Obwohl Ardbeg keine besonders große Destillerie ist, hat sie unter Malt-Liebhabern dennoch einen besonderen Ruf. Der Ardbeger Whisky ist torfig und stark, er galt lange Zeit als der torfigste Malt überhaupt. Die schottische Destillerie in der Nähe von Ardbeg hat eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich. Sie wurde geschlossen, danach wieder eröffnet, wieder geschlossen und wieder geöffnet. Allein diese Unsicherheit mag zum legendären Ruf mit beigetragen haben.

Ardbeg einst rauchig und torfig

Der Ardbeg Whisky mit seiner abwechslungsreichen Geschichte

Der Ardbeg Whisky mit seiner abwechslungsreichen Geschichte

Die letzte Wiedereröffnung fand im Jahr 1997 statt, seitdem scheint Ruhe eingekehrt zu sein. Ardbeg gehörte einige Jahre zu MacDonald & Muir, zu denen auch Glen Moray und Glenmorangie gehören. Später wurde Ardbeg an den Luxusgüterkonzern Moet Hennessy verkauft.

Bis zum Jahr 1974/75 waren die Whiskys aus der Destillerie Ardbeg sehr rauchig und torfig. Der Rauchanteil im Whisky nahm danach bis zur ersten Schließung im Jahr 1981 beständig ab. Freunde des Ardbeg Whisky beklagten den Verlust der Ardbeger Seele. Im Jahr 1989 wurde die Destillerie erneut eröffnet. Die Besitzer besannen sich wieder zu ihren Wurzeln und so wurden wieder stark rauchige Whiskys gefertigt. Die älteren Abfüllungen waren deutlich vom Charakter der eigenen Mälzerei geprägt. Die Darre wurde etwa ganz ohne Ventilatoren betrieben, dieser verstärkt in anderen Destillerien den Rauch. Als im Jahr 1989 der Betrieb wieder aufgenommen wurde, hatte die Destillerie keine eigene Mälzerei.

Den neuen Destillaten wurde entgegen einiger Befürchtungen wieder kräftig Rauch zugefügt. Die alten Vorräte wurden bei Ardbeg zwischendurch knapp. Damals versicherte der damalige Manager Stuart Thomson, dass es beim TEN nie zu Engpässen kommt, was sich später auch bewahrheitet. So wurde Ende 2002 für eine 17-jährige Version Whisky abgefüllt, der 1979/80 destilliert wurde, also bereits 22 Jahre alt war. Ardbeg brachte einige Jahre später eine Vielzahl verschiedenster, teils auch seltener und begehrter Abfüllungen auf den Markt.

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Ardbeg Besucherzentrum „Old Kiln“

In den zwei Zwillings-kilns brachte man seit 1998 das Besucherzentrum „Old Kiln“ unter. Im Laufe der Jahre wurde das Besucherzentrum um ein ausgezeichnetes Restaurant und einen Shop eröffnet. Führungen durch die Brennerei können in kleinen Gruppen durchgeführt werden, denn die Destillerie-Räume sind klein und sehr eng. Allein das mehr als 100 Jahre alte Gerstenlager ist beeindruckend. In keiner anderen schottischen Destillerie kann ein solches Original noch betrachtet werden. Die Destillerie hat einige Besonderheiten und dazu zählen nicht nur die extreme Torf- und Rauchigkeit. In diesen Faktoren kommt dem Ardbeger Whisky kein anderer Whisky gleich. Die Destillerie stellt unter anderem den Smokehead Single Malt her, einem klassischen Islay Whisky.

In den Fachkreisen ist es längst bekannt, dass der Smokehead aus der Brennerei Ardbeg kommt. Dies darf allerdings von dem Produzenten Ian Macleod nicht angegeben werden. Im Geschmack ist die Balance zwischen Frucht und Torf gut zu erkennen. Der Smokehead ist ein hochqualitativer und erstklassiger Islay Whisky. Die Destillerie Ardbeg füllt den Ardbeg 10 Year Old Single Malt, den Ardbeg Supernova Single Malt, den Ardbeg Corryvreckan Single Malt, den Ardbeg Uigeadail Single Malt, den Ardbeg Blasda Single Malt und den Ardbeg Alligator Single Malt ab. Alle Abfüllungen haben das Typische Aroma Ardege´s Whiskys.

Ardbeg – maritimer Charakter

Einigen erinnert der sehr hohe Phenolgehalt auch an Medizin. Dazu besteht definitiv auch ein maritimer Charakter, der an Seetang und Salzwasser erinnert. Beim Ardbeg 10 Years ist die Kombination von würzigem Limettensaft und Zitrone, zusammen mit Zimt und schwarzem Pfeffer unverkennbar. Der Ardbeg Uigeadail ist ein sehr intensiver und komplexer Schottischer Whisky, er vereint die typischen Ardbeg Aromen zusammen mit Rosinen und schokoladigem süßem Aroma.

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Autor: Sam Ellier


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