Wertung: 7 von 10

Was? Defueld ist euch kein Begriff? Unglaublich, wo die Band doch vor immerhin 6000 Menschen auf der Bühne stand.


Nagut, zugegeben, das Konzert war in Senegal und ich persönlich kannte die fünf Jungs aus Schweden ehrlich gesagt auch erst, seit mir das aktuelle Album zugesendet wurde. Mit „Defueld“ wurde schon mal ein kreativer Name dafür ausgewählt.

Hinter der Gruppe verbirgt sich ein Musikstil, der häufig auf der Grenze zwischen hartem Rock und feinstem Metal steht. Zum einen entstehen dabei auf dem Album harte Riffs und Abschnitte, die vor allem Power ausstrahlen, auf der anderen Seite ertönen immer wieder Klänge, die dazu als Gegenteil gelten könnten. Hier ist die Stimme sehr zurückhaltend, oder eine deutlich abgeschwächte Gitarre, manchmal sogar ein Keyboard, übernimmt die Hauptarbeit auf instrumentaler Ebene.

Meistens überwiegen glücklicher Weise aber die Harten Sequenzen, so dass darüber eigentlich keiner wirklich meckern kann. Das weinerliche hält sich wirklich in Grenzen. Trotzdem ist die Sache noch nicht sonderlich überragend. Man hört zwar gute, angenehm aufgenommene Musik, aber wirklich eingängig ist das trotzdem nicht. Es fehlt eine besondere Melodie, ein kreativer Höhepunkt, der die einzelnen Stücke von einander unabhängig macht.

Ansonsten wie gesagt ganz ordentlich, wenn auch noch nicht sämtliches Potential ausgenutzt werden konnte und das Emogeplänkel noch ausgeschaltet werden könnte. Insgesamt sind das aber durchaus 3,5 Gitarren.

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