Zurzeit besteht Blutengel nur noch aus dem Frontsänger Chris Pohl, welcher die Band auch im Allgemeinen managt, die Songs schreibt und Konzerte bucht, und der noch verbliebenen Sängerin Ulrike Goldmann.

Die Band Blutengel hat sich nicht nur in der schwarzen Szene in Deutschland einen Namen gemacht. Fans auf der ganzen Welt hören und mögen ihre Songs, die sich thematisch mit verschiedenen Themen wie Liebe, Religion, Einsamkeit, Traurigkeit, Emotionen und vielen weiteren Themen beschäftigt. Das mag zum Teil auch daran liegen, dass die meisten ihrer Songs in englischer Sprache sind.

In ihren Musikvideos erscheinen Chris und seine Band des öfteren als Vampire. Stark geschminkt, mit schrillen Frisuren, Kontaktlinsen und schwarzer Lederkleidung imponieren ihre Lieder in diversen Musikvideos. Zum Beispiel im Jahre 2011 erschien das bekannte Lied „Reich mir die Hand“, eines der wenigen deutschen Liedern mit entsprechendem Videoclip dazu. Aber auch viele andere Lieder haben einen großen Bekanntheitsgrad. „Schneekönigin, Lucifer, Dancing in the Light, Soultaker, Nachtbringer, Down on my knees, Kind der Nacht“ um nur einige beim Namen zu nennen.

Sämtliche Alben, Live DVDs, Singles und sonstige Fan-Artikel sind ganz besonders im Kreis der schwarzen Underground Szene beliebt. Aber nicht nur Goths und Emos lieben die einzigartige Musik von Blutengel.

Dieses Jahr feiert die Band ihr 15-jähriges Jubiläum und tourt weiterhin durch Deutschland. Ihre aktuelle Tour für das Jahr 2013 nennt sich die Monument Tour. Chris Pohl verspricht spektakuläre Auftritte für das neue Jahr mit Blutengel.

Deine Lakaien

Bereits seit 1985 existiert das Musikprojekt Deine Lakaien, welches der Sänger Alexander Veljanov und der Komponist und Multiinstrumentalist Ernst Horn gründeten. Die Musik der beiden ist im Bereich Dark Wave, Pop und Avantgarde einzuordnen. Zur Zeit der Gründung war Ernst Horn Kapellmeister in Karlsruhe im Badischen Staatstheater, Komponist in München am bayrischen Staatsschauspiel und Theaterpianist. Musikalisch widmete er sich in erster Linie der Avantgarde-Musik des 20. Jahrhunderts. Alexander Veljanov, welcher gebürtig aus Mazedonien stammt, studierte zu dieser Zeit in München Theater- und Filmwissenschaften. Er fühlte sich der Gothic Szene zugehörig und interessierte sich vornehmlich für Dark Wave. Ernst Horn mochte seinen bisherigen Job allerdings nicht und wollte lieber etwas Moderneres machen. Bereits ein Jahr zuvor hatte er einige Titel für ein neues Projekt aufgenommen, für welches ihm lediglich ein Sänger fehlte, weshalb er 1985 eine Zeitungsanzeige, welche den Satz „Suche experimentierfreudigen Sängern“, enthielt. In München trafen Veljanov und der zehn Jahre ältere Horn nun aufeinander und fanden schnell einen gemeinsamen Nenner – Musik. Noch im gleichen Jahr gründeten die beiden das Projekt Deine Lakaien.

Nur ein Jahr später erschien das erste Album der beiden unter dem Titel „Deine Lakaien“, welches sie selbst vertrieben. Die 500 Schallplatten, welche die gesamte Auflage des Albums darstellten, zahlte Ernst Horn selbst. Doch nur wenige Plattenläden erklärten sich bereit, das Album in ihr Sortiment aufzunehmen, sodass nur einige 100 Platten verkauft wurden. Der Song „Colour-ize“ wurde außerdem in einigen Diskotheken gespielt und etablierte sich als „Untergrund-Hit“, welcher 1990 auf dem ersten Zillo-Sampler veröffentlicht wurde.

1987 nahmen Veljanov und Horn eine Demo-Kassette auf, um diese an verschiedene Plattenfirmen zu senden. Erfolg hatte das Duo durch einen Fan, welcher sich 1989 an Gymnastic Records München und Deine Lakaien so 1990 zu einem Plattenvertrag verhalf. Ein Jahr später wurde das erste Album unter dem Namen „Dark Star“ veröffentlicht. Im gleichen Jahr startete die erste Tour der beiden. Da Playback für die beiden während ihrer Konzerte nicht in Frage kam, taten sie sich für die Konzerte mit den Live-Musikern Christin Komorowski und Michael Popp zusammen. 1991 gründeten Michael Popp und Ernst Horn außerdem das Projekt „Qntal“.

Schon am 11.10.1991 gaben Deine Lakaien ein Konzert im Vier Linden in Hildesheim. Dieses wurde für „Grenzwellen“, eine Radiosendung, mitgeschnitten. Ecki Stieg, welcher zu dieser Zeit Moderator von Grenzwellen war, brachte einen Auftritt bei einer „Veranstaltung in eigener Sache“ ins Gespräch. Irrtümlicherweise ging Ernst Horn dabei von einer privaten Feier aus und arbeitet daher ein Konzept aus, mit dem Horn und Veljanov ihre Titel zu zweit unter Begleitung eines Konzertflügels spiele konnten. Dass es sich dabei um ein Festival in einer Halle handelte, ahnten die beiden nicht. Doch ihr Konzept kam gut an und so startet sie kurze Zeit später ihre erste Akustik-Tour. In den kommenden Jahren arbeiten die beiden stets an neuen Alben. Mit ihrem Ehrgeiz und dem Gespür für die Musik erreichten sie sogar eine Platzierung in den Charts.

1996 veröffentlichten die beiden im Rahmen des 10jährigen Bandjubiläums eine Videokassette mit Videoclips und Liveauftritten. Weiterhin veröffentlichten die beiden Alben und spielten Live-Touren. Doch 1997 musste das Projekt Deine Lakaien erst einmal aufgrund diverser Soloprojekte auf Eis gelegt werden. Bereits ein Jahr später wurde allerdings das Album Kasmodiah aufgenommen. Michael Popp und Christian Komorowski waren nun auch im Studio anwesend und wurden von da an zur Band gezählt. Im Jahr 2000 traten die beiden allerdings wieder aus. Dennoch wurden fleißig Alben aufgenommen und Konzerte gespielt. 2005 feierten die beiden ihr 20jähriges Bandjubiläum mit einigen Besonderheiten. So spielten die beiden beispielsweise ein Konzert im Capitol in Hannover. Dort traten die beiden zum ersten Mal allein und mit Elektronik auf. Doch das Hauptaugenmerk der Feierlichkeiten lag allerdings auf der Tour „20 years of Electronic Avantgarde“, welche im Februar 2007 stattfand. Dort spielte die beiden zusammen mit der neuen Philharmonie Frankfurt. In den kommenden Jahren spielten Deine Lakaien Konzerte im Ausland, wie beispielsweise in Spanien oder China, spielten auf Festivals, wie dem Amphi Festival in Köln, und legten zwischendurch immer wieder Pausen für ihre Soloprojekte ein.

Auch heute sind Deine Lakaien noch eine erfolgreiche und beliebte Band im Bereich Darkwave und Avantgarde, füllen Konzerthalle, spielen auf Festivals und verkaufen CDs und DVDs.

Roterfeld

Blood Diamond Romance“ heißt das neue Album der Gothic-Band Roterfeld, das alles bisher da gewesene noch in den Schatten stellen soll. In den schwärzesten Schatten, der nur dann entsteht, wenn helles Licht ganz gezielt auf eine Stelle gerichtet wird. Roterfeld heißt Roterfeld, weil Frontmann Aaron aus dem österreichischen Vorarlberg der Band seinen Namen verliehen hat. Der Titel des Albums kennzeichnet gleichzeitig den Beginn der Leidenschaft vor bald zwei Jahren, als alles damit seinen Anfang nahm und gleich Furore machte. Schon im Vorfeld konnte Aaron Roterfeld mit seinem Song „Stop“ die deutschen Charts in den Klubs erobern, wie es kaum einem anderen Österreicher jemals vergönnt war. Kurz vor Jahresende wurde ein weiterer Song des Debütalbums, Great New Life, von Vampire Chronicles zur Begleitmusik für Breaking Dawn erkoren, und Aaron Roterfeld tourte durch die österreichischen Lichtspieltheater in Innsbruck, Wien, Graz, Salzburg und Linz, um die Galavorstellungen damit zu eröffnen. Zu diesem Zeitpunkt verfestigte sich auch die Art der Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Marc Filler. Die Leser von Sonic Seducer wählten Roterfeld zum angesagtesten Newcomer des Jahres 2011.

Im Mai des Folgejahres erschien das Video zu „Don’t be afraid of the Dark“ mit Amandas Nadel, Thomas Pfaller, André Schwarz und seinerzeit Leandra Ophelia Dax, die sich zwischenzeitlich eines Besseren besonn, um für den Augenblick andere Pfade einzuschlagen. Das Bühnendebüt von Roterfeld erlebten Tausende begeisterter Fans im Sommer in der Remise in Bludenz, weitere Auftritte folgten: Nova Rock, Blackfield Festival, M’ere Luna Festival, Summer Breeze und Dark Storm Festival. Leandra Ophelia Dax ward beim Summer Breeze zum vorerst letzten Mal gesehen.

Zunächst irgendwo zwischen Dark Rock und dem Alternative Pop eingeordnet, weisen Roterfelds Rhythmen hart verzerrte Riffs auf, aber auch Orchesterklänge, Synthesizer-Sounds und rein Akustisches. Komponist ist Aaron Roterfeld, der die englische Sprache bevorzugt und nur eine deutsche Variante geliefert hat – für „Don’t be afraid …“ Im Herbst vergangenen Jahres vertiefte Roterfeld seine Affinität zur Filmbranche auf der Wiener Sargfabrik mit der Einspielung des Titels „Great New Life“ in Harald Hutos Independentstreifen Edge Becs, in dem Roterfeld Falco in der Wiener Drahdiwaberlgasse begegnet. In Leipzig ist es leider zu einem kleinen Eklat gekommen. Vom Veranstalter aufgefordert, schon vor Beginn des vereinbarten Termins mit der Show zu beginnen, lehnte Roterfeld dies dankend ab und wurde daraufhin ausgeschlossen. Aus Rücksicht auf die Fans, die den ohnehin zeitlich knapp bemessenen Auftritt halb verpasst hätten, wurde ein Fiasko, denn die Eintrittsgelder können nicht erstattet werden. Die Energie aber, die ihre Fans dorthin getrieben hat, wird sich ganz gewiss in einem der nächsten Alben niederschlagen.

Wer den Ärger nicht verknusen kann, soll sich an die Friendpost halten, dann wird man sehen, was da zu machen ist. Das Dark End jedenfalls war zunächst einmal gestorben, die Zukunft lebt vom Einfallsreichtum und der Devise, der eingeschlagenen Stilrichtung treu zu bleiben und diese noch ein Stückchen zu entwickeln. Berlin ist immer eine Reise wert, die Website wächst und wächst, neue Videos sind in der Mache, die alten nach wie vor gefragt. Auch der kultigste Traktor Voralbergs, ein Lanz Bulldog, made in 1929, ist als Maskottchen stets vertreten, wiewohl er schwerlich zu bewegen ist, die Fahrt zum nächsten Gig in voller Montur anzutreten. Da bleibt er halt daheim, man muss auch wissen, wo man hingehört, wenn man weit in der Welt herumkommen will. Wenn’s ab und zu zu laut wird, kann sich das auch wieder geben, nach dem Donnergrollen kehrt doch auch die Beschaulichkeit wieder ein in die Berghütten wie die Gothic-Tempel, in die Seele und den Geist.

Peter Heppner

Peter Heppner, ein deutscher Sänger, wurde am 7. September 1967 in Hamburg-Wilhelmsburg, Deutschland, geboren. Bekannt wurde Heppner durch das Projekt Wolfsheim wie auch durch den Song „Die Flut“, welcher in Zusammenarbeit mit Joachim Witt („Der goldene Reiter“) veröffentlicht wurde.

Wolfsheim und die ersten kommerziellen Erfolge

Ab dem Jahr 1987 war Heppner als Komponist wie Texter und Sänger der Band Wolfsheim tätig. Das Hamburger Duo, welches mit der Single „The Sparrows and the Nightingales“ 1991 den ersten kommerziellen Erfolg feierte, galt jahrelang als Insidertipp der Gothic Szene. Auch wenn die Band in der Regel elektronische Musik machte, gab es immer wieder Songs, welche sehr wohl auf der Dark Wave Welle einzuordnen war. Heppners Partner, Markus Reinhardt, stand musikalisches dem Komponisten zur Seite. Das Debütalbum erschien zudem ein Jahr später und trug den Titel „No Happy View“. Es dauerte bis zum Jahr 2004, als Wolfsheim zudem internationale Bekanntheit erlangte und nach einer ausverkauften Tour in Deutschland auch die USA mit einer Tournee im Sturm eroberte. Im Jahr 2007 trennte sich die Band Wolfsheim, wobei Heppner immer wieder betonte, durchwegs Interesse an einem Comeback zu haben.

Auch als Solokünstler erfolgreich

Doch Heppner war auch als Solomusiker durchwegs erfolgreich – auch während der Wolfsheim Zeit. So wurde im Jahr 1998 der Song „Die Flut“ veröffentlicht. Zur Seite stand Heppner Joachim Witt. „Die Flut“ gilt als einer der bekanntesten Songs aus der Feder von Heppner. Ende 2005 unterschrieb Heppner einen Solo Vertrag bei Warner Music Germany. Im Jahr 2008 wurde die erste Single „Alleinesein“ von Heppner veröffentlicht. Das erste Album aus der Feder Heppner erschien im September 2008 und konnte Platz 9 der Charts erreichen.

Auch als Gastmusiker erfolgreich

Peter Heppner wirkte immer wieder bei anderen Bands mit. So etwa in den 90er Jahren bei Girls Under Glass oder auch Alice 2. Auch bei Umbra et Imago war er für vier Songs als Gastmusiker aktiv. Zusammengearbeitet hat Heppner neben Joachim Witt („Die Flut“) auch mit Schiller („Dream of You“ und „Leben… I feel you“) oder auch Paul von Dyk („Wir sind wir“). Ebenfalls hat Heppner mit Nena einen Song aufgenommen, welcher den Titel „Haus der drei Sonnen“ trägt.

Der deutsche Echo geht an…

Zudem erhielt Heppner auch immer wieder Preise, wie für Wolfsheim und einer Kooperation mit Schiller einen Echo, dem höchsten deutschen Musikpreis. In der Kategorie „Dance/Techo Künstler oder Gruppe National“ erhielt Heppner den Echo für die Zusammenarbeit mit Schiller im Jahr 2002. Zwei Jahre später erhielt er in der Kategorie „Beste deutsche Alternativ-Band“ den Echo für das Projekt Wolfsheim. Ebenfalls erhielt er dutzende Platin- wie Goldauszeichnungen – unter anderem auch für „Die Flut“ mit Joachim Witt.

Charterfolge und eigene Alben

Sein erstes Solo Album erschien im Jahr 2008 und trug den Titel „Solo“. Die höchste Chartplatzierung erreichte das Album in Deutschland mit dem 9ten Platz. Das zweite Album, welches im Jahr 2012 veröffentlicht wurde, trug den Titel „My Heart of Stone“ und erreichte in den deutschen Charts den 6ten Platz. Ebenfalls stieg das Album in die österreichischen Charts (Platz 47) und Schweizer Charts (Platz 64) ein.

Eisbrecher – 10jähriges Jubiläum

Eisbrecher zählt zu den bekanntesten „Neue Deutsche Härte Bands“, welche im Jahr 2003 gegründet wurde. Die Gründungsmitglieder der Band waren Alexander „Alexx“ Wesselsky und Jochen „Noel Pix“ Seibert.

Von Megaherz zu Eisbrecher

Texter wie Sänger Alexander „Alexx“ Wesselsky rief die Band mit Jochen „Noel Pix“ Seibert im Jahr 2003 ins Leben, als er sich von der Band Megaherz trennte. Aus „künstlerischen Differenzen“ wie es hieß, war die Zeit bei Megaherz für Alexander Wesselsky vorbei. Doch mit der Band Eisbrecher konnte sich „Alexx“ durchwegs selbst neu erfinden und konnte auch mit dem ersten veröffentlichten Album für Aufsehen erregen, weil zwei CD Rohlinge beigelegt wurden, um einen Anreiz für das Kopieren des Albums zu schaffen. Mit dieser Aktion wurde gegen die Kriminalisierung der Endverbraucher protestiert. Im Jahr 2006 wurde das zweite Album von Eisbrecher veröffentlicht. Das Album erreichte den 85ten Platz in den deutschen Charts. Zwei Jahre später erschien das dritte Album der Band, welches mit der 18ten Platzierung durchwegs für einen kommerziellen Erfolg der Band sorgte. Auch konnte Eisbrecher mit dem Song „Eiszeit“ zum ersten Mal eine Singleauskopplung in die deutschen Charts bringen. Platz 84 erreichte die Single. Das Album „Eiszeit“, welches ebenfalls 2010 erschien, wurde eine der größten Erfolge und erreichte den 5ten Platz in den Albumcharts. Auf Grund des Erfolges wurden auch größere Plattenlabels auf Eisbrecher aufmerksam, sodass im Jahr 2010 ein Vertrag bei Sony Music Columbia Records unterschrieben wurde. Das neue Album, welches zum 10jährigen Jubiläum im Jahr 2012 veröffentlicht wurde, erfüllte die hohen Erwartungen der Fans. Auch in den Charts erreichte „Die Hölle muss warten“ die bislang beste Platzierung mit dem dritten Platz in den deutschen Charts. Die Single „Verrückt“ erreichte gerade einmal den 43ten Platz in den Single Charts.

Die Besetzung von damals und heute

Es waren immer wieder unterschiedliche Meinungen oder private Gründe, weshalb die Bandbesetzung bei Eisbrecher durchwegs im Monatstakt gewechselt hat. Bis auf Alexander „Alexx“ Wesselsky und Jochen „Noel Pix“ Seibert wie Maximilian „Maximator“ Schauer gibt es keinen aus der Ur-Besetzung. Die aktuelle Besetzung setzt sich aus Jürgen Plangger an der Gitarre (seit 2006), Achim Färber an den Drums (seit 2011), Maximilian „Maximator“ Schauer (seit 2004) am Keyboard und Dominik Palmer am Bass (seit 2010). Michael „Miguel“ Behnke, Bassist der Band, war 2004 bis 2006 Bandmitglied; Martin Motnik, Nachfolger von Behnke am Bass, verließt die Band 2008. Olli Pohl, ebenfalls Bassist der Band, folgte Motnik nach und verließ nur zwei Jahre später, im Jahr 2010, die Band. Felix „Primc“ Homeier war der Gitarrist von 2004 bis 2006; Rene Greil der Drummer von 2005 bis 2010 und Sebastien Angrand war für das Jahr 2010 der Drummer der Band.

Diskografie und Erfolge der Band

Eisbrecher veröffentlichte 5 Alben, wobei das letzte Album zum 10jährigen Bandbestehen der Band veröffentlicht wurde.

  • 2004 – Eisbrecher
  • 2006 – Antikörper
  • 2008 – Sünde
  • 2010 – Eiszeit
  • 2012 – Die Hölle muss warten

Die größten Erfolge erreichte die Band mit dem Album „Die Hölle muss warten“ – Platz 3 in den deutschen Charts, Platz 21 in den österreichischen Charts und Platz 16 in den Schweizer Charts.

Painbastard

Die Band Painbastard ist eine Gothic-Band, deren musikalische Projekte in das Genre Futurepop und Aggrotech eingeordnet werden können. Hinter dem Bandnamen Painbastard steht Axel P. Der hauptberufliche Anwalt aus Leipzig ist sowohl Sänger und Musiker, als auch Produzent seiner Band. Hilfe bei der Produktion bekommt er von seinem Freund Axel K.

Sein Interesse an elektronischer Musik veranlasst ihn 1995 zum Kauf eines Synthesizers, mit dem er zunächst einmal kräftig experimentiert. Seine ersten Songs sind klassisch orientiert. Bald steht für ihn fest, dass er seine Projekte alleine umsetzen möchte. Er ergänzt sein Equipment mit einigen Effektgeräten zur Manipulation der Stimme und beginnt mit den ersten Aufnahmen für eine CD.
Seinen ersten großen Live-Auftritt hat Alex im Vorprogramm der Bands Tanzwut, Dance Or Die und Blind Passengers, die in Leipzig auftreten. Sein Auftritt ist ein voller Erfolg, er knüpft erste Kontakte zur Szene und kann sich mit seinem EBM-Sound etablieren.

Die erste eigene Promo-CD mit dem Titel „Just Like Dying“ bringt er Mitte 2000 heraus. Nebenbei arbeitet er am Xceed-Projekt und beginnt Songs zu komponieren, die viele poppige Elemente enthalten. 2001 erschein bereits seine zweite Promo-CD „Mindevolution“, es werden jedoch nur 25 Exemplare gepresst.
Zur selben Zeit nimmt er sein erstes Xceed-Album mit dem Namen „Loose & Find auf. Außerdem beginnt er zusätzlich mit dem Nebenprojekt „Prototype“ und produziert zu diesem Zweck das Album „Electro Passion“.
Im folgenden Jahr kommt seine dritte Painbastard-Promo-CD „Skin on Fire“ und erstmals wird die Plattenfirma Accession Records auf ihn aufmerksam. Das offizielle Debüt muss jedoch verschoben werden aufgrund der Jahrhundertflut. Etwas verspätet schaffen er und sein Kollege Axel K. aber doch noch die Aufnahmen. Anfang Herbst ist „Skin On Fire“ schließlich in den Läden erhältlich und wird mit seinem EBM-Sound, der an die Band Suicide Commando erinnert, zum Verkaufsschlager in der Szene.

Zu Live-Auftritten kommt es jedoch trotz des Erfolges kaum. Alex nutzt die Zeit, um an seinem nächsten Long-Player „Overkill“ zu arbeiten. Dieser kommt bereits 2005 in die Läden und ist wesentlich abwechslungsreicher im Rhythmus und besser zum Tanzen geeignet als sein Debüt. Außer ein paar Auftritten in Polen, Holland und Schweden bleiben die Live-Auftritte jedoch immer noch rar und eine große Tour kommt nicht zustande.

Alex stürzt sich stattdessen in neue Projekte, bastelt an einem Remix für SITD und bringt zudem noch eine eigene EP auf den Markt. „Storm OF Impermanence“ schafft es mit 45 Minuten Spielzeit aus vier neuen Tracks und fünf Remixen älterer Lieder sogar auf Platz 3 der DAC.

Mitte 2006 kommt schließlich auch die lang ersehnte Live-Tour zustande. Zusammen mit Suicide Commando und Insekt tourt Painbastard quer durch Deutschland. „No Need To Worry“ wird zwei Monate nach der Deutschland-Tour veröffentlicht, der große Erfolg bleibt trotz zahlreicher Features (Diorama) und Remixen (S.P.O.C.K) jedoch aus und die CD kann nicht mit den Vorgänger mithalten. Den Rest des Jahres hört man kaum etwas von Painbastard.

2007 ändert sich das jedoch schlagartig. Painbastard bringt eine Doppel-EP in Zusammenarbeit mit SITD heraus und geht anschließend mit ihnen auf Deutschland-Tournee. „Klangfusion Vol.1“ enthält jeweils einen Remix der anderen Band sowie einige neue Tracks und weitere Remixe.

Im selben Jahr noch bringt Alex die CD „Borderline“ heraus, mit der er sich stilistisch ganz an den Vorgängern orientiert. Das bisher letzte Album von Painbastard erscheint schließlich im April 2010 und trägt den Titel „Kriegserklärung“. Inhaltlich übt Axel Kritik am heutigen gesellschaftlichen Denken und der Politik, bleibt aber musikalisch seiner Linie treu. Für die treuesten Fans von Painbastard gab es eine stark limitierte Sonderausgabe.

Eluveitie

Die Band Eluveitie (das u wird laut Gründungsmitglied Christian „Chrigel“ Glanzmann nicht gesprochen) wird meist den Genres Folk Metal, Pagan Metal oder auch Melodic Death Metal zugeordnet. Der Name der Band ist das etruskische Wort für Helvetios, also „der Helvetier“. Die Helvetier waren ein Stamm der Kelten aus dem 1. Jahrhundert vor Christus, deren Siedlungsgebiete im heutigen Südwestdeutschland und im schweizerischen Mittelland lagen. Die Musiker von Eluveitie stammen alle aus der Schweiz, ihre Texte reflektieren verschiedene Aspekte des Lebens dieses Keltenstammes. Die Texte einiger ihrer Lieder sind sogar in rekonstruiertem helvetischem Gallisch geschrieben.

Eluveitie wurde Ende 2002 von Chrigel Glanzmann (Gesang, Mandola und Mandoline, Tin und Low Whistles, Dudelsack, Bodhràn) gegründet und war ursprünglich als reines Studioprojekt geplant. Die erste Single „Vên“ (= wilde Freude) erschien in Eigenfinanzierung im Frühjahr 2003 und war derart erfolgreich, dass die Musiker nun auch bei Liveauftritten ihr Können beweisen wollten. 2004 erhielt die Band einen Plattenvertrag bei Fear Dark (NL), Eluveitie waren auf vielen Festivals und Konzerten in ganz Europa zu hören. Die Besetzung änderte sich hin und wieder, doch die Band entwickelte nach und nach ihren eigenen Stil, der bei den Fans sehr gut ankam.

Ende 2005 wurde „Spirit“, das erste Studioalbum von Eluveitie, in Angriff genommen, das am 2. Juni 2006 bei Fear Dark erschien. Außerdem nahm die Band zu dem Lied „Of Fire, Wind and Wisdom“ erstmals ein Musikvideo auf, das ab dem 26. September des Jahres zu sehen war. Das Album und natürlich auch die Liveauftritte der Band inspirierten viele andere Musiker, auch die Richtung des Folk Metal einzuschlagen. Neben Auftritten auf großen Festivals wie dem Ragnarök-Festival, dem Graspop Metal Meeting oder dem Summerbreeze Open Air und einem kurzfristigen Wechsel zum Plattenlabel Twilight Records sammelte die Band Ideen für das zweite Studioalbum, „Slania“, aber auch für ein zweiteiliges Akustikalbum, „Evocation“.

Im November 2007 entschieden sich Eluveitie unter vielen Vertragsangeboten für ihre jetzige Plattenfirma Nuclear Blast. Am 2. Februar 2008 wurde „Slania“ schließlich veröffentlicht, die Aufnahmen waren in verschiedenen Studios in Schweden, der Schweiz und Liechtenstein entstanden. Vorher konnten die Fans auf Myspace jedoch bereits in das Album hereinhören, unter anderem konnten sie auch das Musikvideo zu „Inis Mona“ ansehen. Mit „Slania“ schaffte die Band den Durchbruch, das Album erreichte in der Schweiz Platz 35 und in Deutschland Platz 72 der Charts. Auch live waren sie gefragt wie nie zuvor: In nur zwölf Monaten tourten sie dreimal durch Europa, zweimal durch die USA und Kanada; außerdem hatten sie Auftritten auf den meisten großen Open Air Festivals in Europa.

Am 17. April 2009 wurde endlich das lang ersehnte Akustikalbum von Eluveitie veröffentlicht, es trug den Titel „Evocation I – The Arcane Dominion“. Dieses Mal wurde das Lied „Omnos“ vorher schon auf Myspace präsentiert. Das Akustikalbum war sogar noch erfolgreicher als „Slania“, es erreichte Platz 20 der Charts in der Schweiz.

Weniger als ein Jahr später, am 19. Februar 2010, erschien bereits das Folgealbum, „Everything Remains (as It Never Was)“. Eluveitie spielten nun auch in Russland und Indien; auf dem Wacken Open Air 2010 wurden sie mit dem Metal Hammer Award „Aufsteiger des Jahres“ ausgezeichnet.

Für das erste Konzeptalbum, „Helvetios“, ließen sich Eluveitie wieder etwas länger Zeit – es erschien am 10. Februar 2012. Die Lieder erzählen vom Gallischen Krieg. Außerdem veröffentlichte die Band am 24. März 2012 das Livealbum „Live on Tour“, auf dem das Konzert in Tilburg vom 18. März 2012 zu hören ist.

HIM

Die dem Dark-Rock-Genre zugeschriebene Band HIM ist eine Finnische Musikband mit ihren Wurzeln in Helsinki. Die Buchstaben HIM stehen für „His Infernal Majesty“. Gegründet wurde die Band in dem Jahre 1995 durch den Sänger Ville Vallo, dem Gitarristen Mikko Viljami Lindström, dem Bassisten Mikko Heinrik Julius Paananen und dem Schlagzeuger Juhana Rantala. Seit 1999 spielt Mika Kristian Karppinen am Schlagzeug und Jani Purttinen spielt seit 2000 am Keybord. In den USA gab es damals bereits eine Band namens HIM. Daher nannte sich die Gothic-Band zunächst in den USA „HER“, das für „His Evil Royality“ steht. HIM erwarb jedoch schnell die Rechte und nennt sich seitdem ebenfalls auch in den USA HIM. Das Logo der Band ist ein sehr beliebtes Heartagram, eine Mischung aus einem Herz und einem Pentagramm.

Ihr erstes Studioalbum erschien 1998 mit dem Namen „Greatest Lovesongs Vol. 666″ unteranderem mit der Single „Wicked Game“ und verkaufte sich über 120.000 mal. Durch den Namen des Albums enstand das Gerücht, Ville Vallo sei Satanist. Ville Vallo erklärte jedoch später, dass die Zahl 666 nur als Symbol dienen sollte, um den Bekanntheitsgrad der Band zu erhöhen.

2 Jahre später konnte sich die Band noch steigern und verkaufte mit ihrem Album „Razorblade Romance“ über 750.000 Exemplare. Das Album wurde mit drei goldenen Schallplatten und einer Platinschallplatte ausgezeichnet. Es folgte das Album „Deep Shadows and Brilliant“ im Jahre 2001. HIM legte 2002 eine kreative Pause ein, in der keine Auftritte gemacht wurden. Ein Jahr darauf erschien das Album „Love Metal“, nachdem die Band auch ihren Musik-Stil bezeichnet. Love Metal ist somit eine Zusammenfügung von Liebestexten und harter Rockmusik. 2004 erschien das Greatest Hits-Album „And Love Said No“.

Nachdem der Vertrag über 5 Alben bei dem Label GUN/Supersonic erfüllt war, wechselte die Band 2005 zu Warner Music und brachte ihre erste DVD mit dem Titel „Love Metal Archives Vol.1″ raus. Im folgenden Jahr erschien das Album „Dark Light“, das auch in den USA, Kanada und Japan veröffentlicht wurde. 2007 entstand das Album „Venus Doom“ und 2008 kam eine weitere Live-DVD raus. 2 Jahre später folgte Album sieben mit dem namen „Screamworks: Love In Theory And Practice“, das später auch als Remix-Album neu veröffentlicht wurde. Es folgte wieder eine längere Pause, die mit einer Erkrankung und der Trennung von dem Label Warner Music eingeleitet wurde. Angekündigt für 2013 ist jedoch das achte Studio-Album „Tears on Tape“.

Die Band hat sich stetig entwickelt und Ville Vallo wurde als Sänger rasch zum Idol. Besonders junge Frauen waren von dem geschminkten Sänger sehr angetan, der durch seine melancholischen Texte über den Tod und die Liebe aufsehen erregte. Insgesamt brachte HIM acht Studioalbem, ein Live-Album, vier Kompilationen und 2 DVDs auf den Markt. Darunter waren 25 Videos und 20 Singles mit Chartplatzierungen.

HIM bekam unzählige Auszeichnungen. Unter anderem gewannen sie drei mal den Comet, 2000 den Bravo Otto und 2007 waren sie sogar für den Grammy Award nominiert.

Hinzu kommen goldene Schallplatten in Deutschland, Finnland, Österreich, Schweiz und in den USA. Platin bekam die Band in Europa und in Finnland.

Depeche Mode

Am 1. Februar veröffentlicht die Band Depeche Mode ihre Single „Heaven“ vom 13. Studioalbum „Delta Machine“, welches am 22. März 2013 auf den Markt kommt. Insgesamt waren nun 4 Jahre seit „Sounds of the Universe“ vergangen, welches im Jahr 2009 veröffentlicht wurde. Zur Singleauskopplung „Heaven“ wird auch gleichzeitig das neue Musikvideo dazu veröffentlicht. Zu welcher Uhrzeit das Video jedoch präsentiert wird, steht noch nicht fest. Man kann gespannt sein, ob der Song hält, was er verspricht, da Depeche Mode selbst behauptet, durchwegs mit ihrem 13ten Album neue Dimension erreicht zu haben. Doch „Heaven“ soll nicht die musikalische Richtung des gesamten Albums wiederspiegeln, sondern vielmehr einer „von vielen unterschiedlichen Songs“ sein, welche auf „Delta Machine“ vertreten sind.

„Delta Machine“ hat den „typischen Depeche Mode Sound“

„Delta Machine“ wurde im kalifornischen Santa Barbara und auch in New York aufgenommen. Begonnen haben die Arbeiten im Februar 2012. Produziert wurde das 13ten Studioalbum von Ben Hiller. Erscheinen wird das neue Depeche Mode Album beim Sony Music Label Columbia Records und beendet nun auch die diversen Gerüchte, rund um Depeche Mode und ihr ominöses 13tes Studioalbum. Denn selbst in Fankreisen war lange Zeit nichts darüber zu erfahren, wie es mit der Band weitergehen würde. Man wusste nur, dass die Band seit rund einem Jahr intensiv am Album arbeitete. Das letzte Album war schon eine gewisse Weile her, Informationen gab es spärlich bis gar nicht. Nun ist es jedoch Gewissheit, dass die Band selbst noch aktiv am Musikhimmel präsent ist. Die Gerüchte, dass Depeche Mode kurz vor ihrer Bandauflösung standen, wurden nie bestätigt – und nun ist die Band effektiver zurück, sodass selbst die Hardcore Fans überrascht und gleichzeitig begeistert sind.

„Die Songs klingen sehr modern“, ist sich Martin Gore sicher. Dave Gahan bestätigt, dass Depeche Mode durchwegs alles „auf den Kopf gestellt hat“, was mit einer CD Veröffentlichung zu tun hat. Das Werk wurde dermaßen „untypisch“ aufgenommen, dass man gespannt ist, wie die Fans darauf reagieren werden. Selbst jedoch ist man überzeugt, dass die Platte gut geworden ist. Der „typische Depeche Mode“ Sound wird jedenfalls nicht vermisst werden, „weil er sehr wohl Platz am Album gefunden hat“, ist sich Dave Gahan sicher. Das Album wird es zudem in zwei verschiedenen Ausgaben geben. So gibt es neben der Standard Ausführung mit insgesamt 13 Songs auch eine Deluxe Edition, welche 17 Songs auf 2 CDs umfasst und zudem über ein 28 Seiten langes Hardcover Buch verfügt. Die Fotos dafür wurden von Anton Corbijn geschossen.

Die Europatour startet am 7. Mai

Freude für die Fans gibt es zudem auch, weil die Band wieder auf Tour geht. So startet am 7. Mai die Europa Tour von Depeche Mode, welche im Hayarkon Park in Tel Aviv begonnen wird. Insgesamt tourt Depeche Mode europaweit in 25 Ländern und wird insgesamt 34 Konzerte geben. Danach folgt die Nordamerika Tour. Auch Deutschland wird von der Band für insgesamt 8 Konzerte bereist werden. So tritt Depeche Mode am 1.6. in München, am 3.6. in Stuttgart, am 5.6. in Frankfurt, am 9.6. in Berlin, am 11.6. in Leipzig, am 17.6. in Hamburg sowie am 3.7. und am 5.7. in Düsseldorf auf. Der Abschluss der Europatour findet in Minsk am 29.7. statt. Danach verabschiedet sich die Band nach Nordamerika um dort ihr neues Album ihren Fans zu präsentieren.

Die Geschichte hinter Depeche Mode

Die Band Depeche Mode wurde 1980 durch Dave Grahan, Martin Gore, Andrew Fletcher und Vince Clarke gegründet. Depeche Mode profitierte zu Beginn ihrer Karriere durch den, in Großbritannien aufkommenden, Synthesizer Boom, welcher vor allem durch die Band Kraftwerk ausgelöst wurde. Bereits die zweite Single der Band „New Life“ wurde in Großbritannien zum Hit – bereits ein Jahr später feierte Depeche Mode ihrer ersten Tour Erfolge auf europäischem Festland und spielte im September 1981 auch das erste Mal in Deutschland.

Bereits das erste Album „Speak & Spell“ wurde zu einem kommerziellen Erfolg. Auch wenn das damalige erste Album durchwegs einen anderen Stil hatte, als die heutigen Veröffentlichungen, wurde bereits mit dem zweiten Album der Band, „A Broken Frame“, die „Depeche Mode typischen Klänge“ verarbeitet.
Mit dem im Jahr 1986 veröffentlichten „Black Celebration“ erreichte die Band ihre erste Nr. 1 Chartplatzierung in der Schweiz. In Großbritannien kletterte man in den Charts auf Platz 4. Mit dem 1993 erschienen Album „Songs of Faith and Devotion“ gelang Depeche Mode der endgültige Durchbruch und erzielte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und in den USA Nr. 1 Erfolge in den Charts. Es war das einzige Mal, dass Depeche Mode in all diesen Ländern eine gleichzeitige Nr. 1 Platzierung mit einem ihrer Alben erreichte.

Das letzte Album „Sounds of the Universe“ war in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Platz 1. In Großbritannien kam das Album auf Platz 2; in den USA auf Platz 3 der Charts.

Im Jahr 1991 wurde Depeche Mode für „Enjoy the Silence“ mit den BRIT AWARDS in der Kategorie „Best British Single“ ausgezeichnet. Der Comet ging im Jahr 2001 in der Rubrik „Act International“ an Depeche Mode. Zudem wurde die Band im Jahr 2010 als Gruppe des Jahres mit dem Echo ausgezeichnet.

Epica

Epica ist eine aus den Niederlanden stammende Metal-Band. Entstanden ist die Gruppe aus der ehemaligen Band Sahara Dust, die sich Mitte des Jahres 2002 auflösten. Knapp ein jahr später veröffentlichte Epica beim Label Transmission Records ihr erstes Album mit dem Namen Phantom Agony. 2 Jahre später erfolgte das Album Consign to Oblivion und das Filmmusikalbum The Score, welches extra für den niederländischen Film Joyride entstand. Doch in den Folgejahren fehlte einfach der nötige Erfolg und das hauseigene Plattenlabel Transmission Records ging pleite und die Suche nach einem neuen Label begannt. am 24. April gab die Band bekannt, dass sie von dort an unter dem Label Nuclear Blast stehen.

2007 veröffentlichten sie ihr erstes Album unter dem neuen Label und starteten gleichzeitig auch eine große Tour durch die USA. Anfang des Jahres 2008 gab die Band leider eine sehr traurige Nachricht bekannt. Sie teilten der Öffentlichkeit mit, dass Simone Simons an einer Infektion mit multiresistenten Staphylokokken erkrankt sei und daraufhin alle öffentlichen Auftritte absagen muss. Sie US Tour wurde wie geplant durchgezogen, doch danach verzichtete die Band strikt auch alle vorher geplanten Shows und wollten erst wieder auftreten, wenn Simone Simons wieder vollständig genesen ist.
Sie geneste wie geplant und die Band stand im Jahre 2009 wieder auf dem Wacken Open Air auf der Bühne.

Der 16.September war für Epica ein ganz besonderer Tag. An diesem Tag wurde die Band Teil einer ganz speziellen Aufnahmesession in einem Studio. Es wurde ein Videoclip für eine holländische Serie gedreht, in der geistig behinderte Menschen mitgewirkt haben. Darunter viele Fans der Band, für die an diesem Tag ein Traum in Erfüllung ging.

Bekannt ist die Gruppe Epica dafür, dass sie klassisch geprägte Musik mit Symphonic Metal verbinden. Die Melodien vieler ihrer Songs sind mit orientalischen Klängen untermalt und verleihen diesen oftmals das gewisse Extra.

Fest steht, dass diese eine sehr bodenständige Band ist die genau weiß was Sie will. Sie haben ihre feste Fangemeinde und schon reichlich Bühnenerfahrung. Auf diversen großen Events wie beispielsweise dem Wacken Open Air sind Epica in der Regel vertreten und begeistern dort viele tausende Menschen. Es ist vielleicht eine etwas andere Art der Musik die nicht viele kennen, doch eine sehr stilvolle und tiefsinnige Art Musik zu machen. Es ist zu hoffen, dass diese Band noch eine lange Zukunft hat in der noch viele einzigartige Songs folgen werden.

Tristania

1996 von Einar Moen, Kenneth Olsson und Morten Veland gegründet ist eine erfolgreiche norwegische Gothic-Metal-Band. Veland und Moen verließen die Band kurz nach der Gründung und es kamen der Bassist Rune Osterhus und der Gitarrist Anders H. Hidle dazu. Erste Studioerfahrung sammelte die Band 1997, als sie ihre erste Demo aufnahmen. Die Band vergrößerte sic hund holte die Sessionmusikerin Vibeke Stene als gesangliche Unterstützung dazu. Das Demoband wurde den Plattenlabels vorgestellt und Napalm Records schlug mit dem besten Angebot zu. Die erste Veröffentlichung „Tristania“, eine MCD, war das Demoband und ein neuer Mix und Artwork. Die Kritiken waren super und so wurde daraus das erste Debüalbum „Widow´s Weeds“. Es kam Anfang 1998 auf den Markt und war ein Mix aus Gothik Rock, Death Metal, Symphonic Metal und einigen Klassischen Elementen. Aus diesem Mix entwickelte sich der Stil Gothic Metal.

Der Erfolg der Band wurde ein Jahr später mit dem Nachfolgealbum „Beyond the Veil“ weiter gekrönt. Hier haben viele Samples und erste leichte Industrial-Klänge hinzu. Das Album war weniger hart und nicht so düster wie das erste Album. Im Laufe des Jahres 2000 kam es zu persönlichen und musikalischen Differenzen mit Morten Veland, so dass er die Band gegen Endes des Jahres verließ. Die Band entwickelte sich weiter und brachte ihr drittes Album „Word of Glass“ heraus. Sängerin Vibeke Stene hatte hier stimmlich den größten Anteil, es kamen vermehrt Chöre und Elemente von klassischer Musik zum Einsatz. Die Fans konnten sich mit dem Weggang von Morten Veland und der stärkeren stimmlichen Einbringung von Vibeke Stene nicht wirklich anfreunden und der Abstieg der Band begann. Bedeutete doch für viele diese Neuausrichtung ein Stilbruch und das neue Album wurde als zu kommerziell angesehen.

Die Band versuchte, sich zurück in Richtung Death Metal zu entwickeln und brachte 2005 das Album „Ashes“ raus. Der Sound war dünner und klang weniger episch. Der nächste Umschwung stand 2006 an, als Kjetil Ingebrethsen die Band aus familiären Gründen verlassen musste. Ihm folgte Vorph. In den Folgejahren wechselte die Band fast jährlich ein Gesicht aus und brachte schließlich im August 2010 ihr sechstes Studioalbum „Rubicon“ auf den Markt. Hier überzeugte erstmals die neue Sängerin Mariangela Dermutas. Die vielen Wechsel innerhalb der Band führte zu Unmut bei den Fans. Nichts desto trotz wurde das Album ein großer Erfolg. Als nächste Events steht für die Band ein Auftritt in Wacken im August 2013 auf dem Programm. Man darf gespannt sein, welche neuen Songs die Band sich überlegt hat, um ihre Fans zu überraschen. Außerdem steht ein Besuch des SUMMER BREEZE Open Air Festival in Dinkelsbühl an.

Mono Inc.

Mono Inc. ist eine Band aus Hamburg, welche vordergründig das Genre Gothic/Rock umfasst. Sie wurde im Jahr 2000 von Martin Engler, Carl Fornia und Miky Mono gegründet.

Ihre Alben, die sich häufig mit Themen wie Verlust und Trennung befassen, vermitteln oftmals eine düstere Stimmung.

Was den Namen von Mono Inc. angeht, so könnte man glauben, dass dieser seinen Ursprung im Wort „Mono“, welches den Gegensatz zu „Stereo“ darstellt, haben könnte. Allerdings ist die Idee dahinter eine andere – denn wie Martin Engler erklärte, ist der Name eine Ableitung des Begriffes „Monomanie“, welcher der psychiatrischen Krankheitslehre des frühen 19. Jahrhunderts entstammt. So bedeutet der Bandname wörtlich übersetzt „Firma der Teilwahnsinnigen“.

2003 stieß Manuel Antoni als Bassist hinzu und komplettierte somit die Gruppe. Auch die erste Eigenveröffentlichung des Albums „Head Under Water“ folgte im Herbst diesen Jahres. Ein Jahr darauf wurde das Album von NoCut/goodsongs/Sony bundesweit wiederveröffentlicht und somit der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Im Jahr 2006 folgte eine drastische Änderung der Bandbesetzung. Der Sänger Miky Mono trennte sich von der Band, weshalb ein neuer Frontmann bestimmt werden musste. Diesen Platz nahm der ehemalige Drummer und Hauptsongschreiber, Martin Engler, ein. Den an dieser Stelle frei gewordenen Platz besetzte die Schlagzeugerin Katha Mia, welche Martin Engler einst auf einem Depeche Mode-Konzert kennengelernt hatte. Somit war die Besetzung der Band wieder komplett.

Schon Anfang 2007 starteten die Arbeiten an dem neuen Album „Temple of the Thorn“. Dieses wurde am 15. Juni 2007 in Deutschland, Österreich und der Schweiz über Soulfood veröffentlicht.

Der dritte Longplayer, „Pain, Love & Poetry“, erschien im Mai 2008. Darauf befanden sich sowohl ein Duett mit der Sängerin der Band Xandria, Lisa Middelhauve, als auch neue Versionen von drei Songs des ersten Albums „Head Under Water“.

Mono Inc. gingen ab April 2009 auf ausgedehnte Tourneen mit Subway To Sally und ASP. Im Zuge dessen hielten sie über 40 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab. Das Album „Voices of the Doom“ erschien am 25. September 2009.

Am 27. August 2010 folgte ein Song, der im Original von der Band Bush stammt: Die EP Comedown. Im Oktober des gleichen Jahres wurde die erste Headlinertour von Mono Inc. gestartet. Wechselnde Supportbands übernahmen hier den ersten Teil, während die Band SOON für den zweiten Teil als feste Vorband fungierte.

Auf ihrer Jubiläumstour im Jahr 2010 begleiteten Mono Inc. die Band Unheilig als Support, gemeinsam mit Apoptygma Berzerk.

Das fünfte Album, welches den Namen „Viva Hades“ trägt, folgte am 18. März 2011. Es erschien erstmals neben der normalen Ausgabe auch in einer limitierten Version, die 2000 Exemplare umfasste und mit einer DVD erschien. Mit Platz 50 erreichte dieses Album erstmalig die deutschen Albumcharts.

Nachfolgend fand eine Pause statt, in der jedoch teilweise auf bekannten Festivals gespielt wurde, wie beispielsweise dem M’era Luna Festival.

Anschließend folgte mit der Dauer vom 01. April bis zum 19. November eine weitere Tour. Diese umfasste auch Auftritte in Österreich und in der Schweiz.

Bereits am 04. März erschien die Single „Symphony of Pain“, zudem wurde zum Abschluss der „Viva Hades“ Tour ein Video zum Song „The Best Of You“ herausgebracht.

Eine weitere EP, namentlich „Revenge“, erschien am 14. Oktober 2011. Diese beinhaltete erstmalig drei Live-Mitschnitte, welche von einem Konzert in Frankfurt am Main stammen, das am 14. Mai 2011 stattfand.

Die Single „After The War“ aus dem gleichnamigen Album wurde nach einem Labelwechsel zu „SPV/Rookies & Kings“ am 25. Mai 2012 veröffentlicht.

Gothicshops

Kleidung für Alltagsgruftis und Schwarzromantikerinnen

An dieser Stelle möchte ich euch vier sehr unterschiedliche Onlineshops vorstellen, die den Kleidungsbedarf für die Damen der dunklen Gesellschaft decken sollen.

X-tra-X

Die Suche beginnt
Unendlich viele Liebhaber weist die „Schwarze Szene“ mittlerweile auf. Wurde diese Gesinnung noch vor vielen Jahren mit Skepsis betrachtet, so wird sie nun von Außenstehenden gerne toleriert und von Anhängern nur noch mehr geliebt.

Doch was wäre eine Gothic Bewegung ohne Musik? Festivals wie das Mera Luna und das Wave-Gotik-Treffen laden jedes Jahr aus Neue Musikliebhaber zu den Veranstaltungsorten, um mit ihnen unvergessliche Tage zu verbringen! Natürlich darf in dieser Zeit die passende Kleidung nicht fehlen. Unzählige Shops nehmen sich mittlerweile dieses Wunsches an und doch fällt die Suche oftmals nicht leicht. Geringe Auswahl, hohe Preise und fehlende Lagerbestände lassen das Finden nach dem passenden Outfit undenkbar lang erscheinen.

Der X-trax Gothic Shop jedoch trotzt all diesen negativen Auffälligkeiten, so dass sich ein Versuch für Jeden lohnt.

Navigieren im Shop
Düster und einladend präsentiert sich bereits die Startseite von x-tra-x.de. Ein stets wechselndes Banner, welches die neuesten Rabatte und Aktionen zeigt, stellt sicherlich für jeden Suchenden einen Grund dar, zu bleiben. Sollte sich trotz allem noch nicht der Wunsch zum Verweilen eingestellt haben, so werden die aufgeführten Neuheiten und Schnäppchen auf der Startseite ihr Übriges tun und auch den letzten Zweifler überzeugen.

Eine unübersichtliche Anordnung der Kategorien wird der Käufer bei x-trax nicht finden. Gut sortiert sind die zahlreichen Waren angeordnet, sodass alle Wünsche erfüllt werden können.

Der Bereich, welcher sich das Verhüllen des weiblichen Körper zur Aufgabe gemacht hat, lässt schnell Träume wahr werden und präsentiert bereits in „Oberteile, Shirts & Blusen“ eine Auswahl, die keine Grenzen kennt.

Doch natürlich ist diese Kategorie noch lange nicht alles, was die Dame der „Schwarze Szene“ erwartet, denn angesagte „Giries & Longsleeves“ warten neben einer breiten Auswahl von „Hosen & Leggins“ ebenfalls auf eine Entdeckung.

Doch der Sinn steht eher nach langen Kleidern oder großzügig verzierten Röcken? Auch dies ist bei x-trax.de mit der Kategorie „Röcke und Kleider“ kein Problem. Egal, ob kurz oder lang: Alles hält dieser Shop für einen gelungenen Abend bereit. Doch natürlich darf auch der passende Schutz vor der Kälte nicht fehlen, sodass in „Jacken & Mäntel“ schnell etwas gefunden ist.

Der lang gesuchte Rock oder die heißersehnte Hose ist bereits gefunden, doch eine sexy Corsage muss her? Dann ist die Kategorie „Mieder & Corsagen“ genau die Richtige für die Suchende.

Die Auswahl im Bereich der Männerbekleidung ist jedoch ebenso zahlreich. „Oberteile & Hemden“ stehen neben „T-Shirts & Longsleeves“ in unzähligen Varianten zur Verfügung.

Die Bekleidung für den Oberkörper ist nicht das Problem, sondern eine Hose oder ein Herrenrock wird gesucht? Auch in diesem Fall ebnet x-trax den Weg und begeistert schnell mit einer Vielfalt, die größer nicht sein könnte und so darf auch die Kategorie „Jacken & Mäntel“ im Bereich der Herren nicht fehlen!

Wer jedoch denkt, dass nur Mann und Frau in den Tiefen dieser Seiten gut angekleidet werden können, wird schnell eines Besseren belehrt werden. Denn auch für Kinder oder gar Babys hält x-trax unzählige Kleidungsstücke bereit.
Doch wie bei so einer großen Auswahl die Übersicht behalten? X-trax hat sich dieser Frage angenommen und somit in jedem Bereich eine Suche hinterlegt. So ist es dem Käufer möglich, direkt nach einer bestimmten Größe, Marke und Farbe zu suchen, oder sich eine bestimmte Preisspanne anzeigen zu lassen. So lässt das lang gesuchte Outfit nicht lange auf sich warten.

Doch was wäre dies, ohne die passenden Schuhe oder Schmuck? Auch in diesem Bereich hat der weit gefächerte Online Shop für jeden Geschmack etwas zu bieten. Doch damit ist noch kein Ende in Sicht, denn wer auf der Suche nach Taschen, Gürteln, Strümpfen oder einer Kopfbedeckung ist, wird ebenfalls nicht enttäuscht.

Den Abschluss in diesem wunderbaren Shop bildet der Bereich Deko & Lifetyle. Wer schon immer seine Wohnräume verschönern wollte, oder das Make up für die nächste Party sucht, wird hier bald fündig werden.

Wie verhält es sich jedoch mit den Zahlungsmöglichkeiten? Wer versucht, hier einen Fehler zu finden, wird abermals enttäuscht werden. Neben der praktischen Beitragsbegleichung über Kreditkarte, kann auch durch PayPal, Vorkasse oder Nachnahme gezahlt werden. So ist für jeden etwas dabei und egal, für welche Möglichkeit sich der Käufer entscheidet: Die Ware wird so schnell wie möglich dem neuen Besitzer zugesandt!

Fazit

Zusammenfassend kann nur soviel gesagt, dass die Auswahl im x-trax Online Shop vielfältiger nicht sein könnte und ein Abtauchen in eine andere Welt unumgänglich ist. Schnell ist alles gefunden, was gesucht wird und die Zahlungsabwicklung erfolgt ebenso problemlos. Innerhalb kürzester Zeit ist die Ware da und kann auch, sollte diese Wiedererwartens nicht gefallen, zurück geschickt werden!

EMP – Vom Insider zum Multitalent

Der wohl allgemein bekannteste Shop ist EMP aus Lingen. Ursprünglich wurde der Versandhandel vor allem über den EMP-Katalog abgewickelt, wo zum Großteil Tonträger und Merchandise- sowie Scherzartikel und allerlei andere nützliche Dinge vertrieben wurden. In den letzten Jahren jedoch hat das EMP-Team sein Warensortiment deutlich erweitert und differenziert, sodass auch für die Gothic-Szene ein mittlerweile recht umfangreiches Angebot an Kleidung und Accessoires zur Verfügung steht, die sich hauptsächlich vor allem für den Alltagsgebrauch anbieten. Das Sortiment reicht dabei von Pullovern, Blusen und Kleidern bis zu Corsagen und Schmuck, sowie diversem „Zubehör“ für die Cyberszene. Vor allem zum Anfang des Einstiegs in die Szene finden sich viele brauchbare Dinge, wenngleich in wenigen Variationen und auch zu teilweise stattlichen Preisen.

Die Seite des Shops ist insgesamt recht gut gegliedert, man findet sich direkt zurecht und kommt problemlos in die Bereiche, die man auch sucht. Außerdem hat EMP ein altes „Problem“ offenbar gelöst, das waren die hohen Versandkosten. Jetzt kann man zwischen mehreren Zahlungsarten wählen und die Rücksendung ist auch leicht. Eine alte Schwäche bezüglich der Kleidung hat EMP jedoch nicht geändert, denn trotz der immer noch recht guten Qualität kommen große und besonders weibliche Frauen im Shop nicht auf ihre Kosten. Zwar ist das Größensystem mittlerweile besser und aufschlussreicher als vorher und die Produktbewertung wird fleißig genutzt, aber das Sortiment eignet sich bisher leider nur für durchschnittlich große und recht schlanke Damen, was schade ist.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass dem EMP-Team ein schöner Shop mit ansprechendem Warenangebot, vor allem für EinsteigerInnen in die Szene, gelungen ist. Wer sich also in den angebotenen Größen wiederfindet und sich mit den Preisen anfreunden kann, wird schöne und langlebige Dinge finden.

Dark Fashion Shop – Never change a running system

Seit Langem etabliert und somit eine konstante Anlaufstelle nicht nur für jene schwarze Seelen, die nicht in der Nähe eines passenden Ladens oder in einer Großstadt wohnen. Die Seite hat Wiedererkennungswert und es macht Spaß, herum zu stöbern und sich umzuschauen. Die Navigation ist leicht verständlich, das Angebotsspektrum ist überschaubar und variabel, die Auswahl ist groß. Weniger ist einfach mehr, das trifft sowohl auf das Sortiment zu als auch auf die Gestaltung der Seite. Der Shop ist zugeschnitten auf eine klar beschriebene Gruppe von Interessenten und die Aufteilung innerhalb des Shops macht die Suchfunktion fast schon überflüssig.

Die schlichte Grundstruktur der Seite tut der qualitativen Angebotsdarstellung keinen Abbruch, im Gegenteil. Vor allem die Abbildungen und Darstellung der Kleidungsstücke mit aufwendig zurecht gemachten Modellen macht einen Besuch bei Dark Fashion lohnenswert. Der Gesamteindruck erscheint unaufgeregt und geschmackvoll und offene Fragen werden schnell beantwortet.

Preislich gesehen ist der Dark Fashion Shop in einem annehmbaren Bereich angesiedelt und die Versandkosten sind ebenfalls sehr angemessen. Lediglich die Größenermittlung könnte etwas aufschlussreicher sein, dazu fehlen leider oftmals direkte Informationen. Bedauerlich ist vielleicht auch, dass Dark Fashion keinen Katalog anbietet und keinen Verkauf vor Ort. Jedoch wird das Grundangebot schön und sinnvoll abgerundet mit Schmuck, Stylingprodukten und weiteren Accessoires, die durchaus zu einem Lustkauf verführen.

Insgesamt lässt sich also sagen, dass ein bereits gutes Konzept sinnvoll und schlüssig weiter geführt wurde. Der Shop ist im Vergleich vielleicht kleiner als andere, aber das Angebot lässt nichts vermissen, sowohl an alltäglichen wie auch an „besonderen“ Dingen für die schwarze Szene. Ein unbedingtes MUSS für jede dunkle Seele, allein schon, um sich vielleicht die ein oder andere Inspiration zu holen.

Réance – Korsetts, Corsagen und mehr …

Die Eigenaussage des Onlineshops trifft es schon sehr genau, wer auf der Suche nach besonderer Wäsche ist sollte unbedingt hier vorbei schauen. Dabei darf man sich von der bonbonfarbenen Aufmachung des Shops und der saisonalen Werbung auf der Startseite nicht irritieren lassen, hier wird nicht ausschließlich die Schwarzromantikerin angesprochen.

Der Shop besticht durch absolute Informationstransparenz, das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf Corsagen und Lingerie. Gerade für Neueinsteigerinnen auf diesem Gebiet enthält die Seite sehr viele nützliche Informationen, die dabei helfen, die passende Wäsche auszuwählen. Das Angebot ist entsprechend umfangreich und die Suche nach „billigen“ Schnäppchen bleibt vergebens. Qualität in diesem Bereich, das weiß jede Dame, hat eben eindeutig ihren Preis, der sich im Réance-Shop klar in geregelten Grenzen hält.

Abgerundet wird das Angebot an hochwertigen Korsetts und Corsagen durch eine große Auswahl an Accessoires und Wäsche, vom eleganten Hut und edlen Spitzenhandschuh und Nylonstrumpf bis hin zum witzigen Kostüm und frivoler Nachtwäsche. Dabei besticht der Shop durchgehend durch seine liebevolle und serviceorientierte Stimmung. Es macht einfach Laune, sich umzuschauen, denn für jeden Geschmack ist auch gewiss etwas dabei und wie es sich für einen gut sortierten Wäscheanbieter gehört natürlich auch in großen Größen.

Fazit:

Die vier unterschiedlichen Onlineshops geben ziemlich anschaulich wider, auf welche Form des Internetshoppings man beziehungsweise frau, in diesem Fall im Bereich Gothic, treffen kann. Gerade beim Einstieg fehlt Vielen das Wissen, wonach sie eigentlich genau suchen und was sie denn genau haben möchten. Dazu bietet ein Shop wie der von EMP schon eine sehr gute Orientierung, um zu schauen, in welche Richtung sich der eigene Kleidungsstil entwickeln soll. Denn gerade am Anfang möchte man gern noch bereits vorhandene Kleidungsstücke mit den neuen kombinieren, denn die im Durchschnitt hohen Preise ziehen sich mehr oder minder konstant durch alle Shops.

Wenn dann der Kleiderschrank hinreichend gefüllt ist mit Basics, bietet sich ein spezialisierter Shop an, der sein Sortiment auf eine bestimmte Szene zuschneidet, wie im Fall des Dark Fashion Shops. Hier findet sich die ganze Palette für „fortgeschrittene“ Mitglieder der Szene, die ihr Alltagsoutfit abrunden und um Stücke für besondere Anlässe erweitern möchten.

Wer dahingegen bereits ganz genau weiß, was gesucht wird, und das gilt natürlich nicht nur für die Gothic-Damen, ist in einem Shop wie Réance bestens aufgehoben. Hier finden sich diejenigen besonders gut zurecht, die ganz spezielle und konkrete Vorstellungen haben, sich umfassend informieren und passend zu den hochwertigen Produkten einen ansprechenden Service möchten. Solche hochspezialisierten Anbieter sind perfekt, um dem eigenen Outfit eine ganz individuelle Note zu verleihen oder, um sich ein schönes Stück zu gönnen, das vielleicht nicht ganz alltagstauglich ist, dafür aber umso reizvoller.

Es ist also wie bei allen Dingen, die sich etwas Abseits vom allgemeinen Mehrheitsgeschmack befinden; Das Angebot ist riesig und verwirrend. Entweder, man nimmt sich sehr viel Zeit zum Stöbern oder man sucht ganz gezielt nach bestimmten Produkten. Hilfreich bei dieser Suche sind mittlerweile neben den klassischen Foren auch die sozialen Netzwerke, auf denen sämtliche gängigen Shops schon zu finden sind, denn es lohnt sich unbedingt, die Käuferbewertungen zu beachten, damit dem Shoppingvergnügen nichts mehr im Wege steht.


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