Sie sind das Steckenpferd der Osnabrücker Hochkultur, die feinsinnigen Frauenversteher mit Tourette-Affinität, mit ihren obligatorischen Weihnachtsshows die alljährlichen Sinngeber der christlichen Festtage, geifernde Befürworter der fleischverarbeitenden Industrie, publikumsnahe Conférenciers und humoristische Musikvirtuosen. Nach unzähligen Auftritten, zahlreichen, genialischen Werken in Ton und Bild, unliebsamen Kontakten mit einem kleinwüchsigen, deutsch-rumänischen Schlagersänger und unfreiwilligem Sponsoring einer verarmten Tennishoffnung, der schonungslosen Entlarvung der volkstümlichen Szene und Entgegennahmen namhafter Auszeichnungen nun, nach drei Dekaden Existenz, auch ein Interview mit OsnaMetal.de.


OM: Wie der Name vielleicht vermuten lässt, handelt es sich bei OsnaMetal.de um ein Magazin, welches sich vornehmlich mit Heavy Metal auseinandersetzt. Metal-Fans sind bekanntlich, trotz starkem Trieb, fickmäßig im Nachteil, bedingt durch die langen, fettigen Haare, die ranzigen Stinkkutten und Bildungsfernheit. Das hat mit meiner Person zwar wenig zu tun, ich bin jedoch nichtsdestotrotz verdammt hässlich und cerebral verlangsamt. Deshalb muss ich euch als Sexperten zu Rate ziehen: Ist Metal gute Fickmusik?

DAS: Definitv NO. Metal bewegt sich als Fickmusik ungefähr auf Andrea-Berg-Niveau. Wenn dann JAZZ!! oder vielleicht noch grade mal Volksmusik, aber das geht vor allem bei Sachen, die verboten sind.

OM: Was ist dran an den Gerüchten, dass Chris Krüger, das alte Ferkel bzw. der Tiger, in seiner Cloppenburger Butze noch selbstproduzierte, derbe Hard-Rock-Tapes versteckt?

DAS: Nix!

OM: Welche Platten laufen aktuell bei euch auf der heimischen Musikanlage?

DAS: Der Doktor ist ein echter Plattenfreak. Der hat so ziemlich alles! Mallorca-Party 1 – 6, alle Apres-Ski,-Alben, alle Bravo Hits seit 1990, Ibiza-Halligalli Nonstop 1-3, alles von DJ Bobo, alles!! Heaven hört sehr gerne romantische Balladen, bei denen gepfiffen wird. Jo’s Lieblingsmusik ist Operette. Charlie hört nix mehr.

OM: 30 Jahre Schulkinder. Wie erhält man sich die Pubertät bis ins hohe Alter?

DAS: Sport, Sport und nochmals Sport. Oder Minigolf, das kostet aber immer Eintritt.

OM: Was waren die schönsten und was die abartigsten Momente eurer beispiellosen Karriere?

DAS: Die schönsten Momente waren auch die abartigsten, aber am traurigsten waren wir alle als Conny Kramer starb.

OM: Zum Jubiläum stehen diverse Konzerte auf dem Programm, beginnend mit dem Hütte-Rockt-Festival. Ist es das, was ihr euch immer erträumt habt, eine Bühne zu teilen mit Torfrock und den H-Blockx?

DAS: Ehrlich gesagt, träumen wir immer noch von einem Konzert mit David Hasselhoff. Aber der kann sich einfach nicht entschließen, den vereinbarten Fuffi rüber zu schieben. (Wenn Du das liest, David, sobald das Geld auf unserem Konto, kannst Du jederzeit bei uns im Vorprogramm auftreten!) Blöd ist auch, dass man David am Telefon kaum noch verstehen kann. Er nuschelt immer so …

OM: Wie dürfte man sich ein von den Angefahrenen Schulkindern initiiertes Festival vorstellen?

DAS: Sehr gut.

OM: Was erwartet den geneigten Hütte-Rockt-Besucher von eurer Seite? Gibt es womöglich technische Vorkehrungen, damit auch die letzten Zuschauerreihen sich an vorgekauter Wurst laben können?

DAS: ad 1: Musik und Show. ad 2.: ja

OM: Stehen irgendwelche weiteren Schmankerl zum Wiegenfest an, z.B. neue, unverzichtbare Konsumprodukte?

DAS: JAU. zu Weihnachten 2011 gibts “Heaven sings x-mas volume 2 – Süßer die Glocken nie klingen.”

OM: Euer letzter Streich war das, nach “Die Prinzessin mit dem Glied”, zweite Theaterstück “Guggurutz und Kokain”. Für die, die es bisher versäumt haben: Wovon handelt das Stück und warum muss man es gesehen haben?

DAS: Das würde Stunden dauern, also am Besten am 22.09.2011 – Lagerhalle, Osnabrück, Guggurutz und Kokain.

OM: Was passiert bei euch derzeit abseits der Schulkindkarriere?

DAS: 3 x in der Woche Training, am Wochenende ins Puff und dann geht die Tretmühle wieder von vorne los.

OM: Eine Frage an Dr. Ignatz Ignaz: Wie denkst du darüber, dass gewisse Menschen sich ihren Doktortitel einfach gewissenlos erschummelt haben?

DAS: Empörend!! Aber auch irgendwie verständlich, oder?

OM: Wo hört für euch eigentlich der Spaß auf? Bei Darmkrebs ja wohl nicht.

DAS: Wo der Ernst anfängt, aber dann wird’s auch schnell wieder lustig.

OM: Ich habe in den letzten Tagen einen alten Spiegel-Artikel über die Dittmeyer-Sache entdeckt, in dem es über die Angefahrenen Schulkinder heißt: “…das musikalische Inferno klingt, wie wenn Godzilla durch Tokyo läuft und Kernkraftwerke einreißt.” Schuldgefühle?

DAS: Selbst Schuld die Deppen. Hätten die man besser auf Godzilla gehört.

OM: Woher rührt eure Faszination für Wurst? Ist Wurstverzehr eine vor allem sinnliche Erfahrung?

DAS: Wurst ist gesund. Besser aber noch Hack. Mit Hack auf Zack!

OM: Gern erinnere ich mich an das berühmte “Leg drauf'”-Portrait. Eure Lustriemen werden zumindest Kai Diekmann vor Neid erblassen lassen. Abgesehen von diesem Abbild potenter Lustknaben gebt ihr der Homoerotik eher wenig bis gar keinen Raum. Woran liegt’s?

DAS: Who the fuck is Kai Diekmann?

OM: Die Frauen-Fußball-WM begeistert das Land. Gehört das eurer Meinung nach eher bei den Paralympics ausgetragen oder sind Vagina und Busen im Fußball keine Behinderung?

DAS: Wer Fußball spielt ist eh nicht ganz frisch, also drauf geschissen.

OM: Wenn eure Bandkollegen Fußballnationalspielerinnen wären, wie würden sie jeweils heißen?

DAS: Charlie würde Charlie, Jo Jo, Heaven Heaven und der Doktor Doktor heißen. Ich versteh die Frage nicht.

OM: Zum Abschluss könnt ihr noch verraten, warum ihr so geil seid und unseren Lesern die eine oder andere gesammelte Weisheit vor den Latz knallen.

DAS: So lernt man dann später die Leserinnen kennen und meistens wird es ein schöner Abend.

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