Die Höllentalbrücken / Frankenwaldbrücken – Hängebrücken über das Höllental

Das Höllental ist etwas ganz Besonderes. Dieser Abschnitt im östlichen Frankenwald zwischen Blechschmidtenhammer und Hölle ist das enge Flusstal der Selbitz. Es liegt der Stadt Lichtenberg zu Füßen, grenzt an Thüringen und gehört zum Landkreis Hof in Bayern.

Bis spätestens 2020 soll die längste Hängebrücke der Welt über das Höllental bei Lichtenberg realisiert werden. Die Höllentalbrücken bzw. Frankenwaldbrücken – geplant ist eine ca. 380 Meter lange Brücke über das Lohbachtal, die zweite Brücke mit ca. 720 Meter – sollen über das Höllental zum Aussichtspunkt „König David“ reichen.

Vor und nach der Grenzöffnung

Höllental

Höllental

Bis zur Grenzöffnung 1989 und der deutschen Wiedervereinigung 1990 war das Höllental unpassierbar gewesen, weil es unmittelbar an der Grenze der Bundesrepublik zur DDR lag. Heute trennt das Höllental keine Staaten mehr. Dieses wundervolle Stück Natur verbindet die beiden Freistaaten Thüringen und Bayern und ist als wildromantisches Tal im Östlichen Frankenwald ein natürliches Kleinod.

Im Jahr 1997 wurde das 160 Hektar Fläche umfassende Höllental zum Naturschutzgebiet erklärt. Die Europäische Union wies das Höllental zudem zusammen mit dem Muschwitztal als Fauna-Flora-Habitat (FFH) aus.

Entstanden ist das Höllental im Laufe vieler Jahre durch den Durchfluss der Selbitz, bevor sie dann in die Sächsische Saale mündet. Bizarre Felsgruppen und Gesteinsvorsprünge zieren die Hänge, die ansonsten mit Mischwald bewachsen sind.

Wandern im Höllental

Hirschsprung Höllental

Hirschsprung Höllental

Zu erreichen ist das Höllental über die Orte Hof und Naila. Es gibt zwischen Bad Steben und Hof eine Bahnstrecke mit einem Bedarfshalt „Höllental“. Wer mit dem Fahrrad zum Höllental unterwegs ist, kann bei Blankenstein, wo der Rennsteig-Radwanderweg endet, den Saale-Radwanderweg nehmen, der am Höllental vorbeiführt. Ebenfalls mit dem Rad kann man durch das Höllental von Wüstenselbitz auf dem Selbitz-Radweg über Helmbrechts und Schauenstein zum Endpunkt Blechschmidtenhammer fahren.

Die Höllentalstraße, die am Westufer der Selbitz verläuft, ist als Privatstraße für den Autoverkehr nicht zugelassen. Als Radweg und von Rollstuhlfahrern und Wanderern und kann sie durchaus befahren bzw. begangen werden. Auf der anderen Seite des Flüsschens kann man den Röhrensteig unmittelbar auf der Wasserzuführungsrohrleitung des Kraftwerkes passieren. Dort gibt es einen Abstieg. Dieser Weg, auf dem ein Hindernis zu überwinden ist, eignet sich nur für Wanderer. Das aufgestaute Wehr mit einer Fischtreppe befindet sich am Taleingang im Süden des Höllentals. An den Hängen des Flusstals führen noch zahlreiche andere Wege durch diese herrliche Natur. Ungefähr dreißig Kilometer Wanderwege von jeweils unterschiedlicher Länge stehen mit Markierungen an den Höllental-Hängen zur Auswahl.

Am Talausgang, am Bahnhof Lichtenberg, befindet sich das Informationszentrum des Naturparks Frankenwald. Ebenfalls am Ausgang des Höllentals ist die Selbitzmühle bei Blechschmidtenhammer zu finden. Um die Aussicht zu genießen ist die Felsspitze „Hirschsprung“ ein idealer Ort. Etwas weiter darunter steht das Wahrzeichen des Höllentals, ein hölzerner, geschnitzter Hirsch in Sprunghaltung und lebensgroß. Die Sage erzählt, dass Hirsche mit einem Sprung hier ihr Leben retten wollten, wenn sie vordem in die Enge getrieben worden waren. Ob wahr oder unwahr – der Hirsch aus Holz sieht beeindruckend aus.

Unweit vom „Hirschsprung“ offenbart der Aussichtspunkt „König David“ einen faszinierenden Blick in die Umgebung. Dann gibt es noch den Wolfstein, auf dem der 19 Meter hohe Wiedeturm steht, der im Jahr 1903 mit einer Aussichtsplattform errichtet wurde. Nur ein paar hundert Meter trennen die Stelle von der, an der sich der Frankenweg, der Fränkische Gebirgsweg und der Rennsteig treffen.

Höllental Holzbrücke

Höllental Brücke

Eine besondere Naturromantik offenbart sich am Jungfernsteg, der im Höllental über die Selbitz führt, ebenso wie der Teufelssteg.

Man kann zwar heute nicht mehr mit der Eisenbahn durch das Tal fahren, deren Strecke einst von Marxgrün nach Blankenstein führte, aber man kann die Reste der Höllentalbahn noch sehen. Die Eisenbahnbrücke beim Kraftwerk, der Kesselfelstunnel und der Kanzelfelstunnel legen davon noch Zeugnis ab.

Wer zu seiner Wanderung in der Ortschaft Hölle startet, kann sich mit „Höllensprudel“ versorgen. So heißt das Wasser der Sauerbrunnen, das dort vermarktet wird. Und am Ende des Höllentals, in Blechschmidtenhammer, ist eine wohlverdiente Einkehr möglich, um die fränkische oder thüringische Küche zu probieren, die deftig und wohlschmeckend ist.

Die Stadt Lichtenberg

Lichtenberg Burg

Lichtenberg Burg

Liebevoll „Ritterstädtchen“ genannt zählt Lichtenberg deutschlandweit zu den kleinsten Städten. Im Freistaat Bayern ist Lichtenberg die drittkleinste Stadt. In ihrem Norden steht die Burgruine Lichtenberg, die wie die Stadt selbst durch ihre Berglage das Flusstal der Selbitz überragt. Das landschaftliche Kleinod gehört zum Landkreis Hof in Oberfranken, hat eine Fläche von 9,47 Quadratkilometern. Lichtenberg zählt ungefähr 1100 Einwohner.

Mit den Stadtrechten, die Lichtenberg 1337 verliehen wurden, ist der Ort in seinem Landkreis die älteste Stadt. Doch die Geschichte des Ortes reicht weiter zurück. Als Kleinstadt wurde Lichtenberg schon um das Jahr 1000 gegründet. Die Stadt, die ihrer wunderschönen Landschaft wegen zum Naturpark Frankenwald gehört, hat historisch allerhand aufzuweisen. Sie ist leicht zu erreichen, denn von der Autobahn A9 Berlin-München trennen sie nur neun Kilometer. Wanderer erreichen von Lichtenberg aus auf kurze Distanz den Frankenweg und den Thüringer Rennsteig.

Zur Geschichte

Lichtenberg See

Lichtenberg See

Die Herzöge von Meranien waren es, die im 12. Jahrhundert die Burg, deren Ursprünge bis ins Jahr 814 zurückreichen, erweiterten und erneuerten. Die Stadt und die Burg wechselten mehrfach ihren Besitzer. Seit dem späten Mittelalter bis zum Jahr 1792 war Lichtenberg dem zollerschen Fürstentum Brandenburg-Bayreuth zugehörig. Dann wurden das Fürstentum Bayreuth und die Stadt preußischer Besitz. Erst seit 1810, nachdem Preußen das Fürstentum Bayreuth im Zuge des Tilsiter Friedens an Frankreich abgetreten hatte, gehört Lichtenberg endgültig zu Bayern.

Die Vergangenheit wird in der malerischen Altstadt lebendig. Verwinkelte enge Gässchen sind charakteristisch für das Stadtbild und laden zum Flanieren ein. Der Marktplatz, der im Jahr 1987 grundlegend saniert wurde, wird von dem alten Rathaus geziert und trägt eine Zunfttafel von 1560. Von den Herrschaften, die einstmals über Lichtenberg regierten, zeugen noch die jeweiligen Wappen.

Als größtes Zeugnis der Stadtgeschichte ist die Burgruine Lichtenberg ein sehenswertes Rudiment eines vormals mächtigen Schlosses, wovon heute noch Kasematten, geräumige Kelleranlagen und der alte Bergfried erzählen, der als Aussichtsturm einen fantastischen Blick auf die Umgebung offenbart. Und die alte Zehentscheune aus der Zeit, in der die Lichtenberger Untertanen ihren Herrschaften noch Leistungen in Naturalien erbrachten, d. h. ihren Zehnt abgaben, kann man ebenfalls sehen.

Kultur und Ausflugsziele in und um Lichtenberg

Lichtenberg Burgmauern

Lichtenberg Burgmauern

Das kleine Städtchen über dem Höllental ist zu seiner mittelalterlichen Vergangenheit eine enge Beziehung eingegangen. Im Jahr 2000 fand zum ersten Mal das „Burgfest zu Lichtenberg“ statt, das sich seitdem jährlich vieler Besucher aus der Stadt und der Umgebung erfreut. An zwei Tagen wird das Mittelalter in zahlreichen Facetten durch die Lichtenberger selbst lebendig. Sie werden zu Gauklern und Musikanten, zu Bauern und Fahrensleuten, zu Rittern und Schildknappen usw., sie zechen und tanzen, musizieren und lachen – gerade so, als wäre die Zeit nie bis ins 21. Jahrtausend weitergewandert.

Lichtenberg hat darüber hinaus in musikalischen Fachkreisen einen ausgezeichneten Ruf, den es der Internationalen Musikbegegnungsstätte Haus Marteau verdankt. Diese Begegnungsstätte wurde 1982 gegründet. Der international renommierte Violinist Henri Marteau aus Reims (Frankreich) war in seiner Lichtenberger Villa unter Hausarrest gestellt worden, erlangte zwar nach dem Ende des Ersten Weltkrieges die Staatsbürgerschaft Schwedens, verbrachte aber die letzten zwanzig Lebensjahre in Lichtenberg, wo 1934 starb und im Garten seines Anwesens begraben liegt. Die musikalisch-kulturelle Nutzung der Villa verdankt die Stadt, das hier nicht Meisterkurse und der „Internationale Violinwettbewerb Henri Marteau“ stattfinden, sondern auch Konzerte und besondere Festlichkeiten.

In der Nähe Lichtenbergs befindet sich der Friedrich-Wilhelm-Stollen, der seinen Namen dem Preußenkönig verdankt, da die Region zu jener Zeit zu Preußen gehört hatte. Das Besuchsbergwerk hat beherbergt heute ein Gasthaus und einen Besucher-Stollen, der etwa einen Kilometer lang ist. An die Bergbautradition erinnert eine Grubenlokomotive beim Stollen. Mineralientage, an denen auch eine Mineralienbörese stattfindet, sind das moderne Überbleibsel der einstigen Zeche.

Das Höllental rund um das Städtchen, das von der Selbitz durchflossen wird, ist ein Wanderparadies von wildromantischer Art und führt unter anderem zum Frankenwaldsee, einem Naturschwimmbad, das ein Areal von 60.000 qm umfasst und auch zum Blechschmidtenhammer, einem Informationszentrum im Naturpark Frankenwald mit einer beeindruckenden Modellbahn-Ausstellung der Höllentalbahn.

Gastronomisch auf der Höhe

Lichtenberg

Lichtenberg

Die fränkische Küche und die gemütliche Gastlichkeit, der man in Lichtenberg natürlich begegnet, bergen Spezialitäten, die einen hungrigen Besucher zum Gourmet machen könnten. Gastronomisch kann man sich beispielsweise im Café am Marktbrunnen verwöhnen lassen. Nach einem Altstadt-Bummel ist das traditionelle Kaffeehausambiente genau richtig, um noch ein wenig in der Vergangenheit zu schwelgen. Man kann die urige Künstlerkneipe besuchen, die mit dem Namen „Unrat – Kunst, Krempel & Musik“ einlädt. Das Kellerlokal „Le Bastille“ muss nicht eigens nach historischem französischem Vorbild gestürmt werden. Es veranstaltet freiwillig u. a. Ritteressen, bei denen sich moderne Küche mit überlieferten Rezepten und Tischgewohnheiten vermischt. Zudem bieten das „Burghotel“ und das Burgrestaurant „Harmonie“ eine gute, regionale Küche an. Charakteristisch für die Region sind Stockfisch-Mahlzeiten, mit denen die Fastenzeit auf sehr delikate Weise überbrückt wird. Hier ist die oberfränkische Tradition von der des Mittelmeerraums merklich entfernt. Eine Sehenswürdigkeit, die auf der Zunge zergeht.

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Burgstr. 25 a
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Tel. 09280/1006
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Der Frankenwald

Frankenwald

Frankenwald

Der Frankenwald ist ein etwa 925 Quadratkilometer großes Mittelgebirge im nördlichen Teil von Bayern und gehört zum Thüringisch-Fränkischen Mittelgebirge. Die höchste Erhebung im Frankenwald ist der 795 Meter hohe Döbraberg. Diesen mit seinem auf der Spitze befindlichen Prinz-Luitpold-Turm zu erwandern, ist sicher eines der Highlights im Frankenwald, doch bietet diese Region noch zahlreiche andere lohnenswerte Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten. Da der Frankenwald sich recht zentral in Deutschland befindet und von München, Berlin und Frankfurt etwa gleich weit entfernt ist, ist er ein lohnenswertes Reiseziel.

Wandern im Frankenwald

Wandern im Frankenwald

Wandern im Frankenwald

Etwa 4.000 Kilometer an gut ausgeschilderten Wanderwegen warten im Frankenwald darauf, entdeckt zu werden. Der Frankenweg beispielsweise, welcher auf einer Gesamtlänge von 520 Kilometern neben dem Frankenwald auch die Frankenalp und die Fränkische Schweiz durchquert, ist ein besonders beliebter Wanderweg. Neben zahlreichen romantischen Burgen passiert dieser Weg auch beeindruckende Schlösser und romantische Landschaften.

Eine weitere wunderschöne Wanderregion im Herzen des Frankenwaldes ist das Höllental; hier befindet sich unter anderem eine der tiefsten Quellen Bayerns.

Zwar nicht der höchste Berg im Frankenwald, aber ebenso ein beliebtes Ausflugsziel, ist die 678 Meter hohe Radspitze. Ganz oben auf dem Berg befindet sich ein 20 Meter hoher Aussichtsturm, das eigentliche Ziel vieler Wanderer. Der bekannte Frankenweg als auch der Radspitzweg verlaufen über den Gipfel. Nicht nur bei Wanderern ist die Radspitze jedoch sehr beliebt, auch ist diese ein idealer Startpunkt für Gleitschirm- und Drachenflieger.

Tourismus und Sehenswürdigkeiten im Frankenwald

Frankenwald

Frankenwald

Die Naturschönheiten des Frankenwaldes lassen sich zweifellos besonders gut aus der Höhe betrachten. Einer der bekanntesten Aussichtspunkte ist die Thüringer Warte auf dem Ratzenberg. Dieser fast 27 Meter hohe Aussichtsturm liegt bei Ludwigsstadt in Oberfranken. Von hier aus kann man bis ins Thüringer Oberland blicken – da Ludwigsstadt sehr nahe an der Grenze zu Thüringen liegt, war der Aussichtspunkt besonders zu Zeiten der DDR sehr beliebt. In Ludwigsstadt hat man zudem ein großes Angebot an Sport- und Freizeitmöglichkeiten, im Winter ist die Stadt ein Skizentrum, im Sommer lädt die Umgebung zum Wandern ein. Zu den touristisch interessanten Orten zählt daneben auch Bad Steben mit seinem Mineralbad.

Im Frankenwald lassen sich zahlreiche Burgen und Schlösser besichtigen. Besonders hervorzuheben ist die Festung Rosenberg in Kronach, eine spätmittelalterliche Burg, die sich unter anderem auf einem geführten Rundgang erschließen lässt. Im fränkischen Mitwitz liegt eine etwa 600 Jahre alte Wasserburg, in der heute viele Veranstaltungen und Konzerte stattfinden. Nicht alle Burgen im Frankenwald sind noch erhalten, einige sind nur als Ruinen zu besichtigen. Ein bedeutendes archäologisches Denkmal ist die Heunischenburg, eine Befestigungsanlage, die wahrscheinlich aus dem zehnten Jahrhundert vor Christus stammt. Sie ist in der Nähe von Kronach zu finden.

Zu den Sehenswürdigkeiten des Frankenwaldes zählen auch die Heimatmuseen, die viele Orte entlang des Gebietes besitzen. Darüber hinaus interessant sind beispielsweise das Textilmuseum in Helmbrecht mit Informationen über die regionale Entwicklung der Textilindustrie oder das Bergbau Museum in Kupferberg. Auch spezielle Interessen werden bedient: In Lichtenberg findet sich ein Bandonionmuseum, in Marktrodach ein Museum mit dem Schwerpunkt der Flößerei im Frankenwald, in Kulmbach ein Bäckerei- und Brauereimuseum.

Frankenwald

Frankenwald

An vielen Wasserläufen und Flüssen findet man zudem noch alte Mühlen, die zwar in der Regel nicht zur Besichtigung freigegeben sind, aber dennoch ein beliebtes Ausflugs- und Fotografieziel der Besucher sind. Auch Bodendenkmäler sind charakteristisch für den Frankenwald. Am bekanntesten sind wohl die „12 Apostel“, zwölf aufrechte Steine auf einer Anhöhe bei der Gemeinde Geroldsgrün. Sie stammen wahrscheinlich aus der Jungsteinzeit und dienten möglicherweise der Bestimmung der Sonnenwende.

Eine viel besuchte Sehenswürdigkeit im Frankenwald und ein schönes Fotomotiv ist das Wasserschloss Mitwitz. Dieses befindet sich zwischen Coburg und Kronach und kann von Mai bis September im Rahmen einer Schlossführung besichtigt werden. Diese sollte man unbedingt vorher anmelden, denn öffentliche Führungen finden nur am Wochenende und an Feiertagen statt.

Burg Lauenstein ist ebenfalls ein attraktives Ziel für alle kulturbegeisterten Touristen. Diese mittelalterliche Höhenburg befindet sich über der gleichnamigen Ortschaft Lauenstein.

Eine Stadt im Frankenwald, die man keineswegs versäumen sollte, ist Kronach. Hoch über der Stadt thront die beeindruckende Festung Rosenberg, die als eine der am besten erhaltenen historischen Festungsanlagen in Europa bekannt ist. Auf dem gewaltigen Gelände der Festung kann man unter anderem die Fränkische Galerie besichtigen. Interessant ist es außerdem, das unterirdische Gangsystem zu erkunden. Die Festung Rosenberg verfügt über eine imposante Freilichtbühne, auf welcher jährlich die Faust-Festspiele stattfinden.

Unbedingt sollte man sich in Kronach die beinahe vollständig erhaltene Stadtmauer ansehen. Auch die zahlreichen Fachwerk- und Steinhäuser machen diese Stadt so besonders – keineswegs muss diese sich vor Bamberg, Bayreuth und Kulmbach verstecken. Diese drei Städte sind die wohl bekanntesten Ziele in Oberfranken.

Bei einem Urlaub im Frankenwald gehört ein Besuch der Stadt Kulmbach unbedingt dazu. Nicht nur Biertrinkern ist diese Stadt ein Begriff, auch die gewaltige Renaissancefestung Plassenburg ist weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. In den Innenräumen befinden sich zahlreiche interessante Museen, unter anderem die größte Zinnfigurensammlung der Welt. Natürlich sollte man aber auch das Brauereimuseum besuchen oder aber dem Kulmbacher Bierfest einen Besuch abstatten.

Frankenwald

Frankenwald

Bad Steben ist ein weiterer beliebter Ort im Frankenwald. Dieses höchstgelegene Staatsbad in Bayern war lange Zeit als das Zentrum des Bergbaus im Frankenwald bekannt. Heute ist der Ort nicht nur für seine drei Heilwasserquellen bekannt, auch eine Spielbank kann man hier besuchen. Weiterhin befindet sich in der Stadt ein Marmorbruch, der als eines der schönsten Geotope in Bayern gilt. Der hier abgebaute Marxgrüne Marmor wird nicht nur für zahlreiche bekannte Bauwerke in Deutschland verwendet, sondern auch nach Belgien und Großbritannien exportiert.

Alle Urlauber, die sich für Eisenbahnen interessieren, sollten der Modelleisenbahnausstellung in Selbitz einen Besuch abstatten. Über 600 Wagen auf einer Gesamtfläche von 150 Quadratmetern lassen das Herz jeden Eisenbahnfreundes höher schlagen. Selbitz, die „kleine Stadt mit Pfiff“, befindet sich westlich der Kreisstadt Hof und ist ebenso als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren gut geeignet.

Neben interessanten Städten und zahlreichen Schlössern und Burgen ist der Frankenwald auch bekannt für seine unzähligen Naturschönheiten. Ein besonders beliebtes Reiseziel ist der Rennsteig, welcher auf einer Gesamtlänge von 170 Kilometern sowohl durch den Thüringer Wald als auch durch das Thüringer Schiefergebirge und den Frankenwald verläuft. Bei Wanderfreunden aus ganz Deutschland ist dieser Höhenweg bekannt. Entlang des Weges findet man noch heute etwa 1.300 historische Grenzsteine, die überwiegend aus dem 18. Jahrhundert stammen. Wer den gesamten Rennsteig bezwingen möchte, sollte sich für diesen mindestens sechs Tage lang Zeit nehmen.

Hat man sich für einen Urlaub im Frankenwald entschieden, sollte man unbedingt dem Loquitztal einen Besuch abstatten. Ein 14 Kilometer langer Rundwanderweg führt von diesem Tal aus zur Märchenburg; während dieser Tour hat man auch die Möglichkeit, die sagenumwobene Lauenburg zu besichtigen. Hier bietet sich ein Besuch einer der beiden Confisserien an, die für ihre erlesenen Pralinen bekannt sind.

Bei einem Urlaub im Frankenwald kommen ebenso sportlich aktive Touristen voll auf ihre Kosten. Skilanglauf beispielsweise ist rund um den Döbraberg wunderbar möglich, während Mountainbiker auf dem Tettauradweg voll auf ihre Kosten kommen. Zudem findet man im Frankenwald sieben ausgewiesene Mountainbikestrecken, die einiges an Kondition abverlangen. Immerhin 8.000 Höhenmeter gilt es hier auf einer Gesamtstrecke von 300 Kilometern zu bezwingen. Wer Spaß und Action sucht, sollte sich für eine Floßfahrt auf der Wilden Rodach in Wallenfels entscheiden.

Geografie und Topologie des Frankenwaldes

Frankenwald

Frankenwald

Der Frankenwald ist ein deutsches Mittelgebirge, das zum Thüringisch-Fränkischen Mittelgebirge zählt. Geografisch ungefähr zwischen Hof, Kronach und Kulmbach gelegen hat der Frankenwald eine Länge von ca. 40 km und ist etwa 30 km breit. Das Gebiet ist auch als „die grüne Krone Bayerns“ bekannt, denn immerhin über 50.000 Hektar Wald befinden sich hier.

Charakteristisch für die Landschaft sind neben den waldreichen Hängen die gerodeten Hochflächen ebenso wie Wiesentäler. Der höchste Berg des Frankenwaldes ist der Döbraberg, der eine Höhe von 794 Meter (über NN) aufweist. Nur geringfügig kleiner ist der Wetzstein, der 792 Meter hoch ist. Dieser befindet sich in Thüringen, und so ist der Übergang des Frankenwaldes in den Thüringer Wald fließend. Im südöstlichen Thüringen zählen einige Gemeinden zum Frankenwald. Weitere bekannte Berge im Frankenwald sind unter anderen der Spitzberg im bayrischen Bobengrün, der Sonneberger Berg bei Sonneberg in Thüringen und der in Wallenfels in Bayern gelegene Geuserberg.

Viele Dörfer im Frankenwald erkennt man an ihren Schieferdächern, denn die Fichtenwälder des Frankenwaldes wachsen unter anderem auf Tonschiefer, was den Schieferbergbau in der Region befördert hat. Neben der Schieferindustrie gab es lange Zeit im Frankenwald Porzellan- und Glasmanufakturen. Nicht immer war der Frankenwald ein Fichtenwald: Das immer schon waldreiche Gebiet wurde zu Anfang des 20. Jahrhunderts beinahe vollständig abgeholzt, und die damals vorherrschenden Tannen und Rotbuchen verschwanden. Mit Fichte wurde schließlich wieder aufgeforstet, da diese Bäume schnell wachsen.

Natur- und Erholungsgebiet Frankenwald

Frankenwald

Frankenwald

Die größte touristische Bedeutung für den Frankenwald bildet ohne Zweifel seine Eigenschaft als Naturpark. Wiesentäler und bewaldete Hänge wechseln sich ab, immerhin etwa die Hälfte des Frankenwaldes ist bewaldet. Als Kulturlandschaft ist der Frankenwald seit Jahrhunderten gewachsen, über 100.000 Hektar umfasst seine Fläche. Gleichzeitig ist er vergleichsweise dünn besiedelt. Der Schutz von Landschaft und Natur wird hier groß geschrieben, heimischen Pflanzen und Tieren wird ein Lebensraum geboten. Der Naturweg Teuschnitzaue beispielsweise gehört zu einem Pilotprojekt, das sich der Umsetzung des bayerischen Arten- und Biotopschutzprogramms verschrieben hat. Hier kann man Schwarzstörche und Sperlingskäuze ebenso erleben wie die für die Region typische Pflanzenwelt, unter anderem Arnika und der selten gewordene Teufelsabbiss, der sich auf der Liste der gefährdeten Arten befindet.

Neben touristisch erschlossenen Gewässern wie dem Ölschnitzsee in Steinbach, Naturlehrpfaden sowohl für die heimische Flora und Fauna als auch mit geologisch-bergbaukundlichem Schwerpunkt und natürlich zahlreichen Wanderrouten ist im Frankenwald auch noch unberührte Natur zu finden.

Das „Grüne Band“ bezeichnet eine Kette aus Biotopen, die sich während der deutschen Teilung in der Grenzregion bilden konnten. Diese besonders schützenswerten Naturräume drohten nach dem Zerfall der DDR zerstört zu werden, um Platz für Straßen und Bauten zu schaffen.

Zu der natürlichen Landschaft im Frankenwald zählen auch Moore. Naturmoor gilt als uraltes Heilmittel, denn Moor entwickelt sich in einem sehr langwierigen Prozess aus Pflanzen, denen man in der Naturheilkunde Heilkräfte zuschreibt.

Städte und Orte rund um den Frankenwald

Frankenwald

Frankenwald

Etwa um das Jahr 1000 siedelten das erste Mal Menschen im Frankenwald, obschon es noch näher zu untersuchende Anzeichen für eine frühere Besiedelung gibt. Zuerst wurden die Hochflächen besiedelt, wobei die bei einer Rodung charakteristischen Rundangerdörfer entstanden: eine kreisförmige Siedlungsform rund um einen inneren Platz. Später weiteten sich die Siedlungen auch in die Täler aus.

Zu den bekannteren Städten und Gemeinden im Frankenwald zählen Kronach, Ludwigsstadt, das Mineral- und Moorheilbad Bad Steben und Lichtenberg. Kronach ist eine Kreisstadt und die Geburtsstadt des Malers Lucas Cranach der Ältere. Kronach hat um die 17.000 Einwohner, die Kurstadt Bad Steben etwa 3.400 – der Frankenwald ist vergleichsweise gering besiedelt. Zu den Orten, die sich im Randgebiet des Frankenwaldes befinden, gehört Hof an der Saale, deren Kloster nur eines der klerikalen Sehenswürdigkeiten der Stadt ist. Einer der kleinsten Orte rund um den Frankenwald ist Effelter, zur Gemeinde Wilhelmstal gehörend. Hier befindet sich eines der am besten erhaltenen Rundangerdörfer, die typisch sind für die frühe Besiedelung des Frankenwaldes.

Ferienhäusern und Ferienwohnungen im Frankenwald

Der Urlaub steht an – die schönste Zeit im Jahr. Für immer mehr Menschen ist dabei das
Wohnen in einer Ferienwohnung bzw. einem Ferienhaus die ideale Lösung. In keiner anderen Art der Unterkunft bietet sich den Reisenden die Freiheit, Unabhängigkeit und Flexibilität, die sich hier genießen lässt. Im Folgenden werden die Vorteile von Ferienwohnungen übersichtlich zusammengefasst.

Persönlich und individuell

In einem Ferienhaus wohnen die Touristen gewissermaßen in ihren eigenen vier Wänden. Sie können eine Wohnung genau nach ihren Bedürfnissen buchen, zum Beispiel als Familie, als Paar oder als Gruppe von Freunden. Für alle Bedürfnisse und Ansprüche gibt es die passende Ferienwohnung. Dies bezieht sich sowohl auf die Größe als auch auf Komfort und Ausstattung. Eine Familie findet ohne großen Aufwand eine schöne Wohnung mit viel Platz und Kinderzimmern, während eine Gruppe von Freunden sich eher ein Ferienhaus sucht, das für sie den Charakter einer lockeren, entspannten Wohngemeinschaft ausstrahlt. Bei Ferienwohnungen sind die Reisenden also nicht so sehr an ein vorgegebenes Konzept gebunden, wie es in vielen Hotels und Pensionen der Fall ist.

Freie Tagesgestaltung

Ein weiterer erheblicher Vorzug von Ferienhäusern ist die Freiheit im Tagesablauf. Die Touristen sind nicht an feste Uhrzeiten für Mahlzeiten oder Reinigungsarbeiten gebunden wie in einem Hotel. So wissen beispielsweise Langschläfer es sehr zu schätzen, wenn sie nicht bis zu einer bestimmten Zeit am Frühstückstisch erscheinen müssen. Andere Menschen wiederum, die am Abend gern lange wach bleiben, brauchen – insbesondere bei einzelnen Ferienhäusern – keine Ruhezeiten einzuhalten und können ihren individuellen Bedürfnissen je nach Stimmung nachgehen.

Und auch für Familien ist diese Unabhängigkeit ideal. Gerade mit kleineren Kindern ist es nicht immer leicht, pünktlich zu Mahlzeiten zu erscheinen oder die Kleinen im Gemeinschaftssaal ruhig zu halten. In der Ferienwohnung kann der Nachwuchs auch einmal laut sein oder länger spielen, unabhängig von einem vorgegebenen Tagesablauf. Dies trägt erheblich zum Erholungswert des Urlaubes bei – sowohl für die Kleinen als auch für die Großen.

Ein anderer Vorzug ist, dass die Nutzer einer Ferienwohnung diese nicht über Tag verlassen müssen. Wenn also zum Beispiel das Wetter einmal schlecht ist oder sich ein Gast nicht ganz gesund fühlt, kann die Wohnung tagsüber genau dazu genutzt werden: zum Wohnen. Auch als Ruhetag nach einer aufregenden Aktivität am Tag zuvor ist das Zuhause-Bleiben durchaus beliebt – erst recht dann, wenn das Haus über eine schöne Terrasse oder einen Garten verfügt.

Privatsphäre und eine behagliche Atmosphäre

In einer Ferienwohnung können sich die Reisenden wie zu Hause fühlen und genießen genauso viel Privatsphäre wie in ihren eigenen vier Wänden. Sie brauchen sich nicht an einen vorgegebenen Stil eines Hotels anzupassen und sind somit in der Lage ihre persönlichen Bedürfnisse auszuleben – ohne dass ihnen das Personal des Hauses gewissermaßen über die Schulter schaut. Dies wiegt für viele Menschen den Umstand auf, dass sie den Haushalt in größerem Umfang selbst besorgen und auch selbst kochen. Und gerade das selbstständige Kochen ist sogar für zahlreiche Nutzer von Ferienwohnungen attraktiv – so zelebrieren es vor allem Freundesgruppen als gemeinsame Aktivität, die das Urlaubsgefühl noch steigert: Kochen als Event oder eine gemütliche Runde um den Raclette-Grill.

Viele Touristen schätzen an einem Ferienhaus außerdem, dass dort keine großen Speisesäle vorhanden sind, die sie an eine Massenabfertigung erinnern. Das Kleine, Intime und Überschaubare in der eigenen Ferienwohnung stellt für nicht wenige Urlauber einen angenehmen Gegenpol zum stressigen Arbeitsalltag dar.

Oftmals günstiger als im Hotel

Ferienwohnungen werden häufig zu sehr günstigen Preisen angeboten, vor allem bei etwas längeren Aufenthalten. Für Familien und Gruppen lohnt sich diese Art der Unterkunft erst recht – auf die Personenzahl bezogen, kostet ein Aufenthalt im Ferienhaus zumeist weniger als in einem Hotel. Auch lässt sich die Größe der Wohnung viel besser an individuelle Ansprüche und Gästezahlen anpassen als ein Hotel- oder Pensionszimmer, in das auf Wunsch ein zusätzliches Bett gestellt werden muss – mit dem entsprechenden Defizit bezüglich Platz und Gemütlichkeit. Bei der Buchung einer Ferienwohnung ist es sehr einfach, genau die Größe zu finden, die benötigt wird. Die Räume sind dann von vornherein genau passend eingerichtet.

Nicht im Zentrum des touristischen Geschehens

Viele Ferienwohnungen werden bewusst ein wenig abseits der Touristenzentren angeboten. Dies bedeutet nicht, dass sie sehr abgelegen und weit vom Geschehen wären, aber doch in ruhigerer und entspannter Lage als die meisten Hotels. Oft finden sich sehr schöne Ferienhäuser in reizvollen und idyllischen Orten und erlauben dort einen wirklich erholsamen Urlaub. Dies in Verbindung mit der großen Individualität sorgt für einen Urlaub mit einem Höchstmaß an Entspannung.

Regionale und persönliche Atmosphäre

Die Mehrheit der Betreiber von Ferienwohnungen legt großen Wert darauf, dass ihre Wohnungen sowohl die Region widerspiegeln, in der sie sich befinden, als auch darauf einen persönlichen Kontakt zu ihren Gästen zu halten. Da sie im Schnitt weniger Besucher zu betreuen haben als das Personal größerer Hotels, können sie sich Zeit für eine individuelle Betreuung oder auch einmal für ein zwangloses Gespräch nehmen. Und blickt man in die Räume vieler Ferienhäuser, so lässt sich auf den ersten Blick erkennen, in welcher Region sie sich befinden. Lokale Besonderheiten und das Flair der Gegend sind in der Einrichtung wiederzufinden. An der Nordsee wohnen die Gäste unter Reetdach und mit hellen, skandinavisch anmutenden Möbeln, während Besucher in Süddeutschland es sich auf einem typischen Balkon mit reicher Verzierung unter einem breiten Dach gemütlich machen können – all dies mit den Freiheiten der eigenen vier (Ferienwohnungs-)Wände.

Es wird also deutlich: Der Urlaub im Ferienhaus ist für alle, die maximale Entspannung und Erholung mit einer individuellen Tagesgestaltung kombinieren möchten, die beste Wahl. Für alle persönlichen Wünsche von Groß und Klein bieten Ferienwohnungen ausreichend Platz und Freiraum. Wer dieses schöne Gefühl einmal erlebt hat, wird es auch bei künftigen Reisen nicht mehr missen wollen.

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Autor: SCHMETTERling


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