Devil’s Train legen mit ihrem gleichnamigen Debütalbum gleich den fünften Gang ein und eröffnen das Cruising von Anfang an mit kraftvollem, straightem Heavy Rock. Freiheit, rockige Mädels und heruntergekommene Motels scheinen hier den Weg der vier Musiker zu ebnen.

Wer bisher noch nicht in Schwung kam, wird ab „To the Ground“ die Hitze der Straße zu spüren bekommen. Sexy und dreckig klingt dieser Song verdächtig nach einer möglichen Singleauskopplung. Bereits am sechsten Meilenstein mag man nur noch das Fenster öffnen und die Mähne im Fahrtwind flattern lassen.

Der im Gegensatz zu seinen Mitstreitern (Drums Jörg Michael/Stratovarius, Bass Jari Kainulainen/Evergrey) weniger bekannte Gitarrist Lakis Ragazas betört mit meist cleanen Gitarrensoli in jedem Song, während Sänger R.D. Liapakis (Mystic Prophecy) seine leicht kratzige Stimme nicht zu ölen braucht. Nach zwölf Runden erreicht Devil’s Train das Ziel mit einer Coverversion des 70er Jahre Hits „American Woman“ der kanadischen „The Guess Who“.

Dieses Album protzt durch Klischees, wie unschwer an Songtiteln („Roll the Dice“, „“Sweet Devil’s Kiss“) und dem Coverartwork zu erkennen ist. Gitarrenlastig durch und durch bleibt jedoch wegen der Melodiösität ein positiver Eindruck beim Hörer zurück. Immer gleicher Aufbau der Songstruktur wird durch mitreißende Gesangparts kaschiert.

Die Scheibe wird ihren großen Auftritt erst auf der Bühne in Liveatmosphäre haben.

Tracklist

  • 01. Fire and Water
  • 02. Devil’s Train
  • 03. Roll the Dice
  • 04. To the Ground
  • 05. Forever
  • 06. Sweet Devil’s Kiss
  • 07. Find New Love
  • 08. Room 66/64
  • 09. Coming Home
  • 10. Yellow Blaze
  • 11. The Answers
  • 12. American Woman