“Distressed To Marrow” (Doom-/Death-Metal)

Ich traue es mich ja fast nicht zu sagen aber das Coverart von „La Violencia“ hat mich direkt angesprochen! Morbid, düster und provokant! Nicht für jedermann, ja so manch oberflächlicher Dilettant würde beim Betrachten des Covers vielleicht sogar dazu neigen die Karlsruher in irgendeine rechte Ecke zu stecken … Fehlanzeige! „Nazis are the enemy!“ mit der Ansage startet der dritte Song „Phalance“ und ob es nun nötig war das zu erwähnen ist erstmal relativ. Denn das Coverart schreit mir nicht nur nach möglicher Missinterpretation – nein es schreit vor allem nach Death und Doom! Und damit sind wir hier definitiv an der richtigen Adresse.

Stil „Distressed To Marrow – La Violencia“

Das Album Distressed To Marrow „La Violencia“ umfasst 7 Tracks welche sich alle im Death und Doom Bereich bewegen. Gute Kombo für alle die die es etwas düsterer mögen. Der Wechsel zwischen schnellen und langsamen Passagen bietet immer wieder Abwechslung, welche Langweile auch auf Songs mit einer Mindestlänge von 8 Minuten ausschließt.

Und es sind nicht nur die Tempowechsel die das ganze Ding so unterhaltsam machen. Das Album mit einer Laufzeit von etwas über einer Stunde ist vollgepackt mit bester Gitarrenarbeit. Riffs die den Boden zum Beben bringen wie, um ein Beispiel zu nennen, im letzten Viertel von „Absorbing Maggots“. Einfach ein fetter Sound und das zieht sich so durch das ganze Album. Nicht ein Durchhänger oder eine enttäuschende Passage. Bemerkenswert ist es daher umso mehr, dass die Jungs das Album auch noch selbst gemixt und gemastered haben!

Den kraftvollen und doomigen Riffs stehen dann auch noch teils sehr melancholische Melodien gegenüber welche einen zum Augen schließen und Nachdenken anregen. Der Track „Right Foot Killer“ beginnt sogar mit einer Akustik-Gitarre und hypnotisiert einen regelrecht nur um einen kurz darauf wieder mit gallopierenden Riffs und tiefer, growlender Stimme auf die Fresse zu geben.

Ja irgendwo ist das ganze Album wie ein Schlag ins Gesicht … einer der sitzt! Jede Menge Energie und Leidenschaft floss in die Scheibe und das kann man schon nach dem ersten Mal durchhören ohne Zweifel sagen. Jedoch lohnt es sich echt das Album immer wieder zu hören, denn man findet immer wieder Passagen in die man sich neu verlieben kann. Die Riffs sind teils zwar ziemlich simpel aber das ist in dem Fall nichts Negatives. Es passt einfach! Genauso ist es übrigens auch mit den Vocals. Die passen einfach wie Arsch auf Eimer in das ganze Stück. Tiefe Growls, fast bellend vorgetragen machen die ganze Atmosphäre perfekt.

Fazit „Distressed To Marrow – La Violencia“

Klare Kaufempfehlung für Fans vom Frühwerk von Paradise Lost, Opeth und Anathema. Ich werde die Karlsruher ab jetzt auf jeden Fall im Blick behalten, das Album hat überzeugt!

Band Distressed To Marrow

Toni Robinia – Vocals/Bass
Torsten Staude – Guitar
Norman Achenbach – Drums
Thorsten Ditschinger – Guitar

Distressed To Marrow - La Violencia (Review)

Distressed To Marrow – La Violencia (Review)

Trackliste „La Violencia:

1. Violencia Is Born 09:20
2. Absorbing Maggots 08:30
3. Phalance 10:45
4. Right Foot Killer 09:24
5. Metric Medusa 08:37
6. Lick My Bayonet 12:05
7. Violencia Is Dead 09:02

Weitere Infos:
https://www.facebook.com/Distressed-to-Marrow-210849182295530/

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Autor: Simon Hader


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