Die Viking-Black-Metal-Band Thrudvangar aus dem Osten Deutschlands

Thrudvangar ist eine deutsche Viking-Black-Metal-Band, die 1998 in Köthen, Sachsen-Anhalt, gegründet wurde. Sie veröffentlichte die Vorab – CD – Demo 2003 selbst und folgte im nächsten Jahr mit dem Ahnenthron in voller Länge auf dem Label Vision & Reality. Im Jahr 2006 veröffentlichten Thrudvangar ihr zweites Album mit dem Titel Walhall. 2007 erschien das dritte Album der Band, Zwischen Asgard Und Midgard, auf Einheit Produktionen. Im folgenden Jahr nahm Thrudvangar an einem Split 7 „mit der russischen Band Nomans Land teil. 2010 veröffentlichte die Band ihr viertes Album Durch Blut Und Eis. Die Band ist derzeit noch bei Einheit Produktionen unter Vertrag.

Die deutsche Viking-Black-Metal-Band Thrudvangar

Als sich Tastenmann Andreas, Gitarrist Christian und Schlagwerker Torsten, Gitarrist sich 2000 nach einigen Jahren Pause wieder sahen, haben sich die drei Deutschen entschieden, eine eigene Gruppe zu gründen. Die Bandmusiker waren bereits vorher in guten Bands aktiv. 2002 brachte die Bandgruppe ihren ersten Album mit fünf Musikstücke im Eigenvertrieb heraus. Nach fleißigen Touren ließen Thrudvangar dann zwei Jahre später ihr Debütalbum „Ahnenthron“ folgen – die Folge waren sehr gute Feedbacks aus der Presse für dieses einzigartiges Metal Viking Manifest. Es kamen später die langjährigen Freunde der Band, Matze, Günther und Kanne dazu. Die Thrudvangar Gruppe absolvierte 2005 und 2006 nachfolgend größere Auftritte, wie zum Beipsiel Auftritte beim Festival Ragnarök.

Aber auch das Fest naturverbundene Rock For Roots und das Festival Ultima Ratio werden bestritten. Thrudvanger stärkt mit weiteren Festivals und Clubshows ihren hohen Status. Pünktlich zum Julfest 2006 erschien dazu die erneute Veröffentlichung von „Ahnenthron“ über die Einheit Produktionen, die mit Bonus-Stücken versehen sind. Nachfolgend arbeiteten die deutschen Musiker am Album „Zwischen Asgard und Midgard“, welches im Obtober 2007 von der Gruppe veröffentlicht wurde. Bei Fans und Fachpresse war auch dieses Album von Thrugvangar wie erwartet sehr beliebt. Februar 2008 ging die Truppe auf eine weitere Tournee mit den guten Collegen Waldmännern Trollech und Nomans Land, welche den Tross unter anderem auch nach Tschechien, die Schweiz und Holland führte. Im Sommer 2008 war die Band in voller Lautstärke sowohl auf dem Festival Rock For Roots als auch auf anderen bekannte Fests zu hören. Darauf folgend arbeitete die Band im eigenen Studio (Blackinsound) an einem neuen Material für das vierte Album, welches im Herbst 2009 veröffentlicht wurde.

Thrugvangar ist eine Deutsche Viking Black Metal Band, die noch viel zu bieten hat. Die Thrugvangar Band aus Ostdeutschland überzeugt die Fans immer wieder aufs Neue. Man darf also gespannt sein, was von diesen ostdeutschen Musiker noch so alles demnächst über uns hereinbricht!

Thrúdvangar – Zwischen Asgard und Midgard

Acht epische Kriegshymnen, welche über die germanischen Gottheiten handeln, lassen ein heidnisches Gewitter über Asgard nieder. Im Opener „Thor“ lassen sie es donnern und blitzen und ziehen mit einer kraftvollen Melodie in die Schlacht. Die für Pagan Metal typische krächzende, kreischende Stimme und die melodischen Gitarren rufen zum heidnischen Fest auf und lassen die Hörner gen Himmel recken. Jene Band, welche sich nach dem Reich des germanischen Gottes und Odins Sohn „Thor“ benannte, hat sich mit ihrem neuen Silberling sofort in mein Herz gespielt, denn ich war lange nicht mehr so beeindruckt von einer Metal Band.

Mit teils ruhigen Passagen wird einem eine kleine Auszeit gegönnt, welche man bei diesem Fest auch wirklich gebrauchen kann. Bei ihrem zweiten Stück „Bärenpelz und Wolfsmantel“ geht es allgemein ein wenig ruhiger zu, doch bei „Heimwärts“ wendet sich das Blatt wieder und sie legen wieder voll los und drücken ordentlich aufs Gaspedal.
Ihr vierter Song „Runenstein“, welcher mit einem ruhigen Gitarrenspiel anfängt und auch weiter im Mid-Tempo gehalten wird ist einer meiner Favoriten.

„Midsommernacht“ fängt sofort wieder krachig an. Dieser wird dann von „Zwei Raben“ gefolgt. Zu „Zwei Raben“ muss ich sagen, das dieses Lied mein absoluter Favorit ist, denn es klingt wie eine dramatische Schlachtenhymne und die Keyboard-Melodie hat sich sofort in meinem Kopf festgefangen.Der siebte Song „Siegvater“ beginnt wieder mit einem entspannenden Intro und wird von einer heidnischen Melodie gefolgt.

Zum krönenden Abschluss legen Thrudvangar nochmal mit ihrem achten und letzten Song „Frostland“ auf und lassen diese CD auf eine ruhige aber doch wieder krachige Art ausklingen.Eine Scheibe, welche meiner Meinung nach eine Pflicht ist zu kaufen.

Thrudvangar – Tiwaz

Nach den ersten Durchläufen des Albums kann ich mich allerdings nicht des Verdachts erwehren, dass sich Thrudvangar vor allem an „denen da oben“ orientieren oder auch teilweise nachspielen. Das Album hat zweifellos Druck, wirkt durch die massiven Gitarrenwände und einem weitestgehend stumpfen Schlagzeug roh und martialisch und ähnelt damit vor allem den früheren Werken von Amon Amarth. Doch während Amon Amarth vor allem durch die massive Stimme von Johan Hegg als Alleinstellungsmerkmal aus der Masse heraus tritt, ringen Musik und Gesang bei der vorliegenden Scheibe stets um Vorherrschaft. So verbleibt der Großteil des Albums in mittelmäßigem, midtempo-geprägtem Death Metal. Drei Songs brechen allerdings aus dem Raster heraus und wirken absolut aufwertend: „Sonnenwende„, „Des Kriegers Los“ und „Schicksal“ sind für mich ganz klare Perlen und wirken durch Upbeat-Tempo sowie untypisch optimal abgemischtem Verhältnis zwischen Gesang und Musik gleichermaßen deplatziert in dem sonst eher einheitlich wirkenden Soundbrei, wie auch unverkennbar wegen deutlichen Leitmelodien.

Da die Produktion ohne Zweifel solide ist, wirken die Kompositionen zwischen den besagten Perlen wie ein Einheitsbrei und ich habe das Gefühl, dass die Struktur und sogar die Akzente des Gesangs sehr häufig nach dem gleichen Schema verfahren.

Was die Lyrics betrifft, da liefern Thrudvangar genretypische, deutschsprachige Wikingerromantik und bedienen sich aus dem breiten Katalog der assoziierten Klischees und Themen wie dem Tod in der Schlacht, heidnischer Riten wie der Sonnenwende, dem Nachleben, Kampf, Brüderlichkeit und der Freiheit. Also weitestgehend alles, was schon jede andere Viking-Band in so ziemlich jeder Sprache schon einmal oder mehrmals verarbeitet hat. Das ist soweit auch kein Problem, nur versteht man kaum etwas davon. Die cleanen Vocals sind so gut wie gar nicht vorhanden, die übrigen Passagen wirken nur halbgegrowlt und verschwimmen damit auch zunehmend mit der massiven Gitarrenwand. Ohne den Vergleich zu Amon Amarth überanstrengen zu wollen, aber dort konnte die mächtige Stimme von Hegg wenigstens mit der Musik mithalten.

Dieser Pfeil nach oben, den ich zu Beginn angesprochen habe, stellt sich schließlich als Wunschgedanke heraus. „Tiwaz“ hat mich nach dem ersten imposanten Durchhören sehr enttäuscht. Der zunächst gute Eindruck verschwindet schnell, sobald man vor lauter Soundbrei eigentlich nur durch die Pausen zwischen den Tracks bemerkt, wann ein Song endet und der Nächste beginnt, und dass im Hintergrund jemand etwas kaum Verständliches zur Melodie grunzt. Außerdem wirken die einzelnen Tracks unfertig, eintönig und ähneln einander zu stark, nicht nur was die Musik angeht sondern insbesondere, was die Intonation, Growls und Prosodie betrifft, sodass es schlicht langweilig wurde.

Trackliste:
01. Tiwaz
02. Sonnenwende
03. Der Letzte Weg
04. Frei
05. Des Kriegers LosDie deutsche Viking-Black-Metal-Band Thrudvangar
06. Brüder
07. Heimat
08. Schicksal
09. Abschied

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Autor: ArchiVader

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