Nach einem kurzen Intro marschiert das Trio um Sänger und Basser Alex Jonsson sofort mit Vollgas nach vorne. Das Riffing orientiert sich klar am modernen Thrashmetal mit einigen wenigen Anleihen aus dem Oldschool-Bereich.

Auch gesanglich geht es hier eher modern zu Werke, ein deutlicher Einschlag von Bay-Area-Bands wie Slayer und Exodus ist hier nicht zu leugnen. Gepaart wird das ganze mit einer ordentlichen Portion Hardcore. Wer hier eine Hommage auf die 80er Jahre sucht, wird klar enttäuscht werden.

Die technische Umsetzung ist durchweg sauber, das Trio beherrscht seine Instrumente.

Jedoch kranken Days Of Anger an einem typischen Problem: Der mangelnden Abwechslung. „Death Path“ könnte ebenso von jeder anderen Band stammen, die sich im modernen Thrashmetal beheimatet fühlt. Auch die Songs für sich genommen sind auf Dauer schlicht zu monoton, das Songwriting an vielen Stellen zu durchschaubar. Die klassischen mitbrüll-Parts werden zu oft wiederholt, die Riffs gleichen sich zu sehr. So entstehen im Verlaufe des Albums Längen, die das technisch sehr gute Album merklich nach unten ziehen.

Die Paradedisziplin der drei Schweden ist indes der Midtempobereich. Dann wird ordentlich gegroovt, besonders bei den Songs „Stone cold killer“ und dem letzten Song „Life form“ gelingt ihnen das gut. Live dürften diese Songs zu waren Nackenbrechern mutieren.

Insgesamt liefern Days Of Anger mit „Death Path“ ein Spieltechnisch sauberes Album ab, welches jedoch mangels Abwechslung hinter den Konkurrenten des Genres zurück bleibt.

Der Sound ist jedoch erstklassig, auch das sollte hier erwähnt werden. Druckvoll, aber klar und prägnant, vielleicht das beste am ganzen Album.

Tracklist:

  • 1. Damaged
  • 2. Allpigs must die
  • 3. One way ticket down (to hell)
  • 4. Symptoms
  • 5. Stonecold killer
  • 6. Fuckthat (silly god)
  • 7. Handsofevil
  • 8. Spit on your grave
  • 9. Buriedalive
  • 10. Life form