Im selben Jahr hatte die Gruppe aus Neuenkirchen gerade einmal zwei Gigs gespielt und bis heute hat sich die Zahl gerade mal verdoppelt. Aber bevor die Befürchtung aufkommt, der Silberling wäre dementsprechend auch amateurhaft aufgenommen worden, sei gesagt, dass da schon mal nicht viel schief gelaufen ist. Nur der Inhalt ist nicht eindeutig zu bewerten. Denn Progressive-Metal-Spielarten sind immer schwierig und für den Zuhörer sehr oft gewöhnungsbedürftig oder sogar unmöglich. Eines der beiden Adjektive trifft leider auch auf Difused zu, die weder dem Durst auf dauerhaft schrammiges, hartes Gitarrenspiel, noch dem Mainstreamempfinden nachkommen. Vielmehr herrscht ein Mittelding, das vielleicht keiner Partei gefällt.Vollkommen unpässlich ist die Erscheinung aber trotzdem nicht, denn schließlich gibt es auch Passagen, die ausreichend aggressiv auftauchen, um wenigstens einer Seite zeitweise ein halbwegs gutes Gefühl zu vermitteln.Ein weiterer Missstand, der leider ins Auge springt, ist meiner Ansicht nach das nachlässig und langweilig gestaltete Coverbild. Kurz um: Hier liegt nichts halbes und nichts ganzes vor, weswegen eine durchschnittliche Bewertung wohl das Maximum aufzeigen würde, wenn nicht ein ganz cooler Song mit von der Partie wäre („No time to regret“), der immerhin einen von vier Tracks ausmacht. Darum drei Gitarren.