Dank Shows und Serien wie „Unter Ulmen“, „Mein neuer Freund“ und „Dr. Psycho“ gilt Christian Ulmen schon lange als eine der witzigsten TV-Macher Deutschlands. Seit Anfang 2017 ist er einer der Hauptdarsteller der Serie „jerks.“, die vom Streaming-Dienst Maxdome produziert wird. Darin spielt Ulmen den Schauspieler und Moderator Christian Ulmen – also sich selbst, allerdings in einer fiktiven Version. Die zweite Hauptfigur der Serie ist der Schauspieler Fahri Yardım, der ebenfalls eine stark überspitzte Variante seiner selbst spielt. Im Mittelpunkt von „jerks.“ steht die Freundschaft zwischen Christian und Fahri, die so gut wie möglich ihren Alltag als Promis zu bewältigen versuchen.

Die Serie Jerks - mit Christian Ulmen und Fahri Yardım

Die Serie Jerks – mit Christian Ulmen und Fahri Yardım

JERKS – peinlichste Situationen am laufenden Band

Während Christian eher bescheiden ist und wenig Aufsehen um seine Person erregen will, genießt Fahri die Privilegien, die er als bekannter Schauspieler genießt. Beide geraten oftmals in peinliche Situationen, aus denen sie sich dann mit Lügen zu befreien versuchen. In einer Folge beispielsweise soll Christian auf die Katze einer Kollegin seiner Freundin Emily aufpassen. Weil Christian dringend auf die Toilette muss, es in dem Laden, in dem die Szene spielt, aber keine gibt, macht er sein großes Geschäft ins Katzenklo. Als die Katzenbesitzerin zurück in den Laden kommt, verschweigt Christian, dass der Kot von ihm stammt. Weil die Katzenbesitzerin wegen der großen Menge an Kot besorgt ist, ruft sie den Tiernotarzt, der die Katze drei Tage unter Quarantäne stellt. In der gleichen Episode besuchen Christian und Emily eine Selbsthilfegruppe, weil sie wegen eines nicht funktionierenden Schwangerschaftstest dachten, ein Baby zu erwarten. In der Gruppe erzählen die anwesenden Paare davon, dass sie ihre Kinder bei Unfällen verloren haben. Weil es Christian peinlich ist, seine verhältnismäßig banale Geschichte zu erzählen, erfindet er einen Sturz, bei dem Emily ihr ungeborenes Kind verloren hat. In einer Verstrickung von Ereignissen erfährt auch der Rapper Sido von dem (erfundenen) Schicksal und lädt Christian auf eine Party in seinem Haus ein. Dort fliegt die Lüge letztlich auf, weil Fahri die Geschichte vor der gesamten Party-Gesellschaft richtigstellt.

Wie schon die Beschreibung der einen Folge von „jerks.“ zeigt, hat die Serie einen bitterbösen Humor und macht oft auch vor Tabus nicht halt. So essen die Figuren versehentlich Menschenfleisch, Christian und Fahri bandeln mit jugendlichen Mädchen an, und ein Freund der beiden hat Sex mit seiner Partnerin, die im Koma liegt. Es werden Späße mit Behinderten getrieben, mit Flüchtlingen und mit Darmspülungen. Die Ahnungslosigkeit, mit der Christian und Fahri durchs Leben gehen, macht die Situationen, in die sie immer wieder geraten, extrem witzig. Als Zuschauer bleibt einem wegen der teilweise extremen Themen jedoch ab und zu das Lachen im Hals stecken, und man schämt sich vor dem Bildschirm für die Figuren. An der Darstellung erkennt man häufiger, dass einige Szenen während der Dreharbeiten improvisiert wurden. Das zeigt die Freude, die die Schauspieler an ihren Rollen in der Serie haben.

Die Hauptdarsteller von „jerks.“ sind Christian Ulmen und Fahri Yardım. Ulmen wurde einer größeren Gruppe von Fernsehzuschauern dadurch bekannt, dass er zwischen 1996 und 2004 Moderator bei MTV war. In der Sendung „Ulmens Auftrag“, vor allem aber in Produktionen wie „Mein neuer Freund“ auf ProSieben und „Who wants to fuck my girlfriend?“ auf Tele 5 etablierte Ulmen das Prinzip, in verschiedene Rollen zu schlüpfen und sein Umfeld mit seltsamem Verhalten zu irritieren. Als ernsthafter Schauspieler gab er 2003 im Film „Verschwende deine Jugend“ sein Debüt, im gleichen Jahr spielte er in „Herr Lehmann“ seine erste Hauptrolle. Seit Ende 2013 ist Ulmen als Kriminalhauptkommissar Lessing im „Tatort“ aus Weimar zu sehen, bis September 2018 wurden sieben Folgen ausgestrahlt. Auch Fahri Yardım dürfte treuen „Tatort“-Zuschauern bekannt vorkommen. Im März 2013 war er erstmals als Kriminalhauptkommissar Yalcin Gümer neben dem von Til Schweiger verkörperten Nick Tschiller im Hamburger „Tatort“ zu sehen. Bis Januar 2016 wurden vier Folgen im Fernsehen gezeigt, mit „Tschiller – Off Duty“ kam im Februar 2016 außerdem ein Film ins Kino.

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Bei Christian und Fahri wird aus jeder noch so banalen Alltagsfrage eine Frage der Moral und Grenzüberschreitung. Sie lügen und lavieren, was sie eint und unzertrennlich macht. Obwohl die Freunde unterschiedlicher nicht sein könnten: Für den einen ist das Leben an sich eine Zumutung, ihn plagen Selbstzweifel und Patchwork-Nöte – der andere lässt jeden Tag Milch und Honig fließen, notfalls...

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Als Nebendarstellerin in „jerks.“ ist Pheline Roggan zu sehen, die die Freundin von Fahri spielt. Ihre Filmografie umfasst unter anderem Auftritte in den Produktionen „Kebab Connection“ von 2004 und „Soul Kitchen“ von 2009. Außerdem war auch sie 2010 und 2011 in zwei „Tatort“-Folgen zu sehen. Emily, die Freundin von Christian, wird von Emily Cox verkörpert. Sie war 2015 in drei „Tatort“-Episoden dabei, im gleichen Jahr spielte sie außerdem in einer Folge der US-amerikanischen Serie „Homeland“ mit. Darüber hinaus gehört sie seit 2015 dem Ensemble der Serie „The Last Kingdom“ an. „jerks.“ zeichnet sich auch dadurch aus, dass regelmäßig Gaststars auftreten, die sich meist selbst spielen. Schon in der ersten Folge sind der Rapper Kay One und der Moderator Karsten Speck zu sehen, in der zweiten gehören Sido und seine Frau Charlotte Würdig sowie die Schauspielerin Jana Pallaske zu den Darstellern. Später wirken unter anderem auch der Politiker Christopher Lauer, der Comedian Maxi Gstettenbauer, der ehemalige Fußballer Arne Friedrich und die österreichische Sängerin Anna F. mit. In einigen Folgen ist die Ex-Frau von Christian mit dabei, die witzigerweise von Collien Ulmen-Fernandez verkörpert wird – der Ehefrau von Ulmen im echten Leben.

JERKS – eine Adaption der Serie „Klovn“

Bei „jerks.“ handelt es sich um eine Adaption der Serie „Klovn“ aus Dänemark, von der zwischen 2005 und 2009 insgesamt 60 Folgen entstanden sind. Manche Folgen von „jerks.“ halten sich recht genau an Episoden von „Klovn“. Das dänische Vorbild ließ sich seinerseits von der US-amerikanischen Serie „Curb Your Enthusiasm“ (deutscher Titel: „Lass es, Larry!“) inspirieren, in der der Comedian Larry David eine fiktionalisierte Version von sich selbst spielt. Maxdome beauftragte im Juli 2016 die Produktionsfirma Talpa Germany damit, die erste Staffel von „jerks.“ herzustellen. Die Drehbücher für alle zehn Folgen der ersten Staffel wurden von Johannes Boss und Murmel Clausen geschrieben, Regie führte jeweils Christian Ulmen. Am 26. Januar 2017 wurden die ersten beiden Folgen auf Maxdome online gestellt, anschließend wurden jede Woche zwei neue Episoden veröffentlicht. Ab Ende Februar 2017 wurde die erste Staffel zudem auf ProSieben ausgestrahlt. Die zweite Staffel, die ebenfalls aus zehn Folgen besteht, ging am 29. März 2018 komplett auf Maxdome online, als Bonus wurde zudem ein Making-of veröffentlicht. Ab dem 8. Mai 2018 war die zweite Staffel bei ProSieben zu sehen. Noch während der Ausstrahlung der zweiten wurde eine dritte Staffel in Auftrag gegeben, deren Dreharbeiten im September 2018 begannen.

Da „jerks.“ von Maxdome produziert (Werbung) wurde, ist die Serie dort zu sehen. Bei anderen Streaming-Anbietern ist sie dagegen nicht im Programm.

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Autor: AlphaOmega


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