Der Bass-Spieler wird von vielen Musikfans unterschätzt. Doch er hat eine wichtige Aufgabe: zusammen mit dem Schlagzeuger bildet er die Rhythmusgruppe einer Band. Wer beim Hören von populärer Musik genau hinhört, erkennt schnell die Rolle des Bassisten.

Viele Bassmänner haben Bands den Stempel aufgedrückt: fantasievolle Bassisten wie John McVie von Fleetwood Mac, singende Bassisten wie Sting bei Police oder Pino Palladino mit seinem Fretless Bass. Nicht zu vergessen ist die Rolle des akustischen oder halbakustischen Basses oder des Stehbasses, die im Swing oder im Rockabilly eine Rolle spielen.

Tiefe Töne und komplexe Läufe

Der E-Bass bzw. Bass im Heavy Metal / Bild: Thomann

Der E-Bass bzw. Bass im Heavy Metal / Thomann *

Der traditionell viersaitige E-Bass hat den Vorteil, sowohl rhythmische Grundlagen legen, als auch melodische Läufe spielen zu können. Das Bass-Solo ist bei manchen Musikern hochinteressant. Bei anderen hört man nur Standard-Läufe. Je nach Musikstil spielt der E-Bass eine mehr oder weniger wichtige Rolle. Außerdem kommt es darauf an, ob wir es mit einem Trio zu tun haben oder mit einer größeren Band. In einem Trio wie Cream oder Police musste der Bass eine prominentere Rolle einnehmen, als in einer siebenköpfigen Band.

Neben den viersaitigen Bässen zeigen Fünf- und Sechs-Saiter, Heavy-Bässe oder Doppelhalsbässe an, dass die gestalterischen Möglichkeiten für Bassmänner noch nicht ausgeschöpft sind. Die Multiscale-Bässe sind eine weitere Entwicklung, die den Bass klanglich verbessert hat. Denn je tiefer die Saite an einem Fünf oder Sechs-Saiter ist, desto mehr Platz braucht sie, um volltönend zu klingen. Das gefächerte Griffbrett des Multiscale Basses erfordert nur wenig Umgewöhnung, aber seine klanglichen Vorteile überzeugen. Die Fretless Bässe verzichten hingegen – ganz wie bei der Geige – auf Stege am Griffbrett. Der Bassist muss wissen, wo die Töne liegen, die er spielen will. Doch er kann sie nun angleiten, ohne dass die angeschlagene Saite an einem der Stege knirscht.

Die Bauart definiert, wie der Bass klingt

Am Anfang stand der Kontrabass, auch Steh-Bass genannt. Ab 1930 wurde er gezupft, statt gestrichen. Er fand damit Eingang in den Jazz. Mit den vierziger Jahren begann die Entwicklung der E-Bässe. Grundsätzlich sind Hollow Body- und Solid Body-Bässe zu unterscheiden. Die Solid Body-Bässe können beträchtliches Gewicht haben. Fenders Precision-Bass machte 1951 Furore. Er veränderte die Einsatzmöglichkeiten des Basses. Zu unterscheiden sind diverse Bauarten. Der bauliche Standard ist mit dem Schraubhals-Bass gegeben. Beispiele dafür sind der Fender Precision oder Fenders Jazz Bass. Modelle, bei denen der Hals in den Korpus eingeleimt sind, sind eher selten zu finden, vor allem bei Gibson oder Guild. Raritäten sind hingegen die Neck-Through-Body-Modelle. Eine kleine Revolution stellte der erste Fretless Bass dar. Seine fließende Spielweise verschaffte ihm namhafte Anhänger, deren Meister Jaco Pastorius wurde.

Viele edle E-Bässe kamen mit einem Graphit-Hals auf den Markt. Eine Sensation stellte der erste Headless Bass dar, der gänzlich ohne Kopfplatte auskam und zudem nicht aus Holz, sondern komplett aus faserverstärktem Kunststoff bestand. Später gab es auch Headless Bässe aus den üblichen Materialien. Den akustischen und halbakustischen Bass kennen viele von Unplugged-Aufnahmen, aus dem Jazz oder Folk. Stabilere Hälse am Instrument konnte man mit der Laminat-Bauweise erzielen. Deren Steigerung ist die Multilaminat-Bauweise aus mehreren Hölzern. Ob der Digital-Bass sich durchsetzen wird, muss man sehen.

Die Vier- und Fünf-Saiter findet man in der populären Musik häufig, den Sechs-Saiter aber nur bei ausgemachten Bühnen-Giganten. Noch seltener wird der Acht-Saiten-Bass gesichtet – aber es gibt ihn. Ebenso gibt es heute elektrifizierte Standbässe, futuristisch anmutende E-Bässe und Signature Modelle, die mit besonderer Optik und speziellen Features aufwarten. Signature Bässe sind aufgrund der Ideen eines bekannten Bassisten entstanden. Sie tragen daher dessen Namen.


Bässe und E-Bässe gibt es bei Thomann

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Der Bass und seine verschiedenen Formen

Dass es auch Linkshände-Bässe oder preiswerte Nachbauten bekannter Bass-Modelle gibt, sei nur am Rande erwähnt. Eine weltbekannte Form ist der Bass, den Paul McCartney bei den Beatles spielte. Der heute als „Beatle Bass“ oder „Höfner Ignition Violin Bass Cavern“ verkaufte Höfner-Bass hieß zunächst „Violin Bass 500/1“. Sein preiswerter Nachbau ist als Harley Benton „Beatbass“ zu finden.

Wer ins Sortiment von Thomann schaut, der entdeckt auf dieser Seite, wie viele verschiedene Optiken es beim Bass gibt. Wir haben es nicht nur mit zahlreichen unterschiedlichen Lackierungen zu tun, sondern auch mit klassischen und innovativen Formen. Als Solid Body-Bässe sind die klassischen P- und T-Formen anzusehen. Die meisten Bässe haben oben ein längeres Horn als unten, weil dieses zum Befestigen des Gurts dient. Zudem wird dadurch bestimmt, wie der Bass am Körper hängt. Die klassische Optik des Basses kann durch verspielte Schnitte der Hörner oder des Instrumenten-Korpusses verändert werden. Das ist oft bei Heavy-Bässen der Fall, die markiger aussehen sollen. Außerdem finden sich bei Thomann Hollow-Body-Bässe mit Cutaway, die oft im Jazz zu sehen sind.

Shortscale Bässe haben einen eingekürzten Hals mit weniger Bünden. Das wirkt sich auch auf die Spielweise aus. Solche Bassmodelle eignen sich wunderbar als Einsteiger-Bass oder Bass für Menschen mit kleineren Händen. Hier finden sich auch bekannte Bass-Modelle wie Höfners Beatles-Bass wieder. Die Premium- und Signature-Modelle im Bereich der E-Bässe lohnen sich nur für Profis, bzw. solche, die es werden wollen. Einen Rickenbacker 4003 FG oder einen Fender Pino Palladino Signature Bass spielen nur Menschen, die sich die hohen Kosten dafür auch leisten können. Neben den bekannten Gitarrenbauern wie Gibson oder Fender sind auch kleine Unternehmen am Start. Sie bieten oft sehr schöne, exklusive und klangvolle Bass-Modelle. Namen wie Sadowsky, Marleaux, Knaggs, Fodera oder Sandberg sind nicht jedem Bass-Anfänger geläufig. Namen wie Fender, Gibson, Höfner oder Yamaha aber schon.

Kenner wissen aus dem Stegreif die besten Bassisten der Welt zu benennen. Die einen nennen Jaco Pastorius oder Stanley Clarke, die anderen Jack Bruce, Phil Lynott, John Entwhistle, John Deacon oder Pino Palladino. Wahr ist, dass es auch herausragende Damen am E-Bass gibt – zum Beispiel Gail Ann Dorsey, Melissa auf der Maur, Tina Weymouth oder Ida Nielsen, die sogar Prince begeistert hat. Wie viele akustische und halbakustische Bässe bzw. Halbresonanzbässe bei Tonaufnahmen zum Einsatz kommen, kann niemand mehr zählen. Doch nicht erst die Unplugged-Aufnahmen haben diese Art des Basses in den Vordergrund gerückt. Akustikbässe sind mit Tonabnehmern versehen. Sie können sowohl mit wie auch ohne Verstärker gespielt werden. Halbresonanz-Bässe sind auch als Fretless-Modelle zu haben.

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Autor: Moon


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