Nach gerade mal zwei Jahren nach „Indestructible“ melden sich Disturbed im Oktober 2010 mit ihrem fünften Studioalbum „Asylum“ zurück.

Manch eine Stimme mag behaupten, die neuen Songs seien nach Schema F produziert und daher insgesamt wenig überraschend. Wenn damit die Trademarks der Bands gemeint sind, wie die genialen Stakkato-Riffs von Gittarist Dan Donegan und die bekannte, charakteristische Intonation von Sänger David Draiman ist das -zum Glück- wohl wahr.

Der Titeltrack „Asylum“ wird eingeleitet mit dem bedächtigen Intro „Remants“. Auch die restlichen Songs sind eher im Midtempo gehalten und ungewohnt sanft und melodisch im Gesang. Allerdings lassen sie dadurch auch etwas die unverwechselbaren Shouts von Draiman vermissen. Stattdessen sind die Songs mit einigen starken Instrumentalteilen versehen.

Die Lyrics sind wie gewohnt politischen Hintergrunds. So befasst sich „Another Way To Die“ mit der globalen Erwärmung und „Never Again“ hat den Holocaust zum Thema.

Zum Schluss gibt es noch eine -eher schwache-als hidden track versteckte Coverversion von U2`s „I Still Haven`t Found What I`m Looking For“.

Der CD liegt noch ein Gutschein bei, mit dessen Code man sich die Band-Dokumentation „Decade of Disturbed“ herunterladen kann.

Für mich insgesamt ein ordentliches Werk von Produzent Donegan- aber auch nicht mehr. Keiner der Songs kann wirklich an die Hits der Bands anknüpfen. Für meinen Geschmack sind die Titel eher unspektakulär und bleiben ohne den feuerwerksartigen Ohrwurmeffekt wie z.B. „Indestructible“ oder natürlich „Down With The Sickness“ ihn hatten.

Von daher mag es passend erscheinen, dass die vier Chigagoer in diesem Jahr ihr Pausieren ankündigten.

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