Gerade rechtzeitig, als ich über ihn zu schreiben begann, hat der Captain Drunk seinen Kanal wieder zum Leben erweckt und mit einem neuen Format, dem „Metal Mittwoch“ aufpoliert. Im Oktober 2018 veröffentlichte er ein sehr nachdenkliches Video, in dem er erklärt, dass er gerade eine Art After Festival-Depri-Phase durch macht, und sich gerade ein wenig allein und deplatziert fühlt. Außerdem hat ihm bei allen Festivals 2018 irgendetwas gefehlt…

Captain Drunk macht weiter!

Der Metal Youtuber Captain Drunk mit dem "Metal Mittwoch"

Der Metal Youtuber Captain Drunk mit dem „Metal Mittwoch“

Allerdings verrät er auch, dass er auf jeden Fall weitermachen möchte, und 2019 auch mit etwas Neuem durchstarten.

Das finde ich sehr erfreulich, denn das bisher erstellte Videomaterial mit Festivalberichten, eigenen Playlists, Interviews etc. ist unterhaltsam und gut gemacht. Bei Captain Drunk ist zumindest bei dem Content, den er hochlädt, nicht Nomen est Omen, denn weder habe ich ihn auf einem Video bisher rotzevoll gesehen, noch gibt es einen Saufcounter à la Goreminister (PING!).

Rein optisch würde ich Captain Drunk eher in die Gamer-Schublade stecken, die lange Metal-Mähne fehlt auf jeden Fall und die Schiebermütze, die er oft trägt, ist auch nicht unbedingt metaltypisch. Eine Kategorie gibt es auch auf seinem Kanal, die hat auch so gar nichts mit Metal am Hut, sie nennt sich „Lost Places“. Hier nimmt er seine Zuseher in ein leerstehendes, ehemaliges Kinderheim mit und filmt vom Heizungsraum bis unters Dach Graffitis, herumliegenden Müll und kaputte Einrichtungsgegenstände. Nachdenklich und ein bisschen creepy, könnte man sagen.

Aber jetzt kommen wir noch einmal zum neuen Metal Mittwoch. Der Mittwoch scheint bei YouTube ohnehin dem Metal gewidmet zu sein, denn hier erscheinen auch einige Formate anderer Metal-YouTuber, die wir hier bereits präsentiert haben, wie der Goreminister, DarkSiffler oder Ernie von Krachmucker TV. Jedenfalls wird Captain Drunk ab heuer seinen Content wie Festivalberichte, Albumreviews etc. hier reinpacken und mittwochs präsentieren. Das Beste an der Ankündigung zum Metal Mittwoch sind übrigens die Outtakes zum Schluss, also wer heute noch nichts zu lachen hatte, sollte sich diesen Clip einmal reinziehen.

Der erste Metal Mittwoch ist inzwischen auch online, hier stellt Captain Drunk das neue Album von TavaroN „Depressive black art“ vor.

Captain´s Metal Mittwoch: TavaroN Depressiv Black art! Video bei YOUTUBE ansehen:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Fm9tQN8XN-8

An Festivalberichten gibt es, wie bei vielen Kollegen auch, mehrmals das Summer Breeze zu sehen, wo sich auch die üblichen verdächtigen Bekannten wieder einfinden, wie der Dark Siffler und auch Cho TheRedFlash, eine der wenigen weiblichen Metal YouTuberinnen. Captain Drunks Berichterstattung ist ziemlich cool, er konzentriert sich mehr auf die Atmosphäre und die Leute rund um das Festival, und fängt so eine Menge schräger Sprüche, lustige Interviews und dergleichen ein. Aufnahmen von den Bands gibt es ohnehin schon zuhauf im Netz, deshalb sind die Aufnahmen vom Captain eine coole Ergänzung. Auf dem M’era Luna und dem Aaaargh Festival konnte man ihn ebenfalls bereits antreffen, und es gibt Filmmaterial dazu. Das Metal United, sowie das Ragnarök Festival darf natürlich auch nie fehlen, vor allem nicht bei den bayrischen YouTubern.

Die Interview-Reihe „Captain spricht mit“ kann man den Zusehern auch ans Herz legen, da sind interessante und lustige Gespräche dabei, unter anderem mit Turbobier, Traitor, Dead Sunday, Circus of Fools und Krankheit.

Ein wenig Interaktion mit den Zuschauern bietet die Fragerunde des Captains, zu der er über Facebook Fragen sammelt und diese dann in einem Beitrag zusammenstellt. Hier erfahren wir, dass Metaller bei der Liebe durchaus einmal ein Auge zudrücken und auch einem Partner eine Chance geben würden, der einem anderen Musikgenre zugehörig ist. Außerdem hat er Antworten dazu gesammelt, was Metallern der Metal bedeutet, und wie sie von anderen gesehen werden. Die Beiträge dazu sind recht vielfältig und reichen von den üblichen Klischees bis hin zu wirklich tollem Input.

Wenn man ein wenig mehr über den Menschen Captain Drunk wissen will, dann empfiehlt sich das Video „10, äh, 11 Fakten über Captain Drunk“, und da erfuhr ich auch gerade, dass ich gar nicht falsch lag, dass ich ihn als Gamer angesehen habe. Außerdem hasst er Spinnen und zieht Unfälle magisch an.

Fazit:
Unkomplizierte Unterhaltung ohne Schnickschnack, die Blicke hinter den Kulissen bei den Festivals und die Treffen mit YouTube-Kollegen machen wirklich Spaß. Auch wenn Captain Drunk vielleicht nicht gerade der geborene Moderator ist und immer wieder gerne zu kleinen Wiederholungen des Gesagten neigt, ist es trotzdem ein empfehlenswerter Channel, der gerade wieder zum Leben erwacht.

  • Youtuber: Captain Drunk
  • Youtube Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCoyMThCCcR6najnbnhkSeXA
  • Aktuelle Abonnenten: 556 (Stand: 28.01.2019)
  • Twitter: https:// twitter.com/CaptainDrunk013
  • Facebook: https://www.facebook.com/CaptainDrunk
  • Google+: https://plus.google.com/u/0/104959434122868769633

Beschreibung: Hier erwarten euch verschiedene Themen – Festival/Konzert Besuche – Vlogs – Meinungen

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Autorin: Doris


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