Dead Can Dance – Künstlerkollektiv mit wechselnden Musikern

Gerrard und Perry trafen sich 1980 in Melbourne. Beide traten als Musiker in Pubs auf. Das multi-kulturelle Umfeld in dem Viertel East Prahran, wo sie lebten, begann ihren musikalischen Stil zu prägen. Zusammen arbeiteten sie nebenbei in einem Restaurant, um Geld für eine Auswanderung nach London zu verdienen.

Dead Can Dance

Gothic Mode bei EMP
Gothic Mode bei EMP *

1981 gründeten sie dann gemeinsam mit Paul Erikson und Simon Monroe die Band Dead Can Dance. Motor dieser Gründung war Perry, der das Konzept eines Künstlerkollektivs mit wechselnden Musikern verfolgte. Die Gruppe reduzierte sich jedoch auf Perry und Gerrard. Das erste gemeinsame Stück mit Lead-Stimme von Gerrard war das improvisierte Frontier, das jedoch bereits alle Stilelemente der Gruppe vorwegnahm.

1982 zogen beide nach London. In den ersten Jahren lebten die Musiker erst einmal von Arbeitslosenhilfe, da der erhoffte Plattenvertrag ausblieb. In dieser Zeit nahmen sie mehrere Demobänder auf, um den erwünschten Plattenvertrag zu intensivieren. Nach zwei Jahren trafen sie auf Ivo Watts-Russel. Dieser bekam eines der Demobänder in die Hand, wobei er besonders von Frontier sofort begeistert war. Allerdings fehlte das Kapital für eine Zusammenarbeit. Im November 1983 nahm die Gruppe eine der John-Peel-Sessions bei der BBC auf. Im März 1984 erschien mit Hilfe verschiedener Gastmusiker das erste Album Dead Can Dance. Der Name des Werks soll das Beleben von toten oder vergessenen Gegenständen versinnbildlichen und ist eine Anspielung auf die im Mittelalter verwendeten Instrumente. Diese Konversion von Belebtheit in Unbelebtheit und umgekehrt sollte den Kern ihrer Musikerfahrung darstellen.

Gothic bei EMP
Gothic bei EMP *

Die Musik von Dead Can Dance verarbeitet Elemente aus Rock, Neoklassik, mittelalterlicher Musik sowie Weltmusik, vor allem aus arabischen oder osteuropäischen Kulturen. Die Instrumentierung der Lieder umfasst ein weites Spektrum von Instrumenten unterschiedlicher Kultur und Herkunft. Bei der vokalen Besetzung divergiert Brendan Perrys weiche, tiefe Stimme mit dem hellen, lautmalenden Gesang von Lisa Gerrard.

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Autor: ArchiVader

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