Deville ist – passend für eine Stoner Rockband – ein Ort im Bundesstaat Louisiana (USA). So verrät der Bandname auch gleich die musikalische Basis – nämlich den blueslastigen Rockstil aus den 70er Jahren. Das neue Album „Hail The Black Sky“ stellt ihr zweites Album dar und setzt diesen Stil konsequent – allerdings ohne große musikalische Experimente – um. Die Stücke sind abwechslungsreich arrangiert, der Gesang treffsicher, (meist) fast ohne Hall, manchmal ein wenig jammernd gestaltet, der Bass präsent und verleiht den Stücken einen etwas härteren Touch. Aus diesem Rahmen fällt nur das rein akustische Gitarrensolostück „A.K.A.“, das so wenig in die Stoner-Stimmung passt, die die CD transportiert, dass man es genauso gut hätte weglassen können.

Etwas näher eingehen möchte ich auf den neunten Song „Early Grave“, der schon fast in Richtung Stoner Doom geht. Er kommt zunächst recht lange ohne Gesang aus, wird getragen durch die Gitarren und den langsamen doom-metalartigen Bass, der vom Schlagzeug unterstützt wird. Die minutenlange Wiederholung der Riffs schadet nicht, unterstreicht nur das gezogene, das langsame Tempo. Hier ist der Gesang langsam, stärker verhallt und stellenweise mit Delay versetzt und passt sich so sehr gut in die langsame, gezogene Doom-Atmosphäre. Unterbrochen wird dann der Gesang durch die E-Gitarren, die nunmehr in den Vordergrund rücken und die langsamen Riffs des Basses, die das ganze Stück hindurch durchgehalten werden, in den Hintergrund treten lassen. Die E-Gitarren sind langsam, gezogen, etwas psychedelisch … so bekommt das Stück einen leicht „bekifften“ Charakter: Ein wirklich sehr gelungener Track!

Insgesamt ist Deville mit ihrem neuen Album ein solides und interessantes Album gelungen, das für Fans der Stoner-Szene unbedingt zu empfehlen ist.

Tracklist:

  • 01. Levitation
  • 02. On The Throne
  • 03. Hail The Black Sky
  • 04. Undead
  • 05. My Enemy
  • 06. The Only Thing
  • 07. Reason
  • 08. Through The Blade
  • 09. Early Grave
  • 10. A.K.A.
  • 11. Down To Me