Die Gothic-Szene ist die meiste Zeit unauffällig, kann aber allein durch ihre Kleidung auch intensiv auffallen. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie auch in den Medien nicht unentdeckt geblieben ist. Sie erstatten allerdings nicht nur sachliche Berichte, wenn die Szene beispielsweise durch Festivals oder alljährliche Versammlungen auf sich aufmerksam macht – sie haben auch in der Vergangenheit das Bild der Gothic-Szene entscheidend geprägt. Dabei hat sie jedoch nicht immer sachliche, korrekte Arbeit geleistet.

Gothic – Weit mehr als nur ein Musik-Genre

Gothic ist eine Jugendbewegung, die recht vielschichtig ist. Diese Jugendbewegung rankt sich in erster Linie um bestimmte Musikformen, in denen meistens auch die Texte eine sehr große Rolle spielen.

Gothic lässt sich bis in die Zeit des Punk und Wave zurückverfolgen, also bis zum Anfang der 80iger Jahre. Besonders die Musikrichtung Dark Wave entwickelte sich in die Richtung weiter, die später als Gothic bezeichnet wurde. Bereits Bands wie The Cure, New Model Army, Danzig oder The Sisters of Mercy sind frühe Formen von der Musik, die heute oft als Gothic bezeichnet wird, nannte sich damals aber Wave oder Dark Wave.

Dennoch war es auch zur Zeit, als diese Bands besonders populär bei bestimmten Jugendgruppen waren, üblich sich häufig vollkommen schwarz oder aber schwarz kombiniert mit Rot- oder Lilatönen zu kleiden. Auch die Einrichtung der Jugendzimmer begann damals, sich bei den Jugendlichen, die der Musikrichtung Gothic oder Dark Wave zugetan waren, sehr zu verändern. So waren Totelschädel, Rosenkränze, Knochen, schwarze Tapeten oder gar Särge, die als Bett benutzt wurden oder Grabsteine als Dekoration in dieser Szene nicht ungewöhnlich.

Mit Bands wie Lacrimosa, Silke Bischof, Asp und besonders Goethes Erben wurde dann zunehmend auch wirklich der Begriff Gothic für diese Form von Musik gebraucht. Verunsicherte Eltern erfuhren bei Interesse von ihren Kindern meistens, dass sie düsteren Texte, die nicht selten den Tod oder gar Selbstmord zum Inhalt hatten, kein Grund zur Sorge seien. Die Gothic Kids sind keine Generation von depressiven Jugendlichen. Diese Jugendlichen sind nur häufig sehr ruhig und eher introvertiert, nachdenklich und fast immer ausgesprochen friedfertig.

Auch wenn die im Gothicshop verkaufte Kleidung für diese Jugendbewegung fast immer schwarz ist, ist es wichtig zu wissen, dass Gothic nichts mit Satanismus zu tun hat. Der ist vielmehr der Black Metal Szene zuzuordnen. Ebenso wird zwar in jedem Gothicshop Bekleidung aus dem viktorianischen Zeitalter angeboten, aber dieser Modetrend hat dennoch nichts mit dem Mittelalter oder gar Gotik zu tun, auch wenn der Begriff Gothic dazu verführt, das zu denken.

Eine der bekanntesten Veranstaltungen der Gothic Szene in Deutschland ist das Wave and Gothic Festival in Leipzig. Hier trifft sich die gesamte Gothic Szene jedes Jahr, um gemeinsam Musik zu hören. Und natürlich ist dieses Festival auch ein Anlass, um sich als Gothic Fan modisch in Szene zu setzen. Alles, was dafür gebraucht wird, bekommen die Fans im Gothicshop.

Es handelt sich hierbei nicht nur um Oberbekleidung oder dazu passende Schuhe aus der Gothic-Szene, sondern natürlich auch um den dazu passenden Schmuck, die Accessoires und viele andere Details, die gern in der Gothic Szene Verwendung finden. Und das sind nicht nur schwarze Kerzen und dergleichen.

Die Jugendlichen, die Gothic lieben, sind weder aggressiv noch politisch aktiv. Die Gothic Szene hat vielmehr den Ruf, besonders friedfertig und ruhig zu sein. Dementsprechend ist auch ihr Tanzstil, der sich eher minimalistisch zeigt und bis zu einem einfach ruhigen Stillstehen auf der Tanzfläche Ausdruck finden kann. Gothic Kids, die danach gefragt wurden, warum sie auf der Tanzfläche einfach still stehen würden, sagten, sie würden dann die Musik einfach in sich hineinströmen lassen und sich dem Gefühl hingeben.

Ganz allgemein neigen Jugendliche, die der Musikrichtung und Lebenseinstellung Gothic zugetan sind dazu, nicht ausländerfeinlich, tolerant und keinesfalls rechtsradikal zu sein. Trotzdem sind sie nicht als politisch aktiv einzustufen. Sie organisieren sich nicht, um das System zu verändern. Häufig findet sich die Einstellung, sich mit den Gegebenheiten abzufinden, weil diese Jugendbewegung die Ansicht vertritt, dass sich ohnehin nicht viel ändern ließe.

So ist auch die Beschäftigung mit dem Tod zu verstehen, die sich gerade bei der Lebensphilosophie der Gothic Kids wiederfindet. Der Tod gehört in den Augen dieser Jugendbewegung zum Leben dazu und sollte akzeptiert und nicht verdrängt werden. Das hat nichts mit Todessehnsucht zu tun, sondern einfach der Akzeptanz, dass niemand dem Tod entgehen kann und diese Jugendlichen sich lieber aktiv damit auseinandersetzen, irgendwann geliebte Menschen zu verlieren und auch selbst einmal sterben zu müssen.

Was nach dem Tod geschehen mag, wird sehr oft in Filmen, die zu dieser Szene gehören, aber auch den Liedertexten sehr genau beschrieben. Auch wenn die detaillierten Schilderungen vom Sterben und der Möglichkeit, was nach dem Tod passieren könnte, Außenstehenden wie Suizidgedanken erscheinen mögen, sind sie das keinesfalls. Die Gothic Szene verdrängt den Tod nur nicht, wie es viele andere Kulturen und Bewegungen zu tun pflegen. Mit einer religiösen Einstellung hat das wiederum nichts zu tun.

Wenn Gothic Bands sich auf der Bühne in Szene setzen, dann gleicht das oft Inszenierungen, die fast an Theater oder Oper erinnern können. Die einzelnen Lieder einer Vorführung, die später dann meistens über die dazu gehörenden Gothicshops in Form von CDs erworben werden können, können inhaltlich so eng zusammenhängen, dass die Aufführung wie eine Art Schauspiel wirkt. Sehr bekannt wurde durch diese Art der Darbietung unter anderem die Gothic Band Goethes Erben. Die Texte der einzelnen Lieder werden oft nicht gesungen, sondern sehr ausdrucksstark gesprochen, teilweise wird jedes einzelne Wort betont und in Szene gesetzt, so dass die gesamte Inszenierung die Zuschauer gefangen nimmt.

Es ist selbstverständlich, dass sich die Fans derartiger Gothic Bands auch sehr aufwendig in Szene setzen, bevor sie zu so einer Veranstaltung gehen oder fahren. Wenn so eine Darbietung ansteht, wird noch einmal genau das Outfit kontrolliert und bei Bedarf im Gothic Shop ergänzt oder durch noch ausdrucksvollere Kleidungsstücke und den dazu gehörenden Schmuck ersetzt. Mieder und filigrane Handschuhe, lange schwarze Spitzenkleider aus dem Rokoko, dem viktorianischen Zeitalter oder im Jugendstil sind zur Zeit sehr beliebt. Auch die jungen Männer kleiden sich dazu passend oft sehr romantisch. Es kommt sogar vor, dass Männer in dieser Szene lange Röcke tragen. Auch wenn sich die Gothic Szene ja einmal aus dem Wave und Punk entwickelt hat, sind heute Löcher in der Kleidung, Fetzen oder ein bewusst ungepflegtes Erscheinungsbild in der Gothic Szene eher out. Heute wirken diese Jugendlichen gepflegt und ausgesprochen ästhetisch, wenn sie sich bei einem Gothic Konzert treffen.

Die Gothic-Szene findet ihren Ursprung in den späten 1970er Jahren als sogenannter Post-Punk, einem Rockmusik-Stil und hat nichts mit den historischen Goten oder der Gotik als Epoche zu tun. Viel mehr kam dieser Rockstil durch seine düstere und schaurige Mischung zu seinem Namen und nicht, wie oftmals fehlinterpretiert, durch die Gotik-Epoche oder das Mittelalter.

Geographisch gesehen, hat die Gothic-Szene ihren Ursprung im England dieser Zeit. Was seinerzeit eher belächelt und als Jugendkultur abgetan wurde, ist mit der Zeit beinahe salonfähig geworden – doch bis zur einheitlichen Namensgebung dieser Jugendkultur verging noch einige Zeit. So nannten Berliner Anhänger der Szene Ghouls oder Darks, die Nordrhein-Westfalen, fand man die Bezeichnung „Krähen“ wesentlich stimmiger – ähnlich den Franzosen. Sie bezeichneten die Goths als „les corbeaux“, die Raben. All diese Bezeichnungen sind angelehnt an das in der Regel schwarze, mystische Outfit der Szeneanhänger.

Musikalisch liegen der Gothic-Szene eine Mischung aus düsterer Rock Musik (Gothic Rock), aber auch sogenannter Darkwave zu Grunde. Beide Kategorien thematisieren nicht selten Gesellschaftskritiken, den Umgang mit Tod und Vergänglichkeit und gleichermaßen das eigene Scheitern. Mit der Zeit unterstellte man den Gothic Rock dem Darkwave, der seines Zeichens eher elektronisches Äquivalent zum Gothic Rock verstanden werden kann.

Zu den bedeutendsten Treffpunkten der Gothic-Kultur zählen große Festivals wie das Bizarre-Festival in Berlin, das M’era Luna in Hildesheim oder aber auch das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig. Letzteres zieht jährlich über 18.000 Menschen aus der ganzen Welt nach Leipzig.

Wie viele andere Subkulturen auch, findet „Gothic“ seine festen Bezugspunkte in der Musik. So sind düstere und schaurige Gothic Rock-Bands mitunter Aushängeschilder für die Szenezugehörigkeit. Der Rückzugsintention von Goths entsprechend, wird diese Art der Musik gerne angenommen und mit dem Aufenthalt an Plätzen die diese Eigenarten widerspiegeln bevorzugt – zum Beispiel Friedhöfe, Kathedralen oder entlegene Wälder. Themen wie Tod oder Sterben werden mit weniger Distanz und Unbehagen thematisiert, als in der Gesellschaft üblich – wodurch die Szene abermals an Distanz zur Gesellschaft gewinnt.

Grundsätzlich wird die Szene der Goths (im deutschen fälschlicherweise „Gothics“ genannt) als friedfertige, ästhetisch orientierte Subkultur bezeichnet. Gleichzeitig sagt man ihnen Unnahbarkeit, elitäres Verhalten und Wirklichkeitsfremdheit nach. Letztere Punkte werden damit in Verbindung gebracht, dass der Großteil der Goths die Durchschnittsbevölkerung negativ charakterisiert, nämlich als egoistisch, konservativ und konsumorientiert. Zwar wird kein szeneneinheitliches Gedankengut bestimmt, doch beanspruchen Goths eine starke Individualität und das Bestrebungen, Meinungen und Lebenseinstellung für sich selbst zu entwickeln anstatt vorgefertigte Meinungen zu übernehmen. Sie folgen also nicht dem von ihnen kritisierten Prinzip sozialer Bewährtheit und distanzieren sich somit zum Teil demonstrativ von der Gesellschaft.

Das Erscheinungsbild der Szene selbst orientiert sich unübersehbar am Viktorianischen Zeitalter und an gemeinhin romantischen Abbildern des Mittelalters, ohne dessen Negativaspekte zum Thema zu machen. Dieser Handlungs- und Sichtweise verschafft den Anhängern eine gute Möglichkeit, sich innerlich von der Realität zu distanzieren und auf ästhetische Weise gegen die aktuelle Gesellschaft zu demonstrieren. Hierbei kommt es allerdings immer wieder zu dem Problem, dass die Gesellschaft Goths als Anhänger der Satanismusbewegung ansieht, wegen ihres Outfits und dem Beschäftigen mit historischen okkulten Gegenständen wie zum Beispiel Pentagramm-Symbolen. Grundsätzlich aber, sind Goths eher als Heiden denn als Satanisten anzusehen. Häufig wird auch der Weg des Synkretismus gegangen, in dem man versucht, heidnische und christliche Religionen miteinander zu vereinen.

Gothic ist eine vielseitige und dynamische Kultur, die sich mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet hat und sich nicht selbst durch vermeintliche Altersgrenzen einschränkt.

Die Teenager-Goths

Goth wird man meist nicht über Nacht. Die Einstellung haben viele heutige Goths schon als Teenager kennen gelernt, und immer mehr Teenager schließen sich schon früh der Szene an. Sie verkörpern natürlich noch eine andere Einstellung, denn sie sind keine Erwachsenen und suchen in der Szene vieles, was Erwachsene sich nicht mehr von ihr erhoffen. Das reicht von der Ersatzfamilie bis hin zur Abkehr von der Gesellschaft, mit der sie groß geworden sind und mit deren werten sie sich nun nicht mehr orientieren können. Klischeehafte Teenager-Goths haben häufig psychische Probleme, ritzen schlimmstenfalls, treiben sich auf Friedhöfen herum und ziehen sich schwarz an. All das kann zutreffen, doch die meisten Teenager-Gothics befinden sich lediglich auf der Suche nach einer Identität und sind Persönlichkeiten, die gerne viel nachdenken und beginnen, sich von der breiten Masse abzuheben. Solange sie nicht tatsächlich psychische Probleme entwickeln oder sich gar selbst verletzen, ist die Zuwendung zur Gothic-Szene überhaupt keine Schwierigkeit – solange sie sich in der Schule etwas gemäßigter anziehen, als sie es etwa auf einer Gothic-Party tun würden. Denn andernfalls könnte es zu Akzeptanzproblemen bei den Mitschülern kommen.

Goths und der Satanismus

Die dunkle Aura der Gothics und die häufig getragenen Symbole, die gerne einmal verwechselt werden, haben vor allem in der Vergangenheit dazu geführt, dass Gothics ständig mit dem Satanismus in Verbindung gebracht wurden. Wirft man allerdings einen Blick in die Geschichte, wird man feststellen, dass die wenigsten Fälle von satanistischen Gewaltverbrechen von Gothics ausgeführt wurden. Es mag sein, dass sich der Gothic auch für den Satanismus interessiert – doch das tut er höchstens, weil er seinen Horizont erweitern will und intellektuell genug ist, um das Gute aus einem Glaubenssystem herauszufiltern, das er deshalb noch lange nicht vollständig annimmt. Viele Gothics sind Atheisten oder Deisten, oder sie gehören einem friedlichen, heidnischen Glauben an; tatsächliche Satanisten sind auch in der schwarzen Szene die absolute Minderheit. Und diejenigen, die es sind, würden niemals einem anderen Lebewesen schaden.

Melancholische Künstler

Gothics werden gern als traurige Gestalten gesehen, die sich in Schwarz hüllen, den ganzen Tag nur traurige Gedichte schreiben oder depressive Bilder zeichnen. Die Kunst ist in der Szene durchaus nicht unwichtig, doch sie dient nicht dem Zweck, der Welt mitzuteilen, wenn es einem Anhänger einmal schlecht geht. Vielmehr sieht er sie als sein eigenes Ventil an, das er nutzen kann, um im Privaten mit seinen Gefühlen fertig zu werden. Aus einer traurigen Grundstimmung heraus sind bereits Kunstwerke entstanden, die heute alles andere als belächelt werden: Man denke beispielsweise an die Gedichte des Römers Ovid oder an Die Leiden des jungen Werther – diese Werke wären ohne Trauer niemals entstanden. Gothics kennen in ihrer Kunst zudem weitaus mehr Themen als nur die Trauer; sie setzen sich gerne auch mit der Liebe oder anderen einschneidenden Lebenserfahrungen auseinander. Und damit wollen sie noch nicht einmal Aufmerksamkeit erregen, sie gehen oft sehr bescheiden mit gelungenen Kunstwerken aller Art um. Kunst bedeutet vorrangig die eigene Verarbeitung.

Psychische Probleme sind allgegenwärtig

Der Gothic wird gerne mit psychischen Problemen in Verbindung gebracht. Das Klischee mag mit Teenagern zusammenhängen, die einige Probleme im Leben und im Erwachsenwerden haben und sich zur gleichen Zeit zur Gothic-Szene bekennen. Viele Personen mit schlimmen Erfahrungen im Leben wenden sich ebenfalls an die schwarze Szene, um dort Trost zu finden und ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Allerdings hat nicht jeder Gothic automatisch auch einen psychologisch relevanten Hintergrund. Manche stoßen zur Gothic-Szene, da sie einfach gerne nachdenken und entdecken, dass sie sich lieber schwarz kleiden, anstatt wie jeder andere auszusehen. Außerdem haben auch sehr viele „normale“ Menschen psychische Probleme, gehen aber vielleicht nicht offen genug damit um. Anstatt sich zu ihnen zu bekennen und sich helfen zu lassen, verstecken sie sie lieber – fraglich, welche Strategie die bessere Idee ist.

Goths und ihre sexuellen Vorlieben

Gerne bringt man Gothics auch mit alternativen sexuellen Vorlieben und Praktiken in Verbindung. Besonders häufig vermutet man sie in der BDSM-Szene, wo sie sich gegenseitig Schmerzen zufügen und häufig wechselnde Partner haben, anstatt kennen zu lernen, wie viel Liebe man sich in einer stabilen Beziehung geben kann. Es gibt solche und solche Gothics, und nicht alle finden tatsächlich Gefallen an BDSM-Praktiken. Viele Fetische aus diesem Bereich fallen mit der schwarzen Szene zusammen, doch wer einen solchen Fetisch hat, ist nicht gleich Gothic – und wer Gothic ist, muss nicht zwangsläufig auch Fetischist sein. Eine Verbindung dieser beiden Welten wird eher zufällig sein und keinen schematischen Hintergrund in der gesamten Gothic-Szene haben. Viele Gothics wünschen sich eine stabile, intakte Beziehung, für die sie ihr altes Party- und Abenteurerleben auch durchaus aufgeben würden. Sie haben auch darüber viel nachgedacht und wissen, wie wichtig es ist, jemanden im Leben zu haben, der immer da ist.

Das Thema Selbstmord in der schwarzen Szene

Gothics werden nicht nur ständig mit psychischen Problemen in Verbindung gebracht, sondern auch mit dem Thema Suizid. In düsteren Gedichten und anderen Kunstwerken findet man gelegentlich Andeutungen, die in eine solche Richtung tendieren. Man sollte dabei aber nicht den folgenden Grundsatz aus der Psychologie vergessen: Wer darüber redet, tut es meist nicht, es handelt sich lediglich um einen Schrei nach Hilfe und Aufmerksamkeit. Sehr viel mehr will ein Gothic auch gar nicht erreichen, wenn er den Selbstmord thematisiert. Es kann genauso gut sein, dass er mit den Überlegungen lediglich seinen Horizont erweitern will und nicht totschweigen möchte, dass er solche Gedanken hat – viele andere Menschen würden niemals so offen darüber reden, auch wenn es ihnen vielleicht gut täte. Ein abschließender Blick in die Medien zeigt zudem, dass Gothics in der Statistik der Suizide und Versuche eher die Minderheit bilden.

Die schwarze Modeszene online vertreten

Gothic ist nicht nur so eine Modeerscheinung – Gothic ist eine Lebenseinstellung!
Natürlich möchten sich die Damen aus der Gothic-Szene auch durch ihre Kleidung vom Rest der Welt abheben.
Jeder soll sehen können, welchen Stil man hat.

Ein toller Online Shop, der für Frauen und Männer Kleidung und Accessoires aus der Gothic-Szene anbietet, ist EMP.
Im Bereich Kleidung können die Frauen hier alles mögliche bestellen. Es gibt Mäntel, Hosen, Röcke, Kleider, Tops, T-Shirts und Korsagen. Aber auch Schuhe, Ketten, Ohrringe, Anhänger, Uhren, Armbänder, Gürtel und Taschen kann man über diesen Online Shop günstig erwerben.

Die Marken, die bei EMP angeboten werden, sind in der Githic-Szene allen ein Begriff. Beispielsweise findet man Marken bzw. Künstler wie Alchemy Gothic, Spiral, Queen Of Darkness, Poizen Industries und Alcatraz. Die Größen erstrecken sich von XS bis XXL. Für jeden wird also etwas dabei sein.

Der Online Shop ist sehr übersichtlich aufgebaut, so dass man sehr schnell das findet, was man sucht.
Links kann man die Kategorien eingrenzen und erhält gleich einen Überblick über das breite Angebot von EMP.
Von allen angebotenen Artikeln ist ein Bild zu sehen. Ausserdem erhält man eine Beschreibung und den Preis sofort zur Ansicht.

Wenn man seine Auswahl getroffen hat, kann man sich bei diesem Online Shop anmelden. Zur Registrierung gibt man seine persönlichen Daten an und kann danach sofort online bestellen. Wenn man sich neu angemeldet hat, muss man nach der Bestellung die Ware sofort bezahlen. Dafür gibt es die Möglichkeit der Überweisung, per Kreditkarte oder per Nachname.

Ist man schon langjähriger Kunde, hat man auch die Möglichkeit, seine bestellte Ware per Rechnung nach Erhalt zu bezahlen.
Sobald das Geld beim Anbieter eingegangen ist, wird die Ware verpackt und bequem zum Kunden nach Hause verschickt. eistens geht das sehr schnell, so dass man innerhalb weniger Tage seine bestellten Sachen zu Hause hat. Wenn etwas nicht lieferbar ist, bekommt man sofort Bescheid.

Man kann aber auch seine bestellte Ware per Telefon bestellen. Der Vorteil bei telefonischer Bestellung ist, dass die Kundenberater sofort sagen können, ob das herausgesuchte Teil in der jeweiligen Größe lieferbar ist oder nicht. Ausserdem geht der ganze Bestell- und Liefervorgang viel schneller vonstatten.

Falls doch einmal etwas nicht passen oder gefallen sollte, kann man es kostenlos zurückschicken und erhält sein Geld ohne Probleme zurück.

Ist man einmal Kunde bei EMP, erhält man automatisch alle 3 Monate den neuen Katalog zugeschickt, aus dem man sofort seine Auswahl treffen kann.

Gothic Modelabels

Wie fast alle anderen Musikrichtungen beschränkt sich auch der Gothic Rock nicht nur auf die Musik an sich, sondern wird durch ein umfassendes Spektrum erweitert. Ein nicht nur bei den Gothics oft diskutiertes und sehr beliebtes Thema ist in dieser Hinsicht die Mode, die ebenfalls in sehr viele Richtungen, Motive und Anbieter unterteilt werden kann.

Spiral

Spiral Gothic ist eine der vielen Marken, die spezifische Angebote auf den Markt stellen. Die zur Verfügung gestellten Kleidungsstücke sind dabei relativ normal und können von fast allen Altersklassen getragen werden. Denn Spiral Gothic bietet nicht nur normale T-Shirts, Hoodies, Jacken, Kapuzenjacken oder Shorts für Mann und Frau an, sondern auch Babystrampler.

Diese Kleidungsstücke bieten verschiedene Motive, die unterschiedliche Stimmungen ausdrücken können. Meistens handelt es sich bei diesen Motiven um Tiere, Totenköpfe oder fantasievolle Geschöpfe wie Drachen, die auf einem schwarzen Hintergrund präsentiert werden, um leichter ins Auge zu fallen.

Queen of Darkness

Bei Queen of Darkness handelt es sich um eine sehr populäre Richtung in der Mode des Gothic, was nicht nur, aber vor allem auf die vielen außergewöhnlichen, auffallenden und düsteren Gestaltungen und Motive zurückzuführen ist. Aber auch die Accessoires sind hier sehr beliebt. Queen of Darkness wird nur für Frauen und Männer angeboten. Dabei werden die Kleidungsstücke stets sehr aufwändig und auffällig gestaltet. Bekommt man bei Spiral noch relativ normale Kleidungsstücke angeboten, die man auch problemlos in seiner Freizeit tragen kann, werden bei Queen of Darkness alle möglichen Vorlieben der Gothics berücksichtigt. Schwarze Kleider, enge Jacken, kurze Hosen mit Ketten und Nieten und sogar Unterwäsche sind dabei nur einige der vertretenen Vorstellungen.

Alchemy England

Dieser komplexe Modestil ist, was Kleidungsstücke angeht, am ehesten noch mit Spiral vergleichbar, ist aber vor allem durch seine vielen und auffälligen Accessoires und seinen Schmuck bekannt. Hier werden neben den normalen Accessoires auch viele spezielle Utensilien und sogar komplette Einrichtungsgegenstände geboten. Neben normalen Armbändern, Ketten und Nieten gibt es hier Kelche, Kartenspiele, Uhren, besondere Anhänger, schmuckvolle Verzierungen, Haarschmuck, Tagebücher, Feuerzeuge und sogar Totenköpfe und Särge zu erwerben.

Alcatraz

Der Modestil Alcatraz orientiert sich, wie man bereits gut am Namen erkennen kann, stark an dem gleichnamigen Gefängnis. Wie bei Queen of Darkness werden auch hier wieder spezielle Kleidungsstücke angeboten, die allerdings sehr eng und kurz geschnitten sind. Außerdem gibt es hier auch Kleidungsstücke zu erwerben, die sich an Uniformen von Gefängnisinsassen und Aufsehern orientieren und teilweise durch Schnallen geprägt werden.

Burleska

Dieser Modestil ist Alchemy England sehr ähnlich, achtet aber auf eine breitere Auswahl an Farben und Gestaltung. Diese Gestaltung lehnt sich dabei oft an das Showbusiness an und bietet zur normalen Bekleidung passende Hüte und Utensilien. Dieser Modestil wird oft für passende Karnevalskostüme ausgewählt, da er dem Stil einer Verkleidung sehr stark entspricht.

Vixxsin

Vixxsin ist eine Art Zusammenfassung der bisher vorgestellten Modestile. Auf der einen Seite gibt es normale Hemden, Jacken, T-Shirts und Pullover, die des Öfteren in zwei unterschiedlichen Farben gehalten sind, die einen starken Kontrast (hell – dunkel oder warm – kalt) zueinander entwickeln. Die Motive, die auf diesen Kleidungsstücken zu finden sind, entsprechen oft der Lebenseinstellung, der Interessen und den Klischees der Gothics. So handeln sie meist von Tod, Schmerz. oder unglücklicher Liebe.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch hier wieder sehr außergewöhnliche Kleidungsstücke, die nicht selten in eine Art Verkleidung und Kostüm verfallen. Dazu gibt es natürlich auch passende Accessoires, die ebenfalls durch ihren starken farblichen Kontrast gekennzeichnet sind.

Inamagura

Dieser Modestil beschränkt sich ausschließlich auf Schuhe, die sich vor allem durch ihre auffällige Färbung und ihr außergewöhnliches Design auszeichnen. Die meisten Paare sind komplett in schwarz oder rot gehalten, allerdings kommt es des Öfteren auch vor, dass sich diese beiden Farben vermischen oder ineinander übergehen. Ähnlich wie bei Vixxsin wird auch bei Inamagura auf einen Kontrast zwischen den Farben (schwarz und weiß oder schwarz und hellrot) geachtet.

13 Cats

Der Name bezieht sich auf eine gleichnamige Band, die man dem Stil Rockabilly zuordnen kann. Wie man am Namen erkennen kann, beschränkt sich dieser Modestil auf Katzen. T-Shirts werden mit verschiedenen Motiven einer echten oder gezeichneten Katze ausgestattet, Jacken und Mäntel durch Pelz und Fell ergänzt, sodass man sich stark zu einer Katze verbunden fühlt. Diese Sachen sind meist in einem schlichten Schwarz gehalten.

Poizen Industries

Bei Poizen Industries handelt es sich einmal mehr um einen sehr großen und komplexen Modestil, der ebenfalls als Zusammenfassung vieler anderer Richtungen der Mode des Gothic angesehen werden kann. Allerdings wird bei Poizen Industries im Gegensatz zu vielen anderen Richtungen und Anbietern vor allem auf eine Vielfalt an Farben geachtet. Die meisten Kleidungsstücke sind auch hier schwarz und rot, allerdings gibt es auch viele bunte, pinke, blaue oder weiße Bekleidungen zu erwerben. Die Palette an Angeboten ist dabei auch hier wieder sehr hoch, so gibt es beispielsweise schlichte Mäntel, Jacken, Netzhemden, Anzüge, Trenchcoats, Hoodies, Unterwäsche, enge Hosen, enge Kleider und einige Mützen und ein paar Accessoires, die hier allerdings deutlich weniger Beachtung finden als bei anderen Richtungen.

Tripp

Bei Tripp handelt es sich um einen sehr auffälligen Modestil, was daran liegt, dass hier viele Kleidungsstücke angeboten werden, die den gesamten Körper bedecken. So gibt es hier viele Jacken und Mäntel, die entweder so lang sind, dass sie bis unter die Knie reichen, oder die eine direkte Verbindung zur Hose haben. Bei den Hosen liegt bei Tripp übrigens auch das Hauptaugenmerk. Meistens sind sie schwarz und mit einigen Nieten oder Ketten ausgestattet. Außerdem kommt es des Öfteren vor, dass sie mit zunehmender Länge breiter werden, also das Gegenteil einer normalen Hose sind. Das sorgt für einen enormen Erkennungswert.

KuroNeko

KuroNeko ist, wie man bereits am Namen erkennen kann, die Bezeichnung für eine japanische Moderichtung, die sich folglich stark an dem sogenannten Anime-Stil orientiert und diesen teilweise sehr klischee- und karikaturhaft nachbildet. Das liegt daran, dass KuroNeko der Name eines japanischen Horrorfilms ist, der eigentlich mit realen Darstellern gedreht, aber nachträglich in die Gestaltung und den Sinn der Animeserien übertragen wurde. KuroNeko heißt übersetzt „schwarze Katze“. Im Modestil überträgt sich diese Bezeichnung dadurch, dass die Kleidung, die der einer Zofe gleicht, der Kleidung einer Frau entspricht.

EMP – Kult von Kopf bis Fuß

EMP wurde 1986 von Felix Lethmate in Norddeutschland gegründet und ist heute der Klassiker unter den Rock, Metal und Gothic Shops. EMP ist der größte Versandhändler für den Szenenfanbedarf in Deutschland. Darüber hinaus gibt es in Frankreich, Italien, den Niederlanden und Schweden weitere Ableger vom EMP. Auch der Schritt über den Ärmelkanal war kein Hindernis. Die Britten freut es. Das EMP Magazin kennt in der Szene jeder.

EMP – Kultshop für Gothic mit Stilgefühl

Alleine die farbliche Gestaltung lässt die Herzen eingefleischter Gothics höherschlagen. Das Schwarz der Seite hat eine blutrot bis bordauxrote Menüführung. Und, was ist besser als Schwarz auf Weiß? Schwarze Klamotten auf weißem Grund natürlich. Deshalb findet das schwarze Herz hier alles, schwarz auf weiß, was es begehrt. Kleider, Röcke, Korsagen, Mäntel oder Hosen; was darf es sein? EMP bietet die düstersten und perfektesten Kombinationen, seit es Gothicmode gibt. Vergiss die ewigen Suchen in Normalo-Läden. Hier findest du, die Frau mit Stil, was du suchst. Bekannt wurde EMP durch das gigantische Angebot originaler Bandware, aber wir lieben es für sein Gesamtwerk. Diese Mode lässt das schwarze Herz vor Freude weinen. Schwarz in Schwarz ist immer elegant; und hat Stil. Wer Geschmack hat, kommt an dieser Garderobe nicht vorbei.

Goticbekleidung – Das Sortiment

Die Herstellerliste ist liest sich wie das Who-is-Who der Gothicmode-Künstler. Von A, wie Alcatraz, bis W, wie White Cross finden Sie hier alles, was dem Kleiderschrank fehlt! Hier findest du die absoluten Highlights für die Party, für Zuhause, für den Besuch bei Freunden oder einfach für deinen Alltag. Stehen spießige Familientreffen ins Haus? Spielt der Chef bei Rüschenkleidern verrückt? Kein Problem. Mit den schlichten, schwarzen Basics findest du auch für diese Anlässe das passende Schwarze.

Die Stilrichtungen

Du bist ein Klassiker, ein Gothic der Premiumklasse? Du verzweifelst bei dem Kleiderangebot deines Einzelhandels nebenan? Alles ist Jacke wie Hose und viel zu grell? Bei EMP ist nichts Jacke wie Hose. Die Verzweiflung hat endlich ein Ende, denn EMP weis, was gut ist. Fee der Nacht, deine edle Blässe wird von der formgebenden Korsage und den leichtfallenden aufwendigen Kleidern gerahmt, in denen du die schwarze Fee des nächtlichen Nebels bist. Mit feinen Spitzenstoffen und filigranen Netzstrümpfen kommt deine porzellanfarbene Haut bestens zur Geltung. Das alles können die Kleider von EMP für dich tun. Mit diesen Schnürungen und Spitzen bist du ganz du selbst, kein Massenprodukt, sondern ein Unikat deiner eigenen Lebenskunst. Du bist ein Gothic mit Leib und Seele, schreite mit Stolz, du hast es dir verdient. Unter Schmuck findest du alles Geschmeide, das du dir träumen kannst, um dein Outfit zu perfektionieren. Ob du ein Halsband, Ohrringe, ein Diadem, Armreifen oder Haarschmuck suchst, der Alchemy Gothic Schmuck lässt keine Wünsche offen.

Du magst es deftiger? Du willst deine starken Seiten betonen? Die die EMP Black Premium Kollektion wird dich begeistern! Nieten und Schlaufen wurden hier mit modernen Schnitten kombiniert, bei denen sogar der Hauch von Farbe seine Wirkung voll entfaltet, ohne dabei kitschig zu werden. Natürlich findest du hier auch Hosen und Shirts im Industrielstyle und Army-Tarnstyle. Schnürungen, Nieten, Schlaufen, Schnallen und geniale Schnitte machen den Undergroundlook perfekt. Diesen Look kannst du mit 10-Loch-Boots oder 14-Loch-Boots kombinieren, das passt immer und gibt einen sicheren Auftritt. Wenn du Boots suchst die alles mitmachen, dann sind die Brandit Boots mit ihrer verschraubten Sohle, ein heißer Tipp.

Die Comic-Design Linie ist eine Augenweide für farbenfrohe und schwarze Liebhaber des abgründigen Humors. Vorsicht, die Tops und T-Shirts dieser Kollektion zaubern euch ein Lächeln auf das Gesicht, ein fieses Lächeln. Skeletthände greifen gekonnt von hinten nach vorn und halten den Busen im Griff, ein Hase beteuert für den Teufel unterwegs zu sein und ein Kaktus lädt zum Kuscheln ein. Ich kann gar nicht genug davon bekommen. Teuflisch fieser, rabenschwarzer Humor ist ein Lebenselixier, dem diese Shirts ohne Probleme gerecht werden.

Du bist ein Fan mit Haut und Haaren und suchst nach einem T-Shirt oder anderen Dingen deiner Lieblingsband? Hier findest du sie alle. Klick dich von Guns’n Roses durch Rammstein, Slipknot und Co. und zeig‘ allen, was wir gefällt. Wenn dir noch CDs oder Videos fehlen, die hat EMP natürlich auch im Programm.

Lieber Backstage als Aussenvor?

Du willst noch mehr? Tritt dem Backstage Club von EMP bei. Für eine einmalige geringe Gebühr sicherst du dir haufenweise Vorteile und Extras! Als kleines Dankeschön voraus bekommst du von EMP eine Schmuckschachtel mit vielen netten Gimmicks. Aber das wichtigste Stück dieser Schachtel ist der Schlüsselanhänger mit deinem persönlichen Zugangscode zum EMP Backstage Bereich, wo du deinen Clubvorteil voll auskosten kannst. Du kannst ein Jahr lang portofrei bestellen, was du willst. Es gibt keine Grenzen, weder ein Mindestumsatz noch ein Maximalgewicht. Außerdem kommst du den Genuss exklusiver Artikel, die Clubmitglieder bestellen können bevor sie im Shop zu kriegen sind. Bestell dein Packet und schon kannst du dir Gratisgeschenke für deine EMP-Treue aussuchen. Das ist aber noch nicht alles: Wenn du möchtest, legt EMP die druckfrische Musik Mag kostenlos dazu. Jetzt bist du bestens versorgt, bekommst die neusten News der Bands, die aktuellen Listen der teilnehmenden Bands des WGT-Leipzig, kannst Freikarten gewinnen und vieles mehr. Das ist der Lesestoff, den du nicht mehr missen willst. Du spielst gerne? Dann hast du im Backstage Club die exklusive Chance an tollen Gewinnspielen von EMP teilzunehmen!

Fazit:

Ich sag es mit klaren Worten. EMP ist eine Instanz der Schwarzen Szene. Alles was du brauchst findest du hier:

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Das Kultlabel mit der Feldermaus – X-tra-X

Die X-tra-X Undergroundfashion nahm ihren Anfang im Jahr 1991. Damals fehlte hinten noch das zweite X. In einem winzigen Ladengeschäft in Ulm waren kleine Kostbarkeiten der Undergroundbewegung endlich käuflich zu erwerben. Was war der Antrieb? Alexandra und Monaco, selbst begeisterte Anhänger der Undergroundbewegung, wollten ihren Undergroundstil, die Musik und die Leidenschaft für das schwarze Lebensgefühl einem breiteren Publikum zugänglich machen. Seit dem ist viel passiert. X-tra-X wurde rasant immer größer und größer. Viele der Kataloge aus dieser Zeit sind heute begehrte Sammlerobjekte. Die Kleider von X-Trax-X wurden und werden in Geschäften, auf dem WGT und online verkauft. Leider hatte der Onlineversand wohl in den 2006ern und 2007ern mit gehäuften Schwierigkeiten in Sachen Kundenservice zu kämpfen. Hier kann getrost Entwarnung gegeben werden, denn seit der Neueröffnung des Onlineshops 2011 ist die Schwarze Welt der Fledermaus auch online wieder in bester Ordnung. Die Kunden jubeln in ihren Kritiken und der Katzenjammer über Lieferengpässe und Serviceprobleme ist verstummt und begraben. Mit über 20 Jahren Erfahrung bietet der Onlineshop von X-tra-X gute Qualität in einem guten Preisleistungsverhältnis. Wer eine riesige Auswahl an schwarzer Szenekleidung sucht, der kann in diesem Onlineshop eine fast unendliche Fülle entdecken.

Von Knallbunt bis Rabenschwarz

Gothic ist nicht gleich Gothic. Die Szene entwickelt sich mit jedem Jahr weiter. Neue Trends werden geboren. Einige überleben, andere sterben. Als Gothic-Punk oder Emo findest du in diesem Shop mit wenigen Klicks deine Lieblingsstücke. Aber auch Industriell, Wave, Rock, klassizistische Gothic, Lack- oder Leder-Fans finden bei X-tra-X allerhand, was das Zeug zum absoluten Outfit besitzt. Die beiden Comicpersönchen auf der Ersten Seite sind kultig. Das führt kein Weg dran vorbei. Kennst du noch die Werbepostkarten und die alten Kataloge von vor 10 Jahren? Richtig, die waren einfach Kult. Wer sie heute noch hat, behütet sie wie seinen Augapfel. Die beiden Comicfiguren auf der Hauptseite des heutigen X-tra-X Shops erinnern mich stark an diese Zeit, aber eins muss ich betonen: X-tra-X hat sich zu einer sehr guten und preislich fairen Adresse für Undergroundbedarf entwickelt. Schwarz oder Bunt ist hier nicht mehr die Frage. Die Frage aller Fragen ist: Wie viel davon? Die Auswahl scheint für jeden alles bereit zu halten. Im Onlinekatalog finden sich leuchtend bunte Kleider und textilgewordene, tiefschwarze Underground-Lebenskultur! Fetischkleidung findest du hier übrigens auch. X-tra-X liefert sinnliche Underground-Szenekleidung aller Art und trumpft dabei mit vielseitiger Auswahl.

Die Sortimentspalette bei X-tra-X

Grobgefasst findest du in diesem Onlineshop Schuhe, Kleidung, Schmuck, Accessoires Dekoartikel, Räucherwerk und wichtige Kosmetik, wie weißes Puder, schwarzen Nagellack, knallige Haarfarben und für das perfekte Vampir-Outfit: Fangzähne. Die Bekleidung, für Frauen oder für Männer, kannst du nach Farben sortiert anzeigen lassen. Wenn du weißt was du ausgeben willst, dann kann der Schieber dir für die Preisspanne sehr gute Dienste beim Sortieren leisten. Für rubensförmige Gothic ist die Suche ebenfalls sehr vereinfacht worden. Mieder, Kleider, Reifröcke, Mäntel und vieles mehr werden vereinzelt bis Größe 5XL angeboten. Bei durchschnittlichen Hüftgold bis 2XL brauchst du keinen Engpass im Kleiderschrank fürchten. XS-Größen gibt es hier natürlich auch. Das Bemerkenswerte am X-tra-X Kleidersortiment ist, dass du auch mit einer Größe außerhalb der Norm keine Stileinbußen erleiden musst. Dank der Marke Bat Attack findest du für jeden Stil und in jeder Größe absolute Traumklamotten. Wem haben wir das zu verdanken? Die Antwort liegt im Namen. Bat Attack ist eine Eigenmarke unserer Lieblingsfledermaus X-tra-X. Der Dank für klasse Szenekleider in jeder Größe gebührt eindeutig dem X-tra-X Team! Die Eigenmarken der Fledermaus können registrierte Wiederverkäufer seit 2005 direkt bei X-tra-X ordern.

Das Bestellwesen in der Feldermauszentrale

Wenn du in Berlin, Ulm oder Karlsruhe wohnst, kannst du direkt in einen der X-tra-X Läden gehen und nach Herzenslust bummeln und anprobieren. Hast du nicht das Glück dieser Nähe, dann kannst du über den Onlineshop alles bestellen, was dir fehlt. Unter der Pre-Order hast du die Möglichkeit, Neuerscheinungen vorbestellen, bevor sie in den offiziellen Verkauf gehen und im Katalog findest du alles andere. Eine Mindestbestellmenge gibt es bei X-tra-X nicht. Der normale Versand innerhalb von Deutschland kostet 5,90 €. Per Nachnahme kostet dich der Versand etwas mehr, da berechnet X-tra-X 8,50 € und der Postbote möchte auch noch mal 2 €. Insgesamt liegst du bei einer Bestellung per Nachname bei 10,50 €. Super ist, dass du 7 verschiedene Wege der Bezahlung zur Wahl hast. PayPal ist hierbei eine der schnellsten und günstigsten Lösungen. Nachlieferungen auf normalem Postweg kosten 4,45 € pro Sendung, wobei bei sämtlichen Sendungen eine Gewichtsgrenze von 2 kg angegeben ist.

Ein Highlight des Onlineshops ist, dass du dir zu jeder Bestellung einen Gratisartikel aussuchen und mitschicken lassen kannst, aber auch da hängen Bedingungen dran. Aufkleber und Poster bekommst du ohne Mindestbestellsumme, solange der Vorrat ausreicht. Bei einer Bestellung von mindestens 25 € kannst du dir einen Schlüsselanhänger mit Bat Attack-Aufdruck, Metallpins oder Patches aussuchen. Für ein The69Eyes Bandana oder die Club-TRAX DVD und CD, Vol. 1, brauchst du jeweils einen Mindestbestellwert von 50 €. Erreichst du einen Bestellwert von 100 €, dann kannst du dir das Magazin Gothic mit einer Gothic Compilation-CD schicken lassen. Der Haken an dem Gratismagazin mit CD ist, dass die Ausgabe laut X-tra-X per Zufall ausgewählt wird. Das ist schade.

X-tra-X im Überblick

  • Übergrößen: kein Problem
  • Versand allgemein: in Ordnung
  • Nachnahmekosten und Gewichtsgrenze: verbesserungsfähig
  • Auswahl: Perfekt!
  • Eigenmarken: innovativ
  • Stil: breit gefächert
  • Tradition: auf gutem Weg
  • Gratisartikel: ein wählbarer Artikel pro Bestellung, abhängig vom Einkaufswert

Fazit:

X-tra-X hat sich in den vergangenen Jahren sehr gemacht und bietet eine breite Auswahl verschiedenster Produkte und Kleider an. Die Versandkostenangaben verwirren nach wie vor, aber die positiven Kritiken der letzten Jahre, und das starke Sortiment für den kräftigeren Gothic, heben die Beliebtheit. Die Fledermaus bleibt unverkennbar. Ich hoffe, auf weiteres Wachstum, noch bessere Qualität, faire Versandangebote und Gratiszugaben die Freude machen.

Voodoomaniacs, die Seele der Schwarzen Szene

Voodoomaniacs erwartet dich. Ein Blick auf die Hauptseite des Shops verrät, du verlässt diese Welt. Willkommen im Schattenreich von Voodoomaniacs! Der Shop ist übersichtlich, aber perfekt in Szene gesetzt. Hier findest du Accessoires für deinen perfekten Steampunk-Look und viktorianische Röcke und Kleider zum Dahinschmelzen! Schon ein Blick auf diese Seite bringt die Sehnsucht zum Schwingen. Voodoomaniacs ist wie das Krächzen der Raben am nächtlichen Himmel. Es ist wie ein Schritt in die Anderswelt. Voodoomaniacs ist die Seele der Schwarzen Szene und eine perfekte Adresse für Gothic mit einem Hang zum viktorianischen Stil.

Eine Auswahl zum Schwelgen und Verlieben

Voodoomaniacs weiß was der schwärmerische Gothic braucht und bietet für Frauen und Männer kleidsames Werk, dass die schwarze Seele zum Jubeln bringt. Als Mann findest du hier zahlreiche Bondagehosen von Dead Threads, die dir mit ihren Designs, Riemen, Zippern und Ketten den Atem rauben. Ein kurzer Blick auf den Preis und der Wunsch steht fest: Das muss ich haben! Als Frau mit viktorianischen Stilbewusstsein bist du im Voodoomaniacs-Shop ebenfalls in deinem Element. Hier findest du romantisches Schwarz aus Reifröcken, Spitze, Satin und Brokatstoffen. Wenn du dir diesen Shop anschaust hol‘ vorher Luft, denn er wird dir den Atem verschlagen.

Die Produktauswahl des Vodomaniacs:

  • breite Auswahl im Alchemy-Schmucksortiment
  • ausgewählte, geschmackvolle Gothic-Kleidung für Frauen
  • stilechte, coole Gothic-Bekleidung für Männer
  • riesige Auswahl passender Accessoires, aus Gothic und Steampunk
  • Kosmetik und Kontaktlinsen
  • stilechter Gothic-Silberschmuck und Zinnschmuck
  • schwarze Kerzen, Räucherwerk, Dekorationen und Bücher

Die Philosophie von Voodoomaniacs

Bei Voodoomaniacs wird bewusst auf Printkataloge verzichtet und gibt diese Ersparnis an dich weiter. Auf die Qualität der Produkte legen Sie besonderen Wert, und das sieht man! Trotzdem sind die Preise für diese hohen Ansprüche moderat. Eine Bondaghose bekommst du bei Voodoomaniacs ab 50 €, dafür findest du in Normaloläden keine vergleichbar gute Hose. Bei Kleidern kannst du mit 30 € aufwärts rechnen. Wenn du ein majestätisches viktorianisches Kleid suchst, rechne mit rund 100 €. Voodoomaniacs ist günstiger, als die Qualität es vermuten lässt. Dieser Preisvorteil kommt durch die Spezialisierung auf den Onlinehandel zustande. Sie bieten keine Läden, vermeiden kostspielige Messeauftritte und drucken keine Kataloge. Bei Voodoomaniacs läuft einfach alles online. Damit auch alles passt, solltest du dir die Größentabelle anschauen.

Zukünftig soll es ein Abhollager geben, aber eben nur als Abhol-Lager. Wenn du dir dein Paket lieber schicken lassen willst, dann werden dich die Konditionen von Voodoomaniacs freuen. Fair, fair und noch mal fair! Völlig egal, wie viel du dir aussuchst und wie schwer dein DHL-Paket wird, du zahlst 5,90 € Versandpauschale. Die Pakete werden täglich rausgeschickt. Dabei erhältst du direkt eine E-Mail, wo du deinen Versandcode zum Verfolgen deines Pakets findest. So weißt du immer, wo deine ersehnten Kleider gerade sind. Das nenne ich transparent. Es gibt einige gemeine Kritiken über die Freundlichkeit des Serviceteams im Netz. Ok, wie man in den Wald ruft, so kommt es heraus. Zu den Kritiken im Netz solltest du eins beherzigen: Egal, wo du in Deutschland einkaufst, schmeiß die Verpackung erst weg, wenn du das was du hast behalten willst. Das ist eben so. Abgesehen davon findest du diese stilvolle Auswahl nicht an jeder Ecke.

Du betrittst einen Palast, der gewürdigt werden möchte, und die Würdigung für das ausgesuchte Sortiment hat sich Voodoomaniacs mehr als verdient. Die fairen Preise und die gute Verarbeitung der Kleider sind ein dickes Lob wert und zeigen die Verbundenheit Voodoomaniacs zu Schwarzen Szene deutlich. Wir sind alle Freigeister, abseits der gesellschaftlichen Norm und weit abseits des Mainstreams. Voodoomaniacs ist ein Spezialist, der Freigeistern perfekte Gewänder, in guter Verarbeitung, zu fairen Preisen liefern kann. Unter jedem Artikel findest du die aktuellen Lieferzeiten. Wenn du beispielsweise an einem Hell Bunny Rock interessiert bist, kann der je nach Modell innerhalb von wenigen Tagen versandfertig sein. Bei einem victorianischen Prachtexemplar von Rock kann die Lieferzeit auch schon mal rund 4 Wochen dauern. Wenn du Fragen hast oder dir etwas unter den Nägeln brennt, kannst du direkt bei Voodoomaniacs Darkside Distribution anrufen. Du bist der Darklord deiner Welt oder die schwarze Königin der Nacht? Präsentiere dich. Wie wäre es mit einem Foto? Voodoomaniacs sucht Modelle für seinen Shop. Wenn du mitmachen willst, kannst du dich ganz einfach bewerben. Mit etwas Glück bist du dabei und kannst diese fantastischen Kleider hautnah erleben.

Voting und Shopbeschreibungen

Die Artikelbeschreibungen sind detailliert und geben dir einen sehr guten Überblick. Das Material, die Machart und der Schnitt werden genau geklärt. Sollte es eine Modelländerung im Vergleich zum Bild gegeben haben, findest du das auch hier. Zusätzlich findest du in den Vorschaubildern eine Sternchen folge. Dieses unabhängige Voting vorheriger Kunden gibt dir einen Anhaltspunkt zur Qualität. Wenn du es genauer wissen willst, kannst du rechts auf der Homepageseite auf Kundenreviews klicken und findest dort weitere Kommentare, die Kunden zu ihren Einkäufen hinterlassen haben. Darunter findest du einen Link, der dich direkt zum Produkt führt. Voodoomaniacs macht Appetit auf mehr.

Fazit

Voodoomaniacs bietet dir alles, was du für deinen perfekten viktorianischen Stil benötigst. Egal ob du ein Mann oder eine Frau bist, diese Gothic-Bekleidung wurde mit Bedacht, Leidenschaft und Stil ausgesucht und zusammengestellt. Die Szene-Labels dieser Kollektion kommen aus der ganzen Welt und sind sehr gut verarbeitet. Für das Angebot sind die Preise wirklich erschwinglich. Auch sonst schwer zu findende Steampunk Accessoires, wie beispielsweise Uhren, Ringe, Ketten oder Korsetts werden bei Voodoomaniacs angeboten. Freigeister der Undergroundszene finden in diesem Onlineshop für das absolute Schwarze Lebensgefühl.

Queen of Darkness – Die schwarze Fledermaus vor dem Blutmond

Queen of Darkness hat seinen Sitz zwischen Nürnberg und Zwickau, in Plauen, und ist das Produkt einer kleinen Gothic-Schneiderei. Auf Festivals in Europa fielen Sie das erste Mal in den 90ern mit ihren Entwürfen auf. Diese Kollektionen schlugen für Queen of Darkness so gut ein, dass sie 2003 schon weltweit verkauften. Heute stehen wir vor ihrem Onlineshop und staunen ober einer der größten Gothic-Labels. Die oberflächliche Gestaltung des Shops macht einen frischen, individuellen Eindruck und hat eine ganz einfache Menüführung. Verirren kannst du dich auf dieser Seite nicht, dafür ist gesorgt. Frisch und individuell war Queen of Darkness schon immer und ist es bis heute geblieben. Sie haben viel Ruhm, ohne dass er ihnen zu Kopf gestiegen wäre. Ihre Designs sind vielfältig und decken unter anderem die Stile Punk, Rockabilly, Metal und, nicht zu letzt, Gothic ab.

Du bist tough, ein Vollblut-Undergrundwesen? Du willst dich miteinbringen und das engagierte Queen of Darkness Team unterstützen? Dann bewirb dich als Model oder als Mitarbeiter für Festivals. Dabei hast du nicht nur die Chance in der Szene zu arbeiten, sondern lernst das nette Team von Queen of Darkness persönlich kennen. Hier bist du gefragt, weil du bist, wird du bist. Gepierct oder tätowiert, gefärbt oder rasiert, das alles ist deine Persönlichkeit, dein Lebensgefühl, dass du in die Foto oder Teamarbeit miteinbringen kannst. Queen of Darkness sucht keine Förmchen; Queen of Darkness sucht Persönlichkeiten.

Mitten in der Szene aktiv

Das Team von Queen of Darkness ist tief in der Welt des Underground verankert. Es gibt kaum ein Festival, wo du sie nicht antreffen kannst. Alles was hinter der Hand getuschelt wird, ist dass sie nett sind und keine Angst vor dichtem Kundenkontakt haben. Wenn du auf einen von ihnen triffst und dich mit ihm über die Vor- und Nachteile einiger Schnitte unterhältst wirst du feststellen, dass sie zuhören. Wieso hören sie zu? Weil jede Idee, jede Entwicklung, Inspiration ist. Queen of Darkness schaut sich aktuelle Trends genau an und lässt sich immer wieder aufs Neue inspirieren. Aus diesem unerschöpflichen Kessel der Inspiration kreiert Queen of Darkness die neuen Modelle der nächsten Saison. Deine Ideen, die Ideen von Queen of Darkness und die wildfremder Freigeister mit völlig eigenen Stilen fließen hier zusammen und werden zu einem neuen Design, das du nur bei Queen of Darkness bekommst. Der Innovationsgeist dieses Labes fußt im engen Kontakt mit den Festivalbesuchern und Kunden. Wenn du mit der Bahn in Richtung Leipzig kommst, lass dir den Queen of Darkness Store nicht entgehen. Dort kannst du, wie auf den Fastivals, ausgiebig stöbern und dir deine Lieblingsstücke vor Ort aussuchen. Die netten Leute dort helfen dir bei der Suche nach deinem perfekten Schwarzen gerne weiter.

Eine Stil-Lücke gibt es bei Queen of Darkness aber doch: Viktorianische Reifrockkleider findest du dort nicht. Dafür bieten Queen of Darkness dir zahlreiche andere fastivaltaugliche und alltagstaugliche Designs, bei denen sie immer wieder aufs Neue mit innovativen Ideen hervorstechen. Die inspirative Arbeit und Qualität ist dem Team rund um Queen of Darkness besonders wichtig, das kann man an den konsequenten Weiterentwicklungen der Schnitte erkennen. Durch immer neue Designentwürfe für Männer- und Frauen-Szene-Kleidung haben sie sich einen guten Namen gemacht.

Diese Undergroundwear kannst du im Onlineshop von Queen of Darkness bestellen:

Für Frauen:

  • Kleider, lang oder kurz
  • Röcke, lang oder kurz
  • Jacken, Mäntel und Boleros
  • Hosen und Unterwäsche
  • eine Sonderkollektion bis zur Größe 4XL

Für Männer:

  • Jacken, Mäntel und Westen
  • Kilts und Kilttaschen
  • Sweatshirts und T-Shirts
  • Röcke und Hosen

Außerdem findest du passendes Accessoires, Sonderangebote und Neuheiten. Die Stile die Queen of Darkness dir bieten kann, sind überwiegend Rockabilly, Metal und Gothic. Perfekt ist, dass bei jedem Artikel ein Bild mit der Größentabelle hinterlegt ist. Damit kannst du selbst nachmessen welche Größe du bestellen musst, damit es passt. Du kannst dir links über den roten Button die aktuellen Kataloge aufrufen und dich von den neuen Collections inspirieren lassen.

Die Versandregeln:

Wenn das Objekt der Begierde im Warenkorb liegt ist die Bestellung schon fast geschafft. Nachdem du deine Adresse eingegeben hast, kannst du dir deine Zahlungsoption aussuchen. Mit einem PayPal-Konto geht’s mit am schnellsten. Abgesehen davon kannst du mit Visa oder Visa Electron, mit MasterCard oder WorldPay bezahlen. Wer als Kunde einmal registriert ist, kann auf Rechnung bestellen, oder auf Raten kaufen. Die Einzelheiten zum Umtausch, zur Ratenzahlung oder eventuellen Rücksendungen findest du unter den AGBs. Sie sind übersichtlich gehalten, sodass du schnell das Wichtigste überblicken kannst. Für Fragen gibt es ein Kontaktfenster, in dem du eine E-Mail an das Onlineteam Queen of Darkness verschicken kannst. Eine direkte Hotline ist hier nicht aufgeführt, aber, wenn du im Impressum nachschaust, findest du dort die Telefonnummer.

Fazit:

Queen of Darkness ist fair und liefert zügig. Sie pflegen einen engen Kundenkontakt und kommen mit immer neuen Design-Ideen. Ihr könnt sie auf vielen Festivals treffen, sie in Leipzig im Store besuchen oder ganz einfach und praktisch online bestellen. Die Kollektionen des Queen of Darkness-Labels sind nicht nur für Fastivals, sie sind ideale Alltagsbegleiter für den modernen Gothic , Rockabilly oder Metal-Fan von heute. Die Nähe zum Publikum, also uns, die Queen of Darkness bei jeder Gelegenheit sucht, ist selten in der Szene und sicher einer der Gründe für ihren weltweiten Erfolg. Bleibt so, wie ihr seid, Ihr seid spitze!

 

Dark Fashion Shop – Der vielseitige Onlineshop für Gothic- und Mittelalterfans

Der Dark Fashion Shop ist sehr übersichtlich und strukturiert. Dieser Shop hat sich auf den Onlinehandel spezialisiert und hat deswegen keine festen Läden, die besucht werden könnten. Über ein Banner am oberen, rechten Bildrand kannst du Beiträge und Hintergrundwissen über das Mittelalterfinden. Der Shop ist aktuell und wird regelmäßig auf Stand gebracht. Schon die Hauptseite bietet dir einen umfassenden Überblick über das Sortiment von Dark Fashion Shop. In der Kategorie Produktbeispiele, zentral auf dem Bildschirm, kannst du alle verfügbaren Kategorien, mit einem Beispielprodukt, sofort einsehen. Hier winkt dir Dark Fashion Shop schon am Eingang mit einer 10 % Rabatt Aktion. Das gilt nicht für alle Produkte. Ob dein Wunschartikel ebenfalls von dieser Rabattaktion betroffen ist, siehst du direkt an der Preisausschreibung des Artikels.

Wenn du gezielt nach reduzierten Artikeln Ausschau halten möchtest, findest du die unter Lagerverkauf. Ob du Gothic-Kleidung, Baumwollkleider für den Mittelaltermarkt, Lackkleidung die Fetischszene suchst, hier ist alles dabei. Die Reduzierung kann zwischen 15 % und 60 % des Ursprungspreises ausmachen. Da schaut man gerne zwei Mal hin. Leider kannst du im Lagerverkauf keine Sortierung nach Preis oder Reduktion vornehmen, aber immerhin kannst du die Ergebnisse getrennt nach den Kategorien Männer, Frauen, Kinder, Dessous, Schuhe und so weiter anschauen.

Marken und der Überblick

Die übersichtliche Gestaltung und die funktionierenden Vor- und Zurückbuttons lassen dich über die Seiten gleiten, wie eine Fledermaus durch die Nacht. Wenn du schon weißt welche Label dir gefallen dann bist du in der Kategorie Marken und Händler schnell am Ziel deiner Suche. Die Kurzvorschau erscheint mit Bildern direkt auf der Seite selbst. Du kannst aber auch das Menüfenster, dass sich unter Marken und Händler öffnet nehmen, um das gewünschte Label direkt auszuwählen.

Das beliebteste Label, Queen of Darkness, kannst du mit einem Klick aufrufen. Du findest eine so große Auswahl an Männer und Frauenkleidung, dass du dein Lieblingsstück sicher findest. Röcke, oder Hosen, Kilts oder coole Accessoires, da ist für jeden etwas dabei! Weniger ist mehr? Dann wirst du von der Erotik Dessous Kategorie begeistert sein. Chilirose Club and Underwear, Gabriella Strümpfe, Livco Corsetti, Pleaser Shoes and Boots und Orion öffnen Ihre Türe in die Welt der sinnlichen Erotik, des Fetisch und des Underground-Fetisch. Hier findest du Spreizstangensets und Spitzenpants für Ihn, Silikoneinlagen und unsichtbare Klebe-BHs. Für Underwear und Spielzeug ist auf jeden Fall gründlich gesorgt.

Schuhe zum Verlieben

Du bist eine Gothikqueen und hast alles, was du für das nächste Festival brauchst? Bist du sicher? Mit diesen Boots und Highheels wird das perfekte Outfit erst richtig komplett. Mit den 15 bis 18 cm hohen Absätzen der Bordello oder Pleaser High Heels kommt ein schwarzer Engel der Nacht richtig hoch hinaus. Die Pumps, Sandalen und Stiefel von Funtasma schickt dich mit ausgefallenen Formen und Farben direkt ins Märchenland. Für Platouboots und Gothicboots ist Demonia eine gute Wahl. Klick dich durch das riesige Angebot unterschiedlichster Boots, deine neue Eroberung wartet hier sicher auf dich, um dich auf dem nächsten Fastival würdig zu unterstreichen. Mit diesem Schuhwerk hast immer einen stilsichern Auftritt.

Dark Fashion Shop bringt Farbe und Wohlgeruch

Patchouli ist ein Duft, der die Sinne bewegt. Dark Fashion Shop bietet dir, in der Kategorie Beauty und Style, sinnliche Kompositionen dieser edlen Essenz als aufregende Parfums. Wenn du auch Patchouli liebst, aber unsicher bist, ob dir diese Mischungen gefallen, kannst du sie in kleineren 10 ml Fläschchen ausprobieren. Hast du einen Duft der Sinne gefunden, dann kannst du sie in der größeren 25 ml Flasche bestellen. Für fantastische Farben sorgt dein Dark Fashion Shop auch. Hier hast du die Wahl unter über 20 verschiedenen, kräftigen Directions Haarfarben. Die Anwendungsbeschreibungen zur Farbe sind einfach und klar formuliert. So kannst du deine Haare nach Herzenslust in jeder Farbe erstrahlen lassen.

Versandpauschalen und Bezahlung bei Dark Fashion Shop

Angebotene Zahlarten:

  • Vorkasse
  • Kreditkarte
  • Paypal
  • Nachnahme

Versandkosten:

  • Vorkasse, Kreditkarte oder PayPal: 5,66 €
  • Nachnahme: 11 € Aufpreis plus 2 € für den Postboten

Kritische Töne aus der Szene

Im Internet tummeln sich viele Erfahrungsberichte, die alle den Versand und den Umtausch von Dark Fashion Shop Artikeln bemängeln. Die AGBs auf der Homepage sind eindeutig und klar formuliert, wenn diese Kritiken stimmen, scheint gerade die Vorkasse nicht empfehlens wert zu sein. Das Netz ist voll mit Dingen und es ist schneller kritisiert als gelobt,… Wenn Dark Fashion Shop seine Kritiken lesen, und ich bin sicher, dass sie es tun, dann bin ich guter Dinge, dass sie das in den Griff bekommen. Nur ein guter Kundenservice und ein guter Ruf sichern schließlich das Überleben eines Onlineshops, wie Dark Fashion Shop.

Fazit:

Dark Fashion Shop ist ein vielseitiger Onlineshop, in dem du alles finden kannst, was du brauchst. Die Mittelalterkleider und die Gotic-Bekleidung stimmen im Preis-Leistungs-Verhältnis und die Versandkosten sind fair. Die Basis ist perfekt für den Dark Fashion Shop. Wir hoffen, dass Lieferengpässe sowie der überforderte Kundenservice bald optimiert werden kann, denn Dark Fashion Shop hat Potenzial.

Gothicmöbel und Gothiceinrichtung

Die Gothic-Szene trägt Elemente einer stillvoll orientierten Subkultur. Die Anhänger der Szene gelten als elitär, unnahbar, wirklichkeitsfremd, aber auch als frielich. Die modische Vielfalt einer retrospektiven Kultur wie der Gothic-Scene ist enorm. Die durchschnittliche Bevölkerung genießt von Seite der Gothic-Kulrur oft wenig Anerkennung. Viele Mitglieder der Gothic-Scene bezeichnen die Norm oft als konservativ, intolerant, konsumorientiert, und darüber von der „sozialen Bewährtheit“ beeinflusst. Aufgrund der Tatsache, dass die Gothic-Scene die herrschende Meinung der Weltauffassung nicht teilt, resultiert aus deren Ablehnung eine Distanzierung zur Gesellschaft. Die Distanzierung zur Gesellschaft prägt einen demonstrativen Character. Bisher kam es unter den Angehörigen dieser Subkultur zu keiner einheitlichen Lebenseinstellung, die in der Gemeinschaft gleichermaßen geteilt wird. Die „Goths“ haben demnach keine einheitliche Wertauffassung. Genau das unterscheidet die Scene von gewöhnlichen Subkulturen, die oft eine Lebenseinstellung in der Gemeinschaft teilen.

In Folge des ausgeprägten Idealismus der Subszene entsteht eine Vielfalt an Gedankengut. Die „Goths“ lehnen es grundsätzlich ab die Meinungen anderer zu übernehmen und bilden sich im Laufe ihres Daseins eine persönliche Lebenseinstellung.

Die Friedfertigkeit der Szene wird nicht selten als auffälliges Merkmal wahrgenommen. Die friedliche Grundeinstellung resultiert überwiegend auf eine passive, selbstbezogene und teils resignative Einstellung. Politische Ziele werden von der Gothic-Kultur jedoch nicht angestrebt. Im Endeffekt verfolgt die Szene weder Ziele noch einer kollektiven Ideologie.

Äußere Erscheinung

Ein primäres Erkennungszeichen der Gothic-Szene stellt das Styling dar. Viele Angehörige der Szene setzen ihr Styling teilweise auch als ein Mittel zum Zwecke der Abgrenzung ein. Die Farbe „Schwarz“ erfährt die den Goths ganz besondere Wertschätzung, da sie dem Ausdruck der innerlichen Gedanken- und Gefühlswelt dient. Die Farbe steht im Wesentlichen für Nachdenklichkeit und Ernsthaftigkeit und darüber hinaus fungiert die Farbe Schwarz auch als Ausdruck der Hoffnungslosigkeit und Leere, Tod und Trauer, als auch Melancholie. Hierbei handelt es sich um Ausdrucksformen , die mit der Lebenseinstellung der Goths durchaus vereinbar sind. Als Akzentuierung verwendet die Szene oft Violett, Blau oder Bordeaux-Rot. Die Anhänger der Szene lehnen sich in Teilen da die Punkszene und verwenden wie in der Punkszene typische Kleidungsstücke, wie Netzhemden oder Strumpfhosen. Die Kleidungsstücke sind dabei oft nicht mehr in einem heilen Zustand, was aber bewusst von den Goths beabsichtigt ist. Die typischen Punkfrisuren sind in der Gothic-Szene ebenfalls Erkennungszeichen.

Musik in der Szene

In den meisten Fällen sind die Musikkollektionen der Gothic-Kultur sehr beschränkt. Oftmals werden mit Hilfe von Magnetbandkassetten Ausschnitte aus dem Radio aufgenommen , die dann in zunehmend schlechter Qualität wiedergegeben werden. Die Sendung Paroctikum war für die Szene durchaus prägend. Die Sendung wurde in den Achtzigern vom Radiosender DT64 ausgestrahlt. Alleine durch den Sender erlangten viele Bands im östlichen Teil Deutschlands kurzerhand zunehmend an Bekanntheit. Es lässt sich zudem durchaus behaupten, dass der Musikgeschmack der Szene im Wesentlichen nicht der Norm entspricht und die Goths ihre Musik ebenfalls als Abgrenzungsmedium und Protestmittel benutzen.

Wohnraumnutzung

Anders als eventuell erwartet, spielt die der Wohnraum als persönlicher Rückzugsort eine bedeutende Rolle. Die eigene Wohnung, die einen autonomen Bereich persönlicher Lebensgestaltung ermöglicht, wird im Wesentlichen so gestaltet, dass die Anhänger der Szene sich wohl fühlen und frische Kraft für eine weitere mögliche Protestaktion sammeln können. Zur Zeiten der 1980er war es nicht ungewöhnlich wenn die Zimmerdecken mit gefärbten Tüchern oder Stoffen geschmückt wurden. Rosenkränze, Plastikrosen, Kreuze oder auch Grabschärpen galten damals als Dekoration. Wie zu erwarten war, wurden die Möbel dezent schwarz gehalten und die Zimmer wurden mit Gegenständen, wie man sie sonst nur auf dem Friedhof kennt, dekoriert. Dazu gehören Totenschädel, Grableuchten oder Kerzenleuchter. Als es dann in 90er Jahre ging, gab es einen Umschwung, da die klischeehaften Elemente der Wohnraumgestaltung ihren Reiz in der Szene verloren und sich die Szene im mehr aus dem Status als Jugendkultur herauslöste. Die Wohnraumgestaltung lies nun mehr Farben zu und die Zimmer ähnelten oft Stil des Viktorianischen Zeitalters oder wurden einfach dezent im Jugendzimmerstil gehalten. Die „Bactave-Kultur“ hat jedoch Gestaltungsformen der Achtziger aufrecht erhalten und spielen auf ironische Weise auf die alte Einrichtungskultur mit Spinnennetzen oder zerrissenen Textilien an.

Freizeitgestaltung / Lifestyle

Eine breit angelegte internationale Studie über die typischen Verhaltensweisen in der Gothic-Kultur kam zu den Entschluss, dass sich rund 95 Prozent der Szeneangehörigen mit Musik beschäftigen. Das spricht wiederum für eine äußerst durch Musik geprägte Subkultur. Darüber hinaus verbringen fast 80% der Studienteilnehmer ihre freie Zeit mit am PC, mit Lesen oder besuchen Freunde. Erstaunlich ist, dass rund 60% der Befragten gerne feiern oder ins Kino gehen. Lyrik und Poesie wird von 48% als angenehme Freizeitgestaltung empfunden. Insbesondere die weiblichen Goths zeigen ein hohes Interesse an Fotographie oder an der Kunst. Es wird sich zumeist bildnerischen Gestalten gewidmet. Im Vergleich zur deutschen Studie wies die international angelegte Studie mehr Einzelgänger auf.

Gothic Wohn-und Lebensstil

Die Gothicszene oder auch schwarze Szene wird oft als Subkultur bezeichnet. Sie steht für Individualität, Emotionen und die Abgrenzung von der breiten Masse. Durch ihre düstere und ungewöhnliche Erscheinung (dunkle Kleidung, makaber geschminkte Gesichter, Verwendung mystischer Symbole) werden Gothics sehr oft mit der zwielichtigen Gruppe der Satanisten verwechselt. Die allermeisten Gothics distanzieren sich jedoch deutlich vom Satanismus und drücken ein völlig anderes Lebensgefühl aus. Die meisten Gothics entscheiden sich im jungen Alter der Gothicszene beizutreten. Sie entwickeln eine Vorliebe für altertümliche Musik, Bücher und den typischen morbiden Kleidungsstil. Eine Gothics sind sehr christlich eingestellt andere wiederum bezeichnen sich als Heiden, das heißt sie fühlen sich keiner Religion zugehörig. Viele glauben auch an alte Götter. Den Bezug zur Epoche der Romantik findet man, wenn man sich die Geschichte der Subkultur ansieht. So trug diese in ihrer Anfangszeit den Namen „new Romantic“. Ein weiter Ausdruck aus dem gotischen Alltag macht es noch deutlicher, der Begriff „Schwarzromantik“, der so ziemlich alles, was mit der Kunstkultur der Gothicwelt zu tun hat, umfasst. Gothics haben auch einen Hang zu archaischer Architektur. Alte Schlösser, Kirchen und Friedhöfe sind Orte die sie besonders faszinieren und anziehen. Meist versuchen sie populäre und gut besuchte Plätze zu meiden und in Gesprächen zeigen sie sich freundlich aber distanziert und reserviert.

Gothics tragen hauptsächlich Schwarz, dies steht für eine kontinuierliche Melancholie , die aus verschiedenen Gründen resuliert sein könnte. Aus Enttäuschungen, Depressionen, oder Konfrontationen mit dem Tod. Es gibt aber auch Gothics, die sich so kleiden um ein Zeichen gegen die Gesellschaft und den Modekult der Masse zu setzen. Einerseits leben und trachten die Gothics nach einer längst vergangenen Existenzform. Dies drücken Sie durch ihren Lebens- und Kleidungsstil aus. Dazu kommt, dass viele Gothics sich einfach gern selbst in Szene setzen und gern durch ihr Aussehen herausstechen. Sie wissen, dass ihr Aussehen und Auftreten für Aufsehen sorgen, und nutzen diesen Effekt aus. Andererseits legen sie viel Wert auf Ästethik und Individualität, was äußerst modern und massenkompatibel ist. Obwohl es seit einigen Jahren immer mehr von ihnen gibt, fallen Gothics in der Öffentlichkeit kaum noch auf.

Gothics sind ständig auf der Suche nach der eigenen Existenz. Meist zurückgezogen in den eigenen vier Wänden, verfassen Sie tiefsinnige und nachdenkliche Gedichte, hören melancholische Musik oder drücken ihre Gefühle und Gedanken in selbsgemalten Bilder aus. Auch das Treffen und Diskutieren mit gleichgesinnten Freunden kommt bei Gothics nicht zu kurz. Einmal im Jahr findet in Leipzig, das berühmte „Wave Gotik Treffen“ statt. Es ist mittlerweile das weltweit größte Festival der Szene geworden und lockt jedes mal tausende Anhänger der schwarzen Szene nach Leipzig. Shows von Feuer- und Licht, Führungen über Leipzigs schönste Friedhöfe, gruselige Lesungen, düstere Filme und freizügige Fetisch-Partys, Kirchenkonzerte, Mittelaltermärkte und „Szenemessen“ – das Programm könnte nicht breiter und vielfältiger sein.

Gothics bevorzugen nicht zwangsläufig einen „schwarzen“ Wohnstil. Man kann jedoch sagen, das die meisten Gothics, Elemente der Szene in Gestaltung und Dekoration der Wohnung einfließen lassen. Beliebte Möbelteile erinnern oft an Möbel aus der Renaissance und dem Barock. zum Beispiel: Thronstühle, prunkvolle Spiegel oder Betten mit eingearbeiteten Ornamenten. Meist sind die Möbel in schwarz gehalten, können aber auch in anderen Farben sein, je nach Geschmack. Oft steht in Wohnungen von Anhängern dieser Szene auch ein Sarg, welcher als Bett genutzt werden kann. Dies zeigt die Nähe der Gothics zur Thematik des Todes. Deren intensive Beschäftigung mit dem Sinn des Lebens führt unweigerlich zur Frage nach dem Ursprung und dem Ende allen Seins. Auch die Wände sind oft schwarz gestrichen um das Gefühl der Trauer und Abgeschiedenheit tagtäglich zu erfahren und zu fühlen. Bei der Dekoration werden meist Gegenstände aus Fantasie und Mystik genutzt, zum Beispiel: Drachen, Totenköpfe, Pentagramme, schwarze Engel usw. Die meisten Gothics orientieren sich bei der Wohnungseinrichtung nach einem Retro-und Vintagestyle.

Sehr beliebt sind Gegenstände mit auffälligen Ornamenten und Verzierungen. Auch Kerzenhalter sind meist in Gothichaushalten zu finden. Diese drücken ebenfalls den Hang zum Mittelater und alten Traditionen aus. Meist zieren Bilder von düsteren Gestalten oder auch vampirgleichen Frauen die Wände, wie zum Beispiel Bilder von der berühmten spanischen Künstlerin Voctoria Frances. Auch in der Gothic-Szene bekannt ist der spanische Künstler Luis Royo, der Vertreter der „Heroic Fantasy art“ ist. Zu seinen Hauptthemen gehören Frauen und eine düstere Endzeit. Gothics haben auch ihren eigenen Musikstil.Besonders dieser ist ein wesentlicher Faktor der Individualität und zugleich Abgrenzung nach außen und Gemeinsamkeit nach innen. Dunkle und schaurige Gitarren- oder Keyboardklänge, meist auch Dark-Metal und Mittelaltermusik, sorgen für Klangerlebnisse, die zu der gefühlten Lebenslage oder Emotionalität passen. Mittlerweile gibt es auch Onlineshops, die ausschließlich Möbel, Musik, Bücher, Kleidung und Dekoration im Gothicstil verkaufen und damit den Gothics die Möglichkeit geben ihren individuellen Wohn-und Lebenswünschen nachgehen zu können.

Gothic Corsagen und Korsetts

Zum Anfang der 80er Jahre festigte sich die Gothic-Szene, welche von der Punk-Szene abstammt. Typische Kleidungsmerkmale sind überwiegend schwarze Farben so wie Röcke, Corsagen und Korsetts. Rot und Violett sind annehmbare Vertreter, weiß hingegen wird fast komplett verschmäht.

Von der weiblichen Seite her sind vor allem die Corsagen sehr beliebt und gehören zu der Grundausstattung eines jeden weiblichen Gothics. Jedoch handelt es sich hierbei um keine neue Kleiderkreation, im Gegenteil wurden bereits im 16 Jahrhundert Korsetts getragen. Damals galt der Mieder jedoch noch als Unterwäsche, heute wird er viel mehr alleine und sichtbar als T-Shirt Ersatz getragen. Besonderheit an ihm ist, dass er sich optimal den Körperformen insbesondere der Brust anpasst und meist am Rücken zum schnüren ist. Die Bändel bestehen meist aus Leder oder dickem Stoff. Diese besondere Betonung der Reize lässt die Frau noch attraktiver wirken. Mittlerweile gibt es viele Modelle die einen Reißverschluss besitzen oder kleine Häkchen, denn das zusammenbinden am Rücken dauert oftmals sehr lange und ist ohne fremde Hilfe kaum zu bewältigen.

Durch die eingearbeitet Stäbe, welche meist aus Kunststoff bestehen wird eben diese Anpassung ermöglicht. Korsetts und Corsagen gibt es meist als Trägerlose Modelle, wobei es mittlerweile auch einige Varianten mit solchen gibt.

Der Unterschied zwischen einem Korsett und einer Corsage ist recht einfach. Das Korsett verfügt über die eingenähten Stäbe. Die Corsage hingegen weißt keine auf und ist trägerlos, viele empfinden das diese Miederart bequemer zu tragen ist wie ein Korsett. Besonderheit bei einer Corsage ist, dass diese manches Mal mit einem zusammen passenden Rock bereits verbunden wurde.

Die Schnittformen sind sehr variabel, doch meist besitzen alle ein S-förmiges Grundmodell. Oftmals enden die Corsagen direkt über dem Bauch, doch Ausführungen wo länger sind und auch die Hüfte überdecken sind keine Seltenheit mehr.
Die Stoffe, aus denen sie geschneidert werden sind meist Seide, Lack, Leder, Satin oder Samt.

Dir Farbgebung ist überwiegend schwarz doch oft besitzen die Corsagen schöne Ornamente in dunklen Rottönen. Sehr beliebt bei dieser Kleidung sind spitzen und Rüschchen aber auch dekorative Schnüre und Schnallen die das Gesamtbild abrunden.

Da Korsetts und Corsagen oft etwas empfindlich sind ist es ratsam diese Kleidungsstücke nicht in der Waschmaschine zu waschen, sondern lieber von Hand. Vor allem bei den Schnüren, welche nicht immer ab gehen sondern mit dem Stoff vernäht sind, könnte es in der Maschine passieren dass sie abreißen.

Bekommen kann man diese Oberteile in vielen Gothic Geschäften, welche es meist in Großstädten zu finden gibt oder auch online. Da Korsetts jedoch mittlerweile immer mehr zum Modetrend werden, können sie auch oftmals in ganz normalen Modegeschäften zu bekommen sein und das auch noch in den typischen Farben schwarz und rot.

Des weiteren gehören dunkle Kleider zu der Grundausstattung eines jeden Gothics. Egal ob Röcke, Jacken oder Schuhe die Hauptsache ist, dass es sich hierbei um dunkle Kleidung handelt. Beliebt sind vor allem viele Zusätze wie Schnüre, Stachelarmbänder und Sicherheitsnadeln.

Gothicstiefel und Gothicschuhe

Natürlich gehören auch die passenden Schuhe zum Outfit der Gothics. Sehr beliebt sind die sogenannten Pikes. Ausgezeichnet werden sie durch ihre spitz zulaufende Vorderseite. Egal ob für die Frau oder den Mann, Pikes werden für beide Geschlechter angeboten. Vom Material her bestehen sie meist aus schwarzem Leder wie Wild- oder Lackleder. Silberne Schnallen und Ketten sind bei den Pikes keine Seltenheit.

Vor allem in den 80er Jahren waren diese Schuhe ein ,,Must Have,, in dieser Szene. Doch mit der Zeit kamen weitere Modelle hinzu.

So sind auch die Boots mittlerweile sehr beliebte Ausführungen. Vor allem mit dem hohen Plateau Absatz sind sie bei den Damen heiß begehrt. Die Modelle sind sehr unterschiedlich, egal ob normale Halbschuhe oder Stiefel, bekommen kann man sie in vielen erdenklichen Variationen. Von der Form her sind die Schuhe eher klobig und abgerundet. Vor allem aber bei dem Stiefel gibt es viele Arten, die mit Schleifen, Schnallen und kleinen Anhängern versehen sind, welche speziell auf diese Szene abgestimmt sind. Ob die Schuhe nun zum schnüren, einfach hinein schlüpfen oder mit Reißverschlüssen sind, ist nicht so wichtig hier kommt es ganz auf die persönlichen Vorlieben des Trägers an.

Bekommen kann man diese Schuhe in speziellen Geschäften aber auch in ganz normalen Läden. Wichtig in erster Linie ist nur, dass es sich um schwarze Materialfarbe handeln sollte. Viele ziehen es auch vor, ihre Schuhe selber anzupassen und kaufen sich daher einfache Ballerinas, Halbschuhe oder auch Turnschuhe. Mit Nieten lässt sich im Nu vieles verändern und Szenentreu gemacht werden. Aber auch Sicherheitsnadeln mit Ketten werden gerne zusätzlich an den Schuhen angebracht.

Der neuste Modetrend bei den Gothics sind zurzeit Flip Flops, welche hervorragend zu der restlichen Kleidung abgestimmt sind. Überwiegen im Internet bei diversen Online Händlern sind solche Schuhe preisgünstig zu bekommen. Besonderheit an ihnen ist, das sie nicht all zu flach wie die herkömmlichen Flip Flops sind, sondern wie die Boots eine sehr dicke Sohle haben.

Bein den Männern sind vor allem die Ranger sehr beliebt. Vom Aussehen her erinnern sie eher an Militärschuhe. Von ihrer Eigenschaft her sind sie tatsächlich sehr robust und wärmend zugleich. Anders wie bei den Frauenschuhen verfügen sie über wenige Zusätze wie Nieten oder Schnallen sondern sind eher schlicht gehalten.

Zusammengefasst kann also gesagt werden: bei den Schuhen kommt es letztendlich nur auf die Farbe an, welche schwarz sein sollte. Bevorzugt werden Lack- und Ledermaterialien und eventuelle Verzierungen durch silberne Reißverschlüsse und Schnallen.

Gothicshirts

Die Gothic Mode erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Der Stil ist gekennzeichnet durch mittelalterliche Kleidung im viktorianischen und mittelalterlichen Stil.

Gerade für die Männer gibt es an Gothicshirts eine enorme Auswahl. Allseits beliebt sind T-Shirts mit Netz, welche Einblicke auf den Oberköper liefern. Aber auch Bondagenshirts haben eine treue Fangemeinde. Versehen mit vielen Schnüren werden diese Kleidungsstücke zu was ganz besonderem. Bei diesen Modellen sollte beim Waschen aufgepasst werden. Lassen sich die Bändel nicht abnehmen, so ist es ratsamer diese Teile lieber von Hand zu waschen.

Natürlich gibt es hier auch viele Modelle die aus Leder und Lack bestehen welche ebenfalls begeisterte Träger finden.
Immer im Trend sind einfache schwarze Shirts mit Motiven. Vor allem beliebt ist der Sensenmann, welcher in verschiedenen Darstellungen auf den Oberteilen zu finden ist. Sehr hoch im Kurs liegen anatomische Einblicke wie auf das Herz oder die Rippen.

Drachen und Vampire gehören in dieser Szene einfach dazu, daher ist es auch nicht verwunderlich das viele Kleidungsstücke über solche Abbildungen verfügen.

Bei den Damen sind vor allem Tops im Corsagenstyle sehr beliebt. Aber auch schlichte ganz in schwarz gehaltene Oberteile welche mit silbernen Schnallen und Nieten versehen sind, finden hohen Anhang. Ähnlich wie bei den Corsagen sind auch hier Spitzen und Rüschen keine Seltenheit. Dunkelrote Ornamente oder keltische Zeichen machen ein einfaches Shirt aus.

Schon etwas ausgefallener sind Oberteile mit abnehmbaren Netzstulpen. Auch bei den Frauen gilt, dass Reißverschlüsse, Sicherheitsnadeln und Bändel dazugehören.

Sehr in Mode sind zur Zeit Tops mit breiten Trägern und schrägem Bauchabschluss. Von den aufgedruckten Motiven sind vor allem wilde Drachen, keltische Kreuze und gefallene Engel sehr beliebt.

Wie bei den Männern auch, sind Netzshirts sehr beliebt welche vom Muster her wie Spinnenweben aussehen.

Tüll und Rüschchenärmel sind besondere Merkmale wenn es um Gothicshirts geht. Diese besitzen meist noch dekorative Schnüre welche entweder ebenfalls in schwarz, rot oder violett sind. Bei manchen Shirts lassen sich die Ketten auch individuell anbringen so dass das Shirt immer ein bisschen anders ausschaut.

Auch für die Kinder gibt es mittlerweile passende Shirts. Diese sind jedoch eher schlicht gehalten und besitzen meist keine angenähten Assessors. Von den Motiven jedoch sind sie ganz wie bei den Erwachsenen mit Totenköpfen, Drachen, Vampiren usw. versehen.

Zu Kaufen gibt es die Gothicshirts in vielen Szenengeschäften, welche meist in Großstädten zu finden sind. Einfacher jedoch fällt die Suche über das Internet aus. Die Auswahl an verschiedenen Anbietern ist enorm und jeder wird sein passendes Kleidungsstück finden.

Gothicschmuck

Der Gothicschmuck ist sehr auffällig und besteht meist aus Silber. Die Symbole, welche es oft als Anhänger gibt stammen überwiegend aus dem keltischen, religiösen, esoterischen oder okkulten Bereich.

Auf einer romantischen Ebene wird vielen Zeichen nachgesagt, dass sie über magische Kräfte besitzen.

Vor allem die Alchemie (Naturphilosophie) spielt deswegen bei den einzelnen Schmuckstücken eine wichtige und entscheidende Rolle.

Bei den Ohrringen sind vor allem Kreuze sehr beliebt, aber auch Drachen und Elfen findet man häufig als Ohrschmuck eines Gothics. Etwas ausgefallener und auch für die Männerwelt geeignet sind Ohrstecker, die für geweitete Ohrlöcher passen, diese sind hauptsächlich in schwarzen Farben gehalten. Etwas ausgefallen und dennoch keine Seltenheit sind Verbindungsketten zwischen den Ohrringen am ober- und Unterohr oder dem Nasenpercing.

Halsketten und Colliers gehören zu dem meist verbreiteten Schmuckarten in der Gothicszene. Umgedrehte Kreuze, welche entweder ganz schlicht oder aufwendig gemacht wurden sind wohl die gängigsten Anhänger wenn es um die Halskette geht. Pentagramme und keltische Symbole gehören ebenfalls dazu.

Die Colliers sind oftmals sehr auffallend und mit roten Bändern verziert.

Anders wie bei der restlichen Kleidung fällt der Schmuck viel farbenfroher aus. So sitzen zb. Elfen auf blauen Kugeln oder Tribals sind mit grünen Steinen verziert. Einfache Seidenbänder in dunkelrot oder schwarz, welche eng um den Hals gebunden werden sind vor allem bei den Frauen sehr beliebt.

Als Armbändern werden sehr gerne Nietenschnallen getragen oder Lederbänder. Aber auch der Silberschmuck ist hier vertreten. Ketten aus Totenköpfen oder Stacheln sind momentan sehr beliebt. Aber auch die bekannten Bettelarmbänder mit passenden Anhängern wie Fledermäusen oder Grabsteinen bekommen einer immer größer werdenden Fangemeinde in der Gothicszene.

Selbst wenn es um die Ringe geht bekommt man so allerlei Ausgefallenes in dieser Szene. Drachenklauen, Totenhand oder Särge sind Motive die sehr oft gesehen werden. Jedoch schaffte man auch den ganz eigenen Style mit den Fingerspitzenringe. Diese werden gerne als Wirbelsäule bezeichnet, da die meisten eine Knochenähnliche Form haben. Aber auch Tierkrallen sind mittlerweile beliebte Ringe für die Fingerspitze.

Für die Frauen gibt es zudem noch sogenannte Tiaras. Diese Schmuckart sieht aus wie eine Kette nur wird diese nicht am Hals angebracht sondern an der Stirn. Je nach Ausführung kann sie sogar mit in die Haare verarbeitet werden.
Viele verwenden auch Sicherheitsnadeln als Schmuckstücke. Diese werden entweder als Ohrringe getragen oder zu Ketten zusammengereiht.

Vorteilhaft speziell beim Gothic Schmuck ist, dass er fast nur aus dem Material Silber zu bekommen ist. Billige Varianten wie es beim Modeschmuck üblicherweise gibt, fallen hier fast gänzlich weg. Vor allem für Allergiker die negativ auf Nickel reagieren ist der Gothicschmuck daher sehr gut geeignet.

Gothicfiguren

Wenn es um Dekofiguren geht, dann sind vor allem Drachen in der Gothicszene sehr beliebt. Besonders als Aschenbecher, Spiegel oder Schmuckhalter kommen sie nicht nur dekorativ sondern vor allem auch praktisch zum Einsatz. Wie bei der Kleidung auch ist schwarz die bevorzugte Farbe. Bunte Figuren wie sie es oft zu kaufen gibt finden eher selten Liebhaber.

Von der gefeierten Künstler Anne Stokes, die unzählige Gothic Motive als Poster an den Markt gebracht hat, gibt es mittlerweile viele ihrer Darstellungen als Figuren zu kaufen.

Artverwandt zu den Drachen gibt es auch die Gargolys. Bekannt wurden die Wasserspeier durch diverse Horrorfilme, doch im eigentlichen Sinne gelten sie als Schutzgeister und sind gerade deshalb in dieser Szene sehr beliebt. Egal ob zum Stellen oder aufhängen, die Gargoyls gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Selbst speziell für den Außenbereich kann man gerade diese Figuren bekommen.

Kelche und Kerzenhalter gehören ebenfalls zur Dekoration. Diese werden meist durch Drachen und Elfen schön verziert.

Wer nicht nur nach dekorative Gothicfiguren, sondern vielmehr auch einen praktischen Nutzen haben möchte, der wird nicht enttäuscht werden.

So gibt es beispielsweiße auch Brunnen ganz im Gothicstil. Egal ob mit Nebler oder Farbveränderung, die einzelnen Varianten sind sehr unterschiedlich.

Unumgänglich für die Szene sind auch Duftöle und Räucherstäbchen. Passend hierfür gibt es diverse Figuren wie beispielsweiße Skelette die eine Duftschale halten oder Drachen mit Halterung für Räucherstäbchen.

Auch Elfen sind als Dekofiguren sehr beliebt. Jedoch handelt es sich hierbei nicht um die bunt schillernden und freundlichen kleinen Wesen, sondern vielmehr um düster gehaltene Fabelwesen die auf ihre ganz persönliche Art gefährlich und dennoch anziehend aussehen.

Anders wie bei den Drachen werden diese in Farbe bevorzugt, wobei die Färbungen jedoch eher dunkel gehalten sind. Oft sind jedoch die Flügel aus knalligen Farben, passender weiße für die Szene in rot.

Natürlich sind auch die Totenköpfe nicht zu vergessen, mit ausgestatteten Spielereien wie Bewegungsmelder und schaurigem lachen werden diese eine echter Higucker in jeder Wohnung sein.

Für ganz Ausgefallene sind mittlerweile auch Gothicfiguren im Weihnachtslook zu bekommen. So gibt es beispielsweiße keltische Christbaumkugeln mit Drachen.

Für die Wände gibt es nochmals ganz spezielle Dekofiguren. Vor allem Teufelsköpfe die sich aus den Wänden heraus zu drücken scheinen sind gern gesehene Schmuckstücke.

Nicht nur das die Figuren eine Augenweide sind und oft auch einen praktischen Nutzen haben, über längere Zeit können sie zu wahren Sammlerstücken werden und das Dreifache einbringen was man für sie ausgegeben hat. Vor allem die Handarbeit macht sie zu etwas ganz besonderem.

Gothicbücher

Gerade durch die Literatur konnte die sich die Gothic-Szene einen Namen machen. Fachkundige bezeichnen die Grusel-und Horrorbücher als Novel, wobei der bekannteste Ausdruck für diese Bücher ,,Schauerromane,, lautet.

Gerade im 18. Jahrhundert festigte sich die Gothic Novel. Je nach Handlung werden die Werke auch gerne der romantischen Literatur zugeordnet.

Die Themen um die es in den Büchern geht beziehen sich hauptsächlich auf düstere, unheimliche, brutale und melancholische Ereignisse. Vor allem aber dürfen in den Werken Vampire, Geister, Dämonen, Scheintode und Zombies nicht fehlen.

Die Handlungen spielen sich Hauptsächlich in alten Schlössern und Burgen, Wäldern sowie an verlassenen Orten ab.
Vor allem die emotionsgeladenen Handlungen ziehen so viele Leser in den Bann. Egal ob es um Wut, Trauer, Schrecken oder Liebe geht, die Gefühle werden stets sehr klar und mitreisend herüber gebracht.

Sehr beliebt sind jedoch auch Fachbücher über Parapsychologie, Esoterik, Zauberei, Tod, Erotik, Vampire, Unnatürliches, Werwölfe und Okkultismus.

Vor allem fachgerichtete Bücher über Rituale finden sehr großen Anhang. In ihnen geht es Hauptsächlich um: Zaubertränke in Sachen Liebe, Bannkreise gegen unerwünschte Personen, Flüche mit denen man anderen Schaden kann.

Selbst die berühmten Märchenschreiber Grimm brachten, wenn auch eher unfreiwillig ein Märchen heraus, welches hervorragend in der Gothicszene ankommt. Es handelt sich um „Schneewittchen“.

In dieser Geschichte ist alles enthalten was Gothics so fasziniert: ein hellhäutiges Mädchen mit schwarzen Haaren, eine böse Hexe, der Wald, ein Sarg, Rache und auch der Tod.

Die Klassiker wie „Frankenstein“ und „Dracula“ sind allseits bekannt.

Zu den beliebtesten Schriftstellern in der Schauerromantik gehört Stephen King und Howard Phillips Lovecraft. Sein bekanntestes Werk ist unumstritten das Necronomicon, in welchem er den Cthulhu-Mythos festigt und neues von den ,,Großen Alten,, an die Lesen bringt.

In der Heutigen Zeit finden vor allem Vampire eine große Fangemeinde. Egal ob es sich um gute oder böse handelt, die Faszination rund um das Blut fesselt viele Gothics eben an diese Bücher.

Bemerkenswert ist, dass gerade bei dem Meisterwerk ,,Frankestein,, von Mary Shelly ein Angehöriger der dunklen Seite als erstes die Kernbotschaft dieser Geschichte verstanden hat.

Die Erzählung dreht sich um den Wissenschaftler Victor Frankenstein, der es geschafft hat einen künstlichen Menschen zu erzeugen.

Sehr beliebt auch wenn es nicht allzu ernst genommen wird ist das Buch: Goth Chic.

Es liefert alle wichtigen und vor allem interessanten Informationen rund um die Szene. Insiderinformationen geben Aufschlüsse über die richtige Kleidung, Musik, Restaurants usw. Auch werden diverse Vorurteile über die politischen und gesellschaftlichen Einstellungen diskutiert und aufgeklärt. Erhältlich ist dieses Werk in Bücherhandlungen und im Internet.

Jedoch muss sich in der Gothic Literatur nicht immer alles um düstere und vor allem erfundene Geschehnisse handeln. Schwarzer Humor gehört noch dazu so wie die Aktuellen Weltgeschehnisse an denen die Gothics reges Interesse hegen. Sehr beliebt ist daher das Buch: Ab nach unten von Ray French. In seinem Werk lässt sich der Protagonist lebendig begraben umso zu verhindern dass sein Arbeitsplatz verlegt wird.

Gothicfilme

Wie in der Literatur auch geht es hier hauptsächlich um den Gruseleffekt sowie die Romantik. Die Geschichten besitzen oft eine düsteren Hintergrund und weißen dementsprechende Merkmale auf. Spezialisieren tun sich die Gothicfilme auf Schreckmomente und das Übernatürliche.

Der wohl bedeutendste Film bei diesen Genren ist,, The Crow,,
In der tragischen Liebesgeschichte geht es um ein Paar, welches durch den gewaltsamen Tod auseinander gerissen wurde. Mit Hilfe einer Krähe kehrt der Hauptdarsteller von der Unterwelt zurück und rächt seine Freundin. Vor allem die Darstellung der düsteren Erscheinungsbilder macht den Film so beliebt. Bemerkenswert ist, dass der Film bei beiden Geschlechtern anhang findet.

Bei der Allgemeinheit eher unbekannt und in der Gothicszene ein absoluter Insider ist: Hangman’s Curse – Der Fluch des Henkers. Durch seine Mitschüler gehänselt und dem tragischen Tod seines einzigen Freundes verabschiedet sich Abel Frye von der irdischen Welt.

Viele Jahre später scheint sein Geist an seiner ehemaligen Schule umzugehen den immer mehr Schüler haben das Problem von einer übernatürlichen Macht befallen zu sein. Zunächst glaubt niemand an einen Geist und die Verdächtigungen gehen gegen die Gothics an der Schule, welche sich zudem intensiv mit dem Leben von Abel befassen, da sie die gleiche Ablehnung zu spüren bekommen wie er.

Wenn es um das Übernatürliche geht, geraten viele Gothics ins Schwärmen. Die Faszination von dem Unerklärlichen hält viele in Bann. So ist es auch nicht verwunderlich das der bekannte Film: The Blair Witch Project immer wieder gerne gesehen wird. Vor allem die Belegung, dass dieser Dokumentar ähnliche Film auf einer wahren Begebenheit zu ruhen scheint, schafft es dass dieser Gothicfilm ganz oben auf der Ranking Liste steht.

Die Handlungen sind sehr einfach gestrickt, im Jahr 1994 machen sich drei Filmstudenten in den Wald von Maryland auf um dort eine Dokumentation über die hiesigen Legenden zu drehen. Vor allem die Geschichte über die Hexe Blair hat es ihnen angetan. Doch es kommt alles anders und die Studenten verschwinden für immer zunächst spurlos. Jahre später stößt man durch Zufall auf das gedrehte Filmmaterial auf dem ihre letzten Tage festgehalten sind.

Natürlich dürfen in guten Gothicfilmen auch nicht die Dämonen fehlen. Insbesondere Voddo und Exorzismus finden große Anhängerscharen. Allem voran ist der Film: Der Letzte Exorzismus. Der Teufelsaustreiber Cotton Marcus will vor der laufenden Kamera den letzten Exorzismus durchführen und belegen das es sich bei dieser Praktik viel mehr um Betrug handelt. Doch er scheint die Rechnung nicht ohne den Teufel selbst gemacht zu haben, denn das Mädchen welches er zu heilen versucht zeigt ernste Anzeichen von wahrer Besessenheit.

Zu bekommen sind solche Filme überall wo es DVDs zu kaufen gibt. Auch über das Internet bietet sich ab und an die Möglichkeit an Filme dieser Art kostenlos anzushenen.

Gothicmusik

In der Gothicszene wird schon lange gegen gewisse Vorurteile in der Gesellschaft angekämpft und wie könnte man den Unmut besser unter die Leute bringen als wie mit Musik!

Die Gothic-Musik ist sehr melancholisch, düster, manchmal morbide und maches mal sogar sehr heiter. Viele deutsche Pop und Rockmusiker haben sich auf diese Richtung spezialisiert. In den 70er Jahren gehörte vor allem der Darkwave zu den meist gehörten Unterkategorien dieser Musikrichtung. Vor allem auch die keltische Musik, insbesondere der Folk hat es vielen Gothics angetan. Mittlerweile wird auch viel zusammen kombiniert so dass mittelalterliche Lieder oftmals mit Dudelsack und Folk vorgetragen werden. Die Liedtexte haben oft einen tiefsinnigen Hintergrund, wenn sie auch mehr oder weniger als verschlüsselte Botschaft herübergebracht werden.

Ganz anders wie bei den meisten Musikrichtungen gibt es wenige Bekannte Vertreter der Gothic Musik. Zum einen liegt es daran, das in dieser Szene keine Castingshows abgehalten werden und zum anderen an der von Vorurteilen Bespicken Meinung dieser Musik gegenüber. Doch ausnahmen bestimmen die Regel. So schaffte es beispielsweiße die Gruppe Him nach ganz oben sowie Blutengel: Ihre Lieder sind zum größten Teil englischsprachig und die stimmen oftmals elektronisch verzerrt. Ihr Stil schwankt zwischen Elektro und Dance, wobei viele Parte durch Klavierballaden begleitet werden.

Zu einen der beliebtesten Bands gehört Subway to Sally. Mittlerweile produzieren sie fast nur noch deutschsprachige Texte wobei erwähnt werden sollte, dass sie durchaus auch lateinische und gälische Lieder an den Markt bringen. Vor allem der heitere Stil ist bei vielen so beliebt den die Band an den Tag legt. Die Musik von Eisbrecher ist moderner und zusammen mit elektronischem Rock. Vor allem die direkten Texte, welche emotionsgeladen sind, ziehen viele in den Bann.

Auch werden gerne Lieder von Gregorian gehört. Mit ihrem einzigartigen Stil findet diese Band nicht nur Anhänger in der Gothic- Szene. Ihre Lieder bestehen aus Pop- und Rockmusik und der Gesangsstil gleicht dem Gregorianischen Choral.

Auch die bekannte Gruppe Rammstein lässt sich dem Gothic zuordnen. Ihr Stil ist schwer zu beschreiben, viele ordnen ihre Lieder sowie ihr Auftreten der Neuen Deutschen Härte zu.

Die Lieder sind eher morbide und von kontroversen Inhalten geprägt. Vor allem durch ihre imposanten wenn auch oft mal anstößigen Bühnenauftritte wurde diese Band bekannt.

Des Weiteren sehr beliebt ist die Musikrichtung: Gothic Indusrtial. Hierbei handelt es sich um eine Verknüpfung von Gothic Rock mit seinen düsteren klängen und dem Industrial welcher vor allem durch elektronische Note geprägt ist.
Interessant und erwähnenswert hierbei ist, dass die Sprache beziehungsweise die Texte eher eine Nebenrolle spielen, vielmehr ist es die Melodie selber auf die hier besonderen Wert gelegt wird. Es sind meist keine und dann nur kurze Textpassagen dabei, die entweder deutsch, englisch oder lateinisch sind.

An die Musik selbst zu kommen ist nicht schwer. Bekannte Bands wie beispielsweiße Nightwisch oder Subway to Sally vermarkten ihre CDs in vielen gängigen Geschäften. Über das Internet kann man sich zudem von allen Bands die Lieder herunter ziehen.

Konzerte finden zudem in Regelmäßigen Abständen statt. Das größte und bekannteste Gothic-Festival ist das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig.

Gothicmöbel/-einrichtung

Da wie bei den meisten Menschen auch die Wohnung der geeignete Rückzugsort ist, richten gerade Gothics ihren Lebensbereich gerne individuell ein. Vor allem in den 80er Jahren waren schwarze Wände sowie künstliche Spinnennetze und eher Halloweendekoration in Mode. Mittlerweile jedoch findet man selten eine komplett in schwarz eingerichtet Wohnung. Vielmehr sind diverse Einrichtungsgegenstände wie Rosenkränze, Kerzenhalter und antike Trinkgläser sehr beliebt. Vor allem der viktorianische Stil hat es einigen angetan.

Heut zu Tage ist es nicht einmal mehr schwer die Wohnung gothicgerecht einzurichten. Es fängt schon bei der Bettwäsche an, welche es fast überall zu bekommen gibt. Oftmals reichen schon dunkle Bezüge und Laken um eine klischeehaftes Umfeld schaffen zu können. Helle Bettwäsche lässt sich zudem noch ganz leicht mit Batik Farbe einfärben.

Jedoch sind auch gerne Bettbezüge mit Motive in Nutzung. Vor allem von der Künstlerin Victoria Frances, ihre Motive sind sehr düster und besitzen dennoch eine ganz persönliche Note von dunkler Romantik.

Etwas ausgefallener wird es wenn Särge mit ins Spiel kommen. Diese können beispielsweiße als Tische oder Sitzgelegenheiten genutzt werden. Diese Art der Einrichtung zu bekommen ist jedoch schon etwas schwerer. Tatsächlich gibt es einige, die bei Bestattungsinstituten sich welche kaufen und zu Hause individuell umgestalten. Spaßeshalber stellen sich manche diese ,,Kisten,, sogar ins Schlafzimmer damit sie Besucher weiß machen können, dass sie darin nächtigen was natürlich nur ein Scherz ist.

Beliebter sind jedoch Einrichtungsgegenstände aus dem Internet. Hier gibt es beispielsweise Kleiderschränke oder CD- Ständer die ganz wie Särge aussehen und oft mit Drachen oder Kreuzen verziert sind.

Antike und dunkle Möbel sind durchaus keine Seltenheit, genauso wie dekorative Waffen. Egal ob Säbel, Degen oder Schwerter in vielen Gothic Wohnungen sind sie vertreten.

Hoch im Kurs stehen momentan diverse Tische. Diese können ganz unterschiedlich ausfallen, am beliebtesten sind jedoch zu Zeit welche mit Drachen oder große Totenschädel als Sitzgelegenheit.

Allem Voran steht immer noch der Thron besser gesagt ein Stuhl der viel mehr an einen dunklen Herrscher erinnert und durch seine imposante Erscheinung Gästen manches Mal ein Lächeln abverlangt.

Selbst im Badezimmer lässt sich so einiges machen, dass die Einrichtung ganz der persönliche Stil angepasst ist. Schwarzes Toilettenpapier ist hier eher zur Selbstverständlichkeit geworden.
Sehr beliebt wenn es um die Wände geht sind Poster und oft selbstgemalte Zeichnungen. Aber auch lateinische Sprichwörter und keltische Symbole sind an den Wänden häufig zu finden.

Jedoch kann man bei dem Mobiliar auch tricksen. Viele Möbel sind ganz normal wie man sie überall bekommen kann, jedoch werden mit schwarzem oder rotem Samt überzogen, so schafft man ganz schnell eine individuelle Atmosphäre.
Bei der Einrichtung kommt es ganz auf den Geschmack jedes einzelnen an. Der eine mag es lieber schlicht mit dunkel gehaltenen Möbeln, der andere etwas ausgefallener wie etwa mit vielen Dekorationen.

Gothic Rock und Gothicbands

Gothic Rock, manchmal auch nur Gothic genannt, beschreibt eine Musikrichtung, die sich Ende der 1970er Jahre etabliert hat. Der Begriff Gothic Rock zur Bezeichnung des Genres entwickelte sich erst 10 Jahre später, als der Autor Mick Mercer sein Buch „Gothic Rock Black Book“ veröffentliche, das sich mit der Gothic Kultur beschäftigt. Ab diesem Zeitpunkt fand die Bezeichnung weltweit Verwendung. Die Texte des Gothic Rock thematisieren häufig Fragen der Philosophie oder Gesellschaft, oder greifen schlicht auf frühere Literatur zurück. Die Musikrichtung weist Ähnlichkeiten zu Genres wie Death Rock oder Gothic Metal auf und eine deutliche Abgrenzung ist bei vielen Bands kaum möglich. Vielmehr ist es so, dass einige Bands Gothic Rock Songs produzierten, sich aber im Laufe ihrer Karriere nicht nur auf diese Richtung festlegten.

Besonderheiten des Gothic Rock

Der Stil ging damals besonders aus dem Psychedelic Rock und dem Punk Rock hervor und entwickelte sich aus den Alben von Bands wie Joy Division, The Sisters Of Mercy oder auch Bauhaus. Auffällig ist die äußerst häufige Verwendung der Tonart Moll. Weitere stilistisch prägnante Merkmale sind neben dem Einsatz von Gitarren, einem tiefgestimmten Bass und einem Schlagzeug auch melodische, elektronische oder punkige Einflüsse oder die Verwendung einer Drum Machine. Auch der Gesang passt sich in der Regel der dunklen, tiefen Grundstimmung dieser Musikrichtung an. Statt schnellem oder undeutlichem Sprechgesang, wie es häufig beim Punk zu finden ist, wird beim Gothic Rock auf melodischen oder melancholischen Gesang wertgelegt, der gelegentlich auch Elemente der klassischen Sparte enthält, die eine kräftige, klare Stimme auszeichnet.

Bekannte Vertreter des Gothic Rock

International sind Bands wie Bauhaus, The Sisters Of Mercy, The 69 Eyes, Siouxsie And The Banshees oder The Cure wohl die bekanntesten. Während The Sisters Of Mercy 2009 zum letzten Mal tourten, sind The Cure heute noch aktiv. In der deutschen Szene stellen Bands wie Letzte Instanz, Mono Inc., ASP, Lacrimosa oder X-mal Deutschland und Eisheilig wohl die bekanntesten Vertreter dar. Letzte Instanz gründeten sich in Dresden, ungefähr 20 Jahre nach Beginn des Gothic Rock. Ihre Musik ist stark von Mittelalter- und Folkrock beeinflusst. Die Band X-mal Deutschland entwickelte sich bereits parallel zur britischen Szene Ende der 1970er Jahre und hat sich schon vor vielen Jahren aufgelöst. Mitte der 1980er Jahre gab es einen Tiefpunkt in der Musikszene, so dass viele Bands gezwungen waren, sich aufzulösen, da sie ihren Plattenvertrag verloren. Heute existieren weltweit zahlreiche Gothic Rock Bands und die Musikrichtung hat sich ihren festen Platz neben den anderen Genres gesichert. Die Etablierung der Musikrichtung fand nicht parallel und unabhängig statt, sondern viele Bands kooperierten während den Anfängen. Einzelne Musiker halfen in anderen Bands aus oder es wurden gemeinsam Konzerte organisiert. Zu den klassischen Gothic Rock Hymnen gehören unter anderem Songs wie „Bela Lugosi Is Dead“ von Bauhaus, „Gothic Girl“ von The 69 Eyes oder auch „Temple Of Love“ von The Sisters Of Mercy.

Die Musikrichtung als Anstoß für eine neue Subkultur

Mit den Anfängen des Gothic Rock war auch eine neue Kultur geboren. Kennzeichnend hierfür sind grundlegend schwarze Kleidung, auffällige Accessoires und die Hingabe zur Musik. Über die Jahrzehnte hinweg entstanden unzählige Festivals, die sich mit dem Thema Gothic auseinandersetzen. Noch heute zählen Events wie das Wave Gotik Treffen in Leipzig oder das M’era Luna Festival in Hildesheim jährlich mehr als 20.000 Besucher an einem Wochenende. Der Fokus liegt bei beiden Veranstaltungen auf den Konzerten. Es spielen Bands aus den Bereichen Gothic, Elektro und Mittelalterrock. Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, die Zugehörigkeit zur Gothic Szene auszuleben, so dass zum individuellen „Gothsein“ mittlerweile weitaus mehr gehört, als sich nur schwarz zu kleiden. Nur eines haben wirklich alle Goths gemeinsam – das Interesse an einer vielfältigen Musikrichtung, die noch heute Generationen begeistert und sich ständig weiterentwickelt.

Letzte Instanz

Im Jahr 1996 wurde in Dresden eine Band namens Resistance gegründet. Sie bestand aus dem Sänger Hörbi, den Gitarristen Holly D. und Tin Whistle, dem Bassisten Kaspar Wichman, dem Schlagzeuger Markus G-Punkt und dem Violinenspieler Muttis Stolz. Die sechs Musiker nahmen im Ardenne Ton-Studio in Dresden fünf Lieder auf, mit denen sie bei Plattenfirmen für sich warben. Als das Label Costbar sie unter Vertrag nahm, nannte sich die Band in Letzte Instanz um. Im Jahr 1997 stieß der Cellist Benni Cellini zur Band. Im gleichen Jahr erschien das erste Album „Brachialromantik“. Die Musik, die die Band auf ihrem Debütalbum spielte, lässt sich dem auf Streichinstrumente fokussierten Mittelalter-Rock zuordnen.

Noch vor den Aufnahmen zum nächsten Album verließen Hörbi und Kaspar Wichman die Band, für sie übernahmen Robin Sohn als Sänger und Rasta F. als Bassist. Im Jahr 1999 erschien das Album „Das Spiel“. Darauf wurde der Fokus von den Streichinstrumenten abgelenkt und in Richtung der anderen Instrumente der Band gesetzt. Gleichzeitig experimentierte Letzte Instanz mit elektronischer Musik und sogar mit Rap. Auf dem Album „Kalter Glanz“, das 2001 auf den Markt kam, setzte die Band verstärkt auf Folk- und Metal-Einflüsse.

Mit dem vierten Album „Götter auf Abruf“ von 2003 stieg Letzte Instanz erstmals in die deutschen Albumcharts ein, nämlich auf Platz 81. Die Besetzung der Band hatte sich inzwischen erneut verändert, neu dabei waren Bassist FX (für Rasta F.) und Schlagzeuger Specki T.D. (für Markus G-Punkt), der dritte Gitarrist Oli ließ die Bandstärke auf 8 Mitglieder anwachsen. 2004 erschien mit „Live“ das erste Livealbum mitsamt DVD mit Konzertmitschnitten. Nach der anschließenden Tour verließen das Gründungsmitglied Tin Whistle sowie Robin Sohn und FX die Band; für sie wurden Sänger Holly und Bassist Michael Ende Mitglieder der Letzten Instanz.

Im Jahr 2006 erschien das Album „Ins Licht“, das auf Platz 53 in die deutschen Albumcharts einstieg. Darauf traten wieder die Streicher in den Vordergrund, der Stil der Band wurde insgesamt ruhiger. 2007 erschienen gleich zwei Alben: „Wir sind Gold“ im März, das Platz 61 in den Albumcharts erreichte, und im Dezember das Akustik-Album „Das weiße Lied“, auf dem vor allem alte Lieder der Band neu interpretiert wurden. Weitere Akustik-Veröffentlichungen waren das Album „Die weiße Reise“ und die DVD „Weißgold“, die beide im Jahr 2008 erschienen.

Es folgte das Album „Schuldig“ von 2009, das sich zwei Wochen in den deutschen Albumcharts hielt und als höchste Platzierung Rang 34 erreichte. 2010 wechselte Specki T.D. zur Band In Extremo, neuer Schlagzeuger wurde David Pätsch, ein ehemaliges Mitglied der Band Subway to Sally. Im Oktober 2010 erschien das Album „Heilig“, das Platz 32 in den Albumcharts erreichte. Das auf „Heilig“ enthaltene Lied „Neue Helden“ wurde als offizielle Hymne für die U-18-Weltmeisterschaft im Eishockey ausgewählt, die 2011 in Dresden und Crimmitschau stattfand.„Ewig“, das mittlerweile zehnte Studioalbum von Letzte Instanz, erschien im September 2012 und erreichte mit dem 11. Platz die bis dahin beste Platzierung der Band in den deutschen Albumcharts.

Mono Inc.

Die Band Mono Inc. wurde im Jahr 2000 von den drei Musikern Miky Mono (Gesang und Bass), Martin Engler (Schlagzeug) und Carl Fornia (Gitarre) gegründet. Bis 1997 spielten sie bereits gemeinsam in der Band Wild Thing und bildeten von 1998 bis 2000 die Band Mono 69. Anfang des Jahres 2003 stieß der Bassist Manuel Antoni zu Mono Inc., später im Jahr erschien mit „Head Under Water“ das erste Album der Band. Vom Musikstil her macht Mono Inc. düsteren Alternative Rock. Die ausschließlich englischen Texte der Lieder auf diesem und allen späteren Alben stammen von Schlagzeuger Martin Engler. Ein Jahr später erreichte das Album eine größere Hörerschaft, als es vom Label NoCut/goodsongs/Sony wiederveröffentlicht wurde. Im Jahr 2006 verließ Miky Mono die Band, für ihn übernahm Martin Engler die Position des Sängers. Neue Schlagzeugerin wurde 2007 Katha Mia. Miky Mono starb im Oktober 2010 beim Absturz mit einem Gleitschirm auf der spanischen Insel Mallorca.

Das zweite Album von Mono Inc., das erste ohne Mono als Sänger, hieß „Temple Of The Torn“ und erschien im Juni 2007. Das dritte Album „Pain, Love & Poetry“ kam im Mai 2008 auf den Markt. Darauf befanden sich drei Neuinterpretationen von Liedern, die bereits auf „Head Under Water“ enthalten waren. Auf dem auch als Single veröffentlichten Lied „Teach Me To Love“ wirkte Lisa Middelhauve, die Frontfrau der Band Xandria, als Gastsängerin mit. Im April 2009 ging Mono Inc. auf Tour und spielte über 40 Konzerte als Vorgruppe von Subway To Sally und ASP. Bei Konzerten von Mono Inc. kommen neben den üblichen Instrumenten der Band gelegentlich auch eine Akustikgitarre und ein Klavier zum Einsatz, die jeweils von Sänger Martin Engler gespielt werden. Im September 2009 erschien das Album „Voices Of Doom“, knapp ein Jahr später die EP „Comedown“. Die erste Tour als Headliner-Band startete Mono Inc. im Oktober 2010; dabei spielten verschiedene Support-Bands den ersten Teil der Tour, der zweite wurde komplett mit [soon] bestritten. Ende 2010 folgte die 10-Jahre-Jubiläumstour von Unheilig, bei der neben Mono Inc. die norwegische Band Apoptygma Berzerk als Vorband spielte.

Das im März 2011 erschienene Album „Viva Hades“ stellte die erste Veröffentlichung der Band dar, die in die deutschen Albumcharts einstieg, nämlich auf Platz 50. Eine auf 2.000 Exemplare limitierte Edition enthielt zusätzlich zum Album eine DVD. Den überwiegenden Rest des Jahres verbrachte die Band erneut auf Tour. Im Oktober 2011 kam die EP „Revenge“ auf den Markt, die drei Live-Aufnahmen enthielt. Den bislang größten Erfolg in den deutschen Albumcharts erreichte Mono Inc. mit dem Album „After The War“, das im August 2012 veröffentlicht wurde; es schaffte den Sprung auf Rang 6 und verblieb 2 Wochen in den Charts. Auf dem Album war der Song „From The Ashes“ enthalten, den die Band im September 2012 vor einem Boxkampf um die IBF-Cruisergewichts-Weltmeisterschaft zwischen Yoan Pablo Hernández und Troy Ross aufführte.

Als Vorabsingle für ein noch im Jahr 2013 erscheinendes Album kam im März 2013 „My Deal With God“ heraus. Gleichzeitig veröffentlichte Mono Inc. die drei Alben „Temple Of The Torn“, „Pain, Love & Poetry“ und „Voices Of Doom“ als Collector’s Cut Edition neu.

Unheilig

Die Band Unheilig wurde im Jahr 2000 von einem Sänger gegründet, der sich Der Graf nennt. Sein bürgerlicher Name ist bis heute unbekannt. Es wird spekuliert, dass sein Nachname Graf lautet, da die Marke Unheilig im Markenregister unter anderem auf einen Bernd Graf eingetragen ist. Es gibt nur wenige Informationen über das Privatleben des Grafen. Bekannt ist, dass er als Kind stark gestottert hat und diese Sprachstörung durch Singen überwinden konnte. Vor der Gründung von Unheilig brach der Graf eine Ausbildung zum Zahntechniker ab, verpflichtete sich für vier Jahre als Soldat bei der Bundeswehr und ließ sich anschließend zum Hörgeräteakustiker ausbilden.

Die Band Unheilig gründete der Graf zusammen mit dem australischen Sänger Grant Stevens und dem Produzenten José Alvarez-Brill. Die erste Single „Sage Ja!“ erschien im Oktober 2000, das Debütalbum „Phosphor“ kam im Februar 2001 auf den Markt. Musikalisch stellte das Album eine Mischung aus Rock- und Elektromusik dar. „Phosphor“ ist bis heute das einzige Album von Unheilig, auf dem sich neben Liedern in deutscher Sprache auch welche in englischer Sprache befinden. „Phosphor“ wurde im Juli 2009 neu abgemischt und mit einem überarbeiteten Artwork neu veröffentlicht.

Unheilig trat im Jahr 2001 auf mehreren Musikfestivals auf, unter anderem beim Wave-Gotik-Treffen in Leipzig. Im Oktober 2002 erschien mit „Frohes Fest“ das zweite Album der Band, auf dem klassische Weihnachtslieder wie „Leise rieselt der Schnee“ und „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ in düsterer Weise interpretiert wurden. „Frohes Fest“ hielt sich 5 Wochen lang in den deutschen Albumcharts auf und erreicht als beste Platzierung den 57. Rang. Nach Differenzen mit seinen Mitmusikern trennte sich der Graf Ende 2002 von Stevens, Alvarez-Brill und seiner Plattenfirma und beschloss, die Band als Solokünstler fortzuführen.

Für das dritte Album „Das 2. Gebot“ war der Graf als Texter, Sänger und Produzent in Personalunion tätig. Es folgte eine Abstimmung, bei der die Fans entscheiden konnte, welches der auf dem Album enthaltenen Lieder als EP veröffentlicht werden soll; die Entscheidung fiel auf „Schutzengel“. Eine ähnliche Vorgehensweise wählte der Graf auf bei den beiden folgenden Alben. Auch „Das 2. Gebot“ wurde im Jahr 2009 erneut veröffentlicht. Im Februar 2004 kam das Album „Zelluloid“ auf den Markt, im Januar 2005 erschien das Livealbum „Gastspiel“, zu dem es auch eine DVD mit Liveauftritten, Musikvideos und Interviews gab. Bei Liveauftritten wird der Graf seit 2002 vom Gitarristen Christoph Termühlen, seit 2006 vom Keyboarder und Sound-Programmierer Henning Verlage und seit 2010 vom Schlagzeuger Martin Potthoff begleitet.

Im Januar 2006 erschien mit „Moderne Zeiten“ das bereits fünfte Studioalbum von Unheilig, 2008 folgte „Puppenspiel“. Zum bislang größten Erfolg der Band wurde das Album „Große Freiheit“, das im Februar 2010 erschien, sofort auf den ersten Platz der deutschen Albumcharts stieg und sich weltweit mehr als 1,8 Millionen Mal verkaufte. Mit der Single „Unter deiner Flagge“ gewann Unheilig den Musikwettbewerb Bundesvision Song Contest 2010. „Große Freiheit“ wurde als Album des Jahres mit dem Echo 2011 ausgezeichnet. Im März 2012 erschien das Album „Lichter der Stadt“, das ebenfalls sofort den ersten Rang der deutschen Albumcharts erreichte.

Saltatio Mortis

Die deutsche Mittelalterband Saltatio Mortis wurde im Jahr 2000 gegründet. Die meisten der aktuell acht Bandmitglieder stammen aus dem badischen Raum rund um Karlsruhe.

Der „Exot“ unter diesen Musikern ist „Alea der Bescheidene“, denn er ist ein waschechter Pfälzer und kommt aus der heimlichen Hauptstadt der Pfalz, aus Kaiserslautern. Er ist der Leadsänger von Saltatio Mortis und spielt nebenbei mehrere Instrumente wie die Schalmei, den Dudelsack, das Didgeridoo oder auch gelegentlich mal Gitarre.

Der Taktgeber, Songwriter und hauptsächlicher Sprecher während der Live-Konzerte ist „Lasterbalk der Lästerliche“. Der Trommler liebt nach eigener Aussage das geschliffene Wort und schreibt die meisten Texte von Saltatio Mortis.

Daneben steht meist vorne an der Bühne „Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein“. Der großgewachsene Bär mit den langen Haaren bezeichnet sich selbst als Quotenadliger mit aristokratischer Präsenz. Er ist besonders vielseitig, denn neben dem Gesang spielt er auch Sackpfeife und Schalmei sowie die Drehleier und das Nyckelharpa.

Ebenso auffällig wie gekonnt kunstvoll steht ebenfalls meist vorne „Luzi das L“. Er war bis 2011 noch Bandmitglied bei Schelmish und verstärkt seitdem Saltatio Mortis bei ihren Live-Auftritten. Neben seinen Fähigkeiten an der Sackpfeife und auf der Schalmei hat er den Ruf, auf den Mittelalterfesten stets die Badezuber unsicher zu machen und muss dann immer von „Lasterbalk dem Lästerlichen“ herausgeholt werden.

Weiter hinten auf der Bühne agiert seit 2006 „El Silbador“, kurz „Elsi“. Der ehemalige Bandpraktikant spielt mehrere Instrumente und baut neben seiner Bandtätigkeit sogar eigene Dudelsäcke in seiner Werkstatt.

Im Background wirbelt auch der „Bruder Frank“. Der diplomierte Bassist verstärkt Saltatio Mortis seit 2007 mit dem Bass und ist außerdem verantwortlich für die bei den Fans sehr beliebten Podcasts der Band.

Für die Gitarre zuständig ist erst seit November 2012 der Musiker Till Promill.

Der letzte der aktuellen Formation ist Schlagzeuger Jean Méchant, „Der Tambour“.

Der Bandname Saltatio Mortis ist der lateinische Begriff für Totentanz. Das Motto von Saltatio Mortis lautet: „Wer tanzt, stirbt nicht“. Die Namen der Bandmitglieder leiten sich größtenteils aus Rollenspielabenteuern ab. Das bekannteste Game dieser Art ist wahrscheinlich „Das schwarze Auge“. Einige der Mitglieder von Saltatio Mortis wie Lasterbalk der Lästerliche oder der hierbei sehr aktive Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein arbeiten nebenbei als Synchronsprecher für Videospiele und leihen den dortigen Charakteren ihre Stimme.

Nach ihren ersten vier Alben erobern Saltatio Mortis seit 2005 regelmäßig die deutschen Album-Charts. Während „Des Königs Henker“ und „Aus der Asche“ noch im Mittelfeld der Charts landeten, knackte Saltatio Mortis 2009 mit „Wer Wind sät“ auf Platz 10 erstmals die Top Ten. Der Nachfolger „Sturm aufs Paradies“ eroberte 2011 sogar Platz 3 der deutschen Album-Charts und schaffte es sogar in diese Charts von Österreich und der Schweiz. Kaum weniger erfolgreich waren die drei Live-Alben „Manufactum II“, „10 Jahre Wild und Frei“ sowie „Manufactum III“. Mit ihren inhaltlich intelligenten und oft gesellschaftskritischen Texten begeistern sie ein immer größeres Publikum und auch das nächste Album „Das schwarze Einmaleins“, das im August 2013 erscheint, wird auf dem Erfolgsweg von Saltatio Mortis wahrscheinlich der nächste Meilenstein sein.

Evanescence

Es war im Jahr 1995, als die damals 13-jährige Amy Lee in einem Jugendcamp Klavier spielte und dazu sang. Das hörte der 14-jährige Ben Moody, und die beiden beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Moody stammte aus Little Rock im Bundesstaat Arkansas, wo auch das Jugendcamp stattfand, Lee wurde in Riverside (Kalifornien) geboren, war aber kurz zuvor mit ihrer Familie nach Little Rock gezogen. Lee und Moody schrieben einige Lieder, die dann vom jeweils anderen musikalisch und textlich bearbeitet wurden; anschließend nahmen sie die Lieder auf. Amy Lee sang bei den Aufnahmen und spielte Klavier, Ben Moody spielte Gitarre. Als die Lieder in lokalen Radiosendern gespielt wurden und dort immer mehr Aufmerksamkeit erlangten, wurde der Ruf der größer werdenden Fangemeinde lauter, dass die Band auch Konzerte spielen solle. Anfangs wechselte der Name der Band von Childish Intention zu Stricken, bis der endgültige Name feststand: Evanescence, abgeleitet vom lateinischen Wort „evanescere“, was „dahinschwinden“ bedeutet. Bei den ersten Konzerten im Jahr 1998 traten Lee und Moody allein auf und verkauften bei dieser Gelegenheit die auf 100 Exemplare limitierte EP namens „Evancescence“. Die zweite EP „Sound Asleep“ erschien 1999 in einer Auflage von 50 Exemplaren. Im Jahr 2000 folgte das erste Album von Evanescence, „Origin“, das allerdings eine Demo darstellte, auf 2.500 Stück limitiert war und ebenfalls bei Konzerten verkauft wurde. Sowohl auf „Origins“ als auch auf den beiden EP waren bereits Rohfassungen der Songs enthalten, die später auf den regulären Alben der Band veröffentlicht wurden.

Um häufiger Konzerte geben zu können, wurde die Band Anfang des Jahres 2003 um drei Freunde von Lee und Moody ergänzt. John LeCompt spielte in der neuen Besetzung die zweite Gitarre, Will Boyd den E-Bass und Rocky Gray das Schlagzeug. Die Band überarbeitete die bereits existierenden Songs und wurde bei dieser Tätigkeit vom Produzenten Pete Matthews entdeckt. Durch diesen erhielt Evanescence einen Plattenvertrag beim Label Wind-Up Records und begann die Aufnahmen am Album „Fallen“. Dieses erschien 2003 und wurde mehr als 17 Millionen Mal verkauft. Die beiden Lieder „Bring Me To Life“ und „My Immortal“ waren zudem Teil des Soundtracks zum Film „Daredevil“. Ebenfalls im Jahr 2003 verließ Ben Moody die Band, für ihn übernahm Terry Balsamo. Da dieser im Jahr 2004 einen Schlaganfall erlitt, verzögerten sich die Aufnahmen für das zweite Album, zudem verließ Will Boyd 2006 die Band, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. Neuer Bassist wurde Tim McCord.

Im Oktober 2006 erschien das Album „The Open Door“, das rund 5 Millionen Mal verkauft wurde. Evanescence begab sich auf eine mehr als ein Jahr andauernde Welttournee, während der bekannt gegeben wurde, dass John LeCompt und Rocky Gray die Band verlassen. Für sie stießen Schlagzeuger Will Hunt und Gitarrist Troy McLawhorn zu Evanescence. 2011 erschien das dritte Album der Band, das schlicht „Evancescence“ hieß. Dieses erreichte zwar in den USA den ersten Platz der Charts, knüpfte aber bei den Verkaufszahlen nicht an die Erfolge der beiden Vorgänger an.

Ben Moody gründete im Jahr 2009 mit John LeCompt und Rocky Gray sowie der Sängerin Carly Smithson die Band We Are The Fallen, deren Musikstil sich stark an den von Evanescence anlehnt.

Gothic – Events und Festivals

Anhänger der Gothic-Szene sind oft mit vielen Vorurteilen belastet. Nicht nur durch ihre schwarze Kleidung, sondern auch durch ihr oft sehr ausgefallenes Make-Up, werden sie oft mit Satanisten vergleichen. Doch wer schon einmal ein Gothic-Festival oder ein Konzert aus der Szene besucht hat, weiß, dass es sich bei Gothics um ganz friedliche Menschen handelt.

Schwarze Herzen – Verbundenheit durch Musik

Viele Gothics verbindet die Liebe und der Hang zur Musik. Nicht nur, dass viele Gothics selber Musik machen, sondern viel mehr, dass sie ein ähnlicher Musikgeschmack verbindet. Wer nun an trübsinnige oder melancholische Musik denkt, mag auch hier falsch liegen.

Viele Texte von Musikern in der Szene sind sehr positiv und tiefsinning. Natürlich gibt es auch sehr düstere Texte, die sich mit den Abgründen des Lebens befassen. Doch wer zwischen den Zeilen liest merkt auch hier, dass solche Texte eher zum Nachdenken anregend wollen, als zu Depressionen.

Die andere Seite der Musik, lässt sich schon fast mit dem Genre Techno und Elektro vergleichen, denn EBM, Industrial und Noise sind ebenfalls sehr elektrolastig. Die einzigen Instrumente die man auf der Bühne findet, sind E-Drums und Synthesizer. Es ist Musik, die zum Feiern und Tanzen einlädt.

Festivals – ein schwarzes Zusammentreffen bunter Seelen

Die vielen Festivals im Jahr sind oft der große Höhepunkt für viele Goths. Das größte Treffen findet in Leipzig statt. Das Wave Gothic Treffen ist neben dem M’era Luna, welches jedes Jahr in Hildesheim statt findet, eines der größten Festivals der Schwarzen Szene. Vier Tage lang verwandelt sich Leipzig in ein schwarzes Meer voller bunter Seelen. Zwar finden sich auf dem M’era Luna mehr Besucher als auf dem WGT, jedoch ist das Wave Gothic Treffen um einiges geschichtsträchtiger.

Den Ursprung fand das Wave Gothic Treffen in einer regelmäßig, in Potsdam stattfindenden, Feier zur Walpurgisnacht. Hier trafen sich jedes Jahr rund 20 Leute um zusammen zu feiern. Irgendwann kamen über 150 Anhänger der Szene zu diesem Treffen. Irgendwann wurde dieses Treffen durch das damalige DDR-Regiime verboten. Nach der Wende fand im Jahr 1992 das erste Wave Gothic Treffen in Leipzig statt. Zu dieser Feier kamen rund 1500 Anhänger der Schwarzen Szene. Mit den Jahren wurden es immer mehr Menschen, die dort zusammen kamen um miteinander friedlich zu feiern.

Neben dem Wave Gothic Treffen gibt es noch das M’era Luna als großes Gothic-Festival in Deutschland. Dies findet auf einem Flugplatz in Hildesheim statt. Jedes Jahr im August verwandelt sich die Landebahn in einen riesigen Zeltplatz und der Hangar wird zur Party-Halle. Jährlich besuchen etwa 22.000 Menschen dieses Festival. Viele Außenstehende sind anfangs zunächst skeptisch der Schwarzen Szene gegenüber. Doch nach einem friedlichen Wochenende, sind die Vorurteile meist verschwunden. Gothic Festivals zählen als die friedlichsten Festivals überhaupt. Der Hauptgrund des Zusammenkommens ist in erster Linie die Musik. Oft treffen sich auch Menschen aus ganz Deutschland genau einmal im Jahr und verabreden sich hier. Für viele ist es ein Ort, wo sie so ein können wie sie sind, ohne sich verstellen zu müssen. Viele Anhänger der Schwarzen Szene wollen sich so von der Gesellschaft abgrenzen, die unter einem ständigen Zeitdruck lebt und sich einem ständigen Zwang ausgesetzt fühlt.

Für viele andere sind Festivals und andere Events ein Ort der Selbstdarstellung. Sie nutzen diese Zeit, um durch auffällige Kleidung auf sich aufmerksam zu machen. Viele Frauen tragen ein Korsett und auch Männer in Gehröcken sind keine Seltenheit. Zum Teil vermitteln solche Festival neben Spaß auch einen gewissen Hauch von Nostalgie.

Unterschiedliche Charaktere – Ähnliche Interessen

Oft ist es auffällig, dass Anhänger der Schwarzen Szene oft ähnlich Interessen haben. Es ist oft nicht nur die Musik, die viele dieser Menschen verbindet. Zum großen Teil haben sie auch einen gewissen Hang zum Rollenspiel. Sei es, dass sie Rollenspiele am Computer spielen oder in einer Gruppe Live Action Roleplay, also LARP, betreiben. Und wie so oft ist die Hauptambition das Zusammensein mit anderen Menschen.

Mit wie vielen Vorurteilen die Gothic-Szene auch belastet sein mag, wer selbst einmal auf solchen Events gewesen ist, beschreibt die Zusammenkunft oft als eine Art große Familie. Jeder ist herzlich Willkommen und niemand wird ausgegrenzt. Es findet in diesem Kreis sehr viel Herzlichkeit statt, auch wenn es von außen oft nicht so aussehen mag.

Die Untoten – Der Gothic Szene auf den Grund gegangen

Die Gothic Szene wird in der Öffentlichkeit auch als Schwarze Szene betitelt. Das ist so nicht richtig. Genau genommen ist die Gothic Szene ein kleiner Bestandteil der Schwarzen Szene. Jene vereint viele, teils stark voneinander abweichende Strömungen.

Will man die Gothic Szene beleuchten, muss man eine Zeitreise zum Beginn der 1980er Jahre unternehmen. Damals entwickelte sich aus einer Mischung von Punk und New Wave eine neue Bewegung, aus der sich die Gothic Szene oder auch Dark Wave Szene entwickelte. Dark Wave deshalb, weil es außer in England keine reine „Gothic-Rock Szene“ gab. In anderen Ländern mischten sich die Anhänger des New Wave unter das Volk, sodass Gothic zu einer Untergruppe des Dark Wave wurde.

Dabei hat die Szene zu keiner Zeit einen hervorstechenden Faible für das Zeitalter der Gotik gehabt. Der Begriff Gothic rührt von der englischen Bezeichnung für die Vorliebe für Düsteres, Schauriges. Was diese Szene zu der Zeit einte, war die Musik – der Gothic-Rock -, die Beschäftigung mit gern verdrängten Themen, wie Tod und Vergänglichkeit und die Betonung der Individualität durch Selbstinszenierung. Individualität ist wohl das hervorstechendste Merkmal dieser Subkultur. Man kann sagen, dass sich hier größtenteils Einzelgänger für Momente zusammenfinden, in denen es um die bevorzugte Musik und ein wenig Philosophie über viele verpönte Themen geht. Vereinigungen, gleich welcher Couleur, finden sich hier nicht.

Wie so häufig schwappte die Bewegung aus England zu uns nach Deutschland. Hierzulande wurden Goths meist Gruftis genannt, in Anlehnung an die Beschäftigung mit dem Tod, der Leichenblässe im Gesicht und der Treffen auf Friedhöfen. Das Streben nach Individualität, als Abkehr von Anpassung an die Gesellschaft, brachte die besondere Form der Selbstinszenierung hervor. Es ist auch anzunehmen, dass daher die Bevorzugung schwarzer Kleidung rührt. Zusammen mit Schmuck, der heidnische Symbole zeigt, und der Faszination für Okkultes, welches wieder aus dem Streben nach der eigenen Individualität rührt, hatte die Szene schnell das Vorurteil an sich haften, Goths würden dem Satanismus frönen. Dem ist und war nicht so. Zwar gab es vereinzelt Friedhofsschändungen. Diese sind jedoch eher auf jugendlichen Leichtsinn zurückzuführen, denn auf die Zugehörigkeit satanistischer Strömungen. Gothic Szene und Satanismus schließen sich schon wegen der Betonung der Individualität bei den Schwarz gewandeten aus.

Wie viele Anhänger die Szene hat, lässt sich nicht feststellen. Das liegt daran, dass die vielen unterschiedlichen Strömungen sich teil- und zeitweise überschneiden. Reine Gothic Veranstaltungen gab es auch so gut wie nicht, da bei solchen Events auch immer das Geld eine Rolle spielt. Auch die hochfrequentierten Festivals der Schwarzen Szene, wie das M’era Luna in Hildesheim, das Bizarre Festival in Berlin oder das Wave-Gothic-Treffen in Leipzig geben keinen Aufschluss, da sich jeweils die Schwarze Szene einfindet. Dazu kommt, dass, versucht wurde, Gothic zu kommerzialisieren. Um das Jahr 2000 erlebte die lange totgesagte Szene eine Renaissance. Was jedoch mit einer Independent Gruppierung begann und den Stücken der Bands wie Siouxsie and the Banshees, Killing Joke, The Cure, Joy Division, oder Christian Death, huldigte, sollte mit einem Mal und La Fee, Pagani und später Unheilig hören. Das drängte die tatsächlichen Goths weiter in den Untergrund. Am lebhaftesten zeichnet sich die Szene im Internet. Hier wird sich über Musik, Kleidung, Veranstaltungen – weltweit – ausgetauscht.

Neben der Tatsache, dass die die Individualität stets hervorgehoben wird, wären da noch die Besonderheit, dass diese Jugendkultur sich bei näherer Betrachtung mitnichten als jugendlich herausstellt. Viele der Anhänger, die in den 80er Jahren die Basis für die Szene geschaffen haben, sind noch heute in ihr verhaftet. Somit ist hier ein Generationen übergeifender Austausch gegeben, den andere Jugendkulturen nicht vorzuweisen haben. Auch am Tanzstil und an seiner Friedfertigkeit erkennt man den echten Grufti.

Wave und Gotiktreffen in Leipzig (WGT)

Das Wave und Gotiktreffen in Leibzig, besser bekannt als das WGT, hat sich im Laufe der Jahre zu einer beliebten und angesagten Größe der Gotik-Szene weltweit etabliert. Bereits seit dem Jahre 1992 finden sich immer zum Pfingstwochenende tausende von Anhängern und Liebhabern der Gotik Kultur in Leibzig ein um der Musik und dem besonderem Ambiente zu frönen. Gegensätzlich zu anderen Veranstaltungen dieser Art, ist das Wave und Gotiktreffen nicht auf einen besonderen Platz beschränkt. Im Gegenteil, das Wave und Gotiktreffen ist über ganz Leibzig, unter Anderem auf dem Agra-Messegelände, verteilt.

Während bei anderen und vergleichbaren Treffen ein besonderes Augenmerk auf die Musik gelegt wird, garantiert das Wave und Gotiktreffen auch Kultur aus anderen Bereichen. Derweil befinden sich unter der Vielzahl an Besuchern, 2012 waren es weit mehr als 20.000 Gäste, nicht nur Wave und Gotik Freunde, die sich in zahlreiche Untergruppen spalten, beispielsweise die Romantik-Gothics oder die Cyber-Gohtics, sondern auch einige Metaller, Mittelalter- und Crossoverfans, Punker oder auch Menschen, die einfach nur dem Alltag entfliehen möchten. Jeder findet dort seinen Platz und lernt neue sowie interessante Personen kennen und schätzen.

Vier Tage lang, von Donnerstag bis Sonntag, wird gemeinsam Musik gehört, getanzt, Kultur genossen und gefeiert. Das Wave und Gotiktreffen in Leibzig zeichnet sich besonders durch seine friedfertigen und toleranten Besucher aus, die die Möglichkeit wahrnehmen können in unmittelbarer Nähe zu nächtigen. Im Kartenpreis ist der Campingplatz bereits mit inbegriffen. Die deutschen und bekannten Bands „Goethes Erben“ und „Das Ich“ sind beide bereits seit Anfang an dabei und begeistern nach wie vor ihre Zuhörerschaft durch ihre energie geladenen und mitreißenden Auftritte. Neben nationalen und internationalen Größen der Musikszene haben auch zahlreiche Newcomer die Gelegenheit ihr Können auf dem Treffen zu beweisen und die Massen für sich zu begeistern. Auf mehreren Bühnen wird die Musik performt.

Obwohl die Musik und deren Darstellung primär im Vordergrund des Festivals zu stehen scheinen, ist das WGT auch dafür bekannt, dass die Gäste auf dem Gelände ein breites Sortiment an Szene-Kleidung und Zubehör an diversen Verkaufsständen vorfinden können. Vorallem für Besucher aus kleineren Ortschaften ist dieses Angebot sehr interessant, da viele Stücke, die auf dem WGT zu erwerben sind, beispielsweise szeneträchtige Musikalben, in ihrer üblichen unmittelbaren Nähe nicht zu finden sind. Die große Produktpalette reicht von schlichten Ringen bis hin zu außergewöhnlicher Kleidung und Dekoration. Natürlich wird auf dem Wave und Gotiktreffen in Leibzig auch an das leibliche Wohl seiner Besucher gedacht. Egal ob Veganer, Vegetarier oder leidenschaftlicher Fleischesser, für jeden ist etwas zu einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis dabei.

Was das Wave und Gotiktreffen in Leibzig noch von anderen Veranstaltungen dieser Art unterscheidet, ist das beachtliche Kulturangebot neben der Musik. Wer es ruhig mag oder sich für Literatur begeistert, hat die Möglichkeit bei einer der zahlreichen Lesungen von bekannten oder noch neu zu entdeckenden Autoren beizuwohnen. Wer sich entspannen möchte oder sich für neue Filme interessiert, besucht einige Filmvorführungen. Auch sind viele Ausstellungen in den Museen und Galerien von Leibzig zu bewundern. Wer sich aktiv beteiligen will wird ebenfalls nicht enttäuscht. Workshops zu den unterschiedlichsten Themen, wie zum Beispiel das Herstellen von altertümlichen Werkzeugen, werden angeboten sowie Live-Rollenspiele bei denen sich jeder anschließen und agieren kann.

Auf den Mittelaltermärkten taucht man tief in die Welt der Ritter und Bauern längst vergangener Zeiten ein. Statt Bier wird hier dem Besucher Met Wein kredenzt, statt Fast-Food gibt es Spanferkel frisch vom originalgetreuen Grill oder besondere Backspezialitäten, die so in den heutigen Bäckereien nicht mehr vorzufinden sind. Nicht nur erwachsene Besucher kommen ganz auf ihre Kosten, auch für die Kleinsten unter ihnen wird Unterhaltung, beispeilsweise durch eine große Anzahl an Schaustellern, geboten. Das Wave und Gotiktreffen in Leibzig ist somit nicht nur ein bloßes Musikfestival mit einer Vielzahl an Merchandise, wie bei anderen Festivals vorzufindend, sondern ein kulturträchtiges und lehrreiches Ereignis.

Schwarz ist die Nacht – Schwarz ist Pfingsten in Leipzig

Pfingsten 2013 – es ist wieder so weit. In Leipzig findet das Wave Gotik Treffen statt und wird wie jedes Jahr viele Menschen verzaubern.

Leipzig – eine Stadt wird schwarz

Vom 17. Mai bis 20. Mai 2013 findet wie jedes Jahr in Leipzig das mitlerweile 22. Wave Gotik Treffen, kurz WGT, statt. Ein Pfingstwochenende voller Erlebnisse. Die sächsische Stadt wird eingehüllt von schwarzer Melancholie und düsterer Romantik gepaart mit außergewöhnlichen Styles. Mittelalterliche Trachten, ominöse Verkleidungen zu Mangafiguren oder schicke Gothic-Kleider, die viel Haut zeigen und reich verziert sind, gehören in diesen vier Tagen zum täglichen Schaubild in Leipzig, bei dem manch einer große Augen machen wird. Das WGT ist eine Kulturveranstaltung der Schwarzen und Alternativen Szene und nach dem Mera Lune in Hildesheim die deutschlandweit größte Veranstaltung für Szenegänger. Viele Verschiedene Künstler aus den Bereichen Gothic and Wave, Metal, Industrial und Punk machen das WGT an mehreren Veranstaltungsorten für Besucher jedes Jahr einmalig. Vorlesungen und Mittelaltermärkte fehlen natürlich auch nicht. Mehr als 20.000 Besucher sowohl aus Deutschland als auch von allen Kontinenten der Erde werden erwartet. So können Szeneinfos ausgetauscht und Freundschaften geschlossen werden.

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Veranstaltungsorte

Neben der Moritzbastei und dem Werk II Halle A, in denen vornehmlich Konzerte gespielt werden, gibt es noch viele andere Veranstaltungsorte, in denen künstlerische Darbietungen geteilt werden. Im Torhaus Dölitz ist das Heidnische Dorf zu finden, wo auch ein Mittelaltermarkt stationiert ist. Auch die Sixtina und der Südfriedhof laden an diesem Wochenende ein. Das Passagekino und das CineStar zeigen mittelalterliche und düstere Filme, um den Anhängern der Gothic-Szene einzuheizen. Im Kohlrabizirkus, Felsenkeller, Darkflower und ägyptischen Museum bietet das WGT weitere Unternehmungsmöglichkeiten für Pfingsten. Neben all diesen Lokalitäten finden auch noch an anderen Stätten interessante Veranstaltungen statt.

Eine dunkle Künstlerauswahl

Die Künstler, die bei dem Wave Gotik Treffen auftreten, kommen aus allen Teilen der Welt. Die Bestätigungen der Künstler, welche angefragt wurden, trudeln zurzeit nach und nach ein, womit noch keine vollzählige Aussage über alle teilnehmenden Gruppen getroffen werden kann. Bisher haben folgende Künstler aus Deutschland ihre Bereitschaft zur Teilnahme signalisiert und werden auch auftreten:

1979, Alexander Paul Blake’s Aethernaeum (Weltpremiere), Bloody, Dead & Sexy, Brigade Werther, Crematory, Darkwood, Dunkelschön, Echo West, Enabled Disaster, End Of Green, Formalin, Grausame Töchter, In Mitra Medusa Inri, In Strict Confidence, Incite, Incubite, Letzte Instanz, Lord Of The Lost, Nachtgeschrei, Namnambulu (Wiedervereinigung), Noisuf-X, Objekt/Urian, Orange Sector, Other Day, Patenbrigade Wolff, Phosgore, Predominance, Readjust, Saltatio Mortis, Sleeping Dogs Wake („Understanding“ Konzert – weltweit einmalig und exklusiv), Still Patient?, Talvekoidik, The Blue Angel Lounge, Unzucht, Welle:Erdball, Winterkälte und Xandria

Weitere Künstler aus anderen Staaten, zum Beispiel Frankreich, Belgien, Schweiz und den USA, sind:

A Split Second, Abney Park (exklusives Konzert in Deutschland), Altar Of Plagues, C-Lekktor, Desireless & Operation Of The Sun, Devilish Impressions, Digitalis Purpurea, Fejd, Frank (Just Frank), Gitane Demone, Halo Effect, Hautville, Hecate Enthroned, Henric De La Cour, I Like Trains, IAMX, IRM, Iszoloscope, K-Bereit, Karin Park, KMFDM, Leather Strip, Lux Interna, Martial Canterel, Metallspürhunde, Naughty Whisper, Nomans Land, Passion Play (letztes Abschiedskonzert), Proyecto Mirage, Reformed Faction, Sex Gang Children , She Past Away, Shiv-R, Skeletal Family, Soft Kill, Soriah, Suicide Commando, Sutcliffe Jügend, The Birthday Massacre (exklusives Konzert in Deutschland), The KVB, The Mescaline Babies, The Spiritual Bat, The Twilight Garden, Thundra, Unitary, Velvet Acid Christ (einziges Konzert in Europa 2013), VNV Nation, Whispers In The Shadow, Wipeout, X-Improviso und Xeno & Oaklander

Tickets

Originalkarten für das Wave Gotik Treffen gibt es auf der Homepage dessen. Die Eintrittskarten ermöglichen freien Zutritt zu allen Veranstaltungen sowie kostenlose Straßenbahnfahrten mit der LVB in der Tarifzone Leipzig, um zu allen Events dieser Tage zu gelangen. Weiterhin gibt es zusätzlich Obsorgekarten. Mit diesen kann auf dem Gelände der Agrar-Messe gezeltet werden.

Unterkunft

Einerseits kann man auf dem Agra-Messegelände mit einer Obsorgekarte zelten, andererseits bietet die Stadt Leipzig viele Hotels und Jugendherbergen für Übernachtungen an. Reservierungen dafür sollten rechtzeitig erfolgen, da die Übernachtungsplätze für das Pfingstwochenende schnell ausgebucht sind.

Das Wave Gotik Treffen findet in einer dunklen Harmonie statt und ist garantiert einen Besuch wert.

Die Gothicszene und ihre Weltanschauung

Die Gothicszene stellt man sich als Außenstehender gerne als Treff schwarzer, trauriger Gestalten nachts auf dem Friedhof vor. Dort werden depressive Gedichte geschrieben, über den Sinn des Lebens philosophiert und schlimmstenfalls sogar Tiere geopfert. Das alles ist weit entfernt von der Realität, denn die meisten Gothics sind ganz normale Menschen, die nicht trauriger als alle anderen sind und höchstens einige spezielle Interessen und Lebensweisen haben. Lernt man diese einmal kennen, erscheinen Gothics sicherlich schnell nicht mehr so fremd und ungewohnt.

Das Erscheinungsbild

Schwarz ist in der Gothic-Szene eine dominante Farbe, aber auch nicht der einzige Farbton. Menschen, die sich der Szene zugehörig fühlen oder sie zumindest sympathisch finden, kleiden sich eher dunkel oder komplett in Schwarz. Das liegt daran, dass dunkle Farben ihnen einfach zusagen; sie haben es nicht nötig, um jeden Preis aufzufallen. Das erreichen sie mit ihren inneren Werten. Der ein oder andere kleine Farbklecks darf aber trotzdem sein, jeder Gothic hat neben Schwarz mindestens noch eine andere Lieblingsfarbe. Je nach Subszene sehen Gothics aber auch sehr unterschiedlich aus. Cyber-Gothics beispielsweise verfolgen einen künstlichen, modernen Look, während andere sich eher der viktorianischen Zeit zugehörig fühlen und ihr entsprungen sein könnten, wenn sie ihre Outfits für besondere Anlässe anziehen. Im Tagesgeschäft erkennt man Gothics beispielsweise an farbigen Haarsträhnen, dunkler, szenetypischer Kleidung, die aber alltagstauglich ist, oder an einigen speziellen Marken, die in der Szene beliebt sind.

Wie wohnt man als Gothic?

Anhand der Wohnung kann man den Bewohner oft schon als Gothic identifizieren. Gothics achten mit kommender Reife zunehmend auf Qualität und Langlebigkeit ihrer Anschaffungsgüter, doch das allein ist es noch nicht, was sie ausmacht. Die Anzeichen sind viel eindeutiger: Das Schwert oder das Wappen an der Wand, die eher dunkle Wandfarbe, die Gothic-Motive der Bilder, opulente Kerzenständer, Räucherwerk – all das findet man in einer typischen Gothic-Umgebung häufig. Der Wohnraum eines jeden Menschen ist sein individueller Freiraum, in dem er sich entfaltet und bewusst seine Persönlichkeit zum Ausdruck bringt. Alles, was man in der Wohnung eines Menschen sehen kann, wurde von ihm mehr oder weniger bewusst so platziert, dass es anderen auffällt: Er will, dass sie sich auf dieser Basis ein Bild von ihm machen. Daher erklärt sich sicherlich auch, dass Gothics so viel Wert auf einen angemessenen Wohnraum legen und sich so viel Mühe bei der Wahl der Möbel, der Deko-Artikel und der allgemeinen Einrichtung geben.

Wie gehen Goths aus?

In einer edlen Cocktailbar oder im 5-Sterne-Restaurant wird man den Gothic eher nicht antreffen. Wer in der Szene noch im typischen Partyalter ist, geht in Szeneclubs und Einrichtungen, die sich an Gothics oder ähnliche Musikgruppen richten. In den städtischen Ballungsräumen gibt es einige spezielle Gothic-Diskotheken, die überregional bekannt sind und Gothics von nah und fern anziehen; wenn es ein solches Angebot nicht gibt, organisiert man einfach eine eigene Privatparty oder wartet, bis andere Diskotheken einen Gothic-Abend veranstalten.

Typische Hobbys und Interessen

Viele Gothics sind künstlerisch begabt – und wenn das nicht der Fall ist, sind sie zumindest interessiert. Begabte Gothics zeichnen oder schreiben gerne, einige fotografieren auch, schauspielern, modeln oder sind in einer anderen ähnlichen Kunst involviert. Die meisten lesen tiefgründige Literatur oder befassen sich mit der Kunst innerhalb und außerhalb ihrer Szene. Außerhalb der Kunst wird auch gerne über das aktuelle Geschehen in der Welt, in der Szene oder in einem anderen wichtigen Bereich des Lebens diskutiert. Gothics sind weltoffene, aufgeschlossene Persönlichkeiten, die sich für ihre Umgebung interessieren und sich auch gerne fortbilden, um neue Perspektiven kennen zu lernen und alle Aspekte einer Situation einschätzen zu können. Darüber hinaus hat jeder Gothic auch eigene Hobbys und Interessen, zu denen von Sport bis hin zu Gemeinschaftsarbeit alles gehören kann – auch Gebiete, die man eher weniger mit der Szene assoziieren würde.

Stärken und Schwächen des Gothics

Gothics sind Menschen, die sehr viel nachgedacht haben. Sie haben zu fast jedem Thema eine ausgereifte Meinung, diskutieren aber gerne und wollen andere Standpunkte kennen lernen – das kann mit dem Alter kommen, von Teenagern sollte man nicht zu viel erwarten. Ihnen fällt es dadurch meist nicht schwer, sich für Neues zu öffnen und lebenslang dazuzulernen. Einige Gothics wenden sich der Szene aber auch zu, um sich von der Gesellschaft abzukehren, mit der sie in der Vergangenheit ihre Probleme hatten. Sie wollen anders sein und das auch durch ihr Erscheinungsbild zum Ausdruck bringen. Manche Gothics haben leichte bis schwere psychische Probleme, was ihnen die Akzeptanz als Szene insgesamt schwer machen kann. Da sie als so nachdenklich gelten, fällt es manchen Gothics auch schwer, neue Freunde oder den Anschluss an eine Gruppe zu finden – vor allem dann, wenn dort niemand mit ihrer Einstellung ist. Doch das sind kleinere Schwächen, die man mit etwas Arbeit an sich selbst leicht überbrücken kann.

Sind Gothics alle depressive Teenie-Satanisten?

Die Gothic-Szene ist eine große Szene; allein deswegen zieht sie immer mehr Mitglieder an. Teenager beispielsweise stoßen zu ihr, da sie nach einer Möglichkeit der Rebellion und der Abkehr von der Gesellschaft suchen, mit der sie nicht immer angenehme Erfahrungen machen. Menschen, die im Leben viel erlebt haben, das nicht immer positiv war, wenden sich ebenfalls oft der Gothic-Szene zu, da sich nicht abstreiten lässt, dass sie sich mit dem Thema Trauer und ihrer Bewältigung befasst. Einige überwinden ihr Schicksal, andere trauern aufgrund ihrer Vergangenheit sehr lange und sehen die Gothic-Szene als Möglichkeit, sich auszudrücken und trotzdem mit dem Leben zurechtzukommen, wie sie es kennen. Der Satanismus ist ebenfalls ein Einfluss, den es in der Szene zwar gibt, der aber nicht zentral ist. Viele Gothics haben sich auch schon mit ihm befasst, da die Themen Glaube und Religion ihnen wichtig sind – doch nur, weil sie sich damit auseinandersetzen wollen. Einige satanistische Grundsätze nehmen Gothics gerne für sich selbst an oder deuten sie um, doch die wenigstens Gothics sind gefährliche oder gar gewalttätige Satanisten. Sieht man sich einmal die Satanistenmorde der letzten Jahrzehnte an, wird man feststellen, dass die wirklich gefährlichen Fanatiker praktisch gar nicht aus der Gothic-Szene stammen und die Verbindung zwischen Gothics und dem gefährlichen Satanismus lediglich ein Irrglaube ist.

Gothic – Weltanschauung

Den Gothic hält man oft fälschlicherweise für ein depressives, tieftrauriges Figürchen, das sein Leben lang in schwarzer Trauerkleidung durch die Weltgeschichte schreitet und niemals spüren wird, was Freude, Licht und Spaß bedeuten. Bei näherer Betrachtung wird man jedoch erkennen, dass die Weltanschauung der Gothics lediglich daher herrührt, dass sie auch über die Schattenseiten des Lebens intensiv nachgedacht und nach einer Strategie gesucht haben, damit umzugehen, dass sie durchaus existieren. Wenn andere wegschauen oder zwanghaft optimistisch denken, bleiben Gothics oftmals realistisch und sind so in vielen Situationen sehr gut gerüstet. Oftmals sehen sie Schönheit auch noch in Dingen, in denen sie sonst niemand mehr sehen kann.

Das Thema Glück
Gothics sind nicht unglücklicher als andere Menschen. Sie tragen gerne schwarze Kleidung, zumindest einige – doch das liegt nur daran, dass ihnen die Farbe Schwarz zusagt. Dunkle Farben machen den Körper schlank und lassen ihn elegant wirken, was Gothics nun einmal ausnutzen. Sie müssen nicht zwanghaft auffallen, für sie zählen eher die inneren Werte; und deswegen legen sie nur wenig Wert auf die Mode, die den meisten anderen Menschen zusagen würde. Schwarze Kleidung steht allerdings nicht für Unglück, eigentlich sind Gothics sogar sehr glückliche Personen. Sie brauchen vielleicht etwas länger, bis sie das zeigen können, doch der Grund dafür ist, dass ihr Glück aus tiefster Seele kommt. Sie legen keinen Wert auf ein kurzes, vergängliches Gefühl, das man beispielsweise beim Kauf eines teuren, aber unnützen Gegenstands hätte – Gothics wissen, dass das kein wahres Glück ist. Lieber warten sie darauf, dass sich eine Chance ergibt, wahres Glück zu empfinden, beispielsweise durch die Nähe eines wertvollen Mitmenschen oder eines kleinen Erfolgs im alltäglichen Leben. Diese Art von Freude kommt von innen und ist daher von Dauer. Und wenn der Gothic doch einmal traurig ist, dann liegt das nur daran, dass er wieder einmal etwas zu viel nachgedacht hat. Das passiert aber auch jedem anderen Menschen immer mal wieder.

Die Werte im Leben
Gothics legen meist wenig Wert auf materielle Dinge. Ausnahmen können Dinge sein, die zu ihrer Szene gehören und kostspielig sind, da sie von einer bestimmten Marke stammen können. Bis auf diese Artikel sind Gothics jedoch sehr genügsam und sind meist schon damit zufrieden, dass ihre alltägliche Ausstattung hochwertig ist. Sie legen beispielsweise keinen Wert auf die Mainstream-Markenmode, neues technisches Spielzeug oder eine viel zu große Wohnung, mit der sie lediglich angeben könnten. Sehr viel wichtiger für sie sind Freunde und eine liebevolle Familie, das Glück ihrer geschätzten Mitmenschen, gemeinsame Momente, Spaß im Leben mit denjenigen Menschen, die sie gerne um sich haben, und natürlich ihre eigenen Lebensziele. Es gibt durchaus Gothics, die beispielsweise Probleme damit haben, eine Ausbildung oder Arbeit zu finden, was in persönlichen Schwierigkeiten begründet sein kann. Daneben gibt es aber auch sehr gut angepasste Gothics, die beispielsweise studieren oder einen gut bezahlten Job haben und Wert darauf legen, etwas aus sich zu machen. In dieser Hinsicht sind Gothics so unterschiedlich wie alle anderen Menschen auch.

Goths und die Politik

Gothics wird häufig vorgeworfen, eine eher rechte Einstellung zu haben. Dabei lässt sich gar nicht verallgemeinernd sagen, wie der Gothic politisch eingestellt ist. Es gibt sicherlich einige Gothics, die eher rechts einzuordnen wären. Manche Gothic-Gruppierungen konzentrieren sich stark auf alte, germanische Werte und nähern sich fast schon dem Klischee des Metallers an, sind also tatsächlich extrem rechts oder sogar nationalistisch eingestellt. Es gibt allerdings auch das Gegenteil zu ihnen, genauso wie es den ein oder anderen liberalen Gothic gibt. Insbesondere unter den Teenager-Gothics darf man die Unpolitischen nicht vernachlässigen, die sich schlichtweg nicht für die Politik interessieren oder noch nicht alt genug sind, um alle politischen Vorgänge zu verstehen.

Gothics und die Religion

Im Hinblick auf die Religion sind Gothics bereits etwas geschlossener zu betrachten: Häufig geben sie an, keine Christen zu sein, viele sind Atheisten. In der Gothic-Szene wird sehr viel nachgedacht, Philosophie wird großgeschrieben. Dass der Sinn des Lebens hinterfragt wird, ist daher nicht weiter verwunderlich, und gerade in der modernen, aufgeklärten Zeit führen solche Gedanken oftmals zur Ablehnung jeglicher Religion. Teenager-Gothics wenden sich häufig aus Protest von der herrschenden christlichen Religion ab, um sich etwa von Eltern, Verwandten, vermeintlichen Vorbildern oder der älteren Gesellschaft allgemein zu distanzieren. Ältere Gothics hingegen glauben manchmal noch an eine höhere Macht, nicht aber unbedingt an die christliche Religion; sie wären am ehesten den Deisten zuzuordnen. Fast durchgehend beobachten kann man jedoch, dass bestehende Religionssysteme abgelehnt werden. Gothics kritisieren beispielsweise die Missbrauchsskandale der katholischen Kirche, die Unterdrückung und den Fanatismus in den islamischen Gesellschaften oder die Gewalt, die Religionen in der Geschichte ausgelöst haben. Genauso altersübergreifend lässt sich eine Hinwendung zu den alten Glaubenssystemen der Menschheit beobachten. Kelten und Germanen haben es den Gothics besonders angetan; seltener findet man sie in der buddhistischen oder indianischen Kultur wieder.

Sind Goths Satanisten?

Es gibt durchaus Gothics, die sich zum Satanismus bekennen. Ein Blick in die Geschichte der Satanistenmorde reicht jedoch, um zu erkennen, dass die tatsächlich gefährlichen, gewaltbereiten Satanisten eher nicht aus der Gothic-Szene stammen. Die meisten heutigen Gothics sind zu aufgeklärt und zu pazifistisch, um jemals einen Zugang zum gewaltbereiten, gesellschaftsgefährdenden Satanismus zu finden. Insbesondere Jugendliche beginnen, sich dafür zu interessieren, da sie in der christlichen Gesellschaft großgeworden sind und sich von dieser abwenden wollen – kaum etwas eignet sich dafür besser als die „Religion“, die das Gegenstück Gottes verehrt. Je reifer der Gothic wird, desto eher beschäftigt er sich mit satanistischen Themen, um Erkenntnisse darüber zu gewinnen und Stoff zum Nachdenken zu haben. Er möchte seine Umwelt in all ihren Facetten kennen lernen und sich über alle Strömungen und Richtungen informieren, die es in ihr gibt. Doch deshalb würde er niemals anfangen, sich selbst oder andere im Namen Satans zu verletzen, auf Friedhöfen herumzulungern oder gar einen Mord zu begehen. Selbst, wer sich Satanist nennt, tut dies mit großer Wahrscheinlichkeit nur, um sich vom herrschenden christlichen Glauben voll und ganz abzuwenden, eine eigene Identität zu finden und aus den Ideen des Satanismus eine eigene Lebensphilosophie zu errichten.

Gothicfilme wie NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS

Tim Burton – Nightmare Before Christmas
Tim Burton ist bekannt für seine ausgefallenen und vielschichtigen Filme, welche mit ihren teilweise bizarre Akzenten, Darstellern und Handlungsverläufen, immer den Nerv der Zeit treffen. Aber noch bevor er mit Filmen wie „Alice im Wunderland“, „Charlie und die Schokoladenfabrik“ oder „Planet der Affen“ die Kinokassen füllte, machte sich Tim Burton mit außergewöhnlichen und innovativen Ideen einen Namen in der Filmindustrie. Mit „Nightmare Before Christmas“, entwickelte Burton im Jahr 1993 das Skript für den ersten Stop-Motion-Trickfilm der Filmgeschichte: Ein Verfahren, bei welchem modellierte Puppen vor einem starren Hintergrund, mit hohem Arbeitsaufwand, millimeterweise bewegt und abfotografiert werden, um so einen flüssigen Bewegungsablauf zu simulieren und gleichzeitig der Vorgänger der heutigen Computertechnologie. „Nightmare Before Christmas“, die musicalhafte Erzählung über ein Skelett mit dem Wunsch, Weihnachten an sich zu reißen, ist ein einzigartiger Film, der durch seine liebevolle und gleichzeitig skurrile Umsetzung, seine morbiden bis bizarren Charaktere, seiner vielschichtigen Erzählung und seinen skurrilen und bizarren Charme zu überzeugen weiß.

Inhalt
Jack Skellington ist der Star von Halloween Town. Das Skelett im Nadelstreifenanzug ist das Vorbild der Bewohner der Stadt, den vielen verschiedenen Gruselgestalten von Halloween Town. Halloween wird, jedes Jahr, zu einem großen Fest der Stadt. Doch nach den vielen Jahren und Festen, sucht Jack Skellington eine Veränderung. Von seinem Umfeld gelangweilt, entdeckt Jack eines Tages eine Tür in einem Baum, welche ihn in eine andere Stadt bringt: Christmas Town. Eine Parallelwelt, in der nicht Halloween, sondern Weihnachten im Lebensmittelpunkt der Bewohner steht. Begeistert von dieser fremden Welt, bringt Jack das Weihnachtsfest in seine Heimat. Was zunächst wie eine gute Idee scheint, wird schnell zu einer einzigen Katastrophe. In Halloween Town ist nichts mehr so, wie es einmal war.

Meinung
Mit „Nightmare Before Christmas“ ist Tim Burton („Charlie und die Schokoladenfabrik“, Alice im Wunderland) ein Film gelungen, der auch nach 20 Jahren nichts von seinem besonderen Charme und seiner Wirkung verloren hat. Der Film zeichnet sich aus durch eine aufwendige und gleichzeitig sehr detailgetreue Umsetzung, eine fast musicalhafte Umsetzung und einen bizarren und gleichzeitig skurrilen Charme. Die Umsetzung im „Stop-Motion-Verfahren“ durch Henry Selick, gibt dem Trickfilm-Genre eine ganz neue Bedeutung und ist gleichzeitig ein Spiegel der Zeit und ein Zeichen für die kreativen Ansätze des Kultregisseurs. Die Geschichte ist kreativ, bestückt mit morbiden und düsteren Elementen und bekommt durch die wundervolle musikalische Untermalung einen besonderen Unterhaltungswert. Zahlreiche Auszeichnungen (u.a. Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie: „Beste Musik“, Oscar-Nominierung: „Beste visuelle Effekte“) folgten und festigen den Platz von „Nightmare Before Christmas“ in der Reihe von bizarr-interessanten Tim-Burton-Filmen.

Fazit
„Nightmare Before Christmas“ ist ein schaurig-schönes Märchen für Erwachsene: vollkommen anders, unterhaltend, witzig und originell. „Nightmare Before Christmas“ versprüht den skurrilen Charme, der Tim Burton auszeichnet. Für Tim-Burton-Fans und Menschen, die eine Schwäche für ausgefallene Filme haben, ist dieser Film ein einzigartiges Abenteuer.

CORPSE BRIDE

Inhalt
Das Ehepaar Van Dort hat es weit gebracht. Um aber in die höhere Gesellschaft aufgenommen zu werden, muss Sohn Victor eine Adelige heiraten. Victoria Everglot ist adelig, wenn auch verarmt. Der Zweckhochzeit scheint nichts im Weg zu stehen. Doch Victor ist verunsichert und geht in den Wald, um nachzudenken. Dort probt er die Hochzeit und steckt einem Ast seinen Ring an. Doch der ist der Arm des Skeletts der nun aus ihrem Fluch erwachenden toten Emily.

Victor kommt ins Tal der Toten, er liebt aber Victoria und will zurück ins Diesseits. Unter einem Vorwand bringt er Emily dazu, mit ihm zurückzukehren. Doch dort macht sich Victor aus dem Staub. Emily spürt ihn auf und holt ihn mit einem Rückkehrspruch ins Totenreich. Victorias Eltern suchen für sie einen neuen Mann, Lord Barkis. Im Jenseits erfährt Emily, dass sie Victor nur heiraten könne, wenn auch er tot ist. Victor, der von Victorias Vermählung erfahren hat, ist bereit durch Gift zu sterben. Die Toten und die Lebenden treffen sich zusammen mit Victor und Emily in der Kirche. Emily erkennt Lord Barkis als ihren ehemaligen Verlobten, der sie getötet hat. Lord Barkis trinkt nach einem Kampf mit Victor versehentlich von dessen Gift und stirbt. Emily akzeptiert Victor und Victorias Glück und löst sich im Mondlicht in Schmetterlinge auf.

Review
Der Film besticht vor allem durch seine großartige Animation und die detailliert gezeichneten Charaktere. Sofort fällt auf, dass die diesseitige Welt in eher dunklen und trüben Farben gezeichnet ist, während die Unterwelt in den glänzendsten Farbtönen erstrahlt. Die Charaktere beider Welten sind überzeugend skurril gezeichnet und in ihrem Aussehen ein Abbild der schier unendlichen Kreativität ihrer Schöpfer. Tim Burtons typische Motive sind in jedem einzelnen Element des Films erkennbar. Die spannende Handlung ist rasant und oft hat man das Gefühl, etwas nicht ganz verstanden oder nicht genau genug betrachtet zu haben, doch schon wird man vom Geschehen wieder mitgerissen. Komponist Danny Elfman trägt mit der Filmmusik zu diesem bezaubernden Erlebnis vielerlei bei. Als einzigen kleinen Kritikpunkt haben haben die Songs leider kaum Ohrwurmpotenzial. Gesungene Songs finden sich nur im ersten Teil, im restlichen Film überzeugt der Komponist mit melodieschwerer Orchestermusik. Er selbst leiht übrigens der Figur Mr. Bonejangles‘ seine Stimme. Zusammenfassend ist zu sagen, dass „The Corpse Bride“ wohl nicht ganz an Burtons Vorgängerwerk „Nightmare Before Christmas“ anschließen kann, allein schon der Effekt des vollkommen Neuen, ist bei diesem Film nicht mehr gegeben. Es sind aber nur Kleinigkeiten, die diesen Film weniger hell strahlen lassen als den Vorgänger. Sowohl die Storyline wie auch die ganze gesamte Vorgehensweise ist stringent durchdacht und für den Seher ein köstliches Filmvergnügen. Mehrmaliges Ansehen ist unbedingt zu empfehlen, um alle Aspekte und Nuancen dieses wunderbaren Movies auskosten zu können.

The Crow

Es gibt Legenden die besagen, dass eine Krähe die mystische Verbindung zwischen der sterbenden Seele und dem Jenseits darstellt und es gibt Filme, deren düstere Aura und Tragik über Drehbuch hinaus geht, sodass diese Filme für immer im Gedächtnis der Filmfans bleiben. The Crow gehört definitiv in diese Kategorie und dass nicht nur aus dem Grund, weil der junge Hauptdarsteller Brandon Lee (Sohn des legendären Bruce Lee) während der Dreharbeiten aufgrund einer unzureichend präparierten Blindpatrone erschossen wurde. Besonders tragisch, da Brandon Lee zum Zeitpunkt gerade einmal 28 Jahre jung gewesen ist und gerade dabei war den Sprung vom B-Movie-Darsteller zum großen Schauspielstar zu schaffen. The Crow sollte dabei sein großes Sprungbrett werden.

Der Film von Alex Proyas ist eine sehr düstere Comic-Verfilmung um den Rockstar Eric Draven und dessen Freundin die ermordet werden. Es heißt, dass wenn eine verstorbene Seele rastlos ist, weil sie auf Erden unerledigte Dinge zurückgelassen hat, dass eine Krähe die Macht hat, diese Seele für kurze Zeit zurück auf die Erde zu führen, damit diese durch Begleichen der noch offenen Rechnungen ihren Frieden finden und zurück ins Jenseits gelangen kann.

Bestärkt durch den Zorn über das an seiner Freundin und ihm begangene Unrecht kehrt Draven zurück auf die Erde, um Rache an seinen Mördern zu nehmen. Ausgestattet mit übernatürlichen Kräften und getrieben vor blinder Wut über das begangene Unrecht und der Tatsache, dass seine Mörder straflos davon kommen sollen, beginnt Draven einen schonungslosen Rachefeldzug. In den menschenleeren, verregneten Straßen der anonymen Großstadt, welche der Atmosphäre des Films folgend nur nachts und im Regen zu sehen sind, kreuzen das vernachlässigte Straßenmädchen Sarah (klasse dargestellt durch Rochelle Davis) sowie der Polizist Albert (Ghostbusters-Darsteller Ernie Hudson) seine Wege. An Halloween kommt es dann zum großen Showdown, Eric Draven steigt aus seinem Grab hervor und startet – angeführt von der Krähe – seinen Racheakt.

Fazit:
Obgleich der Film aus heutiger Sicht der legitime Vorgänger von Filmen wie „Batman Begins“ angesehen werden kann ist er doch sehr inkonsequent verfilmt. Für eine Comicverfilmung eine Spur zu düster, für einen Horrorfilm hat „The Crow“ zu viele sentimentale Momente. Die bösen Charaktere wirken hölzern und überzeichnet, was diesen wenig Glaubwürdigkeit verschafft, was jedoch im Stile einer Comic-Verfilmung nicht ungewöhnlich ist. Höchstwahrscheinlich war es sogar das Anliegen von Alex Proyas, ein Werk zu schaffen, welches nicht genau kategorisiert werden kann. Das Spiel von Brandon Lee ist wohl das Beste in seiner Karriere gewesen, umso tragischer, dass es sein letzter Film gewesen ist, den er lediglich zu zwei Dritteln vollenden konnte. Seine Darstellung wirkt glaubhaft, sein Make-up und das Minenspiel sind der Rolle angemessen und können durchaus als Einfluß für Heath Ledgers Joker-Darbietung vermutet werden.
Die Kulissen wirken menschenfeindlich und erinnern zeitweilig an die visuellen Darstellungen in Ridley Scotts „Blade Runner“. Die musikalische Untermalung ist der Grundthematik des Films gut angepasst und auch aufgrund der unerbittlichen, brutalen Krähe und des komplett gegensätzlichen Hauptcharakters Eric Draven erreicht der Film eine Tiefe, bei der wahren Comic-Fans das Herz höher schlägt. Kurzum ein Film, den man als Genre-Liebhaber gesehen haben muss, der jedoch für Menschen, die sich nicht eingängig mit der Comic-Thematik auseinandersetzen befremdlich und unverständlich rüberkommt.

Die Stadt der verlorenen Kinder

„Die Stadt der verlorenen Kinder“ ist ein weiteres Meisterwerk der beiden Regisseure Jeunet und Caro. Genau wie bei „Delicatessen“ beweisen Sie auch hier wieder Mut zu bizarren Handlungen in einer verrückten Umgebung. Der Film ist vollgestopft mit verrückten Einfällen und geniale Darsteller sorgen dafür, dass die Handlung bis zur letzten Minute interessant bleibt. Trotz aller Düsternis kann „Die Stadt der verlorenen Kinder“ durchaus als Märchen bezeichnet werden. Es sieht fast so aus, als wenn die beiden Regisseure alle witzigen Ideen, die in „Delicatessen“ keinen Platz mehr hatten, in den neuen Film eingebaut haben.

Die Handlung des Films

In einer dunklen Hafenstadt werden reihenweise Kinder von geblendeten Mitgliedern eines kultischen Ordens entführt. Die Kinder sollen an Krank verkauft werden. Dafür erhalten die Ordensbrüder ein künstliches Auge für ihre linke Gesichtshälfte. Von Krank werden die Kinder auf einer Bohrinsel im Meer verschleppt, wo er mit seiner kleinen kindfräulichen Mademoiselle Bismuth und sechs kindischen Klonbrüdern lebt. Ein Gegenstück zu Krank, der scheinbar keine Seele hat, lebt hier noch das Gehirn Irvin in einem Aquarium. Entführt werden die Kinder weil Krank ihre Träume haben will. Aber in seinem Kopf werden selbst die schönsten Träume zu Albträumen. Als Denreé, der Bruder von Kettensprenger One, entführt wird, will One ihn suchen. Im Waisenhaus trifft One auf das Mädchen Miette. Sie will ihm bei der Suche helfen. Natürlich versuchen die Mitglieder des Ordens One und Miette mehrfach aus dem Weg zu räumen. Bei einem Sturz ins Hafenbecken wird Miette von einem Taucher gerettet, der sich als Wissenschaftler entpuppt und scheinbar das Original zu den Klonen auf der Bohrinsel ist. Leider hat der Wissenschaftler seinen Verstand verloren. Hilfe bekommt das Trio später noch vom Gehirn Irvin, weil Irvin will dem Treiben auf der Insel endlich ein Ende setzen will. Mithilfe eines von Irvin geschickten Albtraums kann der Wissenschaftler endlich seinen Verstand wieder finden. „Die Stadt der verlorenen Kinder“ endet nicht mit einem Happyend, denn am Ende sitzt der Wissenschaftler auf der Insel, als sie explodiert.

Nicht unbedingt ein Kinderfilm

„Die Stadt der verlorenen Kinder“ kommt mit wenig Drumherum aus. Ein Haus, grünes Meerwasser, dunkle Seitenstraßen und verkommene Industriebauten machen schon fast das komplette Szenario dieses Films aus. Die Ölplattform, auf der Krank mit seinen Klonen und seiner kindfräulichen Mademoiselle Bismuth lebt, wirkt ebenfalls alles andere als anheimelnd. Was sich im ersten Moment nach einem Kindermärchen anhört, sollte von Eltern allerdings mit Vorsicht betrachtet werden. Die normale Familie fühlt sich von diesem Film ganz sicher nicht angesprochen, denn um diesen Film mit Genuss zu sehen, sollte man schon ein bisschen von der Verrücktheit der Regisseure haben. So manche Szene aus dem Film ist ganz sicher nicht für kleine Kinder geeignet. Hervorragend geeignet ist „Die Stadt der verlorenen Kinder“ dafür aber für alle jung gebliebenen oder Kinoenthusiasten, die den schwarzen Humor aus Frankreich lieben. Ein absolutes Must Haven dürfte „Die Stadt der verlorenen Kinder“ vor allem für Fans von Komiker Dominique Pignon sein. Er taucht gleich in mehreren Rollen auf und spricht auch noch das Gehirn Irvin. Zu etwas Besonderem wird der Film durch die Kombination von verrückten Einfällen, düsteren Schauplätzen und hervorragenden Schauspielern. Das Drehbuch und die Musik wurden mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Freunde des schwarzen Humors wird dieser Film von der ersten bis zur letzten Minute fesseln.

CRADLE OF FEAR

Der im Jahr 2001 in Großbritannien gedrehte Film „Cradle of Fear“ (was soviel bedeutet wie „Wiege der Angst“) bzw. welcher auch unter dem Alternativtitel in Großbritannien „Frightfest“ veröffentlicht wurde, ist ein Gore- bzw. Horrorfilm. Der 120 Minuten lange Film ist als Episodenfilm angelegt, wobei die vier Episoden im Rahmen einer Gesamthandlung verbunden sind.

Alex Chandon hat bei „Cradle of Fear“ die Regie übernommen. Grund dafür war das Musikvideo „From the Cradle to Enslave“ der Death Metal Band „Cradle of Filth“, bei welcher ebenfalls Chandon die Regie übernahm. Chandon spielte schon länger mit dem Gedanken einen Horrorfilm zu drehen und nutzte die Gelegenheit den Frontmann der Band, Dani Filth, von seinem Vorhaben zu überzeugen. Die Zusicherung des Budgets wurde auch erst erteilt als die Produktionsfirma erfuhr, dass der Filth mit von der Partie war und eine der Hauptrollen übernehmen sollte. Die restlichen Bandmitglieder waren ebenfalls im Film vertreten – entweder als Dämonen oder als Passanten.

Der Film „Cradle of Fear“ orientiert sich durchwegs an „Asylum“, welcher ebenfalls in vier Episoden gelegt wurde und eine Haupthandlung rund um eine psychiatrische Anstalt aufweist.

Der Film beginnt mit einer Tatortuntersuchung durch Inspektor Neilsen, welcher zwei Frauen namens Mel und Nikki ermordet vorfindet. Danach startet auch die erste Episode, in welcher bereits Dani Filth als „The Man“ seinen Auftritt hat und Mel vergewaltigt, welche nach der Vergewaltigung durchwegs Visionen von Dämonen und Monstern hat. Dass aber bereits ein Dämon in ihr wächst, ist Mel und ihrer Freundin Nikki, welche Mel beruhigen möchte, noch nicht bewusst.

In der zweiten Opfer rauben Emma und Sophie eine Wohnung aus – der Nachteil ist, dass der Besitzer daheim ist. Ein blutiges Ende ist jedoch erst der Anfang, denn die Ermordeten kehren zurück.
Die dritte Episode handelt von Nick und Natalie. Nick erhält nach einem Unfall eine Transplantation eines neuen Beins, wobei dieses mit der Zeit sein Eigenleben entwickelt.

Die letzte Episode handelt von Inspektor Nielsons Sohn, welcher auf einer Internetseite die Möglichkeit findet, gegen Entgelt Foltermöglichkeiten zu kaufen und diese live im Internet zu sehen. Ein böses Ende nimmt mit dieser Art des Vergnügens seinen Lauf.

Immer wieder wird Inspektor Neilsen eingeblendet, welcher zwischen den Episoden immer neue Details zu den Morden erhält und auch schon „The Man“ auf der Spur ist.

Auf Grund der dargestellten Gewaltszenen ist der Film in Deutschland nur in einer 10 Minuten geschnittenen Fassung erhältlich. In Österreich hingegen ist der Film ungeschnitten erhältlich. Auch wenn „Cradle of Fear“ durchwegs mit Splatter Effekten seien Fans bedient, so gilt der Film als durchwegs langweilig und nicht empfehlenswert. In der Regel zeigten sich nur Splatter Fans oder Fans der Death Metal Band „Cradle of Filth“ von Alex Chandons Werk begeistert. Womöglich liegt es auch an der oftmals schlechten Kameraführung wie auch an den platten Dialogen, welche im Film leider oftmals vorkommen.


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