Die Gothic Band Roterfeld aus dem österreichischen Vorarlberg

„Blood Diamond Romance“ heißt das Album der Gothic-Band Roterfeld, das alles bisher da gewesene noch in den Schatten stellen soll. In den schwärzesten Schatten, der nur dann entsteht, wenn helles Licht ganz gezielt auf eine Stelle gerichtet wird. Roterfeld heißt Roterfeld, weil Frontmann Aaron aus dem österreichischen Vorarlberg der Band seinen Namen verliehen hat. Der Titel des Albums kennzeichnet gleichzeitig den Beginn der Leidenschaft vor bald zwei Jahren, als alles damit seinen Anfang nahm und gleich Furore machte.

Roterfeld

Gothic Mode bei EMP
Gothic Mode bei EMP *

Schon im Vorfeld konnte Aaron Roterfeld mit seinem Song „Stop“ die deutschen Charts in den Klubs erobern, wie es kaum einem anderen Österreicher jemals vergönnt war. Kurz vor Jahresende wurde ein weiterer Song des Debütalbums, Great New Life, von Vampire Chronicles zur Begleitmusik für Breaking Dawn erkoren, und Aaron Roterfeld tourte durch die österreichischen Lichtspieltheater in Innsbruck, Wien, Graz, Salzburg und Linz, um die Galavorstellungen damit zu eröffnen. Zu diesem Zeitpunkt verfestigte sich auch die Art der Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Marc Filler. Die Leser von Sonic Seducer wählten Roterfeld zum angesagtesten Newcomer des Jahres 2011.

Im Mai des Folgejahres erschien das Video zu „Don't be afraid of the Dark“ mit Amandas Nadel, Thomas Pfaller, André Schwarz und seinerzeit Leandra Ophelia Dax, die sich zwischenzeitlich eines Besseren besonn, um für den Augenblick andere Pfade einzuschlagen. Das Bühnendebüt von Roterfeld erlebten Tausende begeisterter Fans im Sommer in der Remise in Bludenz, weitere Auftritte folgten: Nova Rock, Blackfield Festival, M'ere Luna Festival, Summer Breeze und Dark Storm Festival. Leandra Ophelia Dax ward beim Summer Breeze zum vorerst letzten Mal gesehen.

Gothic bei EMP
Gothic bei EMP *

Zunächst irgendwo zwischen Dark Rock und dem Alternative Pop eingeordnet, weisen Roterfelds Rhythmen hart verzerrte Riffs auf, aber auch Orchesterklänge, Synthesizer-Sounds und rein Akustisches. Komponist ist Aaron Roterfeld, der die englische Sprache bevorzugt und nur eine deutsche Variante geliefert hat – für „Don't be afraid …“ Im Herbst vergangenen Jahres vertiefte Roterfeld seine Affinität zur Filmbranche auf der Wiener Sargfabrik mit der Einspielung des Titels „Great New Life“ in Harald Hutos Independentstreifen Edge Becs, in dem Roterfeld Falco in der Wiener Drahdiwaberlgasse begegnet. In Leipzig ist es leider zu einem kleinen Eklat gekommen. Vom Veranstalter aufgefordert, schon vor Beginn des vereinbarten Termins mit der Show zu beginnen, lehnte Roterfeld dies dankend ab und wurde daraufhin ausgeschlossen. Aus Rücksicht auf die Fans, die den ohnehin zeitlich knapp bemessenen Auftritt halb verpasst hätten, wurde ein Fiasko, denn die Eintrittsgelder können nicht erstattet werden. Die Energie aber, die ihre Fans dorthin getrieben hat, wird sich ganz gewiss in einem der nächsten Alben niederschlagen.

The Mission - ehemalige Sisters Of Mercy Mitglieder

Wer den Ärger nicht verknusen kann, soll sich an die Friendpost halten, dann wird man sehen, was da zu machen ist. Das Dark End jedenfalls war zunächst einmal gestorben, die Zukunft lebt vom Einfallsreichtum und der Devise, der eingeschlagenen Stilrichtung treu zu bleiben und diese noch ein Stückchen zu entwickeln. Berlin ist immer eine Reise wert, die Website wächst und wächst, neue Videos sind in der Mache, die alten nach wie vor gefragt. Auch der kultigste Traktor Voralbergs, ein Lanz Bulldog, made in 1929, ist als Maskottchen stets vertreten, wiewohl er schwerlich zu bewegen ist, die Fahrt zum nächsten Gig in voller Montur anzutreten. Da bleibt er halt daheim, man muss auch wissen, wo man hingehört, wenn man weit in der Welt herumkommen will. Wenn's ab und zu zu laut wird, kann sich das auch wieder geben, nach dem Donnergrollen kehrt doch auch die Beschaulichkeit wieder ein in die Berghütten wie die Gothic-Tempel, in die Seele und den Geist.

——————–

Autor: ArchiVader

Scroll to Top