Wertung: 7 von 10

Melodic Death Metal gehört zu Göteborg wie die Mayo zur Pommes. Das beweisen auch die Jungs von Deals Death, die ihr 2010er Werk „Elite“ nun endlich auch über die Grenzen Schwedens hinaus publizieren können.


Hierbei ist der Plattenvertrag mit Spinefarm Records nur als logische Konsequenz aus der kontinuierlichen Arbeit und dem musikalischem Können der jungen Schweden zu sehen. Bereits das Debut-Album „Internal Demons“, das 2009 in kompletter Eigenregie entstand sorgte im Heimatland von Deals Death für einiges Aufsehen und zeigte das Potential dieser Band.

Na super. Wieder eine Band, die auf den längst abgefahrenen Gothenburg-Train aufspringen will. So oder so ähnlich mag sicherlich der ein oder andere diese Veröffentlichung sehen. Und in gewissem Maße kann man demjenigen sogar recht geben. Deals Death erfinden das Rad auf „Elite“ sicherlich nicht neu. Und das Album beinhaltet auch so ziemlich sämtliche Trademarks des klassischen Gothenburg-Style. Die aggressiven, meist gedoppelten Gitarren, ein extrem groovender Schlagzeug-Sound und die dezent eingesetzten Synthies. Auf irgendeine Weise geht das Album aber erstaunlich gut ins Ohr und wird auch noch mehrmaligem Hören nicht langweilig.

Das mag wohl vor allem daran liegen, dass neben den klassischen Melo-Death Elementen auch immer wieder Elemente aus anderen Bereichen eingesetzt werden. So beginnt das Album beispielsweise sehr Metalcore-lastig. „Collaps“ und „Fearless“ gehen extrem nach vorne und bringen Kraft und Aggression sehr gut zum Ausdruck. In „Fortified“, welches meiner Ansicht nach zu dem stärksten Stücken des Albums gehört, und „Elite“ werden beispielsweise immer wieder hymnische Elemente, die an den Black Metal erinnern verwendend. So entsteht ein abwechslungsreicher Kontrast zwischen den schnellen und harten Strophen sowie den melodiös bombastischen Refrains.

Als weitere positive Aspekte lassen die gute Gitarrenarbeit und insbesondere die Soli hervorheben. Darüber hinaus kann Sänger und Mitgründer Olle Eckman bei mir punkten. Der leicht krächzende Gesang, der hin und wieder an Alexi Laiho von Children Of Bodom erinnert gibt dem ganzen einen gewissen frischen Wind und spannt gleichzeitig den Bogen zum Vorgänger-Album „Internal Demons“ auf welchem der Bodom-Sound noch deutlich präsenter war. Es lässt sich also erkennen, dass die Verspieltheit des Debuts zum Teil einem etwas erdigeren und härteren Sound weichen musste.

Alles in allem also ein souveränes Album, auf dem viele interessante Höreindrücke zu finden sind. „Elite“ ist sicherlich keine Überflieger-Scheibe lässt jedoch auf musikalisches Potential schließen und macht Lust auf mehr.

Tracklist:

  • 1.Collapse
  • 2.Fearless
  • 3.Eradicated
  • 4.Fortified
  • 5.Elite
  • 6.Conquest as one
  • 7.Perfection
  • 8.Hierarchy
  • 9.Illumination

Und hier zum reinhören das offizielle Video zu „Fortified“