Noch einen Tacken abgedrehter und auf deutsch, dann könnte man schon fast meinen, Nina Hagen hätte hier die Finger mit im Spiel. Doch da es hier recht englisch im lyrischen Bereich zugeht und die Band aus dem hohen Norden kommt, erkennt man gleich, dass hier eine andere Person in das Mikro zwitschert. Ms Maya, so der Künstlername der Dame mit der charismatischen Stimme erfüllt diesen Part mit großem Können.

Doch auch die restlichen Bandmitglieder sollen nicht unerwähnt bleiben. So teilen sich zum Beispiel Mr Catafalque und Mr Cerbeross die Gitarrenarbeit, die mal melodisch flexibel, mal hart rockend und straight daher kommt. Unterstützt wird das ganze von Keyboarder Mr Lethargy, der die symphonischen Einlagen, genauso wie die gute alte 70er-Jahre-Orgel perfekt meistert. Das Rhythmusgeschäft übernehmen Bassist Mr Ward, sowie Drummer Mr Gehenna (welcher erstmal prompt im Promoanschreiben vergessen wurde!).

Musikalisch findet man sich irgendwo zwischen Lordi und den Astral Doors wieder. Die Songs sind leicht eingängig und reißen schon nach dem zweiten oder dritten Hördurchgang mit. Leider fehlt der neuen CD – welche übrigens den typischen Titel „Saturday Night Evil“ trägt – ein wenig das herausragende Element, was ein Album unvergesslich und einmalig macht. Die Songs sind alle top produziert und gut durchdacht. Doch das Quentchen Überklasse, was zu einer wirklich sehr guten Bewertung geführt hätte, fehlt. So verbleibe ich mit einer immer noch soliden Bewertung von 3,5 Gitarren. Oberer Durchschnitt, aber nicht mehr.