Deicide – „Gottesmord“ mit Glen Benton (Schinken-Glen) und den Hoffman Brüdern

Deicide (englisch für ‚Gottesmord‘) ist eine Death-Metal-Band aus den USA. Sie wurde 1987 unter dem Namen Amon in Florida gegründet. Die Originalbesetzung mit Glen Benton (E-Bass und Gesang), den Brüdern Eric und Brian Hoffman an den E-Gitarren und Steve Asheim am Schlagzeug hielt insgesamt 17 Jahre und sieben Studioalben.

Deicide – Till Death Do Us Part

Deicide - Till Death Do Us Part
Deicide – Till Death Do Us Part

In Anbetracht der inflationären Reunions des letzten Jahrzehnts kann man da als geneigter Konsument nur sagen: „Let's wait and see…“Tatsache ist, dass Deicide schon mit den Hoffman-Brüdern an der Klampfe auf unfassbar hohem technischen Niveau agierten – sowohl im Studio als auch live – aber mit dem Einstieg von Jack Owen (ex-Cannibal Corpse) und Ralph Santolla (Obituary, ex-Iced Earth, ex-Death, ex-Sebastian Bach & Friends) das Ganze noch einmal ein Level höher geschraubt wurde.

„The Stench Of Redemption“ (2006) war nicht nur ein fantastisches Album, sondern nach der akuten Schwächephase von Morbid Angel ein wichtiger Impuls für den heissgeliebten Death Metal made in Florida.

Kann „Till Death Do Us Part“ da nun einen draufsetzen? Nein. „Stagnation auf hohem Niveau“ nennt man dieses Phänomen wohl, und aus Sicht des Fans ist der aktuelle Release alles andere als eine Enttäuschung. Überraschungen fehlen wie erwartet völlig (einzig Ralph Santolla orientiert sich in Teilen doch arg an Trey Azagtoth); ansonsten regieren hier wie gehabt Hyperspeed, klassischer Thrash-Beat und Groove-Parts in unheiliger Dreifaltigkeit. Einzig Intro und Outro fallen negativ aus dem Rahmen – sie sind im Aufbau schlicht zu unspannend gehalten.

Fazit: Gewohnt kaputte „Qualitäts“kost aus dem Hause Benton – ein lauter und hässlicher Abschied, wie man ihn erwartet hat.

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Deicide – When London burns (DVD)

Deicide - When London burns
Deicide – When London burns

Ein runder schwarzer Aufkleber auf der Plastikverpackung weißt uns darauf hin, dass es sich um die Aufnahmen der TV- Dokumentation „Death Metal Murders“ handelt. Inhalt der DVD ist ein Konzertmitschnitt vom 29.11.2004 im „The Mean Fiddler“ in London, sowie eine 30 minütige Dokumentation „Behind the scars“. Die DVD ist ab 16 Jahren freigegeben und bietet gute Bild- und Soundqualität. Aber genug der technischen Details, kommen wir zum Inhaltlichen.

Das oben genannte Konzert ist gespickt mit einer Auswahl an Stücken der ersten vier Alben der Band und des aktuellen Silberlings „Scars of the Crucifix“. Mit eben diesem Titelstück beginnt das Konzert auch. Dennoch liegt der Schwerpunkt der Show definitiv auf den beiden Releases „Deicide“ (1992) und „Once upon the cross“, welche beide mit sechs Titeln vertreten sind. Insgesamt umfasst das Konzert 17 Titel. Die beiden direkt nach der Jahrtausendwende entstandenen Alben „Insineratehymn“ (2000) und „In torment in hell“ (2001) werden überhaupt nicht berücksichtigt.

Meister Benton wird tatkräftig unterstützt von Steve Asheim am Schlagwerk, Jack Owen (Ex-Cannibal Corpse) und Ralph Santolla (Ex-Iced Earth/Sebastian Bach) an den Klampfen.Das Bonusmaterial besteht, wie oben schon erwähnt, aus einer 30 minütigen Dokumentation. Inhalt dieser Dokumentation sind unter anderem Mitschnitte aus den Aufnahmesessions zum aktuellen Album, sowie Interviews mit der Band und Backstageeindrücke.

Allgemein ein schönes Package für jeden Deicide-Fan. Aber auch alle anderen Death Metal Fans sollten mal ein Auge riskieren. Zum Preis-Leistungsverhältnis kann leider keine Angabe gemacht werden, da keine Preisempfehlung beigelegt wurde.Ein kleiner Absatz noch zum Artwork.

In einer Zeit wo jederzeit ein Terroranschlag auf eine westliche Großstadt stattfinden kann, ist es schon gewagt, den Londoner Big Ben und die daneben liegenden Häuser in einer Feuersbrunst untergehen zu lassen. Dennoch sollten sich – bei allem Respekt für Opfer und Hinterbliebene von Terroranschlägen – die garantiert kommenden Schreier nach Zensur meiner Meinung nach etwas zurückhalten.

Nackenbrechende 4 von 5 Gitarren!

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Autor: ArchiVader


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