Death & Destruction Festival, 1. Tag am 17.06.2005 in der Alten Webschule Bramsche

Am 17.06.2005 durfte ich zum ersten Mal einem Konzert in der „Alten Webschule“ in Bramsche beiwohnen. Um 20:30 Uhr fing der erste Teil des Death & Destruction Festivals 2005 mit den Deathmetallern Creeping Devastation an …

Es war für mich das zweite Mal, dass ich mir diese Band ansehen

durfte. Schon beim ersten Konzert hatten sie mir gut gefallen und dieses

Mal wurde es noch besser. Besonders der Sänger, welcher ironischerweise

in grünes Licht getaucht war, trug seine gute Laune nach außen und

verlieh den Ansagen einen gekonnten Helge-Schneider-Akzent, womit er für

einige Lacher sorgte.

Aber auch musikalisch verstand der Opener die

Stimmung der noch nicht zur endgültigen Größe versammelten Menge

aufzulockern und brachte schon die eine oder andere Matte zum kreisen.

Mit „ihr ward ein geiles Publikum, obwohl ich alle hinter der ersten

Reihe nicht sehen kann“ machte er die Bühne für die mir unbekannten

Midwinter frei.

Die einzige Dark/Black Metal Band des Abends wurde von

den Anwesenden ebenfalls mit Interesse verfolgt. Auf Grund der

zeitweiligen ruhigeren Passagen nutze das Publikum diese Darbietung eher

zum verschnaufen. Die Künstler zeigten ein breites musikalisches

Spektrum von Dark über Black bis vor allem zu, durch den Keyborder

verursachten, Mittelalter Metal.

Der für die Vocals zuständige Mordan

passte sich diesem Wechselbad gekonnt an und auch die anderen Musiker

wussten ihre Instrumente zu beherrschen.

Nach circa einer dreiviertel

Stunde verabschiedeten sich die Düsseldorfer und nach einer kurzen

Umbaupause kamen dann Steel Death zum Zuge. Diese hatten sich offenbar

vorgenommen den Leuten ordentlich einzuheizen. Während sich der eine

Gitarrist für den Auftritt eine modische Südstaaten-Flagge umgehangen

hatte, toppte der andere dies mit einem Gipsbein, welches ihn zwang den

Gig im sitzen mit seinen Solos zu bereichern. Der Sänger machte von

Anfang an nicht am Rand der Stage halt und zog seine Bahnen mit enormen

physischen Engagement quer durch das nun animierte Publikum (unter das

sich auch Mitglieder von Creeping Devastation und Sudden Death gemischt

hatten).

Die groovige Band mit einer gesunden Prise Humor fand große

Zustimmung und wurde anständig gefeiert. Der Bassist, welcher selbst von

der Band „Misery Speaks“ geklaut war (diese könnt ihr am 17.09.2005 auf

dem Hellflame Festival im Eventcenter B51 komplett bewundern) musste

seine Klampfe zwischenzeitig an den Bassisten des Headliners abgeben, da

dieser seine Spiellust kaum noch unter Kontrolle zu halten vermochte.

Steel Death beglückten das Publikum auch mit einigen Covern, unter

anderem von „Biohazard“, „Pantera“ und „AC/DC“ und spielten trotz der Proteste

des völlig ausgelaugten Drummers noch eine Zugabe.

Dann traten etwa um 23 Uhr die tot gegalubten osnabrücker Sudden Death

ziemlich quicklebendig nach 2,5-jähriger Bühnenabstinenz zum ersten Mal

wieder zurück ins Rampenlicht. Diese genossen das Wiedersehen mit den

Fans und bewiesen, dass sie noch nicht vom alten Eisen sind. Besonders

der Bassist Markus, welcher sich schon zuvor in Szene gesetzt hatte

hüpfte, mit einem Käpt`n Blaubär-T-Shirt bekleidet, wie verrückt über

die Bühne und wies alle Ermahnungen, von Seiten der Fotografen er möge

doch mal still halten und sich zu den anderen Bandmitgliedern gesellen,

zurück. Diese waren ebenfalls guter Dinge und brachten ihre Melodien mal

schnell, mal schwer und donnert aber immer engagiert unter das Volk.

Die

Todesmetaller beglückten die Zuschauer sogar mit einigen neuen Songs,

welche den anderen in nichts nachstanden und meldeten sich damit

endgültig zurück. Mit der Zeit kamen die Jungs dann zwar doch noch ins

Schwitzen, ließen aber keine Zweifel daran, dass sie vorhatten ihre

Kondition in Sachen Live-Auftritte in Zukunft wieder stärker zu

trainieren und entließen die glücklichen Mattenschwinger um kurz nach

ein Uhr.

Insgesamt ein wirklich spaßiger Abend an den mich, bei jeder Bewegung

meines Kopfes, die Nackenschmerzen versonnen zurückdenken lassen.

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Location: Alte Webschule Bramsche
Datum: 2005-06-17
Autor: Death Fairy


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