Jeanny Müller bekommt Besuch von ihrer Freundin Angelika. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Auch ihr kleiner Bruder verschwindet spurlos. Kurz darauf erhält sie in ihrer dunklen Villa anonyme Anrufe. Alle Versuche die Identität des Anrufers herauszufinden, scheitern. Daraufhin ruft sie die Polizei an. Diese unternimmt nicht viel, sie rät Jeanny Müller nur die Türen und Fenster fest zu verschliessen. Das tut sie. Doch der Täter war längst in ihr Haus eingedrungen, als sie Nachts auf der Suche nach ihrer Freundin und ihrem Bruder im Garten die Haustür unvorsichtigerweise offengelassen hatte. Als die Polizei ihr am Telefon. mitteilt, dass der der Täter direkt aus ihrem Hause aus der oberen Etage kommt, ist es bereits zu spät.

„Psycho – Das Geheimnis des Phantom-Killers“

Photo by Berthold von Kamptz - © Berthold von Kamptz

Photo by Berthold von Kamptz – © Berthold von Kamptz

Der Täter – ein schwarzer Kapuzenmann mit silberner Maske und langem Messer – schleicht von der oberen Etage auf sie zu und würgt sie. Jeanny Müller kämpft um ihr Leben, kann sich aber aus dem Griff den Kapuzenmannes befreien und weglaufen. Sie kann sich zunächst in der Badewanne in der oberen Etage und im Keller in einer Treppenrolle verstecken, während der Killer in der Villa nach ihr sucht. Doch dann findet er sie und ersticht sie mit einem Messer auf der oberen Etage, wirft sie vom Balkon und wickelt sie in eine Plastikplane ein. Der Täter beseitigt einige Spuren, klaut einige Wertsachen und flieht in die dunkle Nacht. Diese Tat erregt landesweit großes Entsetzen und Aufsehen. 10.000 DM Belohnung von der Polizei gibt es für die Ergreifung des Täters.

Die GenerationX-Jugendlichen Roderick Usher, Hace, Nomminz und Angela, die nur Parties, Alk und Musik im Kopf haben und keiner geregelten Arbeit nachgehen wollen, interessieren sich für den Fall und wollen sich die 10.000 Euro verdienen. Sie stellen Ermittlungen an und geraten in Lebensgefahr. Zuerst stirbt Angela, dann stirbt Nomminz nach einem Kampf mit dem Täter in Rodericks Garten. Reagi Morton, ein früherer Bandkollege und Freund von Roderick, gerät schliesslich in Verdacht. Reagi hatte Roderick angegriffen, nachdem Reagi Roderick angeblich fälschlicher Weise beschuldigt hatte ihm die Musikkompositionen gestohlen zu haben … und das führte schliesslich zum Aus der Freundschaft.

Hace beschließt schließlich Reagi zu verhören, doch Reagi entzieht sich dem Verhör und läuft einfach davon. Daraufhin beschliessen Roderick Usher und Hace – auf getrennten Wegen – gemeinsam zum Haus von Reagi zu gehen. Während Hace Reagi an der Haustür ablenkt, soll Roderick den hinteren Garten und das Haus von hinten durchsuchen und nach möglichen Beweisen suchen. Doch der Plan schlägt fehl: Roderick wird von Reagi – der auf ihn gewartet hatte – hinten im Haus mit einem Messer überfallen und Roderick kann nur mit Mühe fliehen. Hace versucht mit Reagi an der Haustür zu reden, doch er wird von Reagi an der Haustür abgewiesen und beschimpft und Reagi verschliesst schimpfend die Tür. Hace entfernt sich zwar von Reagis Haus, bleibt jedoch in der Nähe und beobachtet Reagis Haus. Als Reagi das Haus verlässt, schleicht Hace zum Haus und kann durch die aus Versehen geöffnete Gartentür in Reagis Haus eindringen. Dort entdeckt er die mumifizierte, grässlich aussehende und skelettartige Leiche von Reagis Mutter, in dessen Kehle ein Messer steckt: Sie wurde ermordet und von Reagi ausgestopft. Er findet auch einen Brief von Reagi und auch die Motive: Reagi sei schon lange von seiner Umwelt u.a. auch von seiner Mutter enttäuscht und gedemütigt worden – auch vom Frauen und will sich dafür nun rächen – auch an Roderick, der ihm angeblich die Musik gestohlen hatte. Dann wird Hace von Reagi, der leise ins Haus geschlichen war, niedergeschlagen und Reagi flieht und jagt Roderick Usher im Wald hinterher.

Hace erwacht aus seiner Bewusstlosigkeit und rennt Reagi hinterher. Roderick will gerade die Polizei in der Telefonzelle rufen, als Roderick von Reagi mit einem langen Messer angegriffen, verletzt und in eine Plastikplane eingewickelt wird. Da Reagi glaubt, dass Roderick tot ist, flieht er.

Danach läuft Reagi in der Nacht zu Rodericks dunklen Haus, durchsucht das Haus nach belastenden Beweisen, klaut einige Wertsachen und tötet Ion Usher, die gerade von ihrem Urlaub nach Hause kommt. Roderick – nach dem Überfall wahnsinnig geworden will dafür Rache, verkleidet sich auch als Täter – mit Damenstrumpf und Kapuzenmantel und schleicht in sein Haus. Roderick tötet Reagi schließlich in einem Kampf in seinem Haus und verbrennt Reagis Leiche im Garten. Dort wird er von Hace, der an seinem Haus plötzlich erscheint, versehentlich mit dem Täter Reagi verwechselt und niedergeschossen. Hace erkennt, dass er seinen Freund niedergeschossen hat und läuft schreiend davon … In der Ferne sieht man im Wald plötzlich einen Krankenwagen auftauchen.

Länge: 115 Min. Ein Film-Schocker an Anlehnung an Alfred Hitchcocks „Psycho“ von 1960 mit einigen Schock/Splatter-Effekten. Dieser Film wurde 1991/2 in Deutschland bekannt und lief erfolgreich in mehreren Kinos (Premkiere am 1.10.1991 in dem „Koralle“ Kino, Filmtheater Hamburg-Volksdorf) und auch auf dem 6.Fantasy Filmfest Hamburg 1992 (13.-2.3.1992) im „Metropolis“-Kino, nachdem er kurzfristig ins Programm genommen wurde. Der Film erregte damals grosses Aufsehen und es gab ein grosses Medienspektakel. Die „Welt“ berichtete am 14. 12.1991 in Ausgabe Nr. 291 mit dem Titel „Hitchcock in Sasel – Bringt Suspense in die Walddörfer: Jüngstfilmer Berthold von Kamptz“, „Szene Hamburg“ berichtete in Film-News mit dem Artikel „Zoff in Sasels Vordergärten“ . „Bild Hamburg“, „Hamburger Morgenpost“, „Hamburger Abendblatt“, „Taz“ (Tageszeitung), „Prinz“berichteten ebenfalls über den Film…. Sat1 drehte 1992 sogar eine Dokumentation den Film, die 1992 ausgestrahlt wurde. Die Kritiken waren überwiegend positiv. Es gab aber auch Debatten um den Film. Um gezeigt zu werden, musste der Film um einige Sequenzen, die zu viel Schockeffekte enthielten, gekürzt werden. Deshalb gab es auch lange die Origialfassung nicht.

History Psycho – Das Geheimnis des Phantom-Killers

Der Film "Psycho- Das Geheimnis des Phantom-Killers" - Premiere am 01.10.1991 im "Koralle"-Kino Volksdorf

Der Film „Psycho- Das Geheimnis des Phantom-Killers“ – Premiere am 01.10.1991 im „Koralle“-Kino Volksdorf

Der Film „Psycho – Das Geheimnis des Phantom-Killers“ wurde damals in den 90ern (als es Google, Internet, wiki etc nicht gab) nach Aussage von Experten einer der interessantesten Aussenseiterfilme und einer der bekanntesten Low-Budged-Independent-Filme mit dem niedrigsten Budget (wenn nicht der bekannteste) in Deutschland – gedreht von einem Jungfilmer – die es in die Kinos schaffte und in Deutschland damals bekannt wurde. Die Methoden, wie meine Filme gedreht wurden, waren teils ungewöhnlich, neu, radikal – und standen im krassen Gegenteil zu den üblichen Mainstream-Kino der damaligen Zeit. Hier wurden neue Maßstäbe gesetzt.

Es wurden in Abrisshäusern gedreht (und oft kam die Polizei oder Kamera ging zu Bruch), auf Friedhöfen mit selbstgebauten Puppen, Gärten und Villen als Filmstudio zweckentfremdet, um Kosten zu sparen Masken und Gewänder selbst gebaut (wie es bei John Carpenter aus Kostengründen bei Halloween der Fall war). Auch sagte ich bei Interviews: „ich filme nicht – ich male mehr beim Film und das oft expressiv oder post-impressiv- mit der Kamera male ich Bilder und denke dabei oft an Van Gogh.“ “ Ich bin zu sehr Maler/Künstler. Die Schauspieler sind Bildinhalt und auch zum Teil Werkzeug – wie Kamera/Stativ-Malutensilien. Das Werk- der Film – bleibt ohne Publikum unvollendet – erst der Betrachter vollendet das Werk – auch in seiner Vorstellung.“, „Viele bezeichnen mich als Fantast, Poeten – dabei dokumenriere ich mehr und das mache ich exzessiv. Würde ich nicht malen, filmen – es wäre so als würde man mir verbieten zu atmen oder zu sprechen.“ „Dass einige mich für meine neue Herangehensweise kritisieren – gegen sämtliche (festgefahrenen) Regeln, das wurde von einigen rivalisierenden Filmemachern nicht gerne gesehen. Teilweise stiess ich deshalb auf Ablehnung und heftige Kritik. Vieles war einfach zu neu oder wurde nicht verstanden. Doch die Ablehnung bestärkte mich weiterzumachen.“ „Destruktive Kritiken, Parties, Abstürze, Frauengeschichten – das war bei mir das abgeschnittene Ohr wie bei Van Gogh“- sagte ich mal scherzhaft.

Nachdem ich freischaffender Künstler wurde, Ausstellungen im In- und Ausland hatte, geriet der Film „Psycho – Das Geheimnis des Phantom-Killers“ etwas in Vergessenheit – viele Presseberichte verschwanden in den PR-Archiven/Bibliotheken. Erst 2018 – besonders in der Zeit als Helloween 2018 von Davin Gordon Green ein Megaerfolg wurde – wurde der Film „Psycho – Das Geheimnis des Phantom-Killers“ (der ins Genre und in diese Zeit passt) wiederentdeckt. Nun wurde auch eine Fortsetzung – Psycho 2- begonnen, nachdem das Budget aufgetrieben wurde. Auch „Psycho – Das Geheimnis des Phantom-Killers“ soll demnächst in überarbeiter, digitaler Langfassung wieder zu sehen sein.

Kritiken:

Filmriss Neustarts: „Eine weitaus gelungene „Psycho-Variante….(als der Mann nebenan mit Anthony Perkins 1991)“ (Hamburg Pur, Das Programm der Stadt, 26.9. – 9.10.1991, 2.Jahr – 39./40.Woche, geschrieben vor der Premiere am 1.10.1991 in dem „Koralle“-Kino Volksdorf)

Titel: Psycho – Das Geheimnis des Phantom-Killers.
Herstellungsland: Deutschland
Darsteller: Berthold von Kamptz (Roderick Usher), Eike Röper (Reagi Morton), Franc Horn (Hace), Jenifer Horn (Jeanny Müller), Simone Drossel (Ion Usher), Ina Carstens (Angela), Nomman Carstens (Nomminz), Olli Schacht (Fahrradfahrer), Bibi Kriwitz u.a….
Länge: 115 Min.
Genre: Horror/Psycho-Thriller
Regie/Drehbuch/Story: Berthold von Kamptz
Kamera: Franc Horn
Musik: Berthold von Kamptz und Eike Röper
Herstellungsjahr: 1990
Eine Berthold von Kamptz Filmproduktion
Material/Format: Ursprünglich ein Videofilm – dann Überspielung auf Kino-Format. Heute gibt es den Film auf DVD.

Der Film „Psycho – Das Geheimnis des Phantom-Killers“ ist bei IMDb gelistet: https://www.imdb.com/title/tt8892156/?ref_=fn_al_tt_1 und filmportal.de.Dort finden Sie alle Informationen.

Auch ist der Film in dem Buch „Abgezoomt – Das Buch zum Festival“ (Bernd Allenstein, Patrick Döcke), Ko-Pad-Verlag, ISBN 3-929061-44-9 gelistet

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Autor und Foto(s): Berthold von Kamptz Filmproduktion


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