Aber der Reihe nach: Bereits beim ersten Reinhören der auf Myspace online gestellten Songs konnte ich ohne große Mühe die überdurchschnittliche Qualität der Mucke dieses Quartetts ausmachen. Doch erst anschließend, nach den ersten Durchläufen der gesamten CD, entdeckte ich die wahre Besonderheit dessen, was ich zu hören bekam: Days Of Loss schaffen es tatsächlich, mich, der sich wenn überhaupt gerne mal technischen bzw. progressiven Death Metal reinzieht, zu begeistern, denn es gelingt ihnen, einem Genre, dem man gerne mal hinterher sagt, dass seiner Musik oft die nötige Abwechslung fehlt, eben diese in ihren Sound zu integrieren. Desweiteren ist es bei diesen Österreichern nicht möglich, sie auf schwedischen/amerikanischen/melodischen/ brutalen/schnellen oder groovigen Todesstahl zu beschränken. Sie besitzen von jedem etwas, klingen dabei noch unglaublich homogen und schreiben Songs, die auch nach dem 20. Hören noch Spaß machen.

Letztendlich ist es Days Of Loss wohl noch nicht (ganz) gelungen, mit diesem Album einen absoluten Klassiker zu kreieren, denn die ganz großen, herausstechenden Hits fehlen (noch). Jedoch schaffen sie es mit Leichtigkeit, sich von jenen Kellerbands zu unterscheiden, für die nur noch die drei Etikette „underground“, „oldschool“ und „schäbig“ zählen. Und dass das so ist, ist auch gut so!

Tracklist:

  • 01. Intro
  • 02. Unavoidable Obliteration
  • 03. Godlike Betrayal
  • 04. White Page
  • 05. Life is Decay
  • 06. Nature’s Revenge
  • 07. Immortal
  • 08. Live to Suffer
  • 09. Falling Down
  • 10. Steel March
  • 11. Faithless Roaming